<Desc/Clms Page number 1>
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Blindstock für Schiebetüren und Schiebefenster mit einem Einbaukasten zum Tragen von Bestandteilen von elektrischen Leitungen.
Die Erfindung findet insbesondere, wenn auch nicht aus- schliessliche, Anwendung im Bauwesen auf dem Gebiet der In- stallation von Schiebetüren und Schiebefenstern für öffentli- che Räume.
Für den Einbau von Türen und Fenstern verwendet man Blind- stöcke, die in die Mauer einzubauen sind und die eine Stütze und eine Verankerung für den Einbaukasten der Tür oder des Fensters bilden.
Blindstöcke, die für den Einbau von Türen und auch von ein- schiebbaren Rollladen verwendet werden, bestehen im Wesentli- chen aus Elementen aus vorgeformten Blechen, die auf ver- schiedene Weise miteinander verbunden sind. Diese Elemente umfassen einen Einbaukasten, der in die Mauer einzubauen ist, wobei ein die Türöffnung begrenzender Holm vorgesehen ist.
Längs der Oberseite des Blindrahmens ist eine Gleitlauf- schiene befestigt, auf der die Laufwagen für die Tür oder das Fenster bewegbar sind. Auf den beiden Aussenseiten des Einbau- kastens kann als Mittel zur Fixierung einer Endverkleidung, also des Verputzes, eine Matte vorgesehen sein ; als Alternative, können die Aussenseiten profiliert sein, um iso- lierende Verkleidungsplatten, wie z. B. Platten aus Gipskar- ton, befestigen zu können.
Ein handelsüblicher Blindstock für eine Schiebetür besteht im Wesentlichen aus: a) einem Einbaukasten, der aus einem Paar von vorgeformten
Blechen gebildet ist, die längs des senkrechten Profils an mindestens einem Ende miteinander verbunden sind, wo- bei die Öffnung des Einbaukastens, durch die die Tür ins
Innere des Einbaukastens gelangt, von einem abnehmbaren
Abdeckelement verschlossen sein kann; b) Mittel zur Verankerung einer Matte an mindestens einer der zwei Aussenseiten des Einbaukastens, um die Haftung
<Desc/Clms Page number 2>
des Verputzes zu erleichtern oder, als Alternative, um eine Verkleidung aus Halbfertigplatten aufzunehmen; c) einem Profil-Unterkasten als Stützbasis des Einbaukas- tens, wobei die unteren Enden des Einbaukastens mit dem
Profil-Unterkasten verbunden sind;
d) eine obere Laufschienen-Traverse, die einerseits längs des oberen Randes des Einbaukastens befestigt und ander- seits von mindestens einem lotrechten vom Einbaukasten beabstandeten Holm getragen ist; e) mindestens einem lotrechten Holm, der parallel gegenüber dem Abdeckelement angeordnet ist und die obere Lauf- schienen-Traverse trägt, wobei entlang der Laufschienen-
Traverse entfernbare formgebende Verspreizungen vorgese- hen sind, um bis zum beendeten Einbau den so zusammenge- setzten Blindstock zu stabilisieren.
Gemäss dem Stand der Technik wird in einem Fall der Einbau- kasten in eine schon existierende Wand integriert, wobei min- destens eine Seite der Wand aus Ziegelsteinen oder anderen tragenden Elementen besteht. Dieser Umstand bewirkt, dass ge- nügend Raum vorhanden ist, um die übliche Installation jener Bestandteile zu ermöglichen, die in einer folgenden Phase die Installation der elektrischen Teile gestatten, wie zum Bei- spiel Abzweigungsbuchsen oder Schalter. In diesem Fall ver- legt man also herkömmlicherweise die Kabelwege quer, somit von der einen Seite zur anderen an der Seite des Einbaukas- tens bis in die Nähe der Türöffnung oder auch der Zugriffs- öffnung im Inneren des Einbaukastens. In dem Mauerteil muss dann eine Nische herausgearbeitet werden, worin man die Buchse für den Schalterblock verankert und danach die zugehö- rige Verkleidung.
