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Die Erfindung betrifft eine Duschkombination gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Duschkombinationen mit einer Vorderfront und einer Brausefunktionseinheit sind beispielsweise in der US 3 827 088 A oder der DE 197 21 587 A be- schrieben. Dabei sind an länglichen, senkrecht montierten Duschkästen Brausefunktionseinheiten wie Kopfbrausen, abnehmbare Handbrausen sowie Körperbrausen oder ein Wasserauslass für eine Badewanne angebracht.
Bekannt ist es auch, dass die Vorderfront zumindest teilweise aus Glas besteht und/oder mindestens teilweise lichtdurchlässig ist. Dies ermög- licht es, einen für derartige Anwendungen bislang unbekannten Werkstoff zu verwenden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Duschkombination zu schaffen, bei der der Gestaltungsspielraum erweitert wird.
Diese Aufgabe wird durch eine Duschkombination gemäss Anspruch 1 gelöst.
Die Vorderfront besteht somit gemäss der Erfindung im Wesentlichen aus einem vorzugsweise ebenen Frontschild, der länglich und als Glasplatte ausgebildet ist. An diesem Frontschild können wenigstens eine, inbeson- dere mehrere, Brausefunktionseinheiten angeordnet sein. Bevorzugt ist der Frontschild einteilig, wodurch sich verschiedene Vorteile bezüglich Fes- tigkeit, Montageerleichterung sowie Geschlossenheit der Oberfläche er- zielen lassen können. Der Frontschild kann im Wesentlichen flach sein.
Als interessante Gestaltungsmöglichkeiten können gewölbte und/oder abge- bogene Vorderfronten bzw. Frontschilder verwendet werden, wobei gemäss einer Möglichkeit die Form an den Seiten nach hinten zu einer Wand, an der die Duschkombination befestigt ist, gezogen sein kann. Als Glas kann einerseits ein mineralisches Glas, beispielsweise sogenanntes Sicher- heitsglas, verwendet werden. Alternativ können Kunstgläser, insbesondere Polymere, beispielsweise Acrylglas, verwendet werden. Die Lichtdurch- lässigkeit zumindest eines Teils der Vorderfront kann dazu dienen, opti- sche Effekte zu erzielen oder eventuell hinter der Vorderfront liegende Teile der Duschkombination sichtbar zu machen.
Eine Möglichkeit ist bei- spielsweise eine zumindest teilweise satinierte Glasoberfläche, wobei eine gewünschte Oberflächenrauheit durch Behandlungsmethoden wie Sand- oder Kugelstrahlen oder Ätzmethoden erzielt werden kann.
Die Vorderfront kann zumindest bereichsweise lichtdurchlässig sein, ins-
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besondere in mehreren Bereichen, wobei Licht insbesondere von der Rück- seite der Vorderfront her durch diese durchtreten kann. Die Vorderfront kann wenigstens teilweise lichtdurchlässiges bzw. lichtleitendes Material aufweisen, beispielsweise ein Glas der oben genannten Art. Bevorzugt be- steht die Vorderfront vollständig aus einem solchen Material, wodurch sich ein vereinfachter Aufbau erreichen lässt. Als vorteilhaft wird es angesehen, wenn die Vorderfront eine möglichst geschlossene Oberfläche aufweist, insbesondere an ihrer Vorderseite. Geschlossen kann hier was- serundurchlässig bedeuten und insbesondere auch eben und ohne Ausnehmun- gen.
In weiterer Ausgestaltung kann die Vorderfront zumindest teil- weise lichtundurchlässig sein, wobei dies bei einem Glaskörper insbesondere an der Vorderseite und/oder der Rückseite ausgebildet sein kann. Vorteilhaft für eine Lichtundurchlässigkeit sind eine lichtundurchlässige Abdeckung und/oder eine Beschichtung, beispiels- weise in Form eines Farbauftrages.
Die Vorderfront kann zumindest teilweise verspiegelt und/oder als Spiegel ausgebildet sein. Vorteilhaft weist die aus Glas gebildete Vorderfront dazu an ihrer Rückseite eine Verspiegelung bzw. eine spiegelnde Beschichtung auf. Alternativ ist es möglich, an der Vor- derseite der Vorderfront oder hinter einem lichtdurchlässigen Bereich einen Spiegel anzuordnen.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführung der Erfindung weist die Vorderfront wenigstens einen Lichtdurchlass auf, der insbesondere den Raum hinter und den Raum vor der Vorderfront lichtleitend verbindet.
