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Richtvorrichtung für Handfeuerwaffen.
Der Gegenstand der Erfindung ist eine Richtvorrichtung für Handfeuerwaffen, die es ermöglicht, bei bekannten Erhöhungswinkeln auf für den Schützen unsichtbare Ziele zu schiessen z. B. aus Deckungen oder im Dunkeln und die als Ganzes leicht an der Waffe befestigt und von ihr gelöst werden kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung und ihre Verwendung an einem Mausergewehr, M. 98, dargestellt. Es zeigt Fig. 1 eine Richtvorrichtung gemäss der Erfindung in Ansicht, Fig. 2 in Seitenansicht, teilweise geschnitten und Fig. 3 in Ansicht, entsprechend Fig. 1, mit verstellter Libelle. Fig. 4 bis 6 veranschaulichen die Verwendung des Gerätes.
Die Richtvorrichtung besteht gemäss der Erfindung aus einer mit einem Zeiger a versehenen Libelle b, die mit einem am Gewehr lösbar befestigten und mit einer Einteilung c versehenen Rahmen d drehbar und feststellbar verbunden ist. An der Libelle sind ferner ein Spiegel e und ein Halter f für diesen drehbar befestigt.
Die Befestigung der Richtvorrichtung an der Waffe erfolgt mittels eines Schnappschlosses oder dgl. an der Riemenbügelöse (Fig. 5) oder am Schaft etwa in der Höhe des Visiers (Fig. 4 und 6).
Die Richtvorrichtung wird in folgender Weise verwendet. Soll z. B. aus Deckungen schossen werden, aus denen das Ziel für den Schützen unsichtbar ist, so zielt der Feuerleiter zunächst mit Hilfe des gewöhnlichen Visiers und dreht dann die Libelle, bis sie einspielt. Hierauf liest er an der Einteilung c die Zahl ab, auf der der Zeiger a jetzt steht. Diese Zahl ruft er den Schützen zu, die nunmehr an ihren Gewehren die Libellen so drehen, dass die Zeiger auf dieser Zahl stehen. In dieser Lage wird dann die Libelle mittels der in eine neben der Einteilung liegenden Nut g greifenden Schraube 11 festgestellt und das Gewehr so aufgelegt, dass die Libelle einspielt.
Hiezu wird der Spiegel e benutzt, der mittels des Halters f und Knopfes i so eingestellt wird, dass der Schlitze 111 ihm die Libelle sieht. Wenn die Libelle einspielt, ist die richtige Ziellage erreicht und der Schuss kann abgefeuert werden.
Das Einrichten des Gewehre in der Seitenrichtung auf ein bestimmtes Ziel ist mittels der gegenstitndlichen Richtvorrichtung nicht möglich. Hiezu dienen irgend welche in der Ziellinie befindlichen Geländepunkte (Bäume, Kirchturmspitzen und dgl.), die von
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im allgememen nur bein Beschiessen von Zielen grösserer Breite (z. B. Schützenlinien) verwendet werden sollen, genügt diese Art der Seiteneinrichtung vollkommen.
In den Fig. 4 bis 6 sind einige Beispiele für die vielseitige Verwendungsmöglichkeit dargestellt. in Fig. 4 liegt der Schütze hanter einem kleinen Erdhügel, in Fig. 5 steht er hinter einer Böschung und in Fig. 6 in einem Schützengraben. Der Schütze ist in jedem Fallp gegen feindliches Feuer gesichert. Bei Fig. n ist noch ein besonderer Schutz durch aufgelegte Sandsäcke vorhanden.
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