Die Notwendigkeit, eine Buchse zur Sammlung der Verbindungskabel zu benutzen, entsteht des öfteren, zum Beispiel aufgrund der Erfordernis von Steuertasten zur Öff- nung der Tür oder sei es nur um das Einschalten der Beleuch- tung des Raumes zu ermöglichen, in den man durch die Tür tritt.
<Desc/Clms Page number 3>
In anderen Fällen, wie für die klassischen Trennwände, oder für sogenannte open-space-Räume, die später mit leichten Trennwänden ausgerüstet werden, werden die äusseren Seiten des Einbaukastens überhaupt nicht mit Ziegelstein verkleidet, sondern nur mit einer Platte aus Isoliermaterial, zum Bei- spiel auf Holzbasis, oder auch nur verputzt. Es ist offen- sichtlich, dass die Tiefe des Raumes, die zwischen dem Ein- baukasten und der darauf angebrachten Verkleidung verbleibt, wirklich gering ist, etwa ein paar Zentimeter, so dass eine verankerte Buchse auffällig aus der Verkleidung herausragen würde.
Unabhängig von den Ausführungsarten bringt der Einbau von Einbaukasten für Schiebetüren, sowohl in Gebäuden alter Bau- art als auch in modernsten, beträchtliche Probleme mit sich.
Es ist vorauszuschicken, dass die untersuchten Probleme nur dann auftreten, wenn man die elektrischen Installationen an den Seiten der Wand braucht, wo der Einbaukasten des Blind- stocks angeordnet ist, also nicht an dem Abschnitt der Wand, wo der Anschlagholm für die Tür vorgesehen ist und wo man mit herkömmlichen Methoden arbeiten kann.
Wo genügend Raum zwischen dem Einbaukasten und der zuzuar- beitenden Seite vorhanden ist, ist es notwendig, dass der Maurer auf die Angaben des Elektrikers warten muss, damit er die erforderlichen Arbeiten für die Installation eines Kabel- weges und mindestens einer Buchse vornehmen kann. Es versteht sich von selbst, dass, zusätzlich zu der Koordinierung der Arbeitszeit dieser beiden Personen, besondere Geschicklich- keit vonnöten ist, um vor allem bei der Verankerung der Buchse die Entstehung von Rissen zu vermeiden. Nachteilig ist dabei die erforderliche übermässig lange Installationszeit, wobei natürlich die notwendige Zeit proportional zu der An- zahl der zu installierenden Einbaukästen ist, so dass es auch aus wirtschaftlichen Gründen notwendig ist, die Installa- tionszeit für einen Einbaukasten auf ein Minimum zu verrin- gern.
<Desc/Clms Page number 4>
Man darf auch nicht die Tatsache unterschätzen, dass im mo- dernen Bauwesen für die Unterteilung von Räumen keine Ziegel- steine verwendet werden, sondern leichte schallgedämmte Trennwände aus Gipskarton oder anderen gleichwertigen Materi- alien.
Das Problem bezüglich der Elektroinstallation ist daher grösser in den Fällen, in denen die Anordnung einer Buchse an dem nur mit Verputz überzogenen oder mit einer Platte, zum Beispiel aus Gipskarton, verkleideter Blindstock erforderlich ist. In solch einem Fall ist es praktisch unmöglich, die Buchse an der Einbaukastenseite vorzusehen, so dass sie zwangsläufig an die gegenüberliegenden Seite also in die Nähe des Anschlagholmes angeordnet werden muss.
Das Problem könnte unbedeutend erscheinen, aber so ist es nicht, da man häufig über keine Fläche verfügt, die für die Buchse und auch die Schalter geeignet ist. Ein praktisches Beispiel ist die Tatsache, dass der Benutzer vorwiegend Rechtshänder ist, so dass er vor dem Eintritt in den von der Tür geschlossenen Raum einen Schalter bräuchte, der an seiner Rechten und nicht an seiner Linken angeordnet ist. Wenn nun der den Einbaukasten auf der rechten Seite des Eingangs vor- gesehen ist, und es nicht möglich ist, die Buchse an der Ein- baukastenseite vorzusehen, so ist der Zugriff auf die elekt- rischen Betätigungsrichtungen mit der linken Hand, die, wie bekannt, gewöhnlich mit weniger Sensibilität ausgestattet ist, wenig praktisch und manchmal beschwerlich.
