AT6577U1 - Verfahren zum transport von gasen - Google Patents
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Abstract
Verfahren zum Transport von Gasen, insbesonders von Flüssiggas in der Gasphase, in Leitungen und über Strecken mit Höhenunterschied, zum Beispiel vom Tal in höhergelegenen Lagen. Um Gase und gasförmige Flüssiggase, in funktionaler und sicherer Art und Weise über Strecken mit großem Höhenunterschied fördern zu können, wird am höhergelegenen Ende der Leitung ein Unterdruck erzeugt und das Gas dadurch angesaugt.
Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Transport von Gasen, insbesonders von Flüssiggas in der Gasphase, in Leitungen und über Strecken mit Höhenunterschied, zum Beispiel vom Tal in höhergelegene Lagen, sowie auf eine Anlage zum Transport von Gasen, insbesonders von Flüssiggas in der Gasphase, in Leitungen und über Strecken mit Höhenunterschied, zum Beispiel vom Tal in höhergelegene Lagen, mittels Pumpen. Derzeit werden in höhergelegenen Lagen verwendete gasförmige Produkte mittels LKW oder anderen Beförderungsmittel, allenfalls auch in Gebinden mit der Seilbahn, durchgeführt. Es wurde auch an eine Transportmöglichkeit gedacht, die Gase mittels Hochdruck, d. h. mit zumindest 55bar, durch Pipelines hochzufördern. Eine Garantie über die Funktionalität einer Leitung der oben angeführten Produkte über ca. 3 km Länge und 1000m Höhenunterschied konnte aber nicht garantiert werden. Auch das sehr grosse Gefahrenpotential für Mensch, Natur und Umwelt sein, durch die ständig unter Druck stehende Leitung spricht gegen diese Lösung. Ziel der Erfindung ist es daher, ein Verfahren und eine Anlage anzugeben, mit welcher Gase und gasförmige Flüssiggase, in funktionaler und sicherer Art und Weise über Strecken mit grossem Höhenunterschied gefördert werden können. Um dieses Ziel zu erreichen ist erfindungsgemäss vorgesehen, dass am höhergelegenen Ende der Leitung ein Unterdruck erzeugt und das Gas dadurch angesaugt wird. Damit kann einfach und aufgrund der drucklosen Leitung auch gefahrlos der Transport von Statten gehen, da aufgrund der geringen Dichte der Gase sehr grosse Saughöhen erzielbar sind. Das Ziel der Erfindung wird aber auch durch eine Anlage zum Transport von Gasen gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, dass am höhergelegenen Ende der Leitung eine Saugpumpe vorgesehen ist. Durch diese Saugpumpe kann die Leitung drucklos gehalten werden und die Gase mit ihrer geringer Dichte einfach hochtransportiert werden. Vorteilhafterweise ist gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung an zumindest einer Stelle zwischen dem talseitigen und dem höhergelegenen Ende der Leitung eine Steuereinheit vorgesehen, welche mit einer Leitzentrale verbunden ist und dieser Parameter wie beispielsweise Unterdruck, Durchlauf, Temperatur, Uhrzeit und Datum übermittelt. Um auch bei grösseren Dichten der zu transportierenden Gase die geforderten Höhen zu erreichen, bzw. um eine zügige Betankung im Tank-zu-tank-oder Leitung-zu-tank-System zu gewährleisten, kann an zumindest einer Stelle zwischen dem talseitigen und dem höhergelegenen Ende der Leitung eine weitere Pumpe eingebaut sein. Vorteilhafterweise ist zumindest die Pumpe am höchstgelegenen Ende der Leitung als horizontale selbstansaugende Gliederpumpe mit Seitenkanal ausgeführt. <Desc/Clms Page number 2> In der nachfolgenden Beschreibung soll