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Brunnenpumpanlagen werden bisher auf folgende Weise errichtet. Nach dem Ausheben eines entsprechenden Loches an der gewünschten Stelle im Erdreich werden vorerst die einzelnen Brunnenringe des Brunnenschachtes geliefert, in das ausgehobene Loch gebracht, und dort die einzelnen Brunnenringe miteinander verbunden und abgedichtet, beispielswei- se mit Brunnenschaum oder Zement verschäumt.
Anschliessend werden die einzelnen Komponenten der Anlage, etwa die Pumpe, Verkabe- lungen, Verrohrungen etc. an der gewünschten Stellen im Schacht montiert. Ebenso werden noch alle notwendigen anderen Elemente für den Betrieb der Anlage, wie Manometer, Ventile, Steuereinrichtungen etc. in dem Schacht montiert. Meistens sehr zeitaufwendig gestaltet sich das Durchbohren und/oder Durchstemmen der Schachtringe für die erforder- lichen Leitungsdurchführungen und das Wiederabdichten der Durchführungen! Wie dieser Auflistung zu entnehmen ist, sind eine Reihe von Arbeitsschritten bis zur Fertig- stellung der Pumpanlage notwendig. Die verschiedenen Arbeitsschritte müssen in der Regel auch von unterschiedlichem Fachpersonal ausgeführt werden müssen.
Dies führt auf Grund von Koordinationsproblemen, Personalkosten für verschiedene Arbeitskräfte, etc. dazu, dass die Errichtung relativ lange Zeit in Anspruch nimmt und damit auch sehr teuer wird.
Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine Brunnenpumpanlage zu schaffen, die rasch und wesentlich kostengünstiger als bisher existierende Anlagen vor Ort bei einem Kunden montiert werden kann.
Diese Aufgabe wird mit einer eingangs erwähnten Brunnenpumpanlage, welche einen durchgehenden Montageschacht aufweist, in dem vorgebbare Komponenten der Anlage fix vormontiert sind.
Durch die Vormontage bestimmter Bestandteile an dem Montageschacht, der selbst durch- gehend ausgebildet ist, entfallen vor Ort bei dem Kunden einerseits das Zusammenstellen des Montageschachtes und andererseits auch die Montage dieser Komponenten in dem Schacht. Auf diese Weise kann die Errichtzeit vor Ort bereits drastisch reduziert werden und entsprechend Kosten gespart werden. Der Montageschacht kann dabei je nach Kunden- wunsch mit oder ohne Boden geliefert werden.
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Falls die nach den örtlichen Gegebenheiten und der Art der Brunnenpumpanlage möglich ist, ist es von Vorteil, wenn die vorgebbaren Komponenten die zumindest eine Pumpe umfassen, da bei einer Vormontage der Pumpe bereits viel Zeit eingespart werden kann.
Bei einer ersten konkreten Ausführungsform einer Schlagbrunnenpumpanlage ist die zu- mindest eine Pumpe an einer Seitenwand im Inneren des Montageschachtes befestigt ist.
Vorzugsweise handelt es sich in diesem Fall um eine Oberwasserpumpe, die mit einem
Schlagbrunnen verbunden ist, aus dem sie Wasser hoch pumpt. Bei dem Schlagbrunnen handelt es sich beispielsweise um ein 5/4"-Rohr, das in das Erdreich bis zum Grundwasser gerammt ist.
Im Rahmen der Erfindung ist beispielsweise aber auch die Verwendung einer Unterwasser- pumpe denkbar, etwa bei "Bohrbrunnen", welche beispielsweise eine Bohrtiefe von 40
Metern mit einem Durchmesser von 80 - 400 mm aufweisen. Eine solche Unterwasserpumpe kann naturgemäss nicht in dem Montageschacht vormontiert sein, allerdings erleichtert bereits die Vormontage von anderen Komponenten in dem Montageschacht die Montage wesentlich.
Bei einer anderen Ausführungsform, einer sogenannten Schlagbrunnenanlage, ist die zu- mindest eine Pumpe in einem unteren Bereich des Schachtes im Bereich des Bodens des
Montageschachtes montiert.
Vorzugsweise ist dabei die Pumpe in einem Bereich ausserhalb des Montageschachtes, unterhalb des Bodens des Montageschachtes, an dem Montageschacht befestigt, und weiters ist die Pumpe in einem Tiefbohrbrunnen angeordnet, welcher den Schachtboden in den Innenraum des Montageschachtes ragend durchstösst Weiters ist es noch günstig, wenn die vormontierten Komponenten elektrische Verkabelun- gen und/oder Wasserzu- und Ableitungen und/oder Energieversorgungsanlagen und/oder Steuerungsanlagen umfassen, die in dem Montageschacht vormontiert sind. Grundsätzlich ist es überhaupt von Vorteil, alle Elemente der Pumpenanlage nach Möglichkeit gleich in dem Montageschacht, innerhalb, wenn notwendig auch an seiner Aussenseite - etwa für Anschlüsse etc. - vorzumontieren, um den Montageaufwand vor Ort bei dem Kunden möglichst zu minimieren.
