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Die Erfindung betrifft ein Planetengetriebe für eine Antriebs- vorrichtung einer Beschattungseinrichtung, insbesondere ein Rol- lo oder dgl., mit einem Antriebsrad, an dem eine Zugschnur angreift, und zumindest einer ersten Getriebestufe mit einem Sonnenrad und Planetenrädern.
Aus der DE 200 22 527 Ul ist eine Antriebsvorrichtung für Beschattungseinrichtungen bekannt, bei welcher ein Planetenge- triebe zur Übersetzung der Drehbewegung von einem über eine Perlenkette angetriebenen Antriebsrad zu einem mit einer Wickel- welle zusammenwirkenden Abtriebsrad vorgesehen ist. Bei diesem Planetengetriebe ist jedoch ein aussenliegendes Antriebszahnrad vorgesehen, durch welches die Drehbewegung auf ein innen- liegendes Abtriebszahnrad übertragen wird, wobei eine weitere Bewegungsübertragung von dem innenliegenden Abtriebszahnrad bzw. dem Planetenradträger beispielsweise zu einer weiteren Ge- triebestufe nur schwer möglich ist.
Aus der DE 197 38 429 A1 ist ein Getriebe für Rollläden, Markisen und dgl. der eingangs angeführten Art bekannt, bei dem als innenliegendes Sonnenrad einer ersten Getriebestufe eine Antriebswelle vorgesehen ist, die Planetenräder der ersten Getriebestufe antreibt. Zur wei- teren Bewegungsübertragung ist ein aussenliegendes Sonnenrad vorgesehen, das wiederum über eine Zwischenwelle mit einem in- nenliegenden Sonnenrad einer weiteren Getriebestufe verbunden ist.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist demzufolge ein Plane- tengetriebe bzw. eine Antriebsvorrichtung der eingangs ange- führten Art zu schaffen, womit von einem Abtriebszahnrad einer ersten Getriebestufe eine einfache weitere Bewegungsübertragung möglich ist, wobei insbesondere auch eine mehrstufige modulare, kompakte, und zudem eine geringe Teilezahl aufweisende Bauweise des Planetengetriebes erzielt werden kann.
Dies wird bei dem Planetengetriebe der eingangs angeführten Art dadurch erzielt, dass mit dem Antriebsrad zur Bewegungsüber- tragung ein als innenliegendes Sonnenrad der ersten Getriebes- tufe vorgesehenes Antriebszahnrad einstückig ausgebildet ist, das die Planetenräder der ersten Getriebestufe antreibt, und dass zur weiteren Bewegungsübertragung ein als aussenliegendes Sonnenrad ausgebildetes Abtriebszahnrad vorgesehen ist, das mit einem als innenliegendes Sonnenrad zumindest einer weiteren Ge- triebestufe vorgesehenen Antriebszahnrad einstückig ausgebildet
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ist.
Durch die Bewegungsübertragung von dem Antriebsrad zunächst auf ein innenliegendes Sonnenrad der ersten Getriebestufe ergibt sich, dass das Abtriebszahnrad der ersten Getriebestufe als aussenliegendes Sonnenrad des Planetengetriebes ausgebildet sein kann, so dass von dem aussenliegenden Sonnenrad auf einfache Weise eine weitere Bewegungsübertragung, beispielsweise zu einer weiteren Getriebestufe, ermöglicht wird, wodurch auf einfache Weise eine modulare Bauweise des Planetengetriebes ermöglicht wird.
Durch die einstückige Verbindung des aussenliegenden Abtriebszahnrads der ersten Getriebestufe mit einem innen- liegenden Sonnenrad der zweiten Getriebestufe, wobei diese auf einfache Weise aus Kunststoff, beispielsweise in einem Spritz- gussverfahren, einstückig hergestellt werden können, ergibt sich ein konstruktiv äusserst einfaches, kompaktes und zudem eine geringe Teilezahl aufweisendes Planetengetriebe, das um eine beliebige Anzahl weiterer Getriebestufen erweiterbar ist, so dass es an unterschiedliche Beschattungseinrichtungen mit äusserst geringem Aufwand angepasst werden kann.
Wenn die weitere(n) Getriebestufe(n) im Wesentlichen gleich der ersten Getriebestufe ausgebildet ist bzw. sind, ergibt sich eine insbesondere für die Massenfertigung günstige Ausge- staltung, da die Anzahl unterschiedlicher Einzelteile äusserst gering gehalten werden kann.
Um die Rotationsbewegung von einer beliebigen Getriebestufe zu einer Antriebs- bzw. Übertragungswelle übertragen zu können, ist es günstig, wenn eine Kupplungsscheibe mit einer der Ver- zahnung des Antriebszahnrads entsprechenden mittigen Aufnahme- öffnung zur Verbindung mit dem Abtriebszahnrad der ersten oder einer weiteren Getriebestufe vorgesehen ist. Somit kann die Kupplungsscheibe auf jedes beliebige Antriebszahnrad einer Ge- triebestufe aufgesetzt werden.