die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen beispielhaft erläutert werden. Dabei zeigt die Fig. 1 eine erfindungsgemässe Anlage mit Oberflur-Führung der Leitung, Fig. 2 ist eine Unterflur-Ausführung, und Fig. 3 ist ein Querschnitt durch eine Leitung zur Verwendung in der erfindungsgemässen Anlage. Wie ein Stromversorgungskabel kann die Leitung 1 für die gasförmigen Stoffe an den Stützen S und Auslegem beispielsweise einer Seilbahnanlage in den dafür vorgesehenen Aufnehmern verlegt und gespannt sein. Die Gasprodukte, z. B. Flüssiggas (Propan), Butan, Erdgas, etc., werden aus einem bestehenden Tank 2 in der Talstation der Seilbahnanlage über die Leitung 1 drucklos vom Tal in die Bergstation B und den dortigen Tank 3 gefördert. In der Bergstation B, vorzugsweise mit Tankstelle für die Verbraucher der Gasprodukte, ist auch zumindest eine Saugpumpe 4 installiert, die beispielsweise zu einem bestimmten Zeitpunkt (mit Zeitschaltsystem) die Produkte vom Tank 2 im Tal mit Unterdruck in den Tank 3 transportiert. In der Fig. 2 ist der Transport von beispielsweise Flüssiggas in der Unterflur-Variante dargestellt. Durch die Anwendung der Horizontalbohrung für die Führung der Leitung 1 verzichtet man soweit dies möglich ist, auf Grabungsarbeiten und schützt somit Fauna und Flora der Umgebung. In einem Arbeitsgang wird dabei eine Horizontalbohrung im Diameter 150 produziert, diese im Betonitspülverfahren anhalten gemacht und im Anschluss an die Bohrung durch jeglichen Untergrund, auch Fels, Stein und Schotter, die Leitung 1 beim Rückzug des Bohrgestänges eingezogen. Unterstützt durch einen vollelektronischen Bohrplaner ist sichergestellt die Bohrleistung und die Bohrwege schon im Vorfeld zu definieren und so leistungsgerecht in Qualität und Quantität die Verlegearbeiten zu erfüllen. Vorteilhafterweise können in bestimmten Abständen, etwa alle rund 700 m, kann in der Leitung eine Steuereinheit 5 eingesetzt sein, welche Unterdruck, Durchlauf, Temperatur, Uhrzeit und Datum zu einer Leitzentrale sendet. Nötigenfalls werden an diesen Punkten auch weitere Pumpstationen 6 oder so genannte Leitungsbooster montiert, um eine zügige Betankung im Tank-zu-tank-bzw. Leitung-zu-Tank-Vorgang zu gewährleisten. In diesen Pumpstationen 6 als auch als Saugpumpe 4 in der Bergstation B kommt vorzugsweise eine horizontale selbstansaugende Gliederpumpe mit Seitenkanal zur Anwendung. Die Leitung 1 ist vorzugsweise aus einem flexiblen Verbundrohr hergestellt, mit einem gewellten Innenrohr 11 aus Edelstahl, Werkstoff EN 1. 4571 mit ausgezeichneter Korrosionsbeständigkeit Dieses Innenrohr 11 ist mit einer schraubförmig gewickelten Armierung aus hochfesten Bändern versehen, welche die Längsdehnung unter hohem Innendruck sehr effektiv begrenzen. Ein Telecomseil 12 dient zur Entlastung des Gesamtsystems bei der grabenlosen Leitungsverlegung und im Freileitungsbau, kann bis zu einer Bündeladerzahl von 3 und einer Gesamtfaserzahl von 60 gefertigt werden. Stark verzinkte Stahldrähte garantieren hohe Beständigkeit und Belastbarkeit und Korrosion. Dabei <Desc/Clms Page number 3> wird berücksichtigt, dass bei einem Seildurchmesser von 20, 50mm ein Seilgewicht von 1910 kg/km eine rechnerische Bruchkraft von 427kN erreicht wird. Als äusserer Korrosionsschutz dient im und am Gesamtsystem eine dauerplastische Polymer-Schicht mit einem darüber extrudierten PE-LD Mantel 13. Zusätzlich können beispielsweise noch