Um eine autonome und im Betrieb kostengünstige Energieversorgung der Anlage zu ermög- lichen, ist es günstig, wenn sie mit einer oder mehreren Photovoltaik-Einrichtungen zur Energieversorgung verbunden ist.
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Vorzugsweise ist dabei die Photovoltaik-Einrichtungen auf einer Abdeckung des Montage- schachtes angeordnet sind, was zu erheblichen Einsparungen bei dem notwendigen Raum- angebot führt.
Im Folgenden ist die Erfindung an Hand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt Fig. 1 eine erfindungsgemässe Brunnenpumpanlage,
Fig. 2 eine Brunnenpumpanlage nach Figur 1 mit einer angeschlossenen Photovoltaik-
Einrichtung, und
Fig. 3 eine erfindungsgemässe Schlagbrunnenanlage.
Figur 1 zeigt eine erfindungsgemässe Brunnenpumpanlage bestehend aus einem durchge- henden Montageschacht 1. An diesem ist eine Pumpe 2, in diesem eine Unterwasserpumpe, fix vormontiert. Diese ist dabei in einem Tiefbohrbrunnen 3 angeordnet, welcher den Schachtboden 4 des Montageschachtes durchstösst und in das Innere des Montageschachtes 1 ragt. Der Tiefbohrbrunnen 3 ist mit einem Brunnenkopf 5 verschlossen. Der Montageschacht
1 selbst ist mit einem Schachtdeckel 6 verschlossen, der nach der Montage des Schachtes 1 in dem dafür vorgesehen Loch im Erdreich angeordnet wurde.
Weiters sind in dem Montageschacht 1 noch verschiedene Elemente, wie Druckschalter 7 zum Ein- und Ausschaltdruckes der Pumpe, Manometer 8 zur Druckkontrolle, Schaltkasten 9 (mit Motorschutz und Trockenlaufschutz 3'), Membrangefäss 10 zum Wasserspeichern und zur Druckstossdämpfung etc. angeordnet. Ausserdem sind noch Verrohrungen 11, eine Gartenentnahmeleitung 12, Stromzuleitungen 12' und eine Hauszuleitung 12" in der Figur 1 dargestellt.
Vorzugsweise sind auch diese Elemente so weit wie möglich vormontiert, damit nach dem Einbringen des Montageschachtes in das vorgesehene Loch im Erdreich nur mehr die An- schlüsse nach Aussen hergestellt werden müssen und die Anlage dann bereits in Betrieb genommen werden kann.
Figur 2 zeigt eine Weiterbildung der Ausführungsform nach Figur 1. Bei dieser wird die Energie für den Betrieb der Pumpanlage von einer Photovoltaik-Einrichtung zur Verfügung gestellt. Dazu sind Photovoltaik-Module 13 mit der Anlage verbunden, die über elektrische Leitungen 14 mit dem Schaltkasten 9 und mit Akkus 15, beispielsweise Gel-Akkus, wekhe von der Photovoltaik-Einrichtung geladen werden, verbunden sind.
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Vorzugsweise ist die Photovoltaik-Einrichtung so weit wie möglich auf der Abdeckung 6 des Montageschachtes 1 angeordnet, um Platz zu sparen.
Figur 3 zeigt schliesslich noch eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemässen Schlagbrunnenpumpanlage. Bei dieser ist die Pumpe 2', welche von einer Pumpenkonsole 2"" aufgenommen wird, beispielsweise eine Oberwasserpumpe, im Inneren des Montage- schachtes 1 an der Innenwand des Schachtes befestigt und pumpt Wasser aus einem Schlag- brunnen 2", der in einem oberen Bereich in der Darstellung ein Rückschlagventil 2'" auf- weist.
Die anderen Elemente sind ähnlich wie jene in Figur 1, weshalb an dieser Stelle auf diese nicht mehr näher eingegangen werden soll, und auch eine nicht dargestellte Energieversor- gung über eine Photovoltaik-Einrichtung ist denkbar.
Mit der Erfindung wird also im Gegensatz zu den bekannten Vorgangsweisen bei der Errich- tung einer Pumpanlage für einen Brunnen eine rasche, einfache und kostengünstige Monta- ge der Pumpanlage vor Ort bei einem Kunden etc. möglich. Es ist nicht mehr notwendig, dass mehrere Personen aus verschiedenen Berufsgruppen bei der Errichtung der Anlage tätig sein und koordiniert werden müssen, da die Anlage je nach Situation zum Teil oder bereits fast vollständig bei einem Hersteller montiert werden kann. Vor Ort muss die Pump- anlage, d. h. im Grunde lediglich der Monatageschacht in das Erdreich eingebracht und dort an die entsprechenden Anschlüsse etc. angeschlossen werden muss.