AT5630U1 - Bekleidungsstück - Google Patents
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Abstract
Bei einem Bekleidungsstück, z.B. in Form einer Jacke (1) ist wenigstens auf einem Teil der Innenoberfläche eines Obermaterials (3) eine aus einem kälte- und/oder wärmehemmenden, textilen Gewirke bestehende Einlage (4) eingesetzt. Die Einlage (4) ist als textiles Abstandsgewirke ausgebildet und lose eingelegt oder nur punktuell oder abschnittsweise mit dem Obermaterial verbunden.
Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung betrifft ein Bekleidungsstück mit einer wenigstens auf einem Teil der In- nenoberfläche eines Obermaterials angeordneten, kälte- und/oder wärmehemmenden, aus textilem Gewebe oder Gewirke bestehenden Einlage. Bekleidungsstücke mit einer kälte- oder wärmedämmenden bzw. mit einem als Kälte- oder Wärmeschutz wirksamen Einlage sind bereits bekannt geworden. Solche Beklei- dungsstücke sind jedoch in der Regel relativ dick und daher insbesondere beim Einsatz als Arbeits- oder Sportbekleidung unpraktisch. Ferner ist ein textiles Abstandsgewirke bekannt geworden (DE-U-9016062), welches bei der Unterpolsterung von Kleidungsstücken oder bei Sitzmöbeln eingesetzt wird. Diese Gewirke sind besonders druck- und formstabil und daher gerade in Richtung quer zu de- ren Flächenausdehnung besonders elastisch. In der Flächenausrichtung dieses Gewirkes ist jedoch eine relativ unelastische Steifigkeit gegeben, so dass die vollflächige Anwen- dung im Bekleidungsbereich wohl bisher nicht in Betracht gezogen werden konnte, weil bei Bekleidungsstücken Einlagen immer zumindest an ihren Randbereichen durchgehend mit dem Obermaterial vernäht worden sind. Die Erfindung hat sich daher zur Aufgabe gestellt, ein Bekleidungsstück gerade mit einem an sich bekannten Abstandsgewirke oder aber mit einem solcherart aufgebauten Ab- standsgewebe zu schaffen, welches in besonderer Weise für Bekleidungsstücke in allen Einsatzbereichen wirksam eingesetzt werden kann und angenehm zu tragen ist. Dies gelingt erfindungsgemäss dadurch, dass die Einlage als textiles Abstandsgewebe oder-gewirke ausgebildet ist und lose eingelegt oder nur punktuell oder abschnittsweise mit dem Obermaterial verbunden ist. Durch diese Massnahmen wird erreicht, dass die Einlage lose an der Innenseite des Obermaterials anliegt und sich somit gegenüber dem Obermaterial leicht verschieben kann. Es kann dadurch voll die ausgezeichnete Wärme- und Kältedämmung und die <Desc/Clms Page number 2> Druckfestigkeit eines solchen Gewirkes oder Gewebes ausgenützt werden. In einem sol- cherart ausgestatteten Bekleidungsstück ergeben sich sowohl bei Kälte als auch bei Wärme ausgezeichnete Tragequalitäten, da insbesondere auch eine gute Be- und Entlüftung stattfinden kann und somit eine wesentliche Verringerung von Schweissbildung gewährleistet ist. Ausserdem ist die Bewegungsfreiheit nicht eingeengt, da sich die Einlage voll gegenüber dem Obermaterila bewegen, also verschieben kann. Es ist daher auch die Herstellung solcher Bekleidungstücke sehr einfach, da nur ein Einlegen oder aber eine punktuelle oder abschnittweise Befestigung erforderlich ist. Weiteres ist es vorteilhaft, wenn die Einlage als einstückiger, flächiger Abschnitt eingelegt oder mit dem Obermaterial verbunden ist. Es ist dadurch ein einfacher Zuschnitt möglich und daher auch eine einfache Fertigung. Eine andere Möglichkeit wird darin gesehen, dass die Einlage von