Ein derartiger Lichtdurchlass kann durch in lichtundurchlässiges Ma- terial eingefügte Einsätze aus lichtdurchlässigem Material oder mas- kenartige Aussparungen in einer lichtundurchlässigen oder die Licht- durchlässigkeit mindernden Oberfläche eines flächigen lichtdurchläs- sigen Materials ausgebildet sein. Mehrere voneinander abgegrenzte Lichtdurchlässe können in einem Bereich vorgesehen sein, insbesondere als eine Art Feld. Die Lichtdurchlässe können beliebige Form annehmen.
Vorzugsweise sind sie abgerundet ausgebildet, insbesondere kreisrund.
In weiterer Ausgestaltung können sie zueinander kongruente Formen und insbesondere verschiedene Grössen aufweisen.
In weiterer Ausgestaltung kann an der Vorderfront wenigstens eine
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zumindest teilweise beleuchtete Markierung vorgesehen sein. Unter ei- ner Markierung sollen Beschriftungen, Skalen, Anzeigen und dergleichen verstanden sein. Eine Markierung kann als Lichtdurchlass ausgebildet sein, der vorzugsweise von einem nicht-durchlässigen Bereich umgeben ist. Vorteilhaft ist eine Markierung beleuchtet, insbesondere hinter- grundbeleuchtet. Es ist auch möglich, die Markierung lichtundurchlässig auszubilden und sie in einen lichtdurchlässigen und beleuchtbaren Bereich anzuordnen, so dass sie dunkel auf hellem Hintergrund erscheint.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Vorderfront vollständig von dem Front- schild gebildet wird.
Der Duschkombination kann mit besonderem Vorteil mindestens eine Be- leuchtungseinrichtung zum Abstrahlen von Licht aus der Vorderfront, ins- besondere zum Einkoppeln von Licht in die Vorderfront, zugeordnet sein.
Möglich sind hier Beleuchtungseinrichtungen, die im Wesentlichen hinter der Vorderfront angeordnet sind und/oder Licht hinter die Vorderfront einstrahlen. Bevorzugt werden elektrische Beleuchtungseinrichtungen, die beliebig ansteuerbar gestaltet sein können. Es ist von Vorteil, wenn die Duschkombination wenigstens eine eigene mit ihr körperlich verbundene Beleuchtungseinrichtung aufweist. Insbesondere kann eine Beleuchtungs- einrichtung im Wesentlichen hinter einem lichtdurchlässigen Bereich der Vorderfront angeordnet sein. Es können, wie nachfolgend beschrieben, reizvolle optische Lichteffekte, insbesondere an der Vorderfront, erzielt werden.
Die wenigstens eine Beleuchtungseinrichtung kann mindestens eine Licht- quelle und/oder wenigstens ein Lichtleitelement aufweisen, wobei das Lichtleitelement das Licht von der Lichtquelle an wenigstens einer Stelle in die Vorderfront einkoppeln kann. Eine solche Stelle ist vorteilhaft eine lichtdurchlässige Stelle in der Vorderfront, insbesondere ein Lichtdurchlass durch die Vorderfront.
Das wenigstens eine Lichtleitelement kann verschiedenartig ausgeführt sein ; eine Möglichkeit ist eine Ausbildung als Lichtverteilelement, vor- zugsweise als flächiges Lichtverteilelement, um insbesondere ausgehend von jeweils einer Lichtquelle, mehrere verteilte Lichtdurchlässe zu be- leuchten. Das mindestens eine Lichtleitelement kann getrennt von der Vorderfront ausgebildet sein für eine grössere Variation mit insbesondere verschiedenen Lichtverteilelementen sowie eine vereinfachte Montage. Das
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Lichtleit- bzw. Lichtverteilelement kann in seiner Form der Vorderfront entsprechend ausgebildet sein, insbesondere parallel dazu verlaufend.
Gemäss einer Ausführungsmöglichkeit kann ein Lichtverteilelement als
Platte aus lichtleitendem bzw. lichtführendem Material ausgebildet sein, welche sich über einen Bereich hinter der Vorderfront erstreckt. Vor- teilhaft ist die Vorderfront in diesem Bereich zumindest teilweise lichtdurchlässig, so dass Licht von der Lichtquelle über das Lichtver- teilelement in die Vorderfront einleitbar ist. Dies ermöglicht es bei- spielsweise, eine einzige und/oder zentrale Lichtquelle vorzusehen, über die Licht zu mehreren lichtdurchlässigen Stellen bzw. Lichtdurchlässen in der Vorderfront geleitet wird. Bevorzugt kann eine Vielzahl von Licht- quellen auf das Lichtverteilelement gerichtet sein. Bei einer Verwendung einer Platte als Lichtverteilelement kann die wenigstens eine Lichtquelle im Wesentlichen direkt auf die flache Seite der Platte strahlen.
