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Die Erfindung betrifft eine Mastleuchte mit einem Masten, mindestens einer daran befestigten, mit Lampe und Primärreflektor ausgestatteten Werfereinheit und wenigstens einem im oberen Bereich des Mastens von diesem getragenen Sekundärreflektor zum Umlenken des von der bzw. den Werfereinheiten nach oben geworfenen Lichtes nach unten auf eine neben dem Masten liegende Bodenfläche, wobei der Sekundärreflektor mehrere nebeneinander liegende, unten jeweils vorzugsweise konkav gekrümmte Reflektorfacetten aufweist, deren Form und/oder Ausrichtung über die Sekundärreflektorfläche variiert.
Derartige Mastleuchten kommen insbesondere zur Beleuchtung von Plätzen oder Strassen zum Einsatz. Bei den klassischen Strassenleuchten befindet sich am oberen Ende einer Säule im allgemeinen eine oder mehrere Lichtquellen sowie Primärreflektoren, die das Licht nach unten verteilen. Es sind aber auch bereits Mastleuchten nach dem Sekundärreflektorprinzip bekannt geworden, bei denen ein Werfer Licht nach oben wirft, wobei es dort von Sekundärreflektoren nach unten verteilt wird. Beispielsweise sind Sekundärreflektoren in der Form von schräg gestellten ebenen Spiegeln bekannt.
Bekannt ist die Ausführung von Sekundärreflektoren auch dergestalt, dass das Reflektorfeld aus einer Vielzahl von Reflektorabschnitten besteht, die in verschiedener Neigung und Wölbung ausgebildet sind. Diese Abschnitte bilden dabei eine als Schirm konzipierte Reflektoreinheit (zB DE 40 31 302 C2, CH 627 252 A5).
Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Mastleuchte zu schaffen, bei der ein direkter Einblick in das Leuchtmittel (Lampe) vermieden wird und mit der eine vorgegebene, vorzugsweise gleichmässige Ausleuchtung der Bodenfläche erzielt wird. Ausserdem soll ausserhalb eines gewünschten Strahlungsbereiches eine präzise Ausblendung möglich sein.
Erfindungsgemäss wird dies bei einer Mastleuchte der eingangs genannten Gattung dadurch erreicht, dass die einzelnen Reflektorfacetten des Sekundärreflektors auf einem eine oder mehrere ebene Trägerflächen aufweisenden Träger befestigt sind.
Durch das Sekundärleuchtenprinzip wird ein direkter Einblick in das Leuchtmittel bzw. die Lampe verhindert. Ein Primärreflektor im Bereich des oberen Mastendes lenkt die Strahlung der Lampe nach oben auf den Sekundärreflektor, der als Facettenfeld ausgebildet ist und diese Strahlung auf die Nutzebene (Bodenfläche) nach unten verteilt. Die einzelnen nebeneinanderliegenden, unten jeweils konkav gekrümmten Reflektorfacetten variieren über die Sekundärreflektorftäche in Form und/oder Ausrichtung. Um eine gleichmässige Verteilung
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des nach oben geworfenen Lichts auf die Bodenfläche zu erreichen, sind die Reflektorfacetten erfindungsgemäss einzeln auf einer oder mehreren ebenen Trägerflächen befestigt.
Damit ist es möglich, die Strahlungsverteilung zu optimieren, weil jede Facette den auf sie vom Primärreflektor kommenden Lichtanteil optimal auf die Nutzfläche bzw. Teile davon verteilen kann. Die gesamte Beleuchtungsstärkeverteilung als Überlagerung der Beleuchtungsstärkeverteilung in der Einzelfacette ist somit genau vorgebbar, insbesondere lässt sich eine gleichmässige Ausleuchtung der Bodenfläche durch die Mastleuchte erzielen.
Durch die Freiformgeometrie der einzelnen Reflektorfacetten kann nicht nur die Ausleuchtung optimiert werden, es ist damit auch möglich, ausserhalb des gewünschten Strahlungsbereichs eine gute Ausblendung zu erzielen.
Wie bereits erwähnt, variiert die Form bzw. Ausrichtung der Reflektorfacetten über die Sekundärreflektorfläche. Dies ermöglicht es, die Facettenform der einzelnen Reflektorfacetten unterschiedlich zu gestalten, und zwar vorzugsweise nicht nach einer bestimmten geometrischen Kurve, wie beispielsweise einer Parabel oder dergleichen, sondern vielmehr eine berechnete Freiformfläche vorzusehen, sodass die vorgegebene auszuleuchtende Fläche exakt nach einer vorgegebenen Beleuchtungsstärkeverteilung ausgeleuchtet wird. Somit ist es beispielsweise möglich, die Facetten so zu gestalten, dass sie beim Einblick von einem Beobachterstandpunkt aus jeweils gleich gross erscheinen.
Durch das verhältnismässig grosse Facettenfeld der Sekundärreflektorfläche kann man eine grosse Lichtaustrittsfläche erzielen, bei der die mittlere Leuchtdichte im Strahlungsbereich auf unter 5000 cd/m2 begrenzt werden kann. Damit wird die Blendung erheblich reduziert.
