AT5923U1 - Möbelscharnier - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft Möbelscharnier mit einer Verstelleinrichtung für einen mittelbar oder unmittelbar auf einer möbelseitigen, ein- oder mehrteiligen Montageplatte gelagerten Scharnierarm, der gelenkig mit einem türseitigen Anschlagteil verbunden ist, wobei die Verstelleinrichtung eine Seitenverstellschraube aufweist, mittels der die Position des Scharmierarms senkrecht zur Montageplatte zur seitlichen Verstellung der Türe veränderbar ist. Die Seitenverstelleinrichtung weist eine Seitenverstellschraube mit mindestens einer Exzenter- oder Kurvenscheibe auf, wobei bei Verdrehung der Seitenverstellschraube eine Seitenverstellung und zugleich eine parallele Verschiebung des Scharnierarmes relativ zur Montageplatte und damit eine Korrektur der Tiefenverstellung der Türe um einen Betrag erfolgt. Die Tiefenverstelleinrichtung umfaßt eine Tiefenverstellschraube, die am Scharnierarm oder einem mit diesem verbundenen Bauteil gelagert ist und mindestens eine Exzenter- oder Kurvenscheibe aufweist, die sich an zugeordneten Anlageflächen der Montageplatte abstützt und bei Verdrehung der Tiefenverstellschraube eine Verschiebung des Scharnierarms relativ zur Montageplatte um einen Betrag bewirkt.
Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung betrifft ein Möbelschamier mit einer Verstelleinrichtung für einen mittelbar oder unmittelbar auf einer möbelseitigen, ein- oder mehrteiligen Montageplatte gelagerten Schamierarm nach dem Oberbegriff der unabhängigen Patentansprüche. Im allgemeinen sind bei Möbelscharnieren verschiedene Verstellmöglichkeiten vorgesehen. So besteht eine Verstellmöglichkeit in der Verstellung der Position des Scharnierarmes relativ zur Montageplatte in Richtung der Möbelfuge, d. h. eine Seitenverstellung der Möbeltür. Diese Verstellung wird durch die sogenannte <Desc/Clms Page number 2> Seitenverstellschraube erreicht, die in einem Gewinde des Scharnierarms lagert und mit ihrem Kopf in einer Aussparung der Montageplatte gehalten ist. Je nach Drehung der Schraube hebt sich der Schamierarm mehr oder weniger von der Montageplatte ab, so dass sich eine seitliche Verstellung der Möbeltüre ergibt. Eine weitere Verstellmöglichkeit betrifft die Tiefenverstellung des Scharnierarmes, durch welche der Abstand der Möbeltür zur Stirnseite des Möbels einstellbar ist. Die Tiefenverstellung erfolgt im allgemeinen mit einer Klemmschraube, durch welche der Scharnierarm auf der Montageplatte befestigt wird. Die Klemmschraube ragt durch ein Langloch im Scharnierarm, wobei die Tiefenstellung durch gleiten entlang des Langlochs erfolgt und der Tiefenverstellweg durch die Länge des Langlochs bestimmt wird. Ein Möbelscharnier der oben genannten Art ist z. B. aus der DE 298 11793 U1 bekannt. Die bekannten Verstelleinrichtungen weisen jedoch erhebliche Nachteile auf. Mit Bezug auf die Seitenverstellung der Türe wird der Scharnierarm durch Verdrehen der Seitenverstellschraube um eine imaginäre Achse verschwenkt, so dass die Verstellbewegung entlang eines Kreisbogens erfolgt. Dadurch verstellt sich nicht nur die seitliche Position der Türe, sondern auch in ungewollter Weise die Tiefenposition der Türe, so dass sich der Abstand der Türe von der Stirnkante des Möbel verändert. Bei der Tiefeneinstellung besteht das Problem, dass die Tiefeneinstellschraube gelöst werden muss, um eine Verschiebung entlang des Langlochs zu ermöglichen. Eine feinfühlige Einstellung ist dadurch nicht möglich. Ein Scharnier mit Ausgleichsfunktion