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Vorrichtung zur Abscheidung der Kesselstein- und Schlammbildner aus Dampfkessel- speisewasser.
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung, durch welche die Abscheidung der Kesselstein- und Schlammbildner aus dem Wasser und deren Ablagerung in dieser Einrichtung selbst erzielt wird. Hiezu wird das nachzuspeisende Wasser nicht direkt in den Wasserraum des Kessels, sondern in eine in den Kessel eingebaute Einrichtung gespeist. In dieser wird es tunlichst auf volle Dampftemperatur gebracht, damit sich die Kesselstein-und Schlammbildner schon hier aus ihm ausscheiden können. Das Wasser wird dabei auf tunlichst langem Wege in möglichst breiter und dünner Schichte. über horizontale oder geneigte, ebene oder profilierte Bodenflächen und wiederholt auch durch Kammern (Schlammsäcke) geleitet, in welchen es einen weitgehenden Richtungswechsel durchmachen muss.
Wie aus dem Achsialschnitt in Fig. 1 der Zeichnung ersichtlich ist, besteht die Einrichtung im wesentlichen aus zwei Kammergruppen I und II, die durch Zwischenwände a, b, c... in einzelne Kammern (Schlammsäcke) 17, 18, 19, 20, 21... geteilt sind. Durch Scheidewände 30, 31, 32,33, 34..., die nicht bis bis zum Boden der Kammern (Schlammsäcke) hinabreichen, sind diese Kammern wieder in je zwei miteinander kommunizierende Räume 17', 17/1, 18', 18", 19', 19", 20'. 20" ... unterteilt.
Aus dem Raume 17" führt nun eine tunlichst breite, oben offene Rinne 40 mit horizontaler oder geneigter (abfallender oder auch leicht aufsteigender), ebener oder beliebig profilierter Bodenfläche nach dem Raum 18'der Kammer 18 von II. Aus 18" führt eine solche Rinne 41 nach dem Raume 19' der Kammer 19 von I. Aus 19" führt wieder eine Rinne 42 nach 201 von 20 und schliesslich auch noch aus 20"eine Rinne 43 nach dem Raume 21'der Kammer : ! 1 der Kammergruppe I. Die ganze Einrichtung wird in den Kessel eingebaut und entsprechend befestigt, und zwar zweckmässig in einer solchen Höhe, dass das untere Ende der untersten Rinne noch über dem höchsten Wasserspiegel liegt.
Die auch sonst gewöhnlich bis weit in den Innenraum des Kessels geführte Speiseleitung Li wird an den Raum 17'der Kammer 17 der Kammergruppe I angeschlossen.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende : Das durch die Speiseleitung zuströmende Wasser gelangt vorerst (in der Richtung des Pfeiles 1) in den Raum 17', aus diesem nach 17", von hier über die Rinne 40 nach 18'und nach 18", weiter über die Rinne 41 nach 19', von dort nach 19"und über die Rinne 42 nach 20'und ; 2, von hier über die Rinne 43 nach 21', um von da schliesslich nach dem Raume 2 zu gelangen, aus welchem es dann durch das Ableitungsrohr L2 an geeigneter Stelle in den Wasser- raum des Kessels ausfliesst. Das Wasser macht also den Weg, wie er durch die Pfeile 1 bis 16 gekennzeichnet ist.
Es wird auf diesem Wege, weil es beim Passieren der Rinnen in dünner, breiter Schichte in innige und dauernde Berührung mit dem Dampfe im Dampfraume tritt. allmählich bis auf volle Dampftemperatur vorgewärmt, so dass die Kesselstein- und Schlammbildner ausgeschieden werden, die sich infolge des iangen Weges des Wassers im Abscheider selbst ablagern.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt einer Rinne mit rechteckigem Proiil. In Fig. 1 ist bei der Rinne 4 eine Ausführungsform der Rinne mit taschenartigen Vertiefungen g des Rinnenbodens und bei ffr Ritine 43 eine Ausführungsform mit quer zur Bewegungsrichtung des Wassers wellenförmig profiliertem Rinnenboden angedeutet.
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Selbstverständlich können, den jeweiligen Umständen angepasst, auch Kammergruppen mit mehr oder weniger Kammern als nach Fig. 1 und demnach auch mit mehr oder weniger Rinnen angeordnet sein. Dieser Abscheider kann auch in beliebiger Kombination mit einer anderen Wasserreinigungavorrichtung verwendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Abscheidung der Kesselstein-und Schlammbildner aus Dampfkesselspeisewasser, die im Dampfraume des Kessels angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass sie ans zwei Kammergruppen (I und II) besteht, deren Kammern (17, 1 & , 19, 20, 21...) durch Scheidewände (30, 91, 92...) in miteinander kommunizierende Räume (17', 17",
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Rinnen mit horizontalem oder geneigtem, ebenem oder profiliertem Boden miteinander in Verbindung stehen, wobei in den ersten dieser Räume die Speiseleitung (LJ einmündet und aus dem letzten eine Leitung (La) zum Ableiten des Speisewassers in den Wasserraum des Kessels abzweigt.