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Die vorliegende Neuerung betrifft einen Verbundgussdeckel mit einem Träger aus Metallguss, einer Füllung aus Mineralguss und mit einem Emblem.
Schachtabdeckungen sind als Kanal-, Kabelschacht- und Gullydeckel im heutigen Strassenbild allgegenwärtig. Sie sind meist als Verbundgussteil aus Metall- und Mineralguss ausgeführt, wobei sich hier insbesondere die Kombination von Gusseisen und Beton millionenfach bewährt hat. Der Träger hat im Allgemeinen eine rippenverstärkte Wannenform und weist einen ausgeprägten Kragen auf, welcher auf dem in der Strasse eingelassenen Deckelrahmen aufliegt. Um dem Deckel eine grosse Masse und eine haftende Oberfläche zu verleihen, wird die Wanne bis zum Kragen mit Mineralguss aufgefüllt. Beides geschieht im Sinne der Verkehrsicherheit, da eine Mineralgussoberfläche besser mit Gummireifen harmoniert als Metall und weil ein hinreichend schwerer Deckel nicht von überrollenden Fahrzeugen aus dem Rahmen geschleudert wird.
Abmessungen und Gestalt der Schachtabdeckungen sind weitestgehend durch einschlägige Vorschriften und Regelwerke normiert, so dass triste Eintönigkeit vorherrscht. Aus diesem Grunde wünschen sich Stadtväter und ansässige Geschäftsleute für ihre Stadt immer häufiger individualisierte Kanaldeckel. Sie haben erkannt, dass das eingeprägte Stadtwappen die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt zu steigern vermag, dass ansehnliche Kanaldeckel von touristischem Interesse sein können, oder dass sich Schachtabdeckungen jedweder Art als Werbemedium nutzen lassen.
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Die Individualisierung der Schachtabdeckungen erfolgt auf unterschiedliche Weise. Ein erster Weg besteht darin, die Schachtabdeckung komplett in Metall zu giessen und dabei gänzlich auf eine Betonfüllung zu verzichten. Nachteilig hierbei ist, dass eine vergleichsweise grosse Menge Gusseisen vergossen werden muss, wodurch die Materialkosten des Deckels steigen.
Um dem zu begegnen, entscheiden sich manche Hersteller von Schacht- abdeckungen dafür, einen herkömmlichen, preisgünstigen Verbundgussdeckel mit Hilfe eines metallischen Emblems zu individualisieren. Die verwendeten Embleme ähneln einer Plakette und weisen eine Dekorseite mit dem Stadtwappen, dem Werbelogo des Sponsoren oder etwas ähnliches auf. Die Stückzahl des Emblems bestimmt seinen Fertigungsprozess. Im Allgemeinen entscheidet man sich hier auch für das Giessen, manchmal sogar für den kunsthandwerklichen Bronzeguss. Zur Herstellung des individualisierten Verbundgussdeckels wird ein Normdeckel mit frisch eingefüllten Beton aus der Fertigung entnommen und das Emblem in den frischen Beton eingedrückt.
Dies erfolgt durch mühsame Handarbeit, bei welcher sicher gestellt werden muss, dass die Dekorseite des mitunter sehr schweren Emblems bündig mit der Oberfläche der Betonfüllung und der Oberkante des Trägerkragens abschliesst.
Dieser Fertigungsschritt ist besonders kostenintensiv.
Aufgabe der vorliegenden Neuerung ist es daher, einen Verbundgussdeckel mit Emblem zu schaffen, welcher sich zu geringen Material und Lohnkosten fertigen lässt.
Diese Aufgabe wird bei einem Verbundgussdeckel mit einem Träger aus Metall- guss, einer Füllung aus Mineralguss und einem Emblem dadurch gelöst, dass das Emblem zusammen mit dem Träger zu einem Gussstück zusammen gefasst wird, wobei sich das Emblem zumindest teilweise halbinselartig in der Füllung aus Mineralguss erstreckt.
Ein solcher Verbundgussdeckel hat den zunächst den Vorteil, dass er, abgesehen vom Emblem, weitestgehend der Norm entspricht und zu einem grossem Teil aus kostengünstigem Beton besteht. Dadurch, dass für das Emblem neuer Raum auf der Halbinsel in der Mineralgussfüllung erschlossen wurde, kann das
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Emblem deutlich grösser und augenfälliger sein als Herstellermarken oder Normhinweise, die sich meist in Trägern normgerechter Schachtabdeckungen finden. Die Neuerung erzielt somit einen gelungenen Kompromiss zwischen dem von der Norm geforderten schmalen Trägerrand und einer von den Kunden gewünschten maximale Emblermgrösse.
Die Herstellung des neuartigen Verbundgussdeckels erfolgt zweckmässigerweise mit Hilfe eines neutralen Trägermodells, in dem eine Aufnahme, wie für eine Wechselplatte eingelassen ist. In diese Aufnahme wird ein Positiv des Emblems wie eine Wechselplatte eingelegt. Das Trägermodell wird dann zusammen mit dem Emblempositiv im Sand abgeformt, wodurch eine Sandform für den individuellen Träger entsteht. Diese wird mit Gusseisen gefüllt und nach dessen Erkalten wieder ausgeleert. Man erhält den Rohguss des Trägers mit individualisierendem Emblem. Dieses Verfahren eignet sich insbesondere dafür, eine grössere Stückzahl von Schachtabdeckungen mit einem bestimmten Wappen zu giessen.