Beson- ders bevorzugt sind mehr lichtdurchlässige Stellen bzw. Lichtdurchlässe in der Vorderfront als Lichtquellen vorgesehen, wobei eine Lichtzuführung durch wenigstens ein Lichtverteilelement erfolgen kann.
An dem Lichtverteilelement können, insbesondere an einer Stelle, auf die die Lichtquelle strahlt, Lichteinleiteinrichtungen vorgesehen sein, wel- che vorteilhaft der wenigstens einen Lichtquelle zugeordnet sind. Die Lichteinleiteinrichtungen können neben einer eventuell verbesserten Ein- koppelung von Licht in das Lichtverteilelement eine gewisse, bevorzugt vorgegebene, Richtung der eingekoppelten Lichtstrahlen bewirken, insbe- sondere zur Verteilung von Licht in dem gesamten Lichtverteilelement. Die Lichteinleiteinrichtungen sind bevorzugt im Wesentlichen pyramiden- oder kegelförmig. Eine Möglichkeit sind Erhebungen, beispielsweise in Form von Linsen oder dergleichen, die auf eine Lichtquelle weisen.
Eine bevorzugte Möglichkeit sind Senkungen, insbesondere in einer als Lichtverteilelement dienenden Platte, wobei sie vorzugsweise an der von der Lichtquelle ab- gewandten Oberfläche der Platte angebracht sind. Bevorzugt sind die Sen- kungen kegelförmig, wobei sie einen Öffnungswinkel von 45 bis 135 , insbesondere 90 , aufweisen können. Ihre Eindringtiefe in eine Lichtver - teilerplatte kann relativ gering sein, jedoch bis zu zwei Dritteln oder mehr der Dicke reichen. Die Oberfläche der Senkungen kann vorteilhaft zur Ablenkung bzw. Umlenkung der Lichtstrahlen der Lichtquelle genutzt werden, beispielsweise durch eine Beschichtung der Oberfläche oder eine bestimmte Oberflächenbeschaffenheit. Als vorteilhaft wird hierfür eine Oberflä- chenrauheit angesehen, insbesondere eine optische Rauheit und/oder eine
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Microrauheit.
Auf diese Weise kann erreicht werden, dass an die Oberfläche der Senkungen treffendes Licht in einem gewünschten Winkel in die Lichtver- teilerplatte eingeleitet wird. Dies kann genutzt werden, um eingekoppeltes
Licht durch Totalreflexion an den Flächen der Platte in etwa gleichmässig zu verteilen.
Eine vorteilhafte Übertragung des Lichts von dem wenigstens einen Lichtver- teilelement in oder durch die Vorderfront kann erreicht werden, wenn das Lichtverteilelement einen geringen Abstand zu der Rückseite der Vorderfront aufweist, wobei es insbesondere daran anliegen kann. Bevorzugt liegt es dergestalt an, dass das Lichtverteilelement und die Rückseite der Vorder- front optisch noch voneinander getrennt sind. Das Licht durchläuft also auf dem Weg vom einen zum anderen noch ein weiteres Medium, insbesondere Luft, bzw. weitere Grenzschichten.
Die Vorderfront kann begrenzte Bereiche mit einer Lichtdurchlässigkeit aufweisen, wobei das Lichtleitelement diesen Bereichen zugeordnete Lichtfangmittel umfassen kann. Diese Lichtfangmittel können Licht in Richtung auf die Vorderfront zu abstrahlen, wobei sie dieses Licht aus dem Lichtleitelement heraus fangen. Eine Ausführungsmöglichkeit von Lichtfangmitteln, insbesondere Lichtfangstellen, sind auf das Lichtleitelement, insbesondere in Form einer lichtleitenden Platte, aufgetragene Farbstellen, wobei reflektierende Farbstellen, insbe- sondere Farbpunkte, bevorzugt an der von der Vorderfront wegweisenden Oberfläche angeordnet sind. Weitere, vorzugsweise lichtdurchlässige Lichtfangstellen bzw. Lichtfangpunkte können an der der Vorderfront zugewandten Oberfläche vorgesehen sein, beispielsweise in Form einer stellenweise aufgerauten Oberfläche.
Als Lichtfangmittel, das vor- zugsweise zumindest teilweise in die Platte hinein reflektierend ist, kann beispielsweise ein Auftrag von weisser oder metallischer Farbe oder dergleichen vorgesehen sein. Auf diese Weise kann Licht nach Art eines Lichtfangmittels zielgerichtet aus dem Lichtverteilelement in bzw. durch die Vorderfront geführt werden.