Wenn die Kupplungsscheibe zum Spielausgleich mit einer Über- tragungswelle auf der vom Abtriebszahnrad abgewandten Seite eine im Wesentlichen sternförmige Nut-/Stege-Struktur zur Aufnahme von zapfenartigen Vorsprüngen einer übertragungsscheibe auf- weist, müssen keine geringen Lagertoleranzen gewährleistet sein, die eine aufwändige und kostspielige Produktion verursachen würden, sondern kann ein Spielausgleich auf einfache Weise mit- tels dem Ineinandergreifen von Kupplungsscheibe und Über- tragungsscheibe erzielt werden.
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Für eine einfache Bewegungsübertragung von der Antriebsvorrich- tung zu einer übertragungswelle ist es günstig, wenn die Ober- tragungsscheibe einen Kupplungsflansch mit einer im Querschnitt mehreckigen, beispielsweise vier- oder sechseckigen, Ausnehmung, zur Aufnahme der Übertragungswelle aufweist, womit durch eine einfache Steckverbindung eine drehfeste Verbindung zwischen dem Kupplungsflansch und der Übertragungswelle erzielt werden kann.
Wenn die Getriebeteile eine mittige Durchgangsöffnung zur Aufnahme eines Zentrierzapfens aufweisen, ist eine zentrierte Ausrichtung der einzelnen Getriebeteile, insbesondere der Plane- ten- und Sonnenräder zueinander zuverlässig gewährleistet.
Um das Planetengetriebe als Baueinheit auf einfache Weise an einem Profil befestigen zu können, sowie zugleich die Planeten- rad-Trägerplatte(n) gegen Verdrehung zu sichern, ist es von Vor- teil, wenn das Planetengetriebe in einem Gehäuse mit zumindest einem Steg zur Arretierung einer Planetenrad-Trägerplatte der Getriebestufe(n) aufgenommen ist.
Für eine kostengünstige und einfache Herstellung und zudem leichte Bauweise ist es vorteilhaft, wenn die Getriebeteile aus Kunsstoff, vorzugsweise Polyoxymethylen (POM), Polyurethan (PU) oder dergleichen, bestehen.
In der Praxis hat sich gezeigt, dass es für eine Vielzahl von handelsüblichen Beschattungseinrichtungen günstig ist, wenn die Getriebestufe(n) ein Übersetzungsverhältnis von im Wesentli- chen 1 :2,6 bzw. aufweisen, wobei bei Tests insbesondere mit einem zweistufigen Planetengetriebe gute Ergebnisse erzielt wurden.
Um ein ungewolltes Absenken der Beschattungseinrichtung zu verhindern ohne hierfür zusätzliche Stopp- bzw. Bremsmechanismen vorsehen zu müssen, ist es von Vorteil, wenn das Planetenge- triebe unter der Last der Beschattungseinrichtung selbsthemmend ist.
Ferner betrifft die Erfindung eine Antriebsvorrichtung der eingangs angeführten Art, wobei ein Planetengetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 11 vorgesehen ist. Da sich die vorteilhaften Effekte einer Antriebsvorrichtung mit einem erfindungsgemässen Planetengetriebe bereits sinngemäss aus den vorstehenden Ausfüh- rungen zu dem Planetengetriebe ergeben, wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf vorstehende Ausführungen verwiesen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von einem in der
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Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel, auf das sie jedoch nicht beschränkt sein soll, noch weiter erläutert. Im Einzelnen zeigen in der Zeichnung : Fig.1 eine Schnittansicht einer in einem Gehäuse aufgenommenen Antriebsvorrichtung einer Beschattungseinrichtung mit einem Planetengetriebe; Fig. 2 eine auseinander gezogene Darstellung der Antriebsvorrichtung gemäss Fig. 1; Fig. 3 eine Ansicht der Einzelkomponenten des Gehäuses; Fig. 4 einen Schnitt gemäss der Linie IV-IV in Fig. 1; und Fig. 5 einen Schnitt gemäss der Linie V-V in Fig. 1.
In Fig. 1 ist ein zweistufiges Planetengetriebe 1 einer An- triebsvorrichtung 1' für eine Beschattungseinrichtung gezeigt, wobei ein Antriebsrad 2 vorgesehen ist, das über eine Zugschnur, beispielsweise eine Kugelschnur (nicht gezeigt) die in Vertie- fungen 3 des Antriebsrads 2 eingreift, angetrieben wird. Das An- triebsrad 2 ist einstückig mit einem als innenliegendes Sonnenrad einer ersten Getriebestufe 5 ausgebildeten Antriebs- zahnrad 4 verbunden (s. Fig. 2), das kämmend mit Planetenrädern 6 der ersten Getriebestufe 5 in Verbindung steht. Die Planeten- räder 6 sind hierbei auf einer Planetenrad-Trägerplate 7 auf Lagerzapfen 8 drehbar gelagert, wobei die Planetenrad-Träger- platte 7 in einem das Planetengetriebe 1 umschliessenden Gehäuse 9 über Arretierstege 10 (vgl. Fig. 5) drehfest gelagert sind.
