AT61988B - Verfahren zur Erzeugung von reinem Wasserstoff oder von Gemischen von Wasserstoff mit anderen Gasen. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von reinem Wasserstoff oder von Gemischen von Wasserstoff mit anderen Gasen.

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  Verfahren zur Erzeugung von reinem Wasserstoff oder von Gemischen von Wasserstoff mit anderen Gasen. 



   Es ist bekannt, dass man Kohlenoxyd für sich oder aus Gasgemischen dadurch entfernen und durch das gleiche Volumen Wasserstoff ersetzen kann, dass man die Gase mit Wasserdampf gemischt über Kaliumhydroxyd oder Kalziumoxyd leitet (amerikanisches Patent Nr. 989955   LI911], eng !. Patent   Nr. 2523 A. D. 1909, franz. Patent Nr. 409506). 



  Man hat ein ähnliches Verfahren früher auch zur   DarsteIUung von WasserstoS   zu verwenden gesucht, indem man gelöschten Kalk mit Kohle zersetzte und so den Wassergasund den   Wasserstonprozess   in einen Apparat verlegte. Alle derartigen Verfahren boten aber bisher die Schwierigkeit der Regeneration des Kalkes. Es hatte dies seinen Grund darin, dass man es für nötig hielt, den Kalk in Pulverform anzuwenden, was ja, wenn man von gelöschtem Kalk ausging, nicht zu umgehen war. Da 1 m3 Wasserstoff praktisch 2 bis 3 kg CaO verbraucht, so müssten in kurzer Zeit grosse Abfallhalden entstehen und der Kalkverbrauch für den Gestehungspreis des Wasserstoffes sehr ins Gewicht fallen. 



  Dazu kam beim Arbeiten mit Kalkstaub, dass dieser leicht in Form von Flugstaub von 
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 Schlage weg. Der chemische Effekt dieser Massnahme war aber durchaus nicht vorauszusehen. Es war vielmehr anzunehmen, dass der Kalk sich oberflächlich mit Kalziumkarbonat überziehen würde, und dass diese Schicht, die wieder die ursprüngliche Dichte und Beschaffenheit des Kalksteines haben muss, den Kern vor weiterer   Kohlensäureauf-   nahme schützen würde. Überraschenderweise hat sich aber gezeigt, dass der Kalk rasch und vollständig gleichmässig durchreagiert, ja dass sogar nach Beendigung der Reaktion der Karbonatgehalt im Inneren dickerer Stücke grösser ist als an deren Oberfläche. 



   Die Anwendung des   Stückkalk-eg   bietet nun einen weiteren Vorteil, der   überhaupt   erst die wirtschaftliche Durchführung des Verfahrens möglich macht, dass man bei Anwendung von Stückkalk vertikale Retorten oder Türme verwenden kann. Es hat sich nämlich gezeigt, dass sich bei horizontalen Kalkschichten nur etwa   500/0 der Gasmenge   bearbeiten lassen, die man bei Anwendung vertikaler Öfen durchsetzen kann. Dies hat seine Ursache darin, dass während des Betriebs von horizontalen oder schwach geneigten Öfen durch Schwinden der Charge ein Gang entsteht, der dem Gase einen Weg bietet, durch den es hindurchstreicht, ohne dass es mit der ganzen   Kalkschicht   in die erforderliche innige Berührung zu kommen braucht.

   Die Verwendung von Vertikalöfen ist aber vollständig an die Verwendung von Stückkalk gebunden, da   Kalkpulver dem (iass einon   enormen Widerstand entgegensetzt. 



   Schliesslich wird durch die Verwendung von Stückkalk die Regeneration dieses für den Prozess wertvollen Ausgangsmaterials technisch und wirtschaftlich einwandfrei ermöglicht. Es wird entweder so gearbeitet, dass man nach der Karhonisierung die Retorten entleert und den Kalk in gewöhnlichen Brennöfen in CaO überführt oder indem man die verbrauchten Retorten oder Türme ausschaltet und während diese von aussen oder innen höher geheizt und eventuell zum Brennen des Kalkes durchlüftet oder ausgedämpft werden, die Gase durch frische Retorten oder Türme streichen lässt. Nach dem Abkühlen der regenerierten Retorten oder Türme können diese wiederum zur Gaserzeugung eingeschaltet werden. 



   Selbstverständlich kann man nach diesem Verfahren nicht nur reinen Wasserstoff aus
Wassergas, sondern auch Gemische von Wasserstoff und anderen Gasen, z.   B.   Stickstoff, aus solchen Gasgemischen herstellen, die neben Kohlenoxyd die betreffenden Komponenten enthalten. Ebenfalls gelingt auf diesem Wege die Entfernung des   Kohlenoxyds aus Leuchtgas.   

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Erzeugung von reinem Wasserstoff oder von Gemischen von Wasserstoff mit anderen Gasen, z. B. Stickstoff oder Koltionwasserstoffen durch Umsetzen des in den Gasen enthaltenen Koh ! enoxydes mit Wasserdampf und Kalk bei Temperaturen \on 400 bis 650 C, dadurch gekennzeichnet, dass man diese Gasgemische über stückigen, in vertikale Itetorten oder Türme eingefüllten Ätzkalk leitet. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT61988D 1912-05-28 1912-05-28 Verfahren zur Erzeugung von reinem Wasserstoff oder von Gemischen von Wasserstoff mit anderen Gasen. AT61988B (de)

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