bei der Seitenverstellung ist in der DE 299 14 473 U1 beschrieben. Es ist mindestens ein Schwenkhebel vorgesehen, der beim verdrehen der Seitenverstellschraube geschwenkt wird und an dem sich der Scharnierarm mittelbar oder unmittelbar abstützt, wobei der Scharnierarm beim <Desc/Clms Page number 3> Verdrehen der Fugenverstellschraube durch den mindestens einen Schwenkhebel parallel zur Grundplatte geführt ist. Die hier vorgestellte Konstruktion erschein jedoch sehr aufwendig in der Herstellung. Aufgabe der Erfindung ist es, ein Möbelscharnier vorzuschlagen, das über verbesserte Einstellmöglichkeiten verfügt, ohne dass ein übermässiger Konstruktions- und Herstellungsaufwand notwendig ist. Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale der unabhängigen Patenansprüche. Für die Seitenverstellung weist die Seitenverstellschraube mindestens eine Exzenter- oder Kurvenscheibe auf, wobei bei Verdrehung der Seitenverstellschraube eine Seitenverstellung und zugleich eine parallele Verschiebung des Scharnierarmes relativ zur Montageplatte und damit eine Korrektur der Tiefenverstellung der Türe um einen Betrag K bewirkt. Durch die Erfindung ergibt sich der Vorteil, dass die bei der Montage des Scharniers mit der Tiefenverstellvorrichtung eingestellte Spaltbreite S konstant bleibt, auch wenn man mit der Seitenverstellvorrichtung die Fugenbreite F variiert. Die Seitenverstellschraube sitzt mit ihrem Gewinde in einer entsprechenden Gewindebohrung des Scharnierarms. Dabei wirkt die Exzenterscheibe mit einer Lagerplatte zusammen, die relativ zur Montageplatte feststellbar zwischen dem Scharnierarm und der Montageplatte angeordnet ist. Die Lagerplatte umfasst ein Exzenterlager, an dem sich die Exzenterscheibe abstützt, so dass bei Betätigung der Seitenverstellschraube eine Seitenverstellung senkrecht zur Montageebene des Scharbierarms und eine Verschiebung des Scharnierarms auf der Lagerplatte bzw. der Montageplatte erfolgt. <Desc/Clms Page number 4> In einer anderen bevorzugten Ausführungsform weist die Seitenverstellschraube zwei etwa gegenläufige, übereinanderliegende Kurvenscheiben auf. Die Lagerplatte weist einen Durchbruch auf, der Anlageflächen für die beiden Kurvenscheiben ausbildet. Hierzu ist an der Lagerplatte eine Abkröpfung vorgesehen, wodurch sich in zwei Ebenen übereinanderliegende Anlageflächen für die Kurvenscheiben ergeben. Durch die gegenläufigen Kurvenscheiben wird in etwa eine Verdopplung des Stellweges im Gegensatz zur Verwendung nur einer Kurvenscheibe erreicht. Um eine an den Seitenverstellweg angepasste Tiefenkorrektur des Scharnierarms zu erreichen, ist die Exzentrizität der Exzenter- oder Kurvenscheibe auf die Steigung des Gewindes der Seitenverstellschraube abgestimmt. Zur Tiefenverstellung ist die Tiefenverstellschraube am Scharnierarm oder einem, mit diesem verbundenen, Bauteil gelagert und weist mindestens eine Exzenter- oder Kurvenscheibe auf, die sich an zugeordneten Anlageflächen der Montageplatte abstützt und bei Verdrehung der Tiefenverstellschraube eine Verschiebung des Scharnierarms relativ zur Montageplatte um einen Betrag W bewirkt. Hierbei ergibt sich der Vorteil, dass bei der Montage des Scharniers mittels der Tiefenverstellschraube die Spaltbreite S schnell und feinfühlig eingestellt werden kann. Beim Stand der Technik war es üblich, die Tiefenverstellschraube als in einem Langloch laufende Klemmschraube auszubilden, die gelöst werden musste, damit der Scharnierarm eingestellt werden konnte. Ferner umfasst die Montageplatte vorzugsweise eine