AT64561B - Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von Faserstoff oder Stoffbrei zur Bereitung von Papier, Pappe oder dgl. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von Faserstoff oder Stoffbrei zur Bereitung von Papier, Pappe oder dgl.

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AT64561B
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Hermann Arledter
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 baren Grundwerk 0 und der umlaufenden Messerwalze N'ein gewisser Abstand gehalten. Wenn jedoch der Stoff feiner und gleichartiger zu werden beginnt, werden die Messer des   Grundwertes   den umlaufenden Messern der Mahlwalze immer   näher gebracht, bis   sie sich fast berÜhren. 



   Es ist ein besonderer Vorzug der Vorrichtung, dass der Auslass der Zerfaserungsvorrichtung unmittelbar in den Behälter A mündet, und dass die Pumpe am Fuss des Behälters   A   angebracht   zist, wodurch   ein Ansammeln der Masse vermieden wird. 



   Zur Beschickung des Behälters A wird das in einer gewöhnlichen Stampf- oder Mischmaschine gemischte Zeug durch Luftleere in den Behälter gesogen.   l) er, Stoff   zum Leimen und Färben wird dann nach Bedarf durch die kleinen Rohre zugeführt. 



   Sobald der Behälter   A   genügend gefüllt ist, wird er geschlossen. Die Zerfaserungsvorrichtung und die Förderpumpe treten nunmehr in Tätigkeit, und die Masse wird mit sehr hoher Geschwindigkeit in Umlauf gesetzt, ohne dass Luft in die Masse   hineingeLangen kann. Im Verlauf   des Verfahren wird das Zeug unter ständiger Einwirkung einer Luftleere gehalten, indem am oberen Teil die Gase abgezogen werden. 



   Die unmittelbare Wirkung eines solchen Unterdruckes auf die Masse besteht darin, dass die Luft oder andere Gase, die zum Teil durch chemische Reaktionen entstehen, aus den Poren 
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 und den darin gelösten und schwebenden Chemikalien, Leim, Farben, Füllstoffen oder dgl. gesättigt, wodurch die Einwirkung des Wassers sowohl als der Chemikalien auf   dte Masse ver-      stärkt wird,   während sie bei den üblichen Verfahren durch die Anwesenheit von Luft   und     Gasen   stark verzögert wird,
Durch die Vermeidung des Luftzutrittes soll das bei Papiermaschinen übliche   Schäumen   der Masse verhindert werden.

   Auch werden, da die Luft noch vor dem Absaugen des Wassers entfernt worden ist, die Fasern gut miteinander verfilzt, so dass das fertige Papier widerstandsfähig und geschmeidig wird. 



   Die Masse wird sodann wechselweise unter Luftleeie und Uberdruck behandelt. Die Ein- wirkung des Überdruckes auf die Fasern ist insofein nützlich, als die Verbindung des Überdruckes mit einer Erhöhung der Temperatur auf eine rasche Aufschliessung der Fasern   hinwu'k1. Dip     fortgesetzte Erhöhung   des   Druckes treibt Leim und Farben in die Poren der Fasern,   die soeben durch Einwirkung der Luftleere von (rasen gereinigt worden sind. So werden die physikalischen und chemischen Einwirkungen fortgesetzt und gesteigert, bis schliesslich das Leimen, Färben und Füllen der Masse vollständig durchgeführt ist, wobei durch   Fixieren, x.

   B.   mit Alaun, ein späteres Auswaschen der sToffe verhindert wird, denn dieselben befinden sich nicht nur an der   Oherfläche der Fasern, sondern   auch in den Poren derselben, wo sie durch die   hxierende Wirkung   
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 gangen sind. Auf diese Art wird eine viel raschere und innigere Mischung bewirkt, als mit einer   einfachen   mechanischen bEarbeitung möglich ist, wobei in Folge des   Aufuellens des Stoffes   knotige Bestandteile weniger leicht der   Einwirkung   der miteinander arbeitenden Messer entgehen 
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   harzigen Inkrustation mit   Ammoniak oder einem anderen Alkali oder alkalischen Salze um   gewandelt werden.

   Sägemehl, Holzspäne, Torf oder dgl. können in gleicher Weise, wie mechanisch oder chemisch dargestellter Holzstoff behandelt werden. Auch Lumpe könnensowohl allein als auch mit anderen Faserstoffen gemischt verwendet werden.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Bearbeitung von Faserstoff oder Stoffbrei zur Bereitung von Papier, Pappe oder dgl., dadurch gekennzeichnet, dass die Zerkleinerung des   Rnhmat. eriales in   einer luftdicht verschlossenen Kammer unter Überdruck oder Unterdruck oder beiden wechselweise vor sich geht.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitung des Zeuges, wie Waschen, Bleichen, Mischen, Färben, Leimen und Füllen während der Zerfaserung und bei stetigem Umlauf in der luftdicht verschlosseen Kammer unter Über- oder Unterdruck oder untel wechselweiser Anwendung beider stattfinden.
    3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch ! und 2, gekennzeichnet durch einen luftdicht verschliessbaren Behälter (A) mit Emrichtungen zur Erzeugung von Unterund Cberdruck sowie Öffnungen zum Einführen des zu behandelnden Stoffes, der Chemikalien usw., an dessen oberem Ende eine Messertrommel (N) mit einstellbarem Grundwerk (O) angeordnet EMI3.2
AT64561D 1911-01-03 1911-01-03 Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von Faserstoff oder Stoffbrei zur Bereitung von Papier, Pappe oder dgl. AT64561B (de)

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