Des Weiteren kann ein Lichtverteilelement, insbesondere als Lichtvertei- lerplatte, zumindest teilweise an der zu der Vorderfront weisenden Seite lichtundurchlässig bzw. in sich selber hinein reflektierend ausgebildet sein, insbesondere an Flächen, die nicht zu beleuchtende Bereiche der Vorderfront umgeben. Eine Möglichkeit ist ein Lichtverteilelement, das lediglich an den Einkoppelstellen für die wenigstens eine Lichtquelle
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sowie an den Auskoppelstellen in lichtdurchlässige Bereiche der Vorder- front Licht hindurchlässt. Anstelle von derartigen lichtsperrenden Abde- ckungen kann durch eine Lichteinstrahlung in die Lichtverteilerplatte mit einem bestimmten Winkel ein nicht gewünschter Austritt von Licht durch Totalreflexion an ihren Begrenzungen vorgesehen sein.
Das Lichtverteilelement kann eine zumindest teilweise reflektierende Fläche aufweisen, welche insbesondere gewölbt ist, wodurch eine Ausbildung als Reflektor ermöglicht wird. Ein solcher Reflektor kann mit einer Lichtquelle versehen hinter der Vorderfront angeordnet sein, wobei eine grossflächige Beleuchtung der Rückseite der Vorderfront und somit auch von darin angeordneten lichtdurchlässigen Bereichen der Vorderfront bewirkt wird.
Als Bedienelemente können an der Vorderfront Temperatursteller, insbe- sondere Thermostate, sowie Wassermengenventile und Umsteller für die Brausefunktionseinheiten vorgesehen sein. Lichtdurchlässige Bereiche in der Vorderfront können unter anderem als Anzeigen, Beschriftungen oder Markierungen sowie Skalen ausgebildet sein, vorzugsweise im Bereich der Brausefunktionseinheiten und/oder Bedienelemente. Beispielsweise können beleuchtete Temperaturskalen oder verschiedene Stellungen der Bedienele- mente sehr gut erkennbar beleuchtbar sein.
Die Lichtquellen können auf sehr unterschiedliche Weise ausgeführt sein.
Gemäss einer Möglichkeit können mehrere Lichtquellen mit verschiedenen Farben und/oder Intensitäten vorgesehen sein, wobei sie in Farbe und/oder Intensität verschieden bzw. veränderbar sein können. Eine Veränderbarkeit von Farbe und/oder Intensität kann durch eine Steuerung, beispielsweise vom Funktionszustand der Duschkombination abhängig, erfolgen.
Aus Sicherheitsgründen kann die wenigstens eine Lichtquelle zum Betrieb mit Niederspannung ausgelegt sein, z.B. mit einer Spannung unter 30 Volt. Als bevorzugt gelten 24 Volt, besonders bevorzugt sind 12 Volt.
Wenigstens eine von mehreren Lichtquellen kann eine Leuchtdiode sein, welche als ihre Vorteile geringen Stromverbrauch, geringe Erwärmungspro- bleme sowie lange Lebensdauer aufweist. Mehrere Leuchtdioden können zu mindestens einer Leuchtleiste zusammengefasst sein. Weiters kann wenigs- tens eine von mehreren Lichtquellen als Niederspannungs-Leuchtstoffröhre oder Halogenlampe ausgebildet sein, wodurch sich eine flächige Lichtab- strahlung bzw. hohe Lichtstärke erzielen lässt. Es ist möglich, in Durch-
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brüchen durch die Vorderfront eine Lichtquelle anzuordnen. Bevorzugt sind sie abdichtend eingesetzt, insbesondere mit der Vorderseite der Vorder- front abschliessend.
An der Rückseite der Vorderfront kann eine Gehäuseabdeckung über der wenigstens einen Lichtquelle angebracht sein, die vorzugs- weise zumindest die gesamte Beleuchtungseinrichtung abdeckt. Be- vorzugt ist eine Gehäuseabdeckung vorgesehen, die sämtliche an der Rückseite der Vorderfront angebrachte Bau- und/oder Funktionseinheiten, insbesondere auch die Wasseranschlüsse, abdeckt. Einerseits kann eine Gehäuseabdeckung eine Lichtabstrahlung, insbesondere von der Lichtquelle, zur Seite hin nach aussen vermeiden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung, vorzugsweise zusätz lich zur Durch- leuchtung der Vorderfront, kann die Duschkombination als gewollten Effekt eine Beleuchtung zur Abstrahlung von indirektem Licht aufweisen, wobei hierfür vorgesehene Leuchtmittel bevorzugt an der Rückseite der Duschkombi- nation angeordnet sind, insbesondere in ihrem oberen Bereich. Die indirekte Beleuchtung kann durch gegenüber dem Benutzer abgeschirmte Abstrahlung von Licht auf mindestens eine Wand und/oder die Decke eines Raumes erfolgen.
