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Die Erfindung bezieht sich auf einen wärmegedämmten mit Erdreich bedeckbaren
Behälter mit Innenausbauten für Wohn- bzw. Nasszellen, aus vorzugsweise Stahl oder Kunststoff.
Ein derartiger Behälter ist beispielsweise aus der GB 2 075 570 A bekannt, wobei dieser Behälter aus Kunststoff wasserdicht gefertigt ist und als unterirdischer, vorgefertigter Schutzraum dient. Diese Behälter werden üblicherweise mit Wohn- und Nasszellen ausgefertigt und anschliessend am gewünschten Aufstellungsort im
Erdreich versenkt angeordnet, wobei sie gegebenenfalls in Beton eingegossen werden um einerseits ein Aufschwimmen des Behälters in Gegenden mit hohem
Grundwasserspiegel zu verhindern und um anderseits eine bessere Abschirmung gegen radioaktive Strahlungen und eine erhöhte Druckstabiliät gegen Druckwellen zu erzielen. Gegebenenfalls können auch mehrere dieser Behälter zu einer grösseren unterirdischen Bunkeranlage zusammengeschlossen werden.
Derartige Behälter weisen allerdings nur eine mangelhafte Wärmeisolierung auf, weshalb es weiters bekannt ist, an der Aussenseite der Behälter Wärmedämmschichten vorzusehen, wobei allerdings stets die Gefahr besteht, dass diese aussen am Behälter befestigte Wärmedämmschicht während des Transportes bzw. des Versetzens des Behälters beschädigt wird und in der Folge nicht mehr funktionsfähig ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde einen wärmegedämmten, mit Erdreich bedeckbaren Behälter der eingangs geschilderten Art zu schaffen, der im Einsatz möglichst flexibel und flächensparend verwendbar ist, der in -der Produkti-
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on aufwandsarm herstellbar ist und der eine möglichst vorteilhafte Wärmedäm- mung aufweist.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass der Behälter an seiner Innenseite mit einer dampfdiffusionsdichten Wärmedämmschicht versehen ist.
Bei dem erfindungsgemässen Behälter handelt es sich um eine Sanitär-, Wellness- und Wohneinheit, die in einem flüssigkeitsdichten, vorzugsweise zylindrischen oder quaderförmigen Behälter eingeschoben bzw. welcher Behälter dazu ausgebaut ist.
Im Gegensatz zu den bekannten meist als Kellerräume verwendeten Bunkeranla- gen, die üblicherweise als Abstellkammern, Heizräume oder Schutzräume ausge- führt sind, wird mit der Erfindung eine hochwertige Bade- bzw. Wohnsituation geschaffen, die durch die kompakte Bauweise als Einheit angeliefert und innerhalb kürzester Zeit am gewünschten Stellplatz aufgebaut werden kann. Zudem ist der erfindungsgemässe Behälter durch die kompakte, statisch tragende Bauweise nahezu an jedem beliebigen Ort im Erdreich versetzbar. Der Aufbau der Behälter- wand hat dampfdiffusionsdicht zu erfolgen und ermöglicht die Ausgestaltung des
Aufenthaltsbereiches mit den verschiedensten Einrichtungen, beispielsweise von der Waschmaschine bis zu Stauräumen bzw. Schränken od. dgl..
Als dampfdiffusionsdichte Wärmedämmschicht könnten entweder mehrfach aufge- tragene Flüssigisolierungen, mit einem Wasserdampfdiffusionswert von 0,3 g/m2 und Tag bei 5 mm Stärke oder besonders bevorzugt Schaumglas (Formschaum) verarbeitet werden. Um die restliche, gegebenenfalls doch noch durch das Schaumglas (beispielsweise expandiertes Polysterol) diffundierte Feuchte aus dem Bereich zwischen Wärmedämmschicht und Behälterwand in vorteilhafter Weise ableiten zu können, empfiehlt es sich, wenn zwischen dem Schaumglas und der Behälterwand Feuchtigkeit ableitende Kanäle vorgesehen sind, die vorzugsweise in einen Bodenablauf des Behälters ausmünden.
Dazu werden beispielsweise Wärmedämmplatten nicht vollflächig, sondern in vertikalen Streifen an die Behälte- rinnenwand geklebt und der Behälter mit einem Bodenablauf für das Kondenswas- ser versehen.
