AT6877U1 - Lärmschutzeinrichtung an einer gebäudewand - Google Patents

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Abstract

Bei einer Lärmschutzeinrichtung an einer Gebäudewand sind zur Verringerung der Schallreflexion an der Außenseite (4) der Gebäudeaußenwand (5) geschlossene Käfige (1) angebracht, von denen zumindest die von der Gebäudeaußenwand (5) abgelegenen Wände (9) gitterartig ausgebildet sind und in die ein Schaumglassteine (3) aufweisendes Schüttmaterial eingefüllt ist.

Description


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   Die Erfindung betrifft eine Lärmschutzeinrichtung an einer Gebäudewand. 



   Für den Lärmschutz von Anrainem beispielsweise einer stark befahrenen Strasse sind Lärm- schutzwände bekannt. Diese sind zwischen der Lärmquelle und dem vor dem Lärm zu schüt- zenden Bereich aufzustellen und sollen zur Erreichung ihres Zwecks einen möglichst geringen
Schalldurchgang aufweisen. Allerdings sind solche Lärmschutzwände nicht überall einsetzbar, beispielsweise sind in Strassenschluchten im innerstädtischen Bereich solche Lärmschutzwände meist nicht anbringbar. 



   Solche Lärmschutzwände gehören zum Bereich des Tiefbaus. Im Bereich des Hochbaus sind
Lärmschutzeinrichtungen bekannt, die den Schalldurchgang durch eine Gebäudewand verrin- gem sollen. Durch die zu diesem Zweck meist an der Gebäudeaussenwand angebrachten
Lärmschutzverkleidungen soll aufgrund des geringeren Schalldurchgangs durch die Gebäudewand der Geräuschpegel im Gebäudeinneren gesenkt werden. Falls aber Fenster, insbesondere zum Zwecke der Lüftung geöffnet werden, haben solche, beispielsweise als vorgehängte
Fassaden ausgebildete Lärmschutzeinrichtungen kaum mehr eine Wirkung und im Gebäudeinnenraum liegt ein hoher Geräuschpegel vor. 



  Aufgabe der Erfindung ist es, eine neuartige Einrichtung für den Lärmschutz bereitzustellen und erfindungsgemäss gelingt dies durch eine Lärmschutzeinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1. 



  Die Erfindung zielt somit in neuartiger Weise darauf ab, eine Gebäudefassade mit einer hohen Schallabsorption bereitzustellen. Bei einer erfindungsgemässen Einrichtung wird in erster Linie die Schallreflexion der Gebäudeaussenwand wesentlich verringert. Bei im Bereich einer Schallquelle sich befindenden Gebäudewänden, beispielsweise bei Strassenschluchten, wird dadurch die von der Schallquelle in der Umgebung dieses Gebäudes hervorgerufene Lärmbelastung deutlich verringert, beispielsweise für die auf der gegenüberliegenden Seite der Strassenschlucht sich befindenden Anrainer, und zwar sowohl für im Feien als auch in einem Gebäudeinnenraum sich befindende Personen. 



  Günstigerweise kann mit einer erfindungsgemässen Einrichtung eine Schallabsorption von mindestens 6 dB erreicht werden. Bereits bei einer Schallabsorption von 6 dB ist die Lärmbelastung 

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 vor der Gebäudewand (im Bereich zwischen der Schallquelle und der Gebäudewand oder im weiter von der Schallquelle entfernten Bereich) nur so gross, wie wenn überhaupt keine Gebäu- dewand vorhanden wäre. Vorteilhafterweise kann durch eine erfindungsgemässe Einrichtung eine sogar höhere Schallabsorption als 6 dB, beispielsweise 8 dB oder höher erreicht werden. 



   Schaumglassteine (Schaumglasschotter) sind beispielsweise vom Tiefbau her als Boden- schuttmaterialien bekannt. Auch für Lärmschutzwände, die den Bereich, der auf ihrer von der 
Lärmquelle abgewandten Seite liegt, gegenüber der Lärmquelle mittels eines geringen Schall- durchgangs schützen sollen, sind Füllungen aus Schaumglassteinen bereits bekannt. Solche 
Lärmschutzwände zählen ebenfalls zum Bereich des Tiefbaus. 



   Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im Folgenden anhand des in der beilie- genden Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert. In der Zeichnung zeigen : 
Fig. 1 eine Ansicht eines geschlossenen Käfigs, der mit einem Schaumglassteine aufweisen- den Schüttmaterial befüllt ist ; 
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie AA von Fig. 1; 
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie BB von Fig. 1 und 
Fig. 4 eine schematische Ansicht einer Gebäudefassade gemäss der Erfindung. 



