AT67839B - Verfahren zur Erzeugung eines Kautschukersatzstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung eines Kautschukersatzstoffes.

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  Verfahren zur Erzeugung   eines Kautschukersatzstoffes.   



   Die Eigenschaft fetter vegetabilischer Öle, z. B. Leinöl, bei Behandlung mit Chlor-   schwefel kautschukartige Körper (Faktis)   zu liefern, ist schon seit langem bekannt und praktisch im Gebrauch. Man hat auch schon vorgeschlagen, bei der Faktiserzeugung das Öl vor der Einwirkung von Chlorschwefel mit Ozon zu oxydieren oder ihm Harze und Schwefel zuzusetzen, um es durch Ozon zu oxydieren, bevor man es durch Chlorschwefel in Faktis verwandelt oder endlich auch die Faktis selbst durch Ozon zn oxydieren. In jedem dieser Fälle ist der Oxydation mit Luft oder Ozon nur eine untergeordnete, partiell   verharzende   Wirkung zuzuschreiben. 



   Nach vorliegender Erfindung wird aus fetten, bei normaler Temperatur flüssigen Ölen, wie sie in der Faktisfabrikation verwendet werden, ein Kautschukersatz dadurch erhalten, dass man die auf bekannte Weise durch Lösen und Erwärmen von Schwefel in Öl erhaltene balsamartige Substanz mit einem energisch oxydieren wirkenden Stoff, vorzugsweise verdünnter Salpetersäure, behandelt. Hiebei entsteht ein in der Wärme weicher, in der Kälte dagegen elastischer, zäher Körper, der nach dem Auswaschen ebenso mit Schwefel vulkanisiert wird, wie gewöhnlicher Kautschuk. Gleichzeitig wird der Schwefel oxydiert, was sich daran erkennen lässt, dass in der Salpetersäure grössere Mengen Schwefelsäure nachweisbar sind. 



   Diese Masse ist zwar in keinem der bekannten Lösungsmitteln vollständig löslich, quillt aber mit Schwefelkohlenstoff, Benzol und vielen anderen organischen Lösungsmitteln zu einer gelatinös teigigen Masse auf, welche durch freiwilliges oder durch schwaches Erwärmen gefördertes Verdunsten des Lösungsmittels als homogener, sehr zäher und elastischer 
 EMI1.1 
 



   Dieser Körper sowohl für sich, als auch, wenn spezifische Eigenschaften erwünscht sind, mit Lösungen von Harzen, Kautschuk, Guttapercha usw. vermischt, kann mit Füllstoffen, wie Schwerspat, Kaolin, Infusorienerde, Kreide und dgl. versehen und verschieden gefärbt werden. 



   Im   gequollenen   Zustand werden demselben 10 bis   200/0'unter Umständen   auch mehr reine   Schwefelblumen   zugemischt und die gut gemischte Masse zuerst unter Walzen unter Druck schwach erwärmt und nach dem Verdampfen des   Queliungsmittels   bei einer den Schmelzpunkt des Schwefels wenig übersteigenden Temperatur vulkanisiert. 



   Beispielsweise wird 1   A ; g   Leinöl mit 150 g Schwefel in bekannter Weise solange auf 130 bis 160  erhitzt, bis sich der Schwefel vollständig gelöst hat und das Leinöl in eine schwarzbraune Flüssigkeit übergegangen ist, die beim Erkalten keinen Schwefel mehr abscheidet. Diese schwarzbraune Flüssigkeit wird in die drei-bis vierfache Menge verdünnte Salpetersäure gegossen und unter Umrühren mehrere Stunden am Wasserbade erwärmt. 
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 Asphalt und 200 g Schwefelblumen unter Zusatz von Benzol zu einem gelatinösen Teig vermischt, getrocknet und durch Erwärmen vulkanisiert.

   Die erhaltenen Massen sind zähe, elastisch und vermögen in den meisten Fällen Kautschuk zu ersetzen, und da sie sich verhältnismässig billig stellen, wird durch diesen   Kautschukcrsatz   ein technischer Erfolg erzielt. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Erzeugung eines Kautschukersatzes, dadurch gekennzeichnet, dass auf bekannte Weise erhaltenes geschwefelte, vegetabilisches, bei normaler Temperatur flüssiges Öl mit Salpetersäure behandelt und das so erhaltene Produkt in bekannter Weise vulkanisiert wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT67839D 1913-10-26 1913-10-26 Verfahren zur Erzeugung eines Kautschukersatzstoffes. AT67839B (de)

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