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Um die dampfdiffusionsdichte Hülle nicht mit Durchdringungen zu schwächen, werden erforderliche Versorgungsleitungen innerhalb des Behälters in einem dafür vorgesehenen, vorzugsweise geschalten, ausgeschäumten und befliesten Sockel angeordnet. Bei quaderförmigem Innenausbau können die Verrohrungen mögli- cherweise auch an der Kabinenaussenwand befestigt werden. Die Befestigung der gelieferten Einheit auf dem Fundament erfolgt vorzugsweise über Riemen, durch die der Behälter am Untergrund verspannt wird. Der Eingangsbereich des Behäl- ters kann stirn- oder längsseitig angeordnet sein. Die Eingliederung des fertigen
Produktes in die Umgebung erfolgt vorzugsweise durch Natursteinmauerwerk oder
Begrünung.
Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn die dampfdiffusionsdichte
Wärmedämmschicht aus Schaumglas besteht, das auf wenigstens einem, vor- zugsweise mit Sand versetzten, Epoxiharzanstrich an der Behälterinnenwand verlegt ist. Um die Wohnsituation im Behälter zu verbessern wird vorgeschlagen, dass das Schaumglas auf seiner von der Behälterinnenwand abgewandten Seite mit einem vorzugsweise ein Armierungsgewebe aufweisenden Grundputz und mit einem Deckputz bzw. mit Fliesen versehen ist. Soll der Behälter möglichst vorteil- haft mit der Wärmedämmschicht versehen werden können, empfiehlt es sich, wenn das Schaumglas entweder in Form von an die Behälterwand angepassten Platten oder in Form von Mosaikfliesen an der Behälterinnenwand befestigt ist.
In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines schematischen Ausführungsbei- spieles dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen erfindungsgemässen zylinderförmigen Behälter mit Wärmedämm- schicht in teilgeschnittener Stirnansicht, Fig. 2 einen zylinderförmigen Behälter mit quaderförmigem Innenausbau, Fig. 3 eine Ansicht eines Eingangsbereiches eines erfindungsgemässen Behälters, Fig. 4 einen Querschnitt durch eine erfindungsgemässe Behälterwand mit daran befestigter dampfdiffusionsdichter Wärmedämmschicht und Fig. 5 bis 15 verschiedenste Ausgestaltungsvarianten eines erfindungsgemässen
Behälters.
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Ein erfindungsgemässer wärmegedämmter Behälter 1 besteht vorzugsweise aus
Stahl oder Kunststoff und ist mit Innenausbauten 5 bis 14 für Wohn- bzw. Nasszel- len versehen. Der Behälter 1 ist auf einem Fundament 3 angeordnet und mit Erd- reich abgedeckt sowie der Eingangsbereich mit einem Natursteinmauerwerk 15 ausgekleidet. Wie den Figuren entnommen werden kann, kann in den zylinder- oder quaderförmigen Behälter 1 eine zylinderförmige oder quaderförmige Kabine eingeschoben sein. Die Wärmeisolation 2 befindet sich an der Behälterinnenwand und ist dampfdiffusionsdicht ausgeführt.
Gemäss dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 4 besteht die Behälterwand beispielsweise aus 9mm Stahl, wobei an der
Behälterinnenwand ein erster und ein zweiter Epoxiharzanstrich vorgesehen sind, von denen der zweite Epoxiharzanstrich zur Oberflächenvergrösserung mit Sand versetzt ist. Auf diesem mit Sand versetztem Epoxiharzanstrich wird die dampfdif- fusionsdichte Wärmedämmschicht 2 aus expandiertem Polysterol oder Glas- schaum aufgeklebt. Auf der dampfdiffusionsdichten Wärmedämmschicht 2 werden anschliessend Fliesen mittels eines Fliesenklebers befestigt.
Um die dampfdiffusionsdichte Wärmedämmschicht nicht mit Durchbrechungen zu schwächen, werden die Versorgungsleitungen vorzugsweise Kabinenintern in einem dafür vorgesehenen Sockel 17 angeordnet. Bei quaderförmigem Innenaus- bau können die Verrohrungen möglicherweise auch an der Kabinenaussenwand 18 befestigt werden.
Durch die zentrale Produktion des erfindungsgemässen Behälters 1 kann das vor- gefertigte Produkt als Einheit angeliefert werden, wonach es vor Ort lediglich im Erdreich versenkt und an Versorgungs- und Entsorgungsleitungen angeschlossen werden muss.