Grundplatte und eine Stellplatte, wobei die Stellplatte lösbar mit der Grundplatte verbunden werden kann. <Desc/Clms Page number 5> Vorzugsweise weist die TiefenversteHschraube zwei etwa gegenläufige, übereinanderliegende Kurvenscheiben auf. Durch die gegenläufigen Kurvenscheiben wird in etwa eine Verdopplung des Stellweges im Gegensatz zur Verwendung nur einer Kurvenscheibe erreicht. Die Tiefenverstellschraube ist in einer Lagerplatte drehbar gelagert und durchgreift einen in der Stellplatte vorgesehenen Durchbruch, der Anlageflächen für die Kurvenscheibe (n) der Tiefenverstellschraube ausbildet. Damit für beide Kurvenscheiben geeignete Anlageflächen vorhanden sind, umfasst die Stellplatte eine Abkröpfung, wodurch sich in zwei Ebenen übereinanderliegende Anlageflächen für die Kurvenscheiben ergeben. Auf diese Weise ist durch Betätigen der Tiefenverstellschraube eine Verschiebung der Lagerplatte und dem, mit dieser verbundenen, Scharnierarm gegenüber der Stellplatte erreichbar. Vorzugsweise umfasst die Lagerplatte Lagerlappen, die in zugeordnete Führungsschlitze des Scharnierarmes eingreifen und in diesen verschiebbar geführt sind. Die Lagerlappen wirken zudem als Drehlager, um dessen Achse sich der Scharnierarm bei einer Seitenverstellung dreht. Nachfolgend werden mehrere Ausführungsformen der Erfindung anhand von Zeichnungsfiguren näher beschrieben. Aus den Zeichnungen und deren Beschreibung ergeben sich weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung. Es zeigen: Fig. 1: einen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform des erfindungsgemässen Möbelscharniers; Fig. 2 : Schnitt durch die Seitenverstellvorrichtung in einer ersten Stellung; <Desc/Clms Page number 6> Fig. 3 : Schnitt durch die Seitenverstellvorrichtung in einer zweiten Stellung; Fig. 4: einen Längsschnitt durch die erste Ausführungsform des Möbelscharniers; Fig. 5: eine Draufsicht auf die erste Ausführungsform des Möbelscharniers gemäss Figur 4; Fig. 6: eine perspektivische Ansicht der Seitenverstellschraube; Fig. 7 : Seitenansicht der Lagerplatte; Fig. 7A: eine Draufsicht auf die Lagerplatte nach Figur 7; Fig. 8: einen Längsschnitt durch eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemässen Möbelscharniers; Fig. 9: eine Draufsicht auf die zweite Ausführungsform des Möbelscharniers gemäss Figur 8; Fig. 10: eine Seitenansicht der Stellplatte; Fig. 10A: eine Draufsicht auf die Stellplatte; Fig. 11 : perspektivische Ansicht der Tiefenverstellschraube; Fig. 12 : Draufsicht auf die Tiefenverstellvorrichtung in einer ersten Stellung; Fig. 12A : Draufsicht auf die Tiefenverstellvorrichtung in einer zweiten Stellung; Fig. 13: einen Längsschnitt durch eine dritte Ausführungsform des erfindungsgemässen Möbelscharniers; <Desc/Clms Page number 7> Fig. 14 : eineJraufsicht auf die dritte Ausführungsform des Möbelscharniers gemäss Figur 13; Fig. 15 : perspektivische Ansicht der Seitenverstellschraube; Fig. 16 : Draufsicht auf die Seitenverstellvorrichtung in einer ersten Stellung; Fig. 16A: eine Draufsicht auf die Seitenverstellvorrichtung in einer zweiten Stellung. Eines erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Figuren 1 bis 7A dargestellt. Das Möbelscharnier umfasst eine Montageplatte, bestehend aus einer Grundplatte 1 und einer Stellplatte 2, wobei die Grundplatte 1 an der Seitenwand des Möbelkastens 11 befestigt ist. Die Stellplatte 2 kann rastend und lösbar mit der Grundplatte 1 verbunden werden. Auf der Stellplatte 2 ist der Scharnierarm 8 befestigt, welcher sich in der