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Die Erfindung bezieht sich auf einen Flüssigkeitsdämpfer, insbesondere für bewegbare Möbelteile, mit einem Zylinder, einem im Zylinder linear verfahrbaren Kolben mit einer Kolbenstange, und mit einem elastischen Verdrängungselement.
Derartige Flüssigkeitsdämpfer sind mit einem elastischen Verdrängungselement versehen, um das Volumen der Kolbenstange auszugleichen. Fährt die Kolbenstange in den Zylinder hinein, drückt die Dämpfungsflüssigkeit das elastische Verdrängungselement zusammen.
Dies ist meistens beim Dämpfungsvorgang der Fall. Wenn der Kolben wieder in die Bereitschaftsstellung und die Kolbenstange aus dem Zylinder hinausbewegt wird, dehnt sich das elastische Verdrängungselement aus, um das Volumen der Kolbenstange auszugleichen.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Lineardämpfer der eingangs erwähnten Art zu schaffen, bei dem der elastische Verdrängungskörper weniger Gegendruck aufbaut, als bei bekannten Ausführungen. Dies ist von besonderer Bedeutung, wenn der erfindungsgemässe Flüssigkeitsdämpfer bei einem Möbelteil zusammen mit einem Schliessmechanismus eingesetzt wird.
Die erfindungsgemässe Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das Verdrängungselement als geschlitzter Mantel, der die Kolbenstange umgibt, ausgeführt ist. Dadurch, dass im Flüssigkeitsdämpfer ein geringerer Gegendruck als bei herkömmlichen Dämpfern ausgebaut wird, werden auch nur geringere Schliesskräfte (in der Folge auch geringere Öffnungskräfte) für Rollschubführungen oder Scharniere benötigt, um Schubladen oder Türen zuverlässig gegen den Flüssigkeitsdämpfer zu schliessen.
Vorteilhaft ist vorgesehen, dass der Mantel mit einem durchgehenden Schlitz versehen ist.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung sieht vor, dass die Kolbenstange in einer im Zylinder fixierten Hülse geführt ist, und dass der Mantel die Hülse umgibt.
Vorteilhaft ist weiters vorgesehen, dass sich die Begrenzungswände des Schlitzes bei drucklosen Flüssigkeitsdämpfern im Abstand von einander befinden. Der Mantel ist vorteilhaft aus einem Schaumstoff mit geschlossenen Poren und aus einem feinporigen Schaumstoff gefertigt.
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Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Figuren der beiliegenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigen: Die Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemässen Flüssigkeitsdämpfer in der Bereitschaftsstellung, die Fig. 2 den Ausschnitt A der Fig. 1, die Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 1-1 der Fig. 2, die Fig. 4 einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemässen Flüssigkeitsdämpfer, wobei sich der Kolben in der Endstellung nach erfolgter Dämpfung befindet, die Fig. 5 den Ausschnitt A der Fig. 4 und die Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie 1-1 der Fig. 5.
Der erfindungsgemässe Flüssigkeitsdämpfer weist in herkömmlicher Weise einen Zylinder 1 auf, in dem ein Kolben 2 linear verfahrbar ist. Der Kolben 2 ist mit einer Kolbenstange 3 verbunden bzw. an einem Ende der Kolbenstange 3 ausgebildet. Im Zylinder 1 befindet sich eine Dämpfungsflüssigkeit beispielsweise ein Silikonöl.
Die Kolbenstange 3 ragt durch die kolbenstangenseitige Abschlusswand 14 aus dem Zylinder 1 heraus und dient vorzugsweise als Stössel für einen anschlagenden Möbelteil beispielsweise eine Türe oder eine Frontblende einer Schublade. Innerhalb des Zylinders 1 befindet sich eine Feder 13, im Ausführungsbeispiel eine Druck und Schraubenfeder, die den Kolben 2 nach erfolgter Dämpfung wieder in die Bereitsschaftsstellung drückt. Die Feder 13 stützt sich kolbenseitig an einem Führungsteil 4 ab. Die Kolbenstange 3, der Kolben 2 und der Führungsteil 4 bilden eine Einheit. Der Kolben 2 und die Kolbenstange 3 sind an zwei, in axialer Richtung voneinander versetzten, Lagerstellen 7,9 im Zylinder gelagert. Die erste Lagerstelle 7 ist zylinderfest und die zweite Lagerstelle 9 ist kolbenfest, das heisst, ihre Position im Zylinder 1 verändert sich je nach der Stellung des Kolbens 2.
