<Desc/Clms Page number 1>
Empfangseinrichtung für Unterwasserschallsignale.
Die Erfindung betrifft Empfänger für Unterwasserschallsignale, bei welchen zwischen eine die Schallschwingungen unmittelbar aus dem umgebenden Wasser aufnehmende Membran, also vorzugsweise die Bordwand eines Schiffes und einen Apparat, der dazu dient, die empfangene Schallenergie auf den eigentlichen Hörer zu übertragen, also beispielsweise ein Mikrophon, ein mit möglichst geringer Eigendämpfung begabtes, auf die empfangene Tonhöhe abgestimmtes System, beispielsweise eine Stimmgabel eingeschaltet ist. Eine aus den erwähnten Elementen bestehende Anordnung wird also z.
B. dadurch erhalten. wenn man eine Stimmgabel, die auf die verlangte Tonhöhe abgestimmt ist, mit ihrem Stiel an der Bordwand befestigt und zwischen ihren Zinken ein Mikrophon derart anordnet, dass die beiden Elektroden mit den heidon Zinkan verbunden sind. Die Empfindlichkeit eines solchen Systems wird am grössten, wenn die Nutzdämpfung, das ist die Dämpfung der Stimmgabel durch das Mikrophon, gleich ist der Strahlungsdämpfung, das ist die Dämpfung der Stimmgahel durch die Bordwand und das daranstossende Wasser.
Die Emreguiierung der Nutzd@mpfung und der Strahlungsdämpfung aufeinander derart, dass sie möglichst gleiche Werte annehmen, lässt sich am einfachsten in der Weise ausführen.
EMI1.1
Mikrophondämpfung im Vergleich zur Strahlendämpfung bei fest gekoppelter Stimmgabel ist.
Werden auf diese Weise die beiden Dainpfniigen nach der Forderung der Theorie
EMI1.2
auch für alle Störungsgeräusche ausserordentlich empfindlich wird. Die Folge ist häutig und besonders, wenn die Signale aus grösseren Entfernungen kommen, also lautschwach sind, dass es unmöglich wird, sie überhaupt unter anderen störenden Geräuschen herauszuhören.
Die Erfinder haben nun durch Versuche gefunden, dass die Empfindlichkeit für die reinen und hohen Töne der Signale nicht gleichmässig abnimmt, wenn man die Koppelung zwischen Bordwand und Stimmgabel oder dgl. so ändert, dass Jer Wert der Strahlungs- dämpfung unter den Wert der Mikrophondämpfung sinkt. W@nn man bei ruhendem Schiff, also möglichst störungsfreier Umgehung die koppelung zunehmend lose macht, so findet man übereinstimmend mit der Theorie ein deutlich ausgeprägtes Maximum der Empfindlichkeit, wenn die beiden Dämpfungen einander gleich werden.
Wenn man aber mit einem so eingestellten Apparat das Schiff in Bewegung setzt, so dass durch das Vorbeistreichen des
EMI1.3
so werden die ankommenden Signale im Hörer dermassen von diesen Störungen überdeckt, dass sie nicht mehr zn unterscheiden sind, wenn sie nicht sehr laut sind. Wenn man dann die Koppelung zunehmend loser macht, so dass also die Strahlungsdämpfung nunmehr kleiner wird als die Mikrophondämpfung, so nimmt die Empfindlichkeit für die Störungs- @ geräusche erhablich schneller ah, als die Empfindlichkeit für die Signale und diese treten
EMI1.4
<Desc/Clms Page number 2>
Dieser Schwierigkeit begegnet die Erfindung, indem entweder der Empfangsappal'at für eine mittlere Empfindung eingestellt wird, d. h. indem die Strahlungsdämpfung um soviel niedriger gemacht wird als die Mikrophondämpfung, dass bei einer mittleren Stärke der Störungsgeräusche die beste Empfindlichkeit erhalten wird, oder indem zwei Empfangsapparate vorgesehen werden, von denen der eine für ruhiges Wasser und der andere für die stärksten vorkommenden Störungsgeräusche eingestellt ist.
Bei der ersten Ausführungsform muss man dann auf die Möglichkeit, sehr lautschwache Signale noch zu empfangen, sowohl bei vollkommener Ruhe wie bei stärksten Störungen verzichten, gewinnt aber den Vorteil, im Durchschnitt besser zu hören, als mit einem Empfänger, der auf die höchste Empfindlichkeit für ruhiges Wasser eingestellt ist. Im zweiten Falle kann man den Hörer je nach dem Zustand des umgebenden Wassers entweder auf den einen oder den anderen der beiden Empfänger schalten und ausprobieren, mit welchem von beiden man besser hört. Diese Ausführungsform ist für alle Fälle die vollkommener von beiden.
PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Empfangseinrichtung für UnterwasserschaJ1signale, bei welcher zwischen eine den Schall aufnehmende Membran (Schiffsw8nd) und einen Empfangsapparat (Mikrophon) ein System von möglichst geringer Eigendämpfung (Stimmgabel) geschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfung des Systems durch die Membran und das umgebende Wasser (Strahlungsdämpfung) kleiner gemacht wird, als die Dämpfung des Systems durch den Empfangsapparat (Mikrophondämpfung).