Dies kann durch eine die Rückseite der Vorderfront nicht vollständig ab- schliessende Gehäuseabdeckung der Beleuchtungseinrichtung erreicht werden.
Bevorzugt wird jedoch eine eigens dafür vorgesehene Beleuchtung, beispiels - weise in der Form wenigs tens eines Strahlers, an der Duschkambination ange- bracht.
Zur funktionalen Erweiterung kann die Duschkombination höhenver- stellbar sein, um sie an die Körpergrösse einer Bedienungsperson an- zupassen. Zwar kann, wenn ohnehin eine Spannungsversorgung für eine Beleuchtungseinrichtung vorgesehen ist, eine Höhenverstellung elek- tromotorisch erfolgen, bevorzugt wird jedoch eine manuelle Höhenver- stellung. Dazu kann die Duschkombination zumindest teilweise gewichts- kompensiert sein, wobei sie insbesondere überkompensiert ist bzw. durch die Kompensation im Wesentlichen von alleine nach oben gezogen wird. Eine Gewichtskompensation kann vorteilhaft Federmittel aufwei- sen, insbesondere Federmittel mit konstanter Federkraft, beispielsweise eine Rollbandfeder oder eine Gasdruckfeder.
Die Duschkombination kann Ausstattungselemente aufweisen, welche insbe- sondere an der Vorderfront angeordnet sind, beispielsweise Ablageflächen
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und/oder Halterungen, wie eine Haltestange für eine Handbrause. Hinter der Vorderfront können Leuchtmittel angeordnet sein, die durch eine lichtleitende Verbindung, insbesondere durch die Vorderfront, in zumin- dest teilweise lichtdurchlässige Teile, welche in und/oder vor der Vor- derfront angeordnet sind, Licht einstrahlen können. Vorzugsweise sind diese Teile Ausstattungselemente der Duschkombination. Eine Möglichkeit ist eine Beleuchtung durch die Beleuchungseinrichtung für lichtdurch- lässige Bereiche der Vorderfront. Weiters können Ausstattungselemente eine lichtleitende Verbindung zu weiteren Teilen der Duschkombination, beispielsweise Seifenspendern oder dergleichen, sein.
Diese und weitere Merkmale gehen ausser aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung und auf anderen Gebieten ver- wirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung der Anmeldung in einzelne Abschnitte beschränkt die unter diesen jeweils gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen: Fig.l eine Vorderansicht einer erfindungsgemässen Duschkombination mit einem Feld kreisförmiger lichtdurchlässiger Bereiche, Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine Duschkombination mit einer Vielzahl von Leuchtdioden als Lichtquellen einer Beleuchtungseinrichtung, Fig. 3 eine Maske zur Erzeugung einer punktförmigen Bestrahlung der Rückseite einer Glasvorderfront und Fig. 4 einen Schnitt ähnlich Fig. 2 mit einer Leuchtstoffröhre samt Hohlspiegel als Beleuchtungseinrichtung.
Die Fig. 1 zeigt in Vorderansicht eine Duschkombination 11. An einer länglichen Vorderfront 12 sind als Brausefunktions einheiten eine Hand- brause 13 und drei Körperbrausen 14 vorgesehen. Weitere Brausefunktions- einheiten können in Form einer fest eingebauten Kopfbrause oder derglei- chen vorhanden sein. Des Weiteren sind ein Umsteller 15, ein Thermostat
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16 sowie eine horizontale Ablagefläche 18 und eine senkrecht verlaufende Haltestange 19 für die Handbrause 13 vorgesehen.
Bei der in der Fig. 1 dargestellten Duschkombination 11 besteht die gesamte Vorderfront 12 aus Glas, insbesondere ist sie ein- stückig aus einer ebenen Glasplatte als Frontschild gefertigt. Die Vorderseite der Glasplatte kann eine lichtdurchlässige Behandlung auf - weisen, beispielsweise kann sie mattiert sein, vorteilhaft durch Sand- oder Kugelstrahlen. Die Rückseite der Vorderfront 12 ist im Wesentlichen lichtundurchlässig abgedeckt, beispielsweise durch einen lichtundurch- lässigen Farbauftrag, insbesondere um die dahinter liegenden Bestand- teile, wie Verbindungsschläuche, Montagehilfen oder dergleichen zu verbergen. Im oberen Bereich der Vorderfront 12 ist in der lichtundurch- lässigen Abdeckung eine Vielzahl von kreisförmigen Lichtdurchlässen 21 vorgesehen.
