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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Beleuchtung des Innenraumes eines zu öffnenden Behälters, insbesondere einer Handtasche o. dgl., bei schlechten
Lichtverhältnissen, insbesondere in der Dämmerung, bei Dunkelheit oder In der
Nacht, wobei im Innenraum mindestens eine elektrische Leuchte angeordnet ist, die mit einer Spannungsquelle verbunden ist und über einen Schalter zu-bzw. abschaltbar ist und die Spannungsquelle in einem Träger vorgesehen ist, wobei die Leuchte in einem Träger angeordnet ist und der Träger der Spannungsquelle und der Träger der Leuchten von einander getrennt und über, insbesondere steckbare, elektrische Leiter verbunden sind.
Es ist an sich bekannt, dass Benutzer und insbesondere Benützennnen von mitgetragenen Behältern, vorzugsweise Handtaschen, grosse Schwierigkeiten haben, in der Dunkelheit Gegenstände im Inneren der Behälter zu orten bzw. zu finden. Ganz besonders liegt dieses Problem auf der Hand, wenn in der Finsternis Schlüssel o. dgl. in der Handtasche gesucht werden. Es ist doch relativ umständlich, eine eigene Taschenlampe griffbereit bzw. direkt am Körper zu tragen, die für die entsprechende Suche verwendet wird.
Aus der DE 296 08 792 U 1 ist eine Geldtasche mit einer Beleuchtungseinrichtung bekannt, wobei als Beleuchtungseinrichtung ist eine Leuchtfolie vorgesehen ist, die zur Ausleuchtung des entsprechenden Faches dient. Nachteilig bei dieser Geldtasche ist, dass die Folie nach oftmaligem Gebrauch der Tasche und durch die sich darin befindlichen Münzen beschädigt wird.
Weiters ist aus der DE 298 06 162 U1 ein Modul mit einer Leuchtfolie zur optischen Animation und als Warneinrichtung für Textilien, Mützen, Schulranzen und Anstecker bekannt. Auch bel diesem Modul ist die Leuchtfolie etwaigen Beschädigungen frei ausgesetzt.
Ferner ist aus der DE 299 15 834 U1 eine Beleuchtungseinrichtung für eine Dose, einen Koffer od. dgl. bekannt. Als Beleuchtungseinrichtung wird eine lichtemittierende Diode verwendet.
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Weiters ist aus der WO 95/30349 A eine Tasche mit einer
Beleuchtungsvorrichtung für das Innere der Tasche bekannt. Die
Beleuchtungsvorrichtung ist als Einbaueinheit ausgebildet, die mindestens eine
Leiterplatte aufweist, auf der neben Leiterbahnen mindestens eine Stromquelle und mindestens ein Leuchtelement oder Mittel zur Befestigung der Stromquelle und des Leuchtelementes sowie mindestens ein Schalt und/oder Steuerorgan angeordnet sind.
Ferner ist aus der US 4 972 304 ein Beleuchtungssystem für den Innenraum einer
Tasche bekannt, bei dem der Schalter, die Leuchte und die Spannungsquelle auf einer Basisplatte angeordnet sind.
Nachteilig bei obigen Ausführungen ist, dass sowohl die Leiterplatte als auch die
Basisplatte in einem verborgenen Zwischenraum vorgesehen ist und die Leuchte bzw. der Schalter über aufwendig zu fertigende Öffnungen in den Innenraum der Tasche gerichtet sind.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Einrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die einerseits die obigen Nachteile vermeidet und die anderseits mit einfachen Mitteln gewährleistet, dass willkürlich und mit Sicherheit die im Behalter befindlichen Gegenstände rasch und gezielt gefunden werden.