Zeichnung nach links fortsetzt und gelenkig mit einem türseitigen Anschlagteil, z. B. einem Scharniertopf 10, verbunden ist, der in der Möbeltüre 12 eingelassen ist. Zur Seitenverstellung der Möbeltüre 12, d. h. zur Verstellung des Scharnierarms 8 in Richtung zur Montageebene bzw. Grundplatte 1, ist eine Seitenverstellschraube 13 vorgesehen. Die Tiefenverstellung, also die Verstellung des Scharnierarmes 8 parallel zur Grundplatte 1, erfolgt mittels einer Tiefenverstellschraube 17, deren Gewinde in ein zugeordnetes Aufnahmegewinde in der Stellplatte 2 eingreift. Wird der Sitz der Tiefenverstellschraube 17 etwas gelockert, so kann der Scharnierarm 8 in Pfeilrichtung 22 verschoben werden, bis der Spalt S den gewünschten Wert aufweist. Durch Festziehen der Tiefeneinstellschraube 17 wird dann der Scharnierarm 8 in der voreingestellten Position arretiert. Die in Figur 6 gezeigte Seitenverstellschraube 13 ist mit ihrem Gewinde 16 in einer Gewindebohrung des Scharnierarmes 8 gelagert und stützt sich mit ihrem <Desc/Clms Page number 8> Schraubenkopf 14 auf einer zugeordneten Anlagefläche der Stellplatte 2 ab. Durch Verdrehen der Seitenverstellschraube 13 lässt sich nun der Scharnierarm 8 in Pfeilrichtung 21 verstellen, z. B. bei Rechtsdrehung in eine Position, wie sie in Figur 1 gestrichelt dargestellt ist. Dadurch verschiebt sich auch die Möbeltür 12 in Pfeilrichtung 21 nach oben, wobei sich die Fuge F vergrössert. Da nun aber der Scharnierarm 8 bei der Seitenverstellung keine reine Abhebebewegung in Pfeilrichtung 21 ausführt, sondern eine Schwenkbewegung, erfolgt eine Kreisbewegung um eine imaginäre Achse mit Mittelpunkt etwa bei Bezugsziffer 7, so dass die Verstellbewegung entlang eines Kreisbogens 20 mit Radius 18 erfolgt. Dadurch ergibt sich nicht nur eine Verstellung der Fugenbreite F, sondern gleichzeitig eine unerwünschte Vergrösserung des Spaltes S um den Betrag K. Dieser unerwünschten Tiefenverstellbewegung wird erfindungsgemäss entgegengewirkt, indem die Seitenverstellschraube 13 mit einer Exzenterscheibe 15 versehen ist, welche mit einem Exzenterlager 4 in einer Lagerplatte 3 zusammenwirkt (Figur 6). Die Lagerplatte 3, die in den Figuren 7 und 7A gezeigt ist, ist zwischen Scharnierarm 8 und Stellplatte 2 angeordnet und durch die Klemmwirkung der Tiefenverstellschraube 17 normalerweise fest mit der Stellplatte 2 verbunden. Der Scharnierarm 8 ist jedoch in Pfeilrichtungen 22 verschiebbar auf der Lagerplatte 3 geführt, zum einen durch die Seitenverstellschraube 13 und zum anderen durch Führungsschlitze 9 im Scharnierarm 8, in welche zugeordnete Lagerlappen 7 der Lagerplatte 3 eingreifen, so dass eine Verschiebung in Pfeilrichtung 22, aber auch eine Schwenkbewegung um die Achse der Lagerlappen 7, möglich ist. Die Seitenverstellschraube 13 ist drehbar in der Stellplatte 2 gelagert und stützt sich mit ihrem Kopf 14 auf einer Anlagefläche der Stellplatte 2 ab. Die Exzenterscheibe 15 wirkt mit dem Exzenterlager 4 der Stellplatte 3 zusammen, wobei die Exzenterscheibe 15 eine Grundstellung einnimmt, so wie sie in Figur 2 dargestellt ist. Erfolgt nun eine Drehbewegung der Seitenverstellschraube 13 nach rechts, so wird <Desc/Clms Page number 9> aufgrund des Gewindes 16 der Schamierarm 8 nach oben abgehoben und gleichzeitig schwenkt die Exzenterscheibe 15 in eine Stellung, wie sie in Figur 3 dargestellt ist, wobei die Stellplatte 3 zusammen mit dem Scharnierarm 8 in der Abbildung nach rechts um einen Betrag K verschoben wird. Dieser Betrag entspricht genau dem Betrag K in Figur 