Schliesslich erfolgt durch das Facettenfeld noch eine Lichtpunktzerlegung, nämlich die Zerlegung der Primärlichtquelle in viele kleine Lichtpunkte entsprechend der Anzahl der Facetten. Damit wird eine weitere Reduktion der Blendung erzielt.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der nachfolgenden Figurenbeschreibung näher erläutert : Die Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Mastleuchte in einer perspektivischen Ansicht von schräg unten, die Fig. 2 zeigt eine Teilansicht des oberen Bereichs dieser Mastleuchte, die Fig. 3 zeigt einen schematischen Querschnitt durch die Sekundärreflektorfläche einer erfindungsgemässen Mastleuchte,
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die Fig. 4 zeigt schematisch die Form einer Reflektorfacette des erfindungsgemässen Facettenfeldes der Sekundärreflektorfläche, die Fig. 5 und 6 zeigen jeweils Ausführungsbeispiele für eine Werfereinheit mit Lampe und Primärreflektor.
Die in Fig. 1 dargestellte Mastleuchte steht auf einer Bodenfläche 1 und weist eine Mastsäule 2 auf, auf deren oberen Ende sich eine Werfereinheit befindet. Diese weist, wie später in den Fig. 5 und 6 noch beschrieben wird, einen Primärreflektor und eine Lampe auf. Diese Werfereinheit wirft Licht nach oben auf den Sekundärreflektor 4, welcher von einer schematisch dargestellten Haltevorrichtung 5 gehalten wird. In der Praxis kann diese Haltevorrichtung 5 aus einem oder mehreren möglichst dünnen Stäben bestehen. Es ist aber auch möglich, beispielsweise einen durchsichtigen Glaszylinder zu verwenden, um jegliche Abschattung zu vermeiden.
Der Sekundärreflektor 4 verteilt das von der Werfereinheit 3 nach oben geworfene Licht gleichmässig nach unten auf die neben dem Masten 2 liegende Bodenfläche 1.
Erfindungsgemäss weist der Sekundärreflektor mehrere nebeneinanderliegende, unten jeweils konkav gekrümmte, einzelne Reflektorfacetten 6 auf, wie dies insbesondere aus den Flg. 2 und 3 ersichtlich ist. Erfindungsgemäss variiert die Form unter der Ausrichtung der einzelnen Reflektorfacetten 6 über die Sekundärreflektorfläche, was eine Optimierung der Lichtverteilung ermöglicht. Um eine möglichst grosse, insgesamt im wesentlichen flächendeckend mit Reflektorfacetten versehene Sekundärreflektorfläche zu ermöglichen, ist bevorzugt vorgesehen, dass der Sekundärreflektor 4 oberhalb der Mastsäule 2 angeordnet ist.
Zum selben Zweck sind die einzelnen Reflektorfacetten des Sekundärreflektors 4 erfindungsgemäss auf einer oder mehreren ebenen Trägerflächen eines Trägers 7 befestigt.
Bei dem in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel gibt es zwei beabstandete ebene Flächen 4a und 4b. Die Fläche 4b ist gegenüber der Fläche 4a im mittleren Bereich abgesenkt. Die Seitenwände 8 des abgesenkten Bereichs sind vorzugsweise verspiegelt. Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen ist der Sekundärreflektor 4 rechteckig, nämlich quadratisch. Es können natürlich auch andere Reflektorabmessungen vorgesehen sein.
Eine möglichst gleichmässige Lichtverteilung erzielt man dadurch, dass die weiter von der Mastachse 9 entfernten Reflektorfacetten 6 stärker zur Mastachse 9 hin geneigt sind, als die näher bei der Mastachse 9 liegenden Reflektorfacetten 6, wie dies die Fig. 3 zeigt. Auch die
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Form der Reflektorfacetten 6 variiert über die Fläche. Die äusseren Reflektorfacetten 6 sind dabei unter einem grösseren Winkel (12 stärker zur Mastachse hin geneigt als die näherliegenden Reflektorfacetten, welche unter dem Winkel a1 geneigt sind.
Die Reflektorfacetten selbst sind konkav nach unten gekrümmt, dh, sie weisen eine konkave, hochglänzende Unterseite 6a auf, wie dies die Fig. 4 beispielhaft zeigt. Die Reflektorfacettenform ist vorzugsweise eine Freiformfläche, die rechnerisch ermittelt wird.
Die Fig. 5 und 6 zeigen noch zwei Ausführungsbeispiele für eine Werfereinheit 3. Bei jeder dieser Werfereinheiten 3 verteilt ein Primärreflektor 10 das von der Lampe 11 ausgesandte Licht nach oben, wobei die Lichtaustrittsöffnung von einem Abdeckglas 12 abgeschlossen sein kann. Dieses Abdeckglas hat einerseits die Aufgabe, Verschmutzungen des nach oben offenen Reflektors zu verhindern und kann andererseits auch Filtereigenschaften, beispielsweise UV-Filtereigenschaften haben.