Die Aufgabe wird mit der Erfindung gelöst. Die erfindungsgemässe Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Träger der Leuchte und dem Trager der Spannungsquelle eine Zwischenwand des Behälters, beispielsweise ein Innenfutter einer Tasche, vorgesehen ist und dass die Zwischenwand des Behälters mindestens einen Durchbruch aufweist, in dem die beiden Träger mechanisch und elektrisch miteinander verbunden sind. Mit der Erfindung ist es erstmals möglich, ohne grossen finanziellen Mehraufwand, die Effizienz bei der Suche, beispielsweise in einer Handtasche, im Dunkeln enorm zu steigern. Das lästige Kramen bzw. Ausleeren der Tasche, kann gegebenenfalls durch einen Knopfdruck, nach dem Öffnen der Tasche, vermieden werden. Natürlich ist es auch denkbar, dass das Licht automatisch mit dem Öffnen des Behälters
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eingeschaltet wird.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass diese
Ausführungsart zu einer Vorfertigung der Bauteile beiträgt, die im Endeffekt eine raschere Fertigung zulässt. Ferner ist eine einfache Montage der erfindungsgemässen Einrichtung und deren Funktionalität gewährleistet. So ist vor allem der Vorteil gegeben, dass der Leuchtenträger mit dem Widerstand und dem
Schalter eine Einheit bilden. Fertigungstechnisch ist damit der Vorteil zu erreichen, dass der Träger der Spannungsquelle und der Träger der Leuchte über eine einfache Steckverbindung zusammengefügt werden können. Durch die
Trennung der beiden Träger ist auch eine Modulaustauschbarkeit zu erzielen.
Ferner können auch unterschiedliche Spannungsquellen mit verschiedensten
Leuchtenausführungen kombiniert werden. Die Zwischenwand des Behälters dient als Befestigungsteil für die beiden Träger. Die einfache Montage ist damit weiterhin gegeben. Der Durchbruch in der Zwischenwand stört das Design des
Behälters in keiner Weise. Es wird also der visuelle Eindruck des Behälters keineswegs beeinträchtigt.
Der Träger der Leuchte kann zumindest teilweise transparent sein. Durch diese Ausführung können komplizierte Bearbeitungen des Trägers vermieden werden, da die Leuchtkraft der Leuchte im Innenraum direkt gegeben ist.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die beiden Träger über eine form- und/oder kraftschlüssige, insbesondere mechanische Verbindung, beispielsweise eine Nietverbindung, verbunden. Auch diese Massnahme trägt zu einer einfachen Montage der erfindungsgemässen Einrichtung bei. Vorteilhaft ist eine derartige Weiterbildung vor allem bei einem eventuellen Nachrüsten eines Behälters mit der Erfindung, wobei insbesondere Damenhandtaschen mit der erfindungsgemässen Einrichtung vorteilhaft nachgerüstet werden können.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind an der dem Innenraum zugewandten Schicht und/oder Gehäusewand lichtreflektierende Flächen, gegebenenfalls mit einem Schriftzug, vorgesehen sind. Einerseits wird durch diese Weiterbildung die Lichtausbeute gesteigert und anderseits kann auch der Aspekt der Werbung in das Konzept miteinbezogen werden.
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Gemäss einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Spannungsquelle mit der Leuchte über elektrische Leitungen, insbesondere fixe Leitungen, verbunden. Auch diese Technik kommt der rationellen Fertigung sehr entgegen und vermindert die Störanfälligkeit.
Gemäss einem besonderen Merkmal der Erfindung ist die Spannungsquelle mit der Leuchte über elektrische Leitungen, insbesondere hochflexible elektrische
Leiterbahnen, verbunden. Derartige hochflexible elektrische Leitungen gewährleisten eine einwandfreie Funktionalität der Einrichtung für den Menschen.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Leiterbahnen aus, vorzugsweise isolierten, Kupferfolie hergestellt. Derartige Kupferfolie sind wirtschaftlich herzustellen und gewährleisten ein hohes Mass an Funktionalität, da sie überaus flexibel sind. Nichts trägt zur Verärgerung eines Benutzers mehr bei, als ein
Nichtfunktionieren einer liebgewonnenen Einrichtung, die die Bequemlichkeit unterstützt.
Gemäss einem weiteren besonderen Merkmal der Erfindung ist die Leuchte eine Leuchtdiode, insbesondere eine mit hoher Leuchtkraft und geringem Stromverbrauch (high power low density LED). Derartige Leuchtdioden werden am Markt kostengünstig angeboten und sind auch einfach in der Verarbeitung bzw. lassen einen robusten Verwendungszweck zu.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist der Schalter ein auf Zug oder Druck betätigbarer Schalter. Wie bereits erwähnt, kann die Schalterbetätigung willkürlich oder automatisch beim Öffnen erfolgen. Derartige Schalter haben den Vorteil, dass sie handelsüblich und dadurch kostengünstig zu erwerben sind. Zu diesem Schalter kann in Serie ein, insbesondere in SMD-Technik hergestellter, Widerstand vorgesehen sein.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Leiterbahnen und die Anschlüsse für die Spannungsquelle und die Leuchte auf einem hochflexiblen Trägermaterial, welches eine Schicht bildet, unlösbar aufgebracht. Beispielsweise
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auf Kunststoff aufgebrachte Kupferfolie wird heute nicht mehr verzichtet, wobei die Qualität ständig zunimmt und die Funktionalität gewahrleistet ist.