Diese Lichtdurchlässe 21 ermöglichen den Lichtdurchtritt vom Raum hinter der Vorderfront 12 durch die Vorderfront hindurch nach vorne.
Ist, wie in den nachfolgenden Figuren gezeigt, hinter der Vorderfront 12 bzw. hinter den Lichtdurchlässen 21 eine Beleuchtung vorgesehen, strahlt Licht durch die Lichtdurchlässe nach vorne und es entsteht ein reizvol- ler, neuartiger Aspekt. Je nach Lichtstärke kann es ein Schimmern oder ein Leuchten, eventuell sogar ein Strahlen, sein. Weitere Möglichkeiten der Beleuchtung von hinten ergeben sich beispielsweise bei dem Thermostat 16, dessen Skala 17 ebenfalls ganz oder teilweise von Lichtdurchlässen gebildet sein kann, die hintergrundbeleuchtet sind bzw. von der Rückseite her angestrahlt werden. Es ist denkbar, die gesamte Vorderfront 12 bzw. den sie bildenden Frontschild aus durchsichtigem Glas zu gestalten.
Dies ermöglicht einen unter Umständen reizvollen sowie interessanten Durch- blick durch die Vorderfront auf das "Innenleben" der Duschkombination 11, insbesondere die wasserführenden Verbindungen zu den Brausefunktionsein- heiten sowie eventuell die Montagevorrichtungen.
Die Fig. 2 zeigt im Schnitt den oberen Teil der Duschkombination 11 entsprechend Fig. 1. Die Rückseite der Vorderfront 12 abde- ckend ist eine Gehäuseabdeckung 22 vorgesehen. Des Weiteren ist eine Montagevorrichtung 23 zur Halterung der Duschkombination 11 an einer Wand mit der Vorderfront 12 verbunden, im dargestellten Fall durch Ver- schraubungen 24 durch die Vorderfront hindurch. Die Verschraubungen die- nen gleichzeitig zur Befestigung der Haltestange 19 . An der Rückseite der Vorderfront 12 ist eine Beleuchtungseinrichtung 26 angebracht. Die Beleuchtungseinrichtung 26 weist ein Lichtverteilelement in Form einer
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durchsichtigen Plexiglasplatte 27 auf, deren Form nachfolgend in Fig. 3 dargestellt ist. Sie bedeckt den Bereich hinter den Lichtdurchlässen 21 und führt diesen Licht zu.
In die Plexiglasplatte 27 wird Licht einge- koppelt von Leuchtdioden 29 als Lichtquellen, von denen eine Vielzahl hinter der Plexiglasplatte 27 sitzt. Sie können beispielsweise in einer Reihe an einem dünnen Halteblech 30 angeordnet sein. Die Leuchtdioden 29 strahlen Licht in die Plexiglasplatte 27 ein, dort wird es durch Licht- einleiteinrichtungen in der Plexiglasplatte verteilt und von dort an den Lichtdurchlässen 21 in die Vorderfront 12 eingekoppelt. Ein Beispiel für solche Lichteinleiteinrichtungen sind die Senkungen 3 2, die den Leucht- dioden 29 genau gegenüberliegend an der anderen Seite der Plexiglasplatte 27 angebracht sind. Ihre Tiefe beträgt etwa zwei Drittel der Dicke der Plexiglasplatte, der Öffnungswinkel liegt bei etwa 90 .
Das von den Leuchtdioden 29 auf die Senkungen 32 treffende Licht wird an deren Ober- flächen reflektiert und läuft zickzackförmig durch die Plexiglasplatte.
Dabei ist der Winkel der Senkungen 32 vorteilhaft derart gewählt, dass die umgelenkten Lichtstrahlen an den Grenzflächen der Plexiglasplatte 27 jeweils Totalreflexion erfahren und nicht aus dem Lichtverteilelement austreten können. Lediglich den Lichtdurchlässen 21 der Vorderfront 12 sind Lichtfangstellen zugeordnet zum Auskoppeln von Licht aus dem Licht- verteilelement in die Vorderfront 12. Die Lichtfangstellen sind unten- stehend dargestellt. Eine Alternative zur Totalreflexion kann darin be- stehen, die Plexiglasplatte 27 lichtdicht abzudecken, beispielsweise durch Verspiegeln, und lediglich den Lichtdurchlässen 21 zugeordnete Durchbrechungen als Lichtfangstellen vorzusehen.