1, d. h., der unerwünschten Vergrösserung des Spaltes S um den Betrag K wird durch die Exzenterlagerung der Seitenverstellschraube 13 entgegengewirkt und korrigiert. Eine zweite Ausführungsform der Erfindung ist in den Figuren 8 bis 12A dargestellt. Die Seitenverstellung mittels Seitenverstellschraube 13 und Lagerplatte 3 ist identisch mit der, im Zusammenhang mit den Figuren 1 bis 7 beschriebenen, Seitenverstellung. Die Tiefenverstellung weist nun aber eine spezielle Tiefenverstellschraube 23 auf, die in Figur 11 näher dargestellt ist. Die Tiefenverstellschraube 23 umfasst zwei übereinanderliegende Kurvenscheiben 24 und 25, die mit in der Stellplatte 26 angeordneten Anlageflächen zusammenwirken. Hierzu weist die in den Figuren 10 und 10A dargestellte Stellplatte 26 einen speziellen Durchbruch 32 auf, der Anlageflächen 27 und 29 für die obere und untere Kurvenscheibe 24,25 bildet. Damit die Anlageflächen 27,29 jeweils in der Ebene der zugeordneten Kurvenscheibe liegen, umfasst die Stellplatte 26 eine Abkröpfung 28 nach unten, welche die untere Anlagefläche 29 bildet. Es schliessen sich Anschläge 43, 44 an die Anlageflächen 27,29 an, welche als Anschlagbegrenzung für die Tiefeneinstellschraube 23 dienen. Die Wirkungsweise der Verstellbewegung ist näher in den Figuren 12 und 12A gezeigt. Die untere Kurvenscheibe 25 der Tiefenverstellschraube 23 stützt sich in der Stellung, gemäss Figur 12, am Anschlag 44 der Abkröpfung 28 ab bzw. liegt an diesem an. Gleichzeitig liegt die obere Kurvenscheibe 24 mit ihrer Umfangsfläche am linken Anschlag 27 der Stellplatte 26 an. Die Stellplatte 26 steht gegenüber der Grundplatte 1 fest, wobei sich - wie bereits ausgeführt - die Lagerplatte 3 zusammen mit dem Scharnierarm 8 gegenüber der Stellplatte 26 in Pfeilrichtung 22 verschieben lassen. Erfolgt nun eine Drehung der Tiefenverstellschraube 23 nach links, so gleitet die Umfangsfläche der unteren <Desc/Clms Page number 10> Kurvenscheibe 25 entlang der Anlagefläche 29 und drückt sich dort ab, so dass sich die Lagerplatte 3 zusammen mit der Tiefenverstellschraube 23 und dem Schamierarm 8 um einen Betrag W nach links bewegen, wobei die Tiefenverstellschraube so lange verdreht werden kann, bis die obere Kurvenscheibe 24 am Anschlag 43 anschlägt. In gleicher Weise bewirkt eine Verdrehung der Tiefenverstellschraube 23 nach links, dass sich die obere Kurvenscheibe 24 an der Anlagefläche 27 abstösst, so dass sich die Tiefenverstellschraube 23 zusammen mit dem Scharnierarm 8 wieder um den Betrag W nach rechts bewegt, bis die untere Kurvenscheibe 25 am Anschlag 44 anstösst. Somit lässt sich eine leichte und feinfühlige Tiefenverstellung erzielen. Eine dritte Ausführungsform der Erfindung ist in den Figuren 13 bis 16A dargestellt. Die Tiefenverstelleinrichtung mit Tiefenverstellschraube 23 ist identisch zu der Tiefenverstelleinrichtung, die im Zusammenhang mit den Figuren 8 bis 12A beschrieben wurde. Die Seitenverstelleinrichtung umfasst erfindungsgemäss eine Seitenverstellschraube 35, die, gemäss Figur 15, nun mit zwei Kurvenscheiben 36,37 ausgerüstet ist, ähnlich wie die Tiefenverstellschraube 23. Die Seitenverstellschraube 35 sitzt wiederum mit ihrem Gewinde 38 im Scharnierarm 8 und stützt sich mit ihrem Schraubenkopf 39 an einer zugeordneten Fläche der Stellplatte 26 ab. Geeignete Anlageflächen für die Kurvenscheiben 36,37 der Seitenverstellschraube 35 werden durch eine modifizierte Lagerplatte 33 gebildet, die in ihrer Formgebung etwa der Lagerplatte 3, gemäss Figur 7 und 7A, entspricht, jedoch im