Glasfaserkabel 14 integriert sein. Die Leitung 1 kann serienmässig in Fabriklänge bis 700m hergestellt und wie ein Kabel auf Trommeln oder zum Ring gewickelt sein. Sie kann direkt von der Trommel oder vom Ring gezogen oder verlegt werden. Durch das gewellte Innenrohr 11 aus Edelstahl mit der Armierung und dem äusseren Korrosionsschutz 13 kann die Leitung auch sehr gut gebogen werden und sorgt für eine äusserst einfache Verlegung. Die Montage der Übergangsstücke am jeweiligen Ende Leitung 1 erfolgt vor Ort auf der Baustelle. Das geht flammlos, d. h. ohne Schweissen oder Hartlöten, und ist äusserst einfach. Verwendet werden dazu nur übliche Handwerkzeuge. Die Abdichtung des Innenrohres 11 wird dabei durch eine mechanische Verpressung einer gekammerten Graphitdichtung erzielt. Für die Anbindung an übliche Stahlrohre sind die Verbindungsteile mit einem NPT- Aussengewinde oder alternativ mit Bund und passendem geteilten Losflanschen ausgeführt. Als technische Daten für die bevorzugte Ausführungsform der Leitung 1 gelten folgende Werte : Max. Betriebsdruck :-25, 0 bar Nennweite : DN 50/2" Innendurchmesser : 60mm Aussendurchmesser : 82mm Volumen Innenrohr : 1, 60 11 ! fm Min. Biegeradius : 450mm Gewicht : 1, 800 kg/lfm Das Drahtseil 12 weist bevorzugt folgende Charakteristika auf : Max. Faserzahl : 60 Bündeladerzahl : 3 Seildurchmesser : 20, 50mm Metallquerschnitt : 230mm2 EMI3.1 1, 910 kg/lfmZugfestigkeit : 1850Nmm2 Zul. Dauerzugspannung 1100N/mm2 Elastizitätsmodul : 175 kn/mm" <Desc/Clms Page number 4> Widerstand : 197 Ohm x mm2/km Die Leitung 1, und speziell das Telekommunikationsseil 12 darin, kann vielfältig verwendet werden, z. B. innerhalb von Kommunikationsnetzwerken und Industrie, wie WANVerbindungen, temporäre Verbindungen wie Telecom, Militär, TV-Übertragungen, IndustrieUmgebungen, Stollen, Bohrlochapplikationen usw.
Claims (5)
- Ansprüchen 1. Verfahren zum Transport von Gasen, insbesonders von Flüssiggas in der Gasphase, in Leitungen und über Strecken mit Höhenunterschied, zum Beispiel vom Tal in höhergelegene Lagen, dadurch gekennzeichnet, dass am höhergelegenen Ende der Leitung ein Unterdruck erzeugt und das Gas dadurch angesaugt wird.
- 2. Anlage zum Transport von Gasen, insbesonders von Flüssiggas in der Gasphase, in Leitungen und über Strecken mit Höhenunterschied, zum Beispiel vom Tal in höhergelegene Lagen, mittels Pumpen, dadurch gekennzeichnet, dass am höhergelegenen Ende der Leitung (1) eine Saugpumpe (4) vorgesehen ist.
- 3. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an zumindest einer Stelle zwischen dem talseitigen und dem höhergelegenen Ende der Leitung (1) eine Steuereinheit (5) vorgesehen ist, welche mit einer Leitzentrale verbunden ist und dieser Parameter wie beispielsweise Unterdruck, Durchlauf, Temperatur, Uhrzeit und Datum übermittelt.
- 4. Anlage nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass an zumindest einer Stelle zwischen dem talseitigen und dem höhergelegenen Ende der Leitung (1) eine weitere Pumpe (6) eingebaut ist.
- - 5. Anlage nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Pumpe (4) am höchstgelegenen Ende der Leitung (1) als horizontale selbstansaugende Gliederpumpe mit Seitenkanat ausgeführt ist.
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| CN111578146A (zh) * | 2020-05-26 | 2020-08-25 | 万若(北京)环境工程技术有限公司 | 负压输送系统的负压管网监控站及水柱塞消除方法 |
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