An der Rückseite der Vorderfront 12 ist eine lichtundurchlässige Abde- ckung 33 mit übertriebener Schichtdicke dargestellt. Sie kann einerseits aus einem Auftrag aus Farbe oder dergleichen bestehen, alternative Mög- lichkeiten sind Klebefolien oder Flachmaterialien in dünner Form. Bei- spielhaft sind den LED 29 gegenüber Lichtdurchlässe 21 in Form von Durchbrüchen durch die Abdeckung 33 vorgesehen. Solche Lichtdurchlässe 21 sind vorteilhaft gemäss Fig. 1 auch senkrecht zur Zeichenebene über die Abdeckung 33 verteilt. Die Abdeckung 33 kann auch eine Verspiegelung sein. Vorteilhaft ist eine Verspiegelung der Duschkombination in Kopf- höhe, also im oberen Bereich, wodurch neben reizvollen optischen Effekten der Gebrauchsnutzen zu beachten ist. Eine Verspiegelung mehrerer Bereiche ist möglich, unter Umständen der gesamten Vorderfront.
Je nach Art der gewünschten Beleuchtung können die Lichtquellen unter-
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schiedlich ausgebildet sein. Die in Fig. 2 dargestellte Reihe von ein- undzwanzig Leuchtdioden weist den Vorteil auf, dass nicht jedem Licht- durchlass 21 der Vorderfront eine Leuchtdiode zugeordnet sein muss. Die Leuchtdioden können in mehreren Gruppen zusammengeschaltet sein, bevor- zugt in Dreiergruppen, wobei bei einer 12-Volt-Spannungsversorgung vor- teilhaft ein Vorwiderstand zur Strombegrenzung vorgesehen ist. Der Vorteil mehrerer Gruppen von Leuchtdioden 29 liegt darin, dass bei Aus- fall einer LED bzw. einer Gruppe nicht die gesamte Beleuchtung entfällt.
Die Leuchtdioden 29 können bei einer Ausführung der Erfindung direkt hinter der Haltestange 19 verlaufen, also gemäss Fig. 1 mittig. Um eine Verdeckung einer direkten Durchstrahlung durch die Vorderfront infolge der Haltestange 19 zu vermeiden, können zwei Reihen von Leuchtdioden 29 jeweils seitlich der Haltestange 19 vorgesehen sein.
Wie in Fig. 2 dargestellt, kann die Ablagefläche 18 aus einer Glasplatte bestehen, die in einer Halterung 38 angeordnet ist. Die Vorderfront 12 weist im Bereich der Halterung 38 einen Durchbruch auf, in dem eine Lichtquelle 39, beispielsweise eine LED, angeordnet ist. Diese Licht- quelle 39 strahlt die Ablagefläche 18 von innen an, so dass sie, ähnlich wie die Vorderfront 12 im Bereich der Lichtdurchlässe 21, beleuchtet ist.
Unterschiedliche Oberflächengestaltungen der Ablagefläche 18 sowie Kan- tengestaltungen, eventuell durch Fasen, ermöglichen ein Vielzahl reiz- voller optischer Effekte. Anstelle eines Durchbruchs könnte die Licht- quelle 39 hinter der Vorderfront 12 angeordnet werden, wobei durch einen weiteren Lichtdurchlass 21 das Licht durch die Vorderfront hindurch in die Ablagefläche 18 eingestrahlt werden könnte.
Auf ähnliche Weise ist es möglich, die Haltestange 19 aus einem zumindest teilweise lichtdurchlässigen Material, beispielsweise Kunstglas, zu fer- tigen. Eine Beleuchtung der Haltestange 19 könnte durch Leuchtmittel in ihren an der Vorderfront 12 befestigten Enden erfolgen. Weiters ist eine Anordnung einer sich im Wesentlichen über die gesamte Länge der Halte- stange 19 erstreckenden Lichtquelle möglich, beispielsweise in Form einer Niederspannungs-Leuchtstoffröhre.
Die Fig. 3 zeigt eine Rückansicht der Plexiglasplatte 27 in taillierter Ausbildung. Entlang ihrer Mittelachse sind Kreisringe 35 als abdeckender Farbauftrag, Klebefolie oder dergleichen ange- bracht. Jedem Kreisring 35 entsprechend wird eine LED 29 gemäss Fig. 2
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angeordnet. Die Blendenwirkung der Kreisringe 35 bewirkt, dass nur Licht mit einem bestimmten Winkel in die Plexiglasplatte 27 eingestrahlt wird.