Wenn man all dies berücksichtigt, erscheint die Notwendig- keit offensichtlich, alternative und deutlich effizientere als die bisher zur Verfügung stehenden Lösungen aufzufinden.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es daher, auf dem Markt eine optimale Lösung für einen Blindstock anzubieten.
Dieses und andere Ziele werden mit Hilfe der vorliegenden Erfindung erreicht, gemäss den aus den Ansprüchen hervorgehen- den Merkmalen. Der Blindstock für einschiebbare Schiebetüren und Schiebefenster mit einem Einbaukasten, der Bestandteile von elektrischen Leitungen trägt, umfasst:
<Desc/Clms Page number 5>
a) den Einbaukasten, der aus einem Paar von mindestens an einem Ende längs des senkrechten Profils untereinander verbundenen vorgeformten Blechen gebildet ist, wobei der
Einbaukasten an dem entgegengesetzten Ende mit einer Öffnung für den Ein- und Austritt einer Tür oder eines
Fensters ausgestattet ist; b) Einrichtungen zur Verankerung einer Matte entlang der
Aussenseite von mindestens einer der zwei Wände, die der seitlichen Abgrenzung des Einbaukastens dienen, oder zur
Verankerung einer Verkleidungsschicht aus Halbfertig- platten ;
c) eine obere Laufschienen-Traverse, die einerseits am oberen Rand des Einbaukastens befestigt ist und ander- seits von mindestens einem lotrechten Holm getragen wird.
Erfindungsgemäss weist der Einbaukasten an mindestens einer der zwei Wände zu seiner seitlichen Abgrenzung entfernbare Abrissteile auf, von denen jeder viereckig und entlang seines Umfangs teilweise vorgeschnitten ist.
Durch die Erfindung, die einen bemerkenswerten kreativen Beitrag und somit einen unmittelbaren technischen Fortschritt darstellt, werden mehrere Ziele erreicht, z. B. eine bequemere und rationelle Positionierung der Schalter.
Ein Vorzug der beschriebenen Erfindung besteht darin, dass die Buchsen, als notwendige Einrichtung zur Sammlung der Ver- bindungs- oder Durchgangskabel, und für die Installation der Schalter nach der einfachen Entfernung des vorgeschnittenen Abrissteiles direkt an dem Einbaukasten verankert werden kön- nen. Auf diese Weise braucht man, nachdem erst einmal die Buchse positioniert worden ist, nur die ursprünglich vorgese- hene Verkleidung anzubringen. Da man die Tiefe der Buchse re- geln kann, damit sie nicht herausragt, eignet sich die Erfin- dung besonders für Blindstöcke, deren Wände nur noch Verputz brauchen.
Das Vorhandensein von mindestens einer Buchse an einer oder beiden Aussenseiten der beiden Wände des Einbaukastens, hat
<Desc/Clms Page number 6>
den Vorteil, auch die Verbindung mit den betreffenden Kabel- wegen zu begünstigen, die an den Einbaukasten angebracht und verankert werden können, je nach den Anforderungen, sowohl an der Aussenseite als auch an der Innenseite des Einbaukastens.
Auf diese Weise erhält man einen Einbaukasten, der schon für die Installation der elektrischen Einrichtungen vorbereitet ist.
Dies ergibt eine erhebliche Reduzierung der Einbauzeit für den Blindstock und des Aufwandes, da man nicht mehr mehrere
Personen zu koordinieren braucht.
Definitiv ist eine Blindstockstruktur mit einem guten tech- nischen Aufbau, in dem so viele Funktionen wie möglich integ- riert sind, mit verhältnismässig geringem Aufwand ausführbar.
Die aufgezeigten und weitere Vorteile gehen aus der folgen- den detaillierten Beschreibung eines Ausführungsbeispieles hervor. In den beigefügten schematischen Zeichnungen, deren Ausführungseinzelheiten nicht als einschränkend zu verstehen sind, sondern nur als beispielhaft, zeigt Fig. 1 eine Seiten- und Gesamtansicht eines Blindstocks für eine Schiebetür ; 2 eine Seitenansicht des Einbaukastens für den Blindstock nach Fig. 1; Fig. 3 eine vergrösserte Detailansicht des vom vorgeschnittenen Abrissteil betroffenen Bereichs des Einbau- kastens ; Fig. 4 eine Seitenansicht des Einbaukastens nach Entfernung einiger vorgeschnittener Abrissteile und Fig. 5 eine vergrösserte Detailansicht des von dem entfernten Abriss- teil betroffenen Bereichs des Einbaukastens.