streifenförmigen Ab- schnitten gebildet und lose eingelegt oder mit dem Obermaterial verbunden ist. Dies ist insbesondere bei besonderen Schnitten von Jacken, Hosen, Schuhen oder einer sonsti- gen Überbekleidung von Vorteil, damit die in deren Ebene kaum elastischen Gewirke und Gewebe optimal eingesetzt werden können. Eine einfache Möglichkeit der Verbindung von Obermaterial und Einlage ist dann gege- ben, wenn die Verbindung zwischen dem Obermaterial und der Einlage durch punktför- miges Vernähen oder kurze Nahtabschnitte erfolgt. Es ist daher sowohl eine handwerkli- che als auch eine industrielle Fertigung sehr einfach durchzuführen, ohne dass das Be- kleidungsstück an Tragekomfort verlieren würde. Eine weitere vorteilhafte Massnahme liegt darin, dass eine durchgehend gleich dicke Ein- lage vorgesehen ist. Dies ist auch von der Fertigung her die einfachste Lösung, wobei eine solche Konstruktion in der Regel dann anzuwenden ist, wenn beispielsweise bei einer Jacke nur der Brust- und Rückenbereich mit einer solchen Einlage ausgerüstet wer- den soll. Durch die erfindungsgemässe Ausgestaltung ist nun aber auch die Möglichkeit geschaffen worden, dass in verschiedenen Abschnitten eines Bekleidungsstückes verschieden dicke Einlagen eingesetzt sind. Es ist daher auch eine Anpassung an die Einsatzart von Beklei- dungsstücken möglich geworden, weil eben zum Beispiel Körperabschnitte, die mehr vor <Desc/Clms Page number 3> Kälte oder Wärme geschützt werden sollen, mit dickeren Einlagen ausgestattet werden und andere Abschnitte mit dünneren Einlagen. Es können dabei nicht nur zwei verschie- den dicke Einlagen eingesetzt werden, sondern auch eine Vielzahl von verschieden dicken Einlagen. Es wäre aber auch durchaus denkbar, hier ein textiles Abstandsgewebe oder-gewirke einzusetzen, welches von vorneherein so gefertigt ist, dass es auf dessen flächiger Ausdehnung gesehen verschieden dicke Abschnitte aufweist. In diesem Zusammenhang kann es vorteilhaft sein, Abschnitte des Bekleidungsstückes im Körperbereich mit einer dickeren Einlage und Abschnitte im Arm-, Fuss- oder Kopfbe- reich mit einer dünneren Einlage versehen sind. Es ist also immer eine optimale Anpassungsmöglichkeit gegeben. Die Erfindung soll anhand der Zeichnungen noch näher erläutert werden. Es zeigen: Fig. 1 eine als Arbeitsbekleidung dienende Jacke, welche eine Einlage aufweist in einer Ansicht von vorne; Fig. 2 einen Arbeitsschuh, der mit einer Einlage versehen ist; Fig. 3 einen Ausschnitt eines textilen Abstandsgewirkes, wie es für eine Einlage gemäss der Erfindung eingesetzt wird. Bei einem Bekleidungsstück, z. B. einer Jacke 1 oder einem Schuh 2, ist wenigstens auf einem Teil der Innenoberfläche eines Obermaterials 3 eine kälte- und/oder wärmehem- mende, aus textilem Gewebe oder Gewirke bestehende Einlage 4 angeordnet. Diese Ein- lage 4 ist als textiles Abstandsgewirke ausgebildet, wie dies beispielsweise aus der Fig. 3 ersichtlich ist. Das Abstandsgewirke besteht aus den beiden Gewirkebahnen 5 und 6, deren Abstand durch die Anordnung von flächenverbindenden elastischen Fäden 7 ge- währleistet ist. Die Einlage 4 ist lose an der Innenseite des Obermaterials 3 eingelegt oder nur punktuell oder abschnittsweise mit dem Obermaterial 3 verbunden. Die Einlage 4 ist als einstückiger, flächiger Abschnitt eingelegt oder mit dem Obermaterial 3 verbunden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Einlage als streifenförmige