Bereich der Seitenverstellschraube 35 einen Durchbruch 40 aufweist, der Anlageflächen 41,42 für die untere und obere Kurvenscheibe 36,37 der Seitenverstellschraube 35 aufweist. Um die Anlageflächen in zwei Ebenen gegeneinander zu versetzen, ragt in den Durchbruch 40 eine Abkröpfung 34, welche die obere Anlagefläche 42 ausbildet. Im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel einer Seitenverstellung gemäss Figuren 1 bis 8 ist durch die Doppelkurvenscheibe der Seitenverstellschraube 35 eine feinfühligere Einstellung bei weniger Kraftaufwand möglich, da die Steigung der Seitenverstellschraube 35 durch den grösseren Verstellweg der Doppelkurvenscheibe <Desc/Clms Page number 11> wesentlich kleiner ausgebildet werden kann, als vergleichsweise beim Beispiel nach Figuren 1 bis 8. Wird nun die Seitenverstellschraube 35 betätigt, so hebt sich der Scharnierarm 8 entsprechend von der Stellplatte 26 ab, wobei gleichzeitig die Kurvenscheiben eine Verschiebebewegung der Lagerplatte 33, zusammen mit dem 5 Scharnierarm 8, um den Betrag K bewirken, so dass sich ein Ausgleich für die sonst unerwünschte Veränderung des Spaltes S (Figur 1) ergibt. <Desc/Clms Page number 12> Zeichnungslegende 1 Grundplatte 25 22 Pfeilrichtung 2 Stellplatte 23 Tiefenverstellschraube 3 Lagerplatte 24 Kurvenscheibe 4 Exzenterlager 25 Kurvenscheibe 5 Durchbruch 26 Stellplatte 6 Langloch 30 27 Anlagefläche 7 Lagerlappen 28 Abkröpfung 8 Scharnierarm 29 Anlagefläche 9 Führungsschlitz 30 Langloch 10 Scharniertopf 31 Durchbruch 11 Möbelseitenwand 35 32 Durchbruch 12 Möbeltür 33 Lagerplatte 13 Seitenverstellschraube 34 Abkröpfung 14 Schraubenkopf 35 Seitenverstellschraube 15 Exzenterscheibe 36 Kurvenscheibe 16 Gewinde 40 37 Kurvenscheibe 17 Tiefenverstellschraube 38 Gewinde 18 Radius 39 Schraubenkopf 19 Drehpunkt 40 Durchbruch 20 Kreisbogen 41 Anlagefläche 21 Pfeilrichtung 45 42 Anlagefläche
Claims (17)
- Ansprüche 1. Möbelscharnier mit einer Verstelleinrichtung für einen mittelbar oder unmittelbar auf einer möbelseitigen, ein- oder mehrteiligen Montageplatte gelagerten Scharnierarm, der gelenkig mit einem türseitigen Anschlagteil verbunden ist, wobei die Verstelleinrichtung eine Seitenverstellschraube aufweist, mittels der die Position des Scharnierarms senkrecht zur Montageplatte zur seitlichen Verstellung der Türe veränderbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenverstellschraube (13; 35) mindestens eine Exzenter- (15) oder Kurvenscheibe (36; 37) aufweist, wobei ein Verdrehen der Seitenverstellschraube (13; 25) eine Seitenverstellung und zugleich eine parallele Verschiebung des Scharnierarmes (8) relativ zur Montageplatte (1,2; 1,26) und damit eine Korrektur der Tiefenverstellung der Türe (12) um einen Betrag (K) bewirkt.
- 2. Möbelscharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzenter- (15) oder Kurvenscheibe (36; 37) mit einer Lagerplatte (3; 33) zusammenwirkt, die relativ zur Montageplatte (1,2; 1,26) feststellbar zwischen dem Scharnierarm (8) und der Montageplatte angeordnet ist.
- 3. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerplatte (3) ein Exzenterlager (4) umfasst, an dem sich die Exzenterscheibe (15) abstützt.
- 4. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenverstellschraube (35) zwei etwa gegenläufige, übereinanderliegende Kurvenscheiben (36,37) aufweist. <Desc/Clms Page number 14>
- 5. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerplatte (33) einen Durchbruch (40) aufweist, der Anlageflächen (41, 42) für die Kurvenscheibe(n) (36, 37) ausbildet.
