AT5741U1 - Steuerungsverfahren für eine motorbetriebene ausziehvorrichtung - Google Patents
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Abstract
Bei einem Steuerungsverfahren für eine motorbetriebene Ausziehvorrichtung mit einem von einer Motorsteuerung angesteuerten Motor zum Aus- und Einfahren des Auszugs wird von der Motorsteuerung eine Bremsrampe für den Motor vorgegeben, mit der die vollständig ausgefahrene bzw. eingefahrene Endposition angefahren wird. Zur Bestimmung des Startpunktes der Bremsrampe beim Ausfahren des Auszugs und des Startpunktes der Bremsrampe beim Einfahren des Auszugs wird ein Eichlauf durchgeführt, bei welchem der Auszug von der Motorsteuerung mindestens einmal zwischen der vollständig eingefahrenen und der vollständig ausgefahrenen Endposition mit einer im Vergleich zur Ausziehgeschwindigkeit während des Normalbetriebs verringerten Geschwindigkeit verfahren wird, wobei beim Eichlauf ein Maß für die Gesamtlänge der Ausziehstrecke bestimmt wird.
Description
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Die Erfindung betrifft ein Steuerungsverfahren für eine motorbetriebene Ausziehvorrichtung mit einem von einer Motorsteuerung angesteuerten Motor zum Aus- und Einfahren des Auszugs, wobei von der Motorsteuerung eine Bremsrampe für den Motor vorgegeben wird, mit der die vollständig ausgefahrene bzw. eingefahrene Endposition angefahren wird.
Weiters betrifft die Erfindung eine motorbetriebene Ausziehvorrichtung.
Motorbetriebene Ausziehvorrichtungen werden üblicherweise bei Auszügen verwendet, welche mit relativ grossen Lasten beladen sind, um die Bedienung zu vereinfachen. Insbesondere werden solche Ausziehvorrichtungen bei Hochschrankauszügen angewendet, es ist aber auch eine Verwendung bei Schubladenauszügen moglich, in denen schwere Gegenstände gelagert werden, beispielsweise bei einer Werkzeuglade einer Werkbank.
Um ein sanftes Anfahren der vollständig ausgefahrenen und der vollständig eingezogenen Endposition des Auszuges zu erreichen, ist es bereits bekannt, zur Steuerung einer motorbetnebenen Ausziehvorrichtung eine sogenannte Bremsrampe vorzusehen. Das heisst, die Ausziehgeschwindigkeit wird bereits vor Erreichen der Endposition kontinuierlich abgesenkt. Eine bekannte Möglichkeit zur Bestimmung der jeweiligen Startpunkte der Bremsrampen beim Ausbzw. Einfahren besteht in einer Zeitsteuerung, die Bremsrampe wird also nach einer vorgegebenen Zeit ausgeführt. Eine andere Möglichkeit besteht dann, Positionsgeber vorzusehen, die am entsprechenden Punkt beim Aus- bzw Einfahren des Auszugs ein Signal ausgeben, weiches zur Auslösung der Bremsrampe herangezogen wird.
Diese Positionsgeber müssen an den jeweils geeigneten Stellen des Auszuges vorgesehen werden, was mit einem entsprechenden Aufwand bei der Herstellung des Auszuges verbunden ist, insbesondere wenn dieser Auszug In einer grossen Anzahl von unterschiedlichen Längen am Markt angeboten werden soll. Im Falle der oben angesprochenen Zeitsteuerung sind bei unterschiedlichen AuszugslÅangen zumindest Eingaben von entsprechenden unterschiedlichen Parametern notwendig.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Steuerungsverfahren der eingangs genannten Art bereitzustellen, durch das sich die Kosten bei der Serienproduktion derartiger Auszüge verringern lassen und durch welches ein sicherer und benutzerfreundlicher Betrieb des Auszuges gewÅahrlel- stet wird.