   Der aus den Fig. 1 bis 3 ersichtliche quaderförmige Käfig 1 weist allseitig gitterartig ausgebilde- te Wände auf, die z. B. von einem Gitter aus verzinkten Stahlstäben 2 oder Aluminiumstäben gebildet werden. Der Innenraum dieses geschlossenen Käfigs ist im Wesentlichen vollständig mit Schaumglassteinen 3 gefüllt, wobei das Verhältnis der Grössen der Schaumglassteine 3 zu den Maschenöffnungen des Gitters so ist, dass die Schaumglassteine 3 im Käfig 1 zurückgehal- ten werden. Der Einfachheit halber ist in den Fig. nur einer der Schaumglassteine 3 ausge- zeichnet dargestellt, während die übrigen Schaumglassteine lediglich durch die Punktierungen angedeutet sind. 



  Solche Schaumglassteine sind bekannt und können durch Zugabe von Wasserglas und Glyce- rin (beispielsweise 8 bis 10 Vol %) zu granuliertem Recyclingglas und anschliessender Aufhei- zung dieser Mischung, wobei eine Aufschäumung erfolgt, hergestellt werden. Beim Abkühlen des aufgeschäumten Materials entstehen aufgrund der inneren Spannung Brocken, welche in der weiteren Folge entsprechend zerkleinert werden. 



  Die in den Käfig 1 eingefüllten Schaumglassteine können vorzugsweise eine Korngrösse im Be- reich 25 bis 50mm aufweisen. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung besteht das in den Käfig 1 eingebrachte Schüttmaterial vollständig aus Schaumglassteinen. Prinzipiell 

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 wäre auch die Zugabe von weiteren Füllmaterialien denkbar und möglich, wobei ein Gewichts- anteil von mindestens 50% an Schaumglassteinen im Schüttmaterial bevorzugt ist. 



   Zur Ausbildung einer erfindungsgemässen Einrichtung werden vorgefertigte Elemente in Form von solcherart befüllten Käfigen an der Aussenseite 4 einer Gebäudeaussenwand 5 angebracht. 



   Hierzu sind an der der Gebäudeaussenwand 5 zugewandten Wand 6 des Käfigs im gezeigten 
Ausführungsbeispiel in der Nähe der Ecken dieser Wand 6 Halterungsteile 7 angebracht, die hier hakenartig ausgebildet sind. An der Aussenseite 4 der Gebäudeaussenwand 5 sind mit den 
Halterungsteilen 7 zusammenwirkende Aufhängungsteile 8 festgelegt, die im gezeigten Ausfüh- rungsbeispiel Einstecköffnungen für die hakenartigen Halterungsteile 7 aufweisen. Auf diese 
Weise können die vorgefertigten Elemente in Form der befüllten Käfige 1 an der Gebäudeau- &num;enwand angebracht werden, vorzugsweise mit einem Abstand der der Gebäudeaussenwand 5 zugewandten Wand 6 des Käfigs 1 zur Gebäudeaussenwand 5. 



  Anstelle der dargestellten Befestigungsmittel könnten auch andere Befestigungsmittel zur Be- festigung der Käfige 1 an der Gebäudeaussenwand 5 vorgesehen sein, wobei an der Gebäude- aussenwand beispielsweise Befestigungsschienen angebracht sein könnten. Aufgrund des ge- ringen Gewichts der befüllten Käfige eignen sich hierzu praktisch alle bekannten Befestigungs- mittel für Glas- und Blechfassaden. Beispielsweise kann das Flächengewicht der befüllten Käfi- ge 1 im Bereich von 12 bis 18kg pro m2 liegen. 



  Grundsätzlich wäre es auch denkbar und möglich, dass ein oder mehrere Wände des Käfigs 1 geschlossen ausgebildet sind, wobei zumindest die von der Gebäudeaussenwand 5 abgelegene Wand 9 des Käfigs 1 gitterartig ausgebildet ist. Durch eine im Vergleich zur Breite der Gitterstä- be relativ grosse Maschenöffnung wird eine geringe Schallreflexion an dieser Wand 9 des Käfigs 1 erzielt. Aus Gewichtsgründen ist es aber bevorzugt, dass der Käfig 1 allseitig mit gitterartig ausgebildeten Wänden ausgebildet ist. 