Gemäss einem besonderen Merkmal der Erfindung bilden die Schicht, die
Leiterbahnen und die Anschlüsse für die Spannungsquelle und die Leuchten eine hochflexible Leiterplatte. Dadurch ist eine einfache Herstellung moglich, wodurch auch eine hohe Wirtschaftlichkeit gegeben ist.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die Leuchtdiode mit den Leiterbahnen verlötet, insbesondere weichverlötet. Eine derartige Verbindung hat sich gut bewährt und ist auch einfach in der Herstellung.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung sind mehrere Leuchten parallel geschaltet. Durch die Ausführung mit mehreren Leuchten wird die Lichtintensität erhöht, wodurch die Erkennbarkeit gesteigert wird.
Gemäss einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung ist die Spannungsquelle über mindestens eine auf der Aussenseite des Behälters angeordnete Solarzelle aufladbar. Diese Ausgestaltung kommt dem Gedanken des Energiesparens äusserst entgegen. Darüber hinaus ist eine Lagerhaltung von etwaigen Batterien nicht nötig.
Nach einem besonderen Merkmal der Erfindung ist die Einrichtung in einer Tasche, insbesondere einer Damenhandtasche, integriert. Wie in den voranstehenden Ausführungen schon erwähnt, dient die Erfindung dem Komfort.
Wer kennt das Problem nicht, wenn man in der Dunkelheit vor der Türe oder Tor steht und die entsprechenden Schlüssel sucht.
Durch diese erfindungsgemässe Einrichtung wird dem gewohnten Material aus dem der Behälter bzw. die Tasche besteht, keinerlei Beschränkung auferlegt.
Auch die Kreativität und die Wahl des Design werden nicht beeinträchtigt.
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Die Erfindung wird im nachfolgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen : Fig. 1 einen Schnitt durch einen Teil des Behälters mit der Einrichtung und Fig. 2 die Einrichtung in einer Schrägansicht.
Einführend sei festgehalten, dass in dem beschriebenen Ausführungsbeispiel gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen sind, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäss auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben wie z. B. oben, unten, seitlich usw. auf die
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unmittelbar beschriebenen so wie dargestellten Figuren bezogen und sind bei einer Lageänderung sinngemäss auf die neue Lage zu übertragen. Weiters können auch Einzelmerkmale aus dem gezeigten Ausführungsbeispiel für sich eigenständige, erfindungsgemässe Lösungen darstellen.
Gemäss der Fig. 1 ist von einem Behälter ein Wandteil 1, insbesondere von einer
Handtasche ein Lederaussenteil, dargestellt, wobei der Behälter normalerweise geschlossen ist. In diesem geschlossenen Behälter, der natürlich geöffnet werden kann, ist im Innenraum eine Einrichtung zur Beleuchtung, für beispielsweise schlechte Lichtverhältnisse, wie für die Dämmerung, vorgesehen. Diese Einnchtung umfasst mindestens eine elektrische Leuchte 2 und eine mit ihr verbundene Spannungsquelle 3.
Sowohl die Spannungsquelle 3 als auch die Leuchte 2 ist in je einem Träger 4,5, der praktisch als Gehäuse ausgebildet ist, vorgesehen. Der Träger 5 bzw. das Gehäuse der Leuchte 2 ist zumindest teilweise transparent ausgeführt.
Der Träger 4 der Spannungsquelle 3 und der Träger 5 der Leuchte 2 sind von einander getrennt ausgeführt, wobei die Verbindung von der Spannungsquelle 3 zur Leuchte 2 über, insbesondere steckbare, elektrische Leiter 6 verbunden sind.
Als Leuchte 2 kann eine Leuchtdiode, insbesondere eine mit hoher Leuchtkraft und geringem Stromverbrauch, wie bei einer sogenannten high power low density (LED) Leuchtdiode gegeben ist, verwendet werden. Natürlich können auch mehrere Leuchtdioden parallel geschaltet sein.
