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Wassermesser.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen an Wassermessern derjenigen Art, welche in einem Flüssigkeitsstrom eingeschaltet werden, um die Menge der durchströmenden Flüssigkeit zu messen. Insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung auf sogenannte Kombinationsmesser, welche eine Vielzahl von Mess- und Registriereinrichtungen aufweisen, von welchen die eine kleine Wassermengen angibt, während eine andere zur Wirk- samkeit gelangt, wenn die Wassermenge die Kapazität der Messeinrichtung für die kleinen Wassermengen übersteigt.
Die Erfindung betrifft die eigenartige Kombination und Anordnung der einzelnen Teile und Mechanismen, welche im nachstehenden näher erläutert werden sollen :
Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes erscheint auf der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 verauschaulicht einen vertikalen Längsschnitt durch einen Wassermesser gemäss der vorliegenden Erfindung, während Fig. 2 eine Draufsicht veranschaulicht, wobei einzelne Teile weggebrochen sind, um die innere Einrichtung ersichtlich zu machen. Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht mit einzelnen abgebrochenen Teilen, um das Innere der Einrichtung zu veranschaulichen.
Auf der Zeichnung ist mit 1 ein Gehäuse gebräuchlicher Bauart gewünschter Gestalt bezeichnet, welches den gestellten Bedingungen und Erfordernissen, unter welchen der Messer arbeitet, entspricht. Vorteilhaft ist dieses Gehäuse aus Gusseisen hergestpllt und wist im wesent- lichen eine elliptische Grundform auf. Es ist an den benden entgegengesetzten Enden mit Ansätzen 2 und 3 versehen, womit in geeigneter Weise der Anschluss an die Rohrleitung erfolgt. welche die zu messende Flüssigkeit zuführt. Der Ansatz : 2 bildet den Einlauf zum Gehäuse und der Ansatz 3 den Auslauf.
In dem Gehäuse ist eine Kammer oder Kanal. J vorgesehen, welcher durch vertikale Querwände 5, 6 und 7, die an die Seitenwände des Gehäuses anschliessen, gebildet wird. Die Wand J ist in einiger Entfernung von der Begrenzungswand des Gehäuses vorgesehen, um einen Kanal b' zu bilden. Die Wand 5 erstreckt sich vom oberen Teil des Gehäuses bis zu einem Punkt nahe an der unteren Begrenzungswand, wodurch ein Kanal 9 gebildet wird.
Die Wände 6 und 7 sind an der oberen bzw. unteren Begrenzungswand des Gehäuses vorgesehen und endigen in einer gegewissen Entfernung voneinander behufs Bildung eines Kanales 10, welcher in eine Fortsetzung j ? der Kammer 4 mündet. Die Wand 7 und die Wand 6 mit dem Fortsatz 11 teilen das Gehäuse in zwei Kammern oder Kanäle 4 und 12, von welchen der erstere zur Aufnahme der Mess- einrichtung grosser Flüssigkeitsmengen bzw. Geschwindigkeiten, und die zweite zur Aufnahme des Mechanismus für kleine Flüssigkeitsmengen bzw. Geschwindigkeiten bestimmt ist.
Das Gehäuse ist nach oben durch eine Deckplatte 13 abgeschlossen, welche aus einem oberen und unteren Teil 1311 bzw. 14 besteht. Hiedurch wird ein Kanal 15 gebildet, welcher durch eine Wandung 16 abgeschlossen ist, die die beiden Teile 13a und 14 miteinander verbindet. Hiedurch ergibt sich eine Verbindung zwischen dem Aussenraum des Gehäuses in das Innere der Kammer 4. Um die Wand 16 sind an entgegengesetzten Seiten Kanäle 17 vorgesehen, die an
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Es BOU nunmehr die Bauart und Anordnung der Mess- und RegÎ8triereinrichtuDgen insoweit beschrieben werden, ab dies zu einem vollständigen Verständnis der Erfindung erforderlich ist.
Das untere Ende der Wand 5 und das obere Ende der Wand 6 sind durch eine horizontale Piatte 19
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Trommel in die Kammer 4 und das untere Ende in die Kammer unterhalb der Wandung 19 mündet. Durch den unteren Teil der Trommel 21 wird ein Lager 23 gehalten für die Welle 24 der Schraube 25. Das obere Ende dieser Welle weist ein Lager auf in dem Ansatz 26, der durch das obere Ende der erwähnten Trommel gehalten wird.
Am oberen Ende der Welle 24 der Antriebsschraube ist ein Zahnrädergetriebe 27 vorgesehen, welches mit dem Registriermechanismus 28 gekuppelt ist. Dieser Mechanismus ist auf einer Deckplatte 29 gelagert, die den Kanal 15 abdeckt.
Die besondere Bauart der Messvorrichtung ist unwesentlich und erscheint es nicht notwendig, in eine ausführliche Beschreibung einzugehen bzw. eine zeichnerische Darstellung vorzunehmen, da der vorliegende Erfindungsgegenstand ohne eine diesbezügliche Erläuterung vollkommen verständlich ist. Im oberen Teil des Gehäuses oberhalb der Kammer 12 wird ein ringförmiger Teil 30 angeordnet, welcher die Messeinrichtung 31 niedriger Kapazität trägt. Mit diesem Messer ist das Zahnrädergetriebe 32 in Verbindung, wodurch der Begistriennechanismua 33 betätigt wird. Dieser Registriermechanismus ist auf der Oberseite der Deckplatte 34 gelagert, welche eine Öffnung 35 in der Platte 13 oberhalb des erwähnten Messmechanismus abschliesst.