Von den Planetenrädern 6 der ersten Getriebestufe 5 wird die Drehbewegung auf ein aussenliegendes als Zahnradkäfig ausgebilde- tes Sonnenrad 11 der ersten Getriebestufe 5 übertragen, wobei die erste Getriebestufe 5 ein Obersetzungsverhältnis von ca.
1 :2,6 aufweist.
Um eine Modularbauweise des Planetengetriebes 1 zu erlangen, ist das Abtriebszahnrad der ersten Getriebestufe 5 einstückig mit einem als innenliegendes Sonnenrad 11 einer zweiten Ge- triebestufe 5' ausgebildeten Antriebszahnrad 4' ausgebildet.
Die zweite Getriebestufe 5' ist im Wesentlichen ident mit der ersten Getriebestufe 5 ausgebildet, wobei Planetenräder 6' auf Zapfen 8' der Planetenrad-Trägerplatte 7' drehbar gelagert sind und die Drehbewegung auf ein als Zahnradkäfig ausgebildetes Abtriebszahnrad 11' übertragen wird. Das Abtriebszahnrad 11' ist wiederum mit einem Antriebszahnrad 4'' einstückig verbunden, wobei dieses als innenliegendes Sonnenrad einer weiteren Ge- triebestufe herangezogen werden kann.
Bei dem in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiel ist
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auf dem Zahnrad 4'' jedoch eine Kupplungsscheibe 13 aufgesteckt wobei die drehfeste Verbindung auf einfache Weise durch eine der Verzahnung des Zahnrads 4'' entsprechenden Aufnahmeöffnung 14 erzielt wird.
Wie insbesondere in Fig. 4 ersichtlich, weist die Kupplungs- scheibe 13 auf jener von dem Abtriebszahnrad 11' abgewandten Seite eine profilierte im Wesentlichen sternförmige Oberflächen- struktur auf, die sich die sich aus Stegen 15 und Nuten 16 zu- sammensetzt. Diese profilierte Oberflächenstruktur ist zur Aufnahme von Lagerzapfen 17 einer Übertragungsscheibe 18 vorgesehen, wobei die Lagerzapfen 17 in die Nuten 16 der Kupp- lungsscheibe 13 aufgenommen werden und somit ein radialer Spiel- ausgleich der Übertragungsscheibe 18 zu den übrigen Komponenten des Planetengetriebes 1 erlangt wird.
Zur weiteren Bewegungsübertragung weist die Übertragungs- scheibe 18 einen Kupplungsflansch 19 auf, der eine im Quer- schnitt sechseckige Ausnehmung 20 zur Aufnahme einer im Querschnitt entsprechend ausgebildeten Übertragungswelle (nicht gezeigt) mittels einer Steckverbindung aufweist.
Die gesamte Antriebsvorrichtung 1' ist in dem in Fig. 3 ge- zeigten Gehäuse 9 aufgenommen, wobei dieses einseitig offen ist und auf diese Seite von einer Abdeckplatte 21 geschlossen wird (s. Fig. 1). Wie in Fig. 3 ersichtlich, weist das Gehäuse 9 eine stirnseitige Öffnung 22 auf, durch welche eine Übertragungswelle in den Kupplungsflansch 19 eingesteckt werden kann. Des Weiteren sind noch Bohrungen 23 für die Befestigung eines Montagewinkels (nicht gezeigt) ersichtlich.
Um das Antriebsrad 2 zuverlässig in seiner radialen Ausrich- tung zum Abtriebszahnrad 11' zu sichern, weist der sich aus dem Abtriebszahnrad 11' und Antriebszahnrad 4' zusammensetzende Bau- teil einen Zentrierzapfen 24 auf, der in einer mittigen Ausneh- mung 25 des Antriebszahnrads 4 bzw. des Antriebsrads 2 hindurch- geführt wird.
In Fig. 5 ist insbesondere ersichtlich, dass die Planeten- rad-Trägerplatte 7 in dem Gehäuse 9 drehfest gelagert ist, wobei hierzu eine innere Kammer 9' vorgesehen ist, die zudem die Arre- tierstege 10 aufweist, die in Nuten der Planetenrad-Trägerplatte 7 aufgenommen werden, so dass die Planetenrad-Trägerplatte 7 nur in einer bestimmten Ausrichtung in die Kammer 9' eingesetzt werden kann. Darüber hinaus ist die Drehmomentübertragung von