Erflndungsgemass gelingt dies bei einem Steuerungsverfahren der eingangs genann-
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ten Art dadurch, dass zur Bestimmung des Startpunktes der Bremsrampe beim Ausfahren des Auszugs und des Startpunktes der Bremsrampe beim Einfahren des Auszugs ein Eichlauf durchgeführt wird, bei welchem der Auszug von der Motorsteuerung mindestens einmal zwischen der vollständig eingefahrenen und der vollständig ausgefahrenen Endposition mit einer im Vergleich zur Ausziehgeschwindigkeit während des Normalbetriebs verringerten Geschwindigkeit verfahren wird, wobei beim Eichlauf ein Mass für die Gesamtlänge der Auszugstrecke bestimmt wird.
Durch das Ausführen eines derartigen erfindungsgemässen Eichlaufs sind bei der Herstellung keine speziellen, an die jeweilige Länge des Auszugs angepasste Massnahmen notwendig, und auch vom Benutzer müssen keine Eingaben in das Steuerungsprogramm vorgenommen werden. Es wird eine kostengünstige Herstellung und bedienerfreundliche Handhabung erreicht.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden anhand der beiliegenden Zeichnung erläutert. In dieser zeigt die einzige Figur eine schematische Darstellung einer motorbetriebenen Ausziehvorrichtung.
Einrichtungen und Verfahren zur Betriebssteuerung von automatischen Türen und Lifttüren sind aus der EP 0499 884 A 1 und der EP 0677 475 A2 bekannt. Diese Einrichtungen sind nicht gattungsgemäss. Bei der Lagerung und Steuerung von automatischen Türen und Lifttüren treten andere Probleme auf als bei Auszügen. Für einen Fachmann für Auszüge sind daher Schiebetüren und Lifttüren ein entferntes Gebiet, welches er im Zusammenhang mit seiner Arbeit nicht als relevant ansieht.
Die Erfindung kann bei unterschiedlichen motorbetriebenen Auszügen angewandt werden. In der Figur ist der Einfachheit halber ein Einfachauszug schematisch dargestellt, der eine Korpusschiene 1 und eine ausziehbare Ausziehschiene 2 umfasst. Ebensogut könnte es sich bei dem motorbetriebenen Auszug um einen Differentia)-oder Teieskopauszug handein, wobei mindestens eine weitere Mitteischiene vorgesehen ist. Die Ausziehstrecke wird durch in der Figur schematisch angedeutete Anschläge 3, 4 begrenzt, durch welche auch die vollständig ausgefahrene bzw. eingefahrene Endposition des Auszugs vorgegeben wird. An der Ausziehschiene 2 ist eine Zahnstange 5 befestigt, mit der ein von einem Motor 7 angetriebenes Ritzel 6 kämmt.
Anstelle des schematisch dargestellten Zahnstangenantriebs könnte auch eine andere Form des Antriebs, beispielsweise ein Spindelantrieb, bei welchem mit der Ausziehschiene 2 eine Gewindespindel verbunden ist, auf der eine vom Motor angetriebene in Längsrichtung der Gewindespindel unverschiebbare Mutter läuft, vorgesehen sein.
Der Motor 7 wird von einer Motorsteuerung 8 angesteuert. Zum Starten und Stoppen des Einund Ausfahrens ist eine von einem Benutzer betätigbare Schalteinrichtung, beispielsweise in
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Form eines Druckschalter 9 vorgesehen. Bevorzugterweise ist der Motor 7 ein GleichstromServomotor. Grundsätzlich denkbar und möglich wären auch andere Motortypen, beispielsweise ein Schrittmotor. Die Umdrehungen des Motors 7 bzw. des Ritzels 6, wobei zwischen Motor 7 und Ritzel 6 üblicherweise ein Getriebe liegt (nicht dargestellt in der Figur), werden von einem Drehgeber 10 erfasst und als Impulsfolge an die Motorsteuerung 8 ausgeben. Pro Umdrehung des Motors wird dabei eine bestimmte Anzahl von Impulsen ausgegeben.