Aus den Figuren ist ersichtlich, dass der Blindstock A, be- sonders für einschiebbare Schiebetüren 1, einen Einbaukasten 2 von im Wesentlichen quaderförmiger Form umfasst, der aus zwei Blechen 21 gebildet ist, die derart geformt sind, dass sie an einem gemeinsamen Ende 210 senkrecht verbunden sind.
An der gegenüberliegenden Seite ist eine Öffnung 211 vorgese- hen, durch die die Tür 1 gleitet, um in geöffnetem Zustand im Inneren des Einbaukastens 2 aufgenommen zu werden. Es ist auch ein Anschlagholm 3 vorgesehen, der von dem Einbaukasten 2 beabstandet angeordnet ist und so die Schiebeweite der Tür
<Desc/Clms Page number 7>
1 definiert. Der Holm 3 besteht im Wesentlichen aus einem me- tallischen Profil und ist mit dem Einbaukasten 2 mittels ei- ner oberen Traverse 4 verbunden, die eine Laufschiene für ei- nen Laufwagen (nicht dargestellt) trägt, an denen die Tür 1 aufgehängt ist.
Jede der beiden Aussenseiten 21 des Einbaukastens 2 ist mit einer Reihe von Querelementen 5 ausgestattet, die mittels durchgehender Laschen befestigt sind und umgebogen als Be- festigungs- und Verankerungsmittel fungieren. Die Querele- mente 5 sind parallel und symmetrisch angeordnet und dienen mittels eines vorspringenden Profils 51 als Abstandhalter, um in Abstand von der Aussenseite 21 des Einbaukastens 2 eine Be- wehrungsmatte 6 verankern zu können.
In der Nähe der Öffnung 211, die ins Innere des Einbaukas- tens 2 führt, sind an dem dazugehörigen Blech 21 abzutren- nende Abrissteile 22,23 vorgesehen. Jeder Abrissteil 22,23 weist eine im Wesentlichen rechteckige Form auf und ist - wie gesagt - abtrennbar ; wird durch Vorschnitte 220,230, die von Kontaktpunkten zur Fläche des umgebenden Blechs unterbro- chen sind, gebildet. Auf diese Weise ergibt sich eine örtli- che Schwächung des Einbaukastens 2, so dass gegebenenfalls das Personal mittels eines üblichen Werkzeugs den gewünschten Abrissteil 22,23 abtrennen kann, so dass eine Öffnung 221 231 entsteht, die das Äussere des Einbaukastens 2 mit dem In- neren verbindet.
Dies gestattet die Verankerung einer Buchse 7, wo die elektrischen Leitungen zusammenkommen, und die auch die dazugehörigen Schalter sowie die dazugehörige Abdeckung tragen kann.
Vernünftigerweise sind die Abrissteile 22,23 hoch genug positioniert, um ihre Funktion erfüllen zu können. Das heisst, dass das Abrissteil 22 zur Aufnahme der Schalter sich in ei- ner Höhe befinden soll, die der durchschnittlichen Reichweite einer Person mittlerer Grösse entspricht. Das Abrissteil 23, das höher als der erstgenannte Teil 22 liegt, kann dazu die- nen, eine Abzweigungsbuchse aufzunehmen. Schliesslich ist es auch möglich, bei mehreren Schaltergruppen einen zweiten Ab-
<Desc/Clms Page number 8>
rissteil angrenzend in den erstgenannten Abrissteil 22 vor- zusehen.
Die Verbindungskabel für die einzelnen Buchsen 7 können in Kabelwegen Aufnahme finden, die quer im Inneren des Einbau- kastens oder besser noch an der Aussenseite des Einbaukastens, zwischen der Bewehrungsmatte 6 und der Vorderseite des ent- sprechenden Bleches 21 des Einbaukastens 2, vorgesehen sind.