Ab- schnitte auszubilden und lose an der Innenseite des Obermaterials 3 einzulegen oder mit dem Obermaterial 3 zu verbinden. <Desc/Clms Page number 4> Die Verbindung zwischen dem Obermaterial 3 und der Einlage 4 erfolgt durch punktförmiges Vernähen oder kurze Nahtabschnitte. Eine Ausführungsvariante besteht darin, dass eine durchgehend gleich djcke Einlage 4 (des) vorgesehen ist. Es ist aber auch denkbar, in verschiedenen abschnitten des Bekeldungsstückes verschieden dicke Einlagen 4 einzusetzen. So können beispielsweise Abschnitte 8 des Bekleidungsstückes im Körperbereich mit einer dickeren Einlage 4 und Abschnitte 9 im Arm-, Fuss- oder Kopfbereich mit einer dünneren Einlage 4 versehen werden. Eine Ausführungsvariante würde auch noch darin liegen, ein textiles Abstandsgewebe oder gewirke einzusetzen, welches von vorneherein so gefertigt ist, dass es auf dessen flächiger Ausdehnung gesehen verschieden dicke Abschnitte aufweist. Es könnte so von vorneherein abgestimmt auf die Zuschnitte für ein bestimmtes Bekleidungsstück schon bei der Fertigung des Abstandsgewebes oder-gewirkes darauf Rücksicht genommen werden, indem der Abstand der Gewirkebahnen 5 und 6 über die flächige Erstreckung der Einlage variiert. Die erfindungsgemässen Massnahmen sind nicht nur bei bestimmten Arbeitsbekleidungsstücken, wie Jacken, Hosen oder Schuhen optimal einsetzbar, sondern auch überall dort, wo Wärme- und Kälteschutz und/oder Be- und Entlüftung wichtig sind und/oder auch Arbeitschutz vonnöten ist. Die erfindungsgemässen Massnahmen sind also bei Schuhen (Innenbereich und Zunge), bei Sicherheitshelmen oder Anstossmützen oder bei sonstigen Kopfbedeckungen, bei Regenschutzkleidung, Thermobekleidung, Hitzeschutzbekleidung und Kälteschutzbekleidung, bei Sportbekleidung, bei Overalls, Handschuhen sowie eigentlich bei aller Freizeit- und Berufsbekleidung, einzusetzen.
Claims (7)
- Ansprüche 1.Bekleidungsstück mit einer wenigstens auf einem Teil der Innenoberfläche eines Obermaterials angeordneten, kälte- und/oder wärmehemmenden, aus textilem Gewebe oder Gewirke bestehenden Einlage, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (4) als textiles Abstandsgewebe oder-gewirke ausgebildet ist und lose eingelegt oder nur punktuell oder abschnittsweise mit dem Obermaterial (3) verbunden ist.
- 2. Bekleidungsstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (4) als einstückiger, flächiger Abschnitt eingelegt oder mit dem Obermaterial (3) verbunden ist.
- 3. Bekleidungsstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (4) von streifenförmigen Abschnitten gebildet und lose eingelegt oder mit dem Obermaterial (3) verbunden ist.
- 4. Bekleidungsstück nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen dem Obermaterial (3) und der Einlage (4) durch punktförmiges Vernähen oder kurze Nahtabschnitte erfolgt.
- 5. Bekleidungsstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine durchgehend gleich dicke Einlage (4) vorgesehen ist.
- 6. Bekleidungsstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in verschiedenen Abschnitten eines Bekleidungsstückes verschieden dicke Einlagen (4) eingesetzt sind.
- 7. Bekleidungsstück nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Abschnitte des Bekleidungsstückes im Körperbereich mit einer dickeren Einlage (4) und Abschnitte im Arm-, Fuss- oder Kopfbereich mit einer dünneren Einlage (4) versehen sind.
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