Die Motorsteuerung 8, die als eine einen Mikroprozessor aufweisende Steuerung ausgebildet ist, erfasst die Impulse und wertet sie aus. Auf diese Weise wird eine Wegmesseinrichtung ausgebildet.
Weiters wird von der Motorsteuerung 8 eine Drehmomentbegrenzungseinrichtung für den Motor 7 ausgebildet. Bei einer Überschreitung des maximal zulässigen Drehmoments des Motors 7 wird dieser abgeschaltet.
Bei einer ersten Betätigung des Auszuges durch den Benutzer mittels des Druckschalter 9 wird ein Eichlauf durchgeführt. Dazu wird der Auszug von der Motorsteuerung 8 zunächst mit einer gegenüber der Ausziehgeschwindigkeit im Normalbetrieb verringerten Geschwindigkeit ausgefahren, bis über die Drehmomentbegrenzungseinrichtung das Erreichen des Anschlags 4 und damit der vollständig ausgefahrenen Endposition erkannt wird. In der Folge wird die Ausziehschiene 2 mit der angegebenen verringerten Geschwindigkeit eingefahren, bis die durch den Anschlag 3 vorgegebene vollständig eingefahrene Endposition des Auszugs erreicht ist, wobei die Anzahl der vom Drehgeber ausgegebenen Impulse von der Motorsteuerung 8 addiert wird. Dadurch wird ein Mass für die Gesamtlänge der Ausziehstrecke bestimmt.
Aus diesem Mass fur die Gesamtlange der Ausziehstrecke wird der Startpunkt der am Ende des Ein- bzw Ausfahrens auszuführenden Bremsrampe durch Abziehen eines vorgegebenen Wertes für die Länge der Bremsstrecke berechnet.
Bei einem nachfolgenden Ausfahren oder Einfahren des Auszuges durch Betätigung des Druckschalter 9 wird die von der Ausziehschiene 2 zurückgelegte Strecke über die vom Drehgeber 10 ausgegebenen Impulse laufend erfasst. Sobald der Startpunkt der auszufuhrenden Bremsrampe erreicht ist, wird die Ausziehgeschwindigkeit nach einem vorgegebenen Profil verringert, bis eine vorgegebene Minimalgeschwindigkeit erreicht ist. Mit der verbleibenden Minimalgeschwindigkeit wird die Ausziehschiene 2 weiter verfahren, bis die Drehmomentbegrenzungseinrichtung das Erreichen des Anschlags 3 oder 4 und somit die vollständig eingefahrene bzw. ausgefahrene Endposition feststellt und der Motor abgeschaltet wird.
Der Grenzwert der Drehmomentbegrenzungseinrichtung, der das Auffahren auf ein Hindernis anzeigt, wird dabei im Rampenbereich günstigerweise verringert, vorzugsweise etwa halbiert.
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Anstelle des Drehgebers 10 könnte auch ein anderer Geber vorgesehen sein, der einen zur zurückgelegten Strecke proportionalen Wert ausgibt, beispielsweise ein mit der Ausziehschiene 2 zusammenwirkender Inkrementalgeber.
Falls in der Motorsteuerung kein von einer Unterbrechung der Stromzufuhr zur Motorsteuerung unabhängiger Speicher enthalten ist, wird nach jeder Unterbrechung der Stromzufuhr ein derartiger Eichlauf durchgeführt. Wesentlich bei einem derartigen Eichlauf ist, dass die gesamte Ausziehstrecke mindestens einmal durchlaufen wird. Anstelle des Anfahrens zunächst der vollstän- dig ausgefahrenen Position könnte als erstes auch die vollständig eingefahrene Position angefahren werden.
Günstigerweise wird bei der Steuerung des Auszuges zusätzlich zur Bremsrampe auch eine Anfahrrampe durchgeführt (abgesehen vom Eichlauf), wobei die Geschwindigkeit des Motors 7 beim Starten der Auszugsbewegung nicht sprunghaft, sondern kontinuierlich erhöht wird.