Die Lagerstelle 7 ist in einer Hülse 5 ausgebildet, die in den Zylinder 1 eingesetzt ist. Die Hülse 5 weist zwei erweiterte Abschnitte 6,8 auf, wobei sich die Lagerstelle für die Kolbenstange 3 im Bereich des erweiterten Abschnittes 6 befindet. Im erweiterten Abschnitt 8 der Hülse 5 ist die Dichtung 10 aufgenommen, die im Axialschnitt V-förmig ausgebildet ist und eine Lippe 11aufweist, die an der Kolbenstange 3 anliegt.
Da die Dichtung 10 sich sowohl im Abstand von der Lagerstelle 7 als auch von der Lagerstelle 9 entfernt ist, kommt es im Bereich der Dichtung 10 zu keinem Kippen der
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Kolbenstange 3, auch wenn z. B. jemand unbeabsichtigt an der herausgefahrenen Kolbenstange 3 seitlich anstösst. Ein elastischer Verdrängungskörper in der Form eines geschlitzten Mantels 12 aus einem Kunststoff-Schaumstoff-Material umgibt die Hülse 5 zwischen den beiden erweiterten Bereichen 6 und 7. Beim Dämpfvorgang, wenn die Kolbenstange 3 in den Zylinder 1 hineingefahren wird und somit Dämpfungsflüssigkeit verdrängt wird, wird der Mantel 12 zusammengedrückt, sodass die Dämpfungsflüssigkeit der Kolbenstange 3 ausweichen kann, bzw. das Volumen der Kolbenstange 3 ausgeglichen wird.
Erfindungsgemäss ist der Mantel 12 mit einem axialer Richtung verlaufenden durchgehenden Schlitz 17 versehen. Dabei befinden sich auch bei unbelasteten Mantel 12, das heisst, wenn sich der Flüssigkeitsdämpfer in der Ruhestellung befindet, die Begrenzungswände 18 des Schlitzes 7 im Abstand voneinander (siehe Fig. 3).
Ein Dämpfungsvorgang, d. h. unter Druck kann der Mantel 12 wie in den Fig. 5 und 6 gezeigt in allen Richtungen schrumpfen, was einen geringeren Gegendruck erzeugt, als bei einem herkömmlichen Verdrängungselement, welches bei Betätigung förmlich auf den Innendurchmesser des Absorberraumes gedrückt wird.
Das Material für den Mantel 12 wurde ein vernetztes Ethylen-Vinyl-Acetat (EVA) eingesetzt.
Der Mantel 12 ist feinporig und mit geschlossenen dünnwandigen Poren ausgeführt.
Wenn der Kolben 2 mit der Kolbenstange 3 von der Feder 13 in die Bereitschaftsstellung gedrängt und die Kolbenstange 3 aus dem Zylinder 1 hinausgeschoben wird, dehnt sich der Mantel 12 wiederum aus.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Kolben 2 als Lamellenkolben ausgeführt und ist mittels eines Stiftes 15 mit einem Halteteil 16 verbunden, der wiederum auf das in den Zylinder 1 ragende Ende der Kolbenstange 3 aufgesetzt ist. Der Stift 15 trägt auch den Führungsteil 4. Die Kolbenstange 3, der Halteteil 16, der Kolben 2 und der Führungsteil 4 bilden eine im Zylinder 1 verschiebbare Einheit.
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The invention relates to a liquid damper, in particular for movable furniture parts, with a cylinder, a piston which can be moved linearly in the cylinder with a piston rod, and with an elastic displacement element.
Such liquid dampers are provided with an elastic displacement element to compensate for the volume of the piston rod. If the piston rod moves into the cylinder, the damping fluid compresses the elastic displacement element.
This is mostly the case with the damping process. When the piston is returned to the ready position and the piston rod is moved out of the cylinder, the elastic displacement element expands to compensate for the volume of the piston rod.
The object of the invention is to provide a linear damper of the type mentioned, in which the elastic displacement body builds up less back pressure than in known designs. This is of particular importance if the liquid damper according to the invention is used in a furniture part together with a locking mechanism.