Dieser Winkel ergibt mit dem Winkel der den Kreisringen 35 gegenüber an- gebrachten, in Fig. 2 dargestellten Senkungen 32 eine Totalreflexion der Lichtstrahlen in der Plexiglasplatte 27, durch die sie sich seitlich und innerhalb der gesamten Platte verteilen können.
Des Weiteren weist die Plexiglasplatte 27 Kreisflächen 36 auf, die nicht dargestellten Lichtdurchlässen 21 der Vorderfront, eventuell in einer Abdeckung 33 angebracht, gegenüber liegen. Die Kreisflächen 36 können wie die Kreisringe 35 erzeugt werden. An den Kreisflächen 36 wird in der Plexiglasplatte 27 hin und her reflektiertes Licht eingefangen und mit verändertem Winkel, im Wesentlichen in alle Richtungen, abgestrahlt. Das Licht kann geradewegs von den Kreisflächen 36 durch die Lichtdurchlässe 21 in die Vorderfront eingekoppelt werden. Auf diese Weise wirken die Kreisflächen 36 als Lichtfangeinrichtungen.
Eine weitere Möglichkeit für Lichtfangstellen sind ähnliche Kreisflächen an der der Vorderfront 12 zugewandten Oberfläche der Plexiglasplatte 27, an denen auftreffendes Licht nicht infolge einer Totalreflexion in die Platte zurückgestrahlt wird, sondern aus der Platte in die Vorderfront ausgekoppelt werden kann.
Die Anordnung der Kreisflächen 36 entspricht derjenigen der Lichtdurch- lässe 21.
In Fig. 4 ist im oberen Bereich der Gehäuseabdeckung 22 ein Strahler 44 eingebaut, der schräg nach hinten und oben ausge- richtet ist. Mit diesem Strahler 44 können ein hinter der Dusch- kombination 11 liegender Wandbereich und die darüber liegende Decke nach Art eines Deckenfluters zum Teil angestrahlt werden. Auf diese Weise ist es möglich, eventuell in Zusammenwirkung mit von den Licht- durchlässen 21 abgegebenen Lichteffekten, die Duschkombination 11 mit einer eigenen Beleuchtung zu versehen, die neben Gebrauchsvorteilen optisch und gestalterisch reizvoll ist. Der Strahler 44 ist bevorzugt als leistungsstar- ker Halogenstrahler mit einer Niedervolt lampe ausgebildet.
Anstelle der in Fig. 2 gezeigten Beleuchtung durch eine Vielzahl von LEDs 29 mit einer Plexiglasplatte 27 als Lichtleit- bzw. Lichtverteil- element weist in Fig. 4 die Beleuchtungseinrichtung 26 eine Licht- quelle in Form einer langgezogenen Niederspannungs-Leuchtstoffröhre 41 auf mit einer über ihre Länge im Wesentlichen konstanten Lichtaus- strahlung. Sie verläuft mittig, also hinter der Haltestange 19 . Ein
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Vorteil der Anordnung der Lichtquelle der Beleuchtungseinrichtung di- rekt hinter der Haltestange 19 liegt darin, dass ein Blenden eines Benutzers durch direkte Abstrahlung der Lichtquelle in seine Richtung vermieden werden kann.
Um das Licht besser flächig zu verteilen und den Lichtdurchlässen 21 zuzuführen, ist hinter der Leuchtstoffröhre 41 ein ebenso langgestreckter Hohlspiegel 42 angeordnet, der das von der Leuchtstoffröhre in seine Richtung abgegebene Licht flächig ver- teilt auf die Rückseite der Vorderfront 12 abstrahlt. Dabei ist er vorteilhaft so ausgebildet, dass das Licht möglichst senkrecht in die Lichtdurchlässe 21 bzw. in die Glasvorderfront 12 eintritt. Es können zwei oder mehr Leuchtstoffröhren 41 vorgesehen sein, um eine gleich- mässige Lichtverteilung zu beiden Seiten der zentralen Haltestange 19 zu erzielen.
Eine Steuerung der Beleuchtung, ob hinsichtlich der Intensität, der örtlich unterschiedlichen Beleuchtung oder der Farbe kann beispielsweise mit einem Umsteller 15 oder einem Thermostat 16 verbunden sein. Ein Öffnen der Wasserzufuhr stellt die Beleuchtung an.
Weitere Möglichkeiten, beispielsweise zeitlich veränderliche Intensitäten und/oder Farben oder eine Verzögerung, die nach einem Öffnen der Wasser- zufuhr die Beleuchtung für eine bestimmte Dauer einschaltet, können durch eine einfache elektronische Steuerung vorgesehen sein.