Eine Wegmesseinrichtung könnte auch dadurch realisiert sein, dass als Motor 7 ein Schrittmotor verwendet wird und die Schritte, um die der Motor 7 von der Motorsteuerung 8 bewegt wird, summiert werden.
Claims (1)
- Ansprüche : 1. Steuerungsverfahren für eine motorbetriebene Ausziehvorrichtung mit einem von einer Motorsteuerung angesteuerten Motor zum Aus- und Einfahren des Auszugs, wobei von der Motorsteuerung eine Bremsrampe für den Motor vorgegeben wird, mit der die vollständig ausgefahrene bzw.eingefahrene Endposition angefahren wird, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bestimmung des Startpunktes der Bremsrampe beim Ausfahren des Auszugs und des Startpunktes der Bremsrampe beim Einfahren des Auszugs ein Eichlauf durchgeführt wird, bei welchem der Auszug von der Motorsteuerung mindestens einmal zwischen der vollständig eingefahrenen und der vollständig ausgefahrenen Endposition mit einer im Ver- gleich zur Ausziehgeschwindigkeit während des Normalbetriebs verringerten Geschwindig- keit verfahren wird, wobei beim Eichlauf ein Mass für die Gesamtlänge der Ausziehstrecke bestimmt wird 2 Steuerungsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Mass fur die Ge- samtlänge der Ausziehstrecke durch Addition der von einem Geber, vorzugsweise Drehge- ber,entsprechend der durchlaufenen Ausztehstrecke abgegebenen Signale beim Aus- bzw Einfahren des Auszugs wahrend des Eichlaufs bestimmt wird 3. Steuerungsverfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Startpunkt der Bremsrampe durch Subtraktion eines vorgegebenen Wertes vom im Eichlauf bestimmten Mass für die Gesamtlänge der Ausziehstrecke bestimmt wird 4 Steuerungsverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass wahrend des Aus- oder Einfahrens im Normalbetneb die von der Ausziehschiene zurück- gelegte Strecke laufend erfasst wird und die Bremsrampe gestartet wird, wenn die zurück- gelegte Strecke dem im Elchlauf bestimmten Startpunkt der Bremsrampe entspricht.5 Steuerungsverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass während des Eichlaufs der Auszug zunächst vollständig ausgefahren wird und anschlie- ssend vollständig eingefahren wird.6. Steuerungsverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die vollständig ausgefahrene bzw. die vollständig eingefahrene Position des Auszugs über eine <Desc/Clms Page number 6> EMI6.1 EMI6.2 EMI6.38. Steuerungsverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zu Beginn des Aus- oder Einfahrens des Auszugs im Normalbetrieb eine Startrampe durch- laufen wird, während der die Ausziehgeschwindigkeit kontinuierlich oder schrittweise ver- grössert wird.9. Motorbetriebene Ausziehvorrichtung mit einem von einer Motorsteuerung angesteuerten Motor zum Ein- und Ausfahren der Ausziehschiene des Auszugs, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wegmesseinrichtung zur Bestimmung eines Masses für die Gesamtlänge der Aus- ziehstrecke sowie zur laufenden Bestimmung der von der Ausziehschiene während des Aus- oder Einfahrens zurückgelegten Strecke vorgesehen ist.10. Ausziehvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Wegmesseinrich- tung einen Drehgeber (10) zur Erfassung der Umdrehungen des Motors (7) bzw. eines damit gegebenenfalls über ein Getriebe verbundenen Teils umfasst.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| AT0804802U AT5741U1 (de) | 2000-02-14 | 2002-06-12 | Steuerungsverfahren für eine motorbetriebene ausziehvorrichtung |
Applications Claiming Priority (2)
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Publications (1)
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| AT5741U1 true AT5741U1 (de) | 2002-11-25 |
Family
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Family Applications (1)
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| AT0804802U AT5741U1 (de) | 2000-02-14 | 2002-06-12 | Steuerungsverfahren für eine motorbetriebene ausziehvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT5741U1 (de) |
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2002
- 2002-06-12 AT AT0804802U patent/AT5741U1/de not_active IP Right Cessation
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