- 6. Möbeischarnier nach einem der Ansprüche 1, 2, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerplatte (33) eine Abkröpfung (34) aufweist, wodurch sich in zwei Ebenen übereinanderliegende Anlageflächen (41, 42) für die Kurvenscheiben (36,37) ergeben.
- 7. Möbelscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzentrizität der Exzenter- (15) oder Kurvenscheibe (n) (36,37) auf die Steigung des Gewindes der Seitenverstellschraube (13,35) abgestimmt ist.
- 8. Möbelscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung eine Tiefenverstellschraube (23) umfasst, die am Scharnierarm (8) oder einem mit diesem verbundenen Bauteil (3) gelagert ist und mindestens eine Exzenter- oder Kurvenscheibe (24,25) aufweist, die sich an zugeordneten Anlageflächen (27, 29) der Montageplatte (1,26) abstützt und bei Verdrehung der Tiefenverstellschraube (23) eine Verschiebung des Scharnierarms (8) relativ zur Montageplatte (1, 26) um einen Betrag (W) bewirkt.
- 9. Möbelscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung eine in einem zugeordneten Schraubgewinde der Montageplatte (1,2) gelagerte Tiefenverstellschraube (17) umfasst, und die Lagerplatte (3) ein von der Tiefenverstellschraube (17) durchsetztes Langloch (6) aufweist.
- 10. Möbelscharnier mit einer Verstelleinrichtung für einen mittelbar oder unmittelbar auf einer möbeiseitigen, ein- oder mehrteiligen Montageplatte gelagerten Scharnierarm, der gelenkig mit einem türseitigen Anschlagteil verbunden ist, <Desc/Clms Page number 15> wobei die Verstelleinrichtung eine Tiefenverstellschraube aufweist, mittels der die Position des Scharnierarms parallel zur Montageplatte zur Tiefenverstellung der Türe veränderbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefenverstellschraube (23) am Scharnierarm (8) oder einem mit diesem verbundenen Bauteil (3) gelagert ist und mindestens eine Exzenter- oder Kurvenscheibe (24,25) aufweist, die sich an zugeordneten Anlageflächen (27,29) der Montageplatte (1,26) abstützt und ein Verdrehen der Tiefenverstellschraube (23) eine Verschiebung des Scharnierarms (8) relativ zur Montageplatte (1,26) um einen Betrag (W) bewirkt.
- 11. Möbelscharnier nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefeneinstellschraube (23) drehbar in einer Lagerplatte (3) gelagert ist, die verschiebbar zwischen dem Scharnierarm (8) und der Montageplatte (1,26) angeordnet ist.
- 12. Möbelscharnier nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageplatte eine Grundplatte (1) und eine Stellplatte (26) umfasst.
- 13. Möbelscharnier nach Anspruch 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefenverstellschraube (23) zwei etwa gegenläufige, übereinanderliegende Kurvenscheiben (24,25) aufweist.
- 14. Möbelscharnier nach Anspruch 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellplatte (26) einen Durchbruch (32) aufweist, der die Anlageflächen (27,29) für die Kurvenscheibe (n)
- 15. Möbelscharnier nach Anspruch 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellplatte (3) eine Abkröpfung (28) aufweist, wodurch sich in zwei Ebenen übereinanderliegende Anlageflächen (27, 29) für die Kurvenscheiben (24,25) ergeben. <Desc/Clms Page number 16>
- 16. Möbelscharnier nach Anspruch 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellvorrichtung eine Seitenverstellschraube (13) umfasst, die mindestens eine Exzenter- (15) oder Kurvenscheibe (36,37) aufweist, wobei bei Verdrehung der Seitenverstellschraube (13) eine Seitenverstellung und zugleich eine parallele Verschiebung des Scharnierarmes (8) relativ zur Montageplatte (1, 2; 1, 26) und damit eine Korrektur der Tiefenverstellung der Türe (12) um einen Betrag (K) bewirkt.
- 17. Möbelscharnier nach Anspruch 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerplatte (3,33) Lagerlappen (7) aufweist, die in zugeordnete Führungsschlitze (9) des Scharnierarmes eingreifen und in diesen drehbar und verschiebbar geführt sind.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT5923U1 true AT5923U1 (de) | 2003-01-27 |
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Family Applications (2)
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