Da Behälter, Insbesondere Handtaschen normalerweise mindestens eine Zwischenwand 7 aufweisen, hat es sich als optimal erwiesen, die beiden Träger 4, 5 beidseitig dieser Zwischenwand 7 anzuordnen. Zur mechanischen und elektrischen Verbindung der beiden Träger 4,5 weist die Zwischenwand 7 mindestens einen Durchbruch 8 auf, wobei der elektrische Leiter 6 durch diesen Durchbruch geführt ist. Die beiden Träger 4,5 sind über eine form-und/oder
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kraftschlüssige Verbindung verbunden. Vorwiegend wird eine mechanische
Verbindung, wie beispielsweise eine Nietverbindung 9, gewählt.
Zum Tausch der Spannungsquelle 3, insbesondere einer Batterie, kann die
Zwischenwand einen Zippverschluss 10 aufweisen.
Wie bereits aufgezeigt, ist die Spannungsquelle 3 mit der Leuchte über elektrische
Leiter 6 verbunden. Diese elektrischen Leiter 6 können natürlich fixe elektrische Litzendrähte oder hochflexible elektrische Leiterbahnen sein. Als vorteilhaft haben sich die Leiterbahnen herausgestellt, wenn sie aus isolierten Kupferfolien hergestellt sind. Dabei kann die Leuchtdiode mit den Leiterbahnen weichverlötet sein.
Die Leiterbahnen und die Anschlüsse für die Spannungsquelle 3 und die Leuchte 2 könnten auch auf einem hochflexiblen Trägermaterial, welches eine Schicht bildet, unlösbar aufgebracht sein. In weiterer Folge könnte auch die Schicht, die Leiterbahnen und die Anschlüsse für die Spannungsquelle 3 und die Leuchte 2 eine hochflexible Leiterplatte bilden. Für eine Produktionsvereinfachung kann diese flexible Leiterplatte auch die Funktion der Zwischenwand 7 mit übernehmen.
Es könnte aber auch diese Leiterplatte mit der Zwischenwand 7 integriert werden.
Gemäss der Fig. 2 sind die beiden Träger 4,5 in einer Schrägansicht dargestellt.
Wie bereits erwähnt, sind die Spannungsquelle 3 und die Leuchte 2 miteinander elektrisch verbunden. Um nun die Leuchte 2 zu- bzw. abschalten zu können, ist in dem Träger 5, also in dem im Innenraum des Behälters angeordneten Gehäuse, ein Schalter 11 vorgesehen. Dieser Schalter 11 kann ein auf Zug oder Druck bzw. von Hand betätigter oder ein mit dem Öffnungsvorgang des Behälters in Zusammenhang betätigter Schalter 11 sein.
An der dem Innenraum des Behälters zugewandten Trägerwand des Trägers 5 kann eine lichtreflektierende Fläche 12, gegebenenfalls mit einem Schriftzug, vorgesehen werden. Dieser Schriftzug kann durchaus der Werbung dienen.
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Als Alternative zu einer Spannungsquelle 3 bestehend aus einer Batterie kann auch eine Solarzelle, die auf der Aussenseite des Behälters angeordnet ist, vorgesehen werden.
Darüber hinaus können auch durch die Anordnung der Spannungsquelle 3 in dem Behälter weitere Sicherheitseinrichtungen vorgesehen werden. So kann an der Aussenseite des Behälters ein durch akustische Signale aktivierbares Lautwiedergabegerät oder ein Sender, der gegebenenfalls durch akustische Signale oder durch starke mechanische Erschütterungen aktivierbar ist, angeordnet werden.
Insbesondere, wenn die Einrichtung zur Beleuchtung in einer Damenhandtasche integriert ist, können durch diese Sicherheitseinrichtungen An- oder Übergriffe, sei es auf das Eigentum oder sogar auf das Leben, abgewehrt werden.
Abschliessend sei darauf hingewiesen, dass in den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel einzelne Teile unproportional vergrössert bzw. schematisch dargestellt sind, um das Verständnis der erfindungsgemässen Lösung zu verbessern. Des weiteren können auch einzelne Teile der zuvor beschriebenen Merkmalskombination des Ausführungsbeispiels in Verbindung mit anderen Einzelmerkmalen eigenständige, erfindungsgemässe Lösungen bilden.
Vor allem können die einzelnen, in den Fig. 1 oder 2 gezeigten Ausführungen den Gegenstand von eigenständigen, erfindungsgemässen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen erfindungsgemässen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren zu entnehmen.