Durch diese Anordnung wird das Wasser, welches durch den Kanal 8 nach aufwärts strömt und
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niedriger Kapazität zu fliessen und gelangt hierauf zum Auslauf des Hauptgehäuses. Der Kammerfortsatz 11 weist obere und untere horizontale Begrenzungswände auf, welche Öffnungen 36, 37 zeigen. In diesen Öffnungen sind kreisförmige, konische Ventilsitze 38, 39 vorgesehen. Die Öffnung im Ventilsitz 38 ist grösser als die Öffnung un Ventilsitz 39. In diesen Ventilsitzen 38, 39 sind die Ventilteller 40, 41 angeordnet.. Die Fläche des oberen Ventiltellers in der Kammer 11 und die Fläche des korrespondierenden unteren Ventiltellers ist dieselbe, während die tatsächliche Fläche des oberen Tellers, das in die Kammer 11 drückt, vermehrt wird durch die konische Fläche des oberen Ventils.
Im wesentlichen wird die halbe Fläche derselben dem Druck unterworfen, wie dies bei derartigen Ventilen bekannt ist. Das obere Ventilteller trägt eine übergeordnete Platte 42, die einen vorstehenden Flansch 43 aufweist, um die Fläche des oberen Ventils zu vergrössern.
Wie dies bei derartigen Doppelsitzventilen gebräuchlich ist, sind die Ventdkörper durch eine Stange 44 miteinander verbunden, welche die Ventile auf ihren Sitzen zentnert hält und in ihrer Auf-und Abbewegung führt. Das Bodenventil kann auch nut dem gebräuchlichen Gehäuse 45 versehen sein.
Beim Betrieb ist die Wirkungsweise der in der angegebenen Art ausgebildeten und angeordneten Bestandteile die folgende : Es ist vor allem zu berücksichtigen, dass die Messeinrichtung in der Kammer 4 zum Messen grosser Wassermengen bzw. hoher Durchtrittsgeschwindigkeit bestimmt ist, während der Messer m die Kammer 12 zum Messen kleiner Wassermengen bzw. Geschwindigkeiten bestimmt ist. Das Wasser, welches durch die Einlassöffnung 2 des Messers eintritt, strömt durch den Kanal 8 und durch die Trommel 21 nach aufwärts.
Sobald die Wassermenge eine derartige ist, welche der Kapazität des kleineren Wassermessers entspricht, wird
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Wasser wird ausserdem durch den Kanal 8, die Gänge 17 m die Kammer 18 und den Wassermesser 31 gelangen, unter welchen Verhältnissen der Druck im Fortsatz 11 nicht genügend ist,
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messer gelangt Dieser Vorgang wird insolange beibehalten, als der Druck in der Kammer 11 zu niedrig ist, um das Ventil abzuheben.
Sollte die Durehftussmenge oder die Geschwindigkeit über die Kapazität des kleinen Messers zunehmen, so wächst hiebei selbstverständlich der Druck in der Kammer 4 und ihrem Fortsatz 11, wobei die Ventilteller von ihren Sitzen abgehoben werden. Sobald das obere Ventil Beine Bewegung
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zu ermöglichen. Dieses Abheben des Ventiles gestattet einen freien Durchfluss des Wassers durch die Trommel 21, wodurch die Schraube 25 bewegt und der Registnermechanismus 28 angetrieben wird, so dass die beiden Registriermechanismen abwechselnd arbeiten und ihre kombinierten Angaben den gesamten Durchfluss ergeben, insolange der Druck ausreichend ist, das Doppelsitzventil in geöffneter Stellung zu halten.
Sobald das Ventil offen ist, wird ; mit Rücksicht auf die
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Differenz in der Fläche zwischen den dem Kammerdruck unterworfenen Ventilteller, der obere Teller vermehrt durch die Fläche der Unterseite der Platte 43 das Ventil offen halten und nicht geschlossen werden durch kleine Druckdifferenzen, die nicht ausreichen, die Tätigkeit des grösseren
Wassermessers zu unterbrechen. Die Aufwärtsbewegung des Ventiles in seine Offenstellung ist begrenzt durch den unteren Rand der Kammer 30, 80 dass das Ventil nicht so hoch geöffnet werden kann, um das Ventil von dem unteren Sitz < ? vollkommen abzuheben.
Die kombinierte Wirkung der zwei Messeinrichtungen währt solange, als die Geschwindig- keit des Wassers hoch genug ist, um die Ventile 40 und 41 offen zu halten. Sobald jedoch der
Druck bis zu einem Punkt herabsinkt, wo derselbe in der Kammer 11 unzulänglich ist, um die
Ventile offen zu halten, kommen diese in ihre geschlossene Stellung, wodurch der Wasserdurch- tritt durch die Kammern 4 und 11 abgeschnitten wird. Hiedurch ergibt sich ein Stillsetzen des Hochdruckwaasermessers, wahrend der Niederdruckwassermesser weiterläuft, um die durch das
Gehäuse strömende Wassermenge zu messen.
PATENT-ANSPRÜCHE:
1. Wassermesser, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Gehäuse zwei Kammern mit besonderen Messeinrichtungen vorgesehen sind, von welchen die eine einen zusätzlichen Raum aufweist, der mit der anderen Kammer vermittelst einer durch ein Ventil abaperrbaren Öffnung derart in Verbindung steht, dass bei Zunahme des Wasserdruckes über eine bestimmte Grenze das Ventil geöffnet und der Wasserdurchtritt durch den Hochdruckwassermesser freigegeben wird.