The object according to the invention is achieved in that the displacement element is designed as a slotted jacket which surrounds the piston rod. Due to the fact that a lower back pressure is developed in the liquid damper than with conventional dampers, only lower closing forces (and consequently also lower opening forces) are required for roller runners or hinges in order to reliably close drawers or doors against the liquid damper.
It is advantageously provided that the jacket is provided with a continuous slot.
Another exemplary embodiment of the invention provides that the piston rod is guided in a sleeve fixed in the cylinder, and that the jacket surrounds the sleeve.
It is also advantageously provided that the boundary walls of the slot are at a distance from one another in the case of pressureless liquid dampers. The jacket is advantageously made of a foam with closed pores and a fine-pored foam.
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An exemplary embodiment of the invention is described below with reference to the figures in the accompanying drawings. 1 shows a longitudinal section through a liquid damper according to the invention in the ready position, FIG. 2 shows section A of FIG. 1, FIG. 3 shows a section along line 1 - 1 of FIG. 2, and FIG. 4 3 shows a longitudinal section through a liquid damper according to the invention, the piston being in the end position after damping, FIG. 5 shows the detail A from FIG. 4 and FIG. 6 shows a section along the line 1-1 from FIG. 5.
The fluid damper according to the invention conventionally has a cylinder 1 in which a piston 2 can be moved linearly. The piston 2 is connected to a piston rod 3 or is formed at one end of the piston rod 3. In the cylinder 1 there is a damping liquid, for example a silicone oil.
The piston rod 3 protrudes from the cylinder 1 through the end wall 14 on the piston rod side and preferably serves as a push rod for an abutting furniture part, for example a door or a front panel of a drawer. Inside the cylinder 1 there is a spring 13, in the exemplary embodiment a compression and coil spring, which presses the piston 2 back into the ready position after damping has taken place. The spring 13 is supported on the piston side on a guide part 4. The piston rod 3, the piston 2 and the guide part 4 form a unit. The piston 2 and the piston rod 3 are mounted in the cylinder at two bearing points 7, 9 offset from one another in the axial direction. The first bearing point 7 is fixed to the cylinder and the second bearing point 9 is fixed to the piston, that is to say its position in the cylinder 1 changes depending on the position of the piston 2.
The bearing point 7 is formed in a sleeve 5 which is inserted into the cylinder 1. The sleeve 5 has two enlarged sections 6, 8, the bearing point for the piston rod 3 being located in the area of the enlarged section 6. In the enlarged section 8 of the sleeve 5, the seal 10 is received, which is V-shaped in axial section and has a lip 11 which bears against the piston rod 3.
Since the seal 10 is both at a distance from the bearing 7 and from the bearing 9, there is no tilting of the seal 10 in the area
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Piston rod 3, even if z. B. someone accidentally knocks on the extended piston rod 3 laterally. An elastic displacement body in the form of a slotted jacket 12 made of a plastic foam material surrounds the sleeve 5 between the two enlarged areas 6 and 7. During the damping process, when the piston rod 3 is moved into the cylinder 1 and thus damping fluid is displaced the jacket 12 is compressed so that the damping fluid of the piston rod 3 can dodge or the volume of the piston rod 3 is compensated.
According to the invention, the jacket 12 is provided with a continuous slot 17 running in the axial direction. The boundary walls 18 of the slot 7 are at a distance from one another (see FIG. 3), even when the jacket 12 is unloaded, that is to say when the liquid damper is in the rest position.
A damping process, i. H. under pressure, the jacket 12 can shrink in all directions, as shown in FIGS. 5 and 6, which generates a lower back pressure than in a conventional displacement element, which is pressed when actuated formally onto the inside diameter of the absorber space.
The material for the jacket 12 was a cross-linked ethylene vinyl acetate (EVA).
The jacket 12 is fine-pored and designed with closed thin-walled pores.
When the piston 2 with the piston rod 3 is pushed into the ready position by the spring 13 and the piston rod 3 is pushed out of the cylinder 1, the jacket 12 expands again.
In the exemplary embodiment shown, the piston 2 is designed as a lamellar piston and is connected by means of a pin 15 to a holding part 16, which in turn is placed on the end of the piston rod 3 which projects into the cylinder 1. The pin 15 also carries the guide part 4. The piston rod 3, the holding part 16, the piston 2 and the guide part 4 form a displaceable unit in the cylinder 1.