  In Fig. 4 ist eine erfindungsgemässe Fassade mit den an der Gebäudeaussenwand 5 angebrach- ten, wie beschrieben befüllten Käfigen 1 schematisch dargestellt. In einem unteren Abschnitt 10 der Gebäudewand, der sich beispielsweise über die unteren drei Meter der Höhe der Gebäu- dewand erstreckt, ist die Gebäudewand im gezeigten Ausführungsbeispiel nahezu vollständig mit befüllten Käfigen 1 überdeckt. Bevorzugterweise liegt der Überdeckungsgrad der Gebäude- wand über die unteren drei Meter ihrer Höhe bei mindestens 50%, wobei eine Bedeckung von mindestens 70% besonders bevorzugt ist und auch eine Bedeckung von 100% möglich ist. In diesem unteren Abschnitt 10 wird durch eine hohe Bedeckung eine besonders effektive Schall- absorption erreicht. In einem darüberliegenden Abschnitt 11weisen die befüllten Käfige 1 dem- gegenüber grössere Abstände zueinander auf.

   Prinzipiell wäre es auch denkbar und möglich, 

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 dass ab einer bestimmten Höhe gar keine solchen befüllten Käfige 1 mehr vorgesehen sind, beispielsweise ab einer Höhe von vier Metern. 



    Um eine einfache Handhabung der vorgefertigten Elemente zu erzielen, betragen die Längen ! @   und Breiten b der Käfige weniger als 3m, wobei Werte von weniger als 2rn besonders bevorzugt sind. Die Dicken d der Käfige (d. h. ihre Abmessungen in Richtung senkrecht zur Oberfläche der Gebäudeaussenwand 5) betragen bevorzugterweise weniger als 40cm, wobei weniger als 20cm besonders bevorzugt sind. Beispielsweise können die Breite, Länge und Dicke des Käfigs 80cm, 120cm und 12cm betragen. 



  Vorteilhafterweise sind bestehende Gebäudewände in einfacher Weise mit einer erfindungsgemässen Einrichtung nachrüstbar.

Claims (11)

  1. Ansprüche : 1. Lärmschutzeinrichtung an einer Gebäudewand, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verrin- gerung der Schallreflexion an der Aussenseite (4) der Gebäudeaussenwand (5) geschlosse- ne Käfige (1) angebracht sind, von denen zumindest die von der Gebäudeaussenwand (5) abgelegenen Wände (9) gitterartig ausgebildet sind und in die ein Schaumglassteine (3) aufweisendes Schüttmaterial eingefüllt ist.
  2. 2. Lärmschutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Überdeckung der Gebäudeaussenwand (5) mit solchen befüllten Käfigen (1) in einem weiter unten gele- genen Abschnitt (10) grösser ist als in einem dem gegenüber höher gelegenen Abschnitt (11).
  3. 3. Lärmschutzeinrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest in einem über die unteren drei Meter der Höhe der Gebäudeaussenwand (5) sich erstreckenden Abschnitt (10) der Gebäudeaussenwand (5) diese zu mindestens 50%, vor- zugsweise zu mindestens 70% mit solchen befüllten Käfigen (1) überdeckt ist.
  4. 4. Lärmschutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Käfige (1) allseitig gitterartig ausgebildete Wände aufweisen.
  5. 5. Lärmschutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Längen und Breiten der Käfige jeweils kleiner als 3m, vorzugsweise kleiner als 2m sind.
  6. 6. Lärmschutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicken der Käfige kleiner als 40cm, vorzugsweise kleiner als 20cm sind.
  7. 7. Lärmschutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenraum der Käfige (1) im Wesentlichen vollständig mit dem Schaumglassteine (3) aufweisenden Schüttmaterial gefüllt ist. <Desc/Clms Page number 6>
  8. 8. Lärmschutzeinrichtung nach einem der Asnprüche T bis 7', dadurch gekennzeichnet, dass das Schüttmaterial zu mindestens 50 Gewichtsprozent, vorzugsweise vollständig von Schaumglassteinen (3) gebildet wird.
  9. 9. Lärmschutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Käfige mit Abstand zur Aussenseite (4) der Gebäudeaussenwand (5) an dieser ange- bracht sind.
  10. 10. Lärmschutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Korngrössen der Schaumglassteine (3) im Bereich zwischen 25mm und 50mm liegen.
  11. 11. Lärmschutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an den der Gebäudeaussenwand (5) zugewandten Wänden (6) der Käfige (1) Halterungstei- le (7) zur lösbaren Halterung der vorgefertigt befüllten Käfige (1) an an der Gebäudeau- &num;enwand (5) angebrachten Aufhängungsteilen (8) angeordnet sind.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL1037110C2 (nl) * 2009-07-09 2011-01-11 Jakob Gerrit Hendrik Pannekoek Geluidsabsorberende, co2 bindende wand.

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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NL1037110C2 (nl) * 2009-07-09 2011-01-11 Jakob Gerrit Hendrik Pannekoek Geluidsabsorberende, co2 bindende wand.

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