Die Neuerung schlägt noch eine weitere Lösung der oben beschriebenen Probleme vor. Demnach soll bei einem Verbundgussdeckel eingangs genannter Art der Träger mit einer Tasche zur Aufnahme des Emblems versehen, und das Emblem in dieser Tasche angeordnet werden.
Ein derartiger Verbundgussdeckel ist ebenfalls einfach herzustellen. Man benötigt hierzu lediglich ein neutrales Gussmodell des mit einer Tasche versehenen Trägers. Der durch die neuartige Tasche erweiterte Träger kann so auf den vorhandenen Form- und Giessmaschinen im industriellen Massstab mit hoher Produktivität gefertigt werden. Auch das Einfüllen des Betons in die Trägerwanne kann vollautomatisiert erfolgen. Der Fertigungsaufwand der Schachtabdeckungen mit Tasche ist somit kaum höher als für konventionelle Schachtabdeckungen nach Norm. Der gegenüber Standard-Schachtabdek- kungen zusätzlich notwendige Arbeitsschritt besteht darin, das Emblem in die Tasche einzulegen. Dies kann nunmehr ohne Schwierigkeiten erfolgen, da der Träger beim Einlegen lange erkaltet und somit fest ist.
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Dieses Verfahren ist im Gegensatz zu dem erst beschriebenen Verfahren dazu geeignet, Verbundgussdeckel herzustellen, die mit ihrem jeweiligen Emblem nur in geringen Stückzahlen nachgefragt werden. Dieses Verfahren gestattet es nämlich, eine gewisse Anzahl neutraler Verbundgussdeckel mit Tasche auf Lager zu legen, und hieraus eine Einzel bestellung rasch zu bedienen, sobald das benötigte Emblem vorliegt.
Um Embleme in dem Verbundgussdeckel unterbringen zu können, welche die normgerechte radiale Breite des Trägerrandes überschreiten, kann der zweite Lösungsvorschlag dahingehend weiter gebildet werden, dass sich die Tasche halbinselartig in dei Füllung aus Mineralguss erstreckt.
Zweckmässigerweise soll die Tasche im wesentlichen die Form eines heraldischen Schildes erhalten. Diese Form bietet sich an, da die nachgefragten Embleme meist das Gemeinde- oder Stadtwappen zum Motiv haben.
Ebenfalls zweckmässig ist es, das Emblem lösbar mit dem Träger zu verbinden.
Das Emblem kann so ausgetauscht werden, wenn ein neuer Sponsor die Werbfläche auf der Schachtabdeckung angemietet hat oder wenn das Emblem unansehnlich geworden ist. Unter Umständen kann es aber auch sinnvoll sein, das Emblem unlösbar mit dem Träger zu verbinden.
Die Neuerung soll nun anhand von Ausführungsbeispielen vorgestellt werden.
Es zeigen:
Figur 1: DIN-Kanaldeckel mit Entlüftungsöffnungen und mit neuartiger Tasche;
Figur 2: DIN-Kanaldeckel mit Entlüftungsöffnungen und eingelegtem Wappen-Emblem;
Figur 3: Kanaldeckel nach DIN, ohne Entlüftungs- öffnungen und mit neuartiger Tasche.
Figur 1 zeigt einen DIN-Kanaldeckel mit Entlüftungsöffnungen, welcher mit der neuartigen Tasche versehen ist. Der Kanaldeckel 1 ist als ein Verbundguss-
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bauteil aus Grauguss und Beton ausgeführt. Er besteht aus einem gusseisernen Träger 2 mit einer Füllung aus Beton 3. Der Träger-ist mit einer Tasche 4 versehen, welche im wesentlichen die Form eines heraldischen Schildes aufweist und sich halbinselartig in der Füllung aus Beton 3 erstreckt. Der Kanaldeckel1verlässt in der dargestellten Form die industrielle Produktion, beide Gusswerkstoffe sind dann weitestgehend erkaltet.
Figur 2 zeigt denselben Kanaldeckel 1, zusätzlich mit einem in der Tasche 4 angeordnetem Emblem 5, welches beispielhaft das Landeswappen Nordrhein- Westfalens zeigt. Das Emblem 5 kann in Kunstwerkstätten, aber auch industriell gegossen werden. Andere Fertigungsverfahren sind ebenfalls möglich, die Auswahl eines geeigneten Prozesses wird sich letztendlich an künstlerischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten orientieren. Die Verbindung des Emblems 5 mit dem Träger 2 kann auch auf unterschiedliche Weise erfolgen.
Ausschlaggebend wird hier der Werkstoff und die Gestalt des Emblems 5 sein.
Zweckmässig kann sowohl eine lösbare als auch eine unlösbare Verbindung sein.
Figur 3 zeigt einen anderen Verbundgussdeckel mit neuartiger Tasche 4, hier einen Kanaldeckel 6 nach DIN ohne Entlüftungsöffnungen.