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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Ausbringen eines riesel- bzw. streufähigen Materials, beispielsweise von Saatgut, Dünger, Salz, Ölbindemittel oder ähnlichen Granulaten, mit einem Vorratsbehälter, aus welchem das Material über wenigstens eine insbeson- dere verschliessbare Austragsöffnung auf zwei scheiben- bzw. tellerartige Verteileinrichtungen, insbesondere unter Einfluss der Schwerkraft, ausbringbar ist, wobei die Verteileinrichtungen zu einer rotierenden Bewegung antreibbar sind.
Im Zusammenhang mit derartigen Vorrichtungen zum Ausbringen eines riesel- bzw. streufähi- gen Materials, beispielsweise von Saatgut oder Dünger, sind unterschiedliche Ausführungsformen bekannt, wobei in diesem Zusammenhang beispielsweise auf die DE-A 198 29 782, die DE-A 195 13 423, die DE-C 42 37 141, die DE-A 101 26 233, die EP-A 1 020 565, die DE-U 201 17 007 oder die EP-A 1 129 608 verwiesen wird. Bei diesen bekannten Ausführungsfor- men findet in der überwiegenden Mehrzahl jeweils eine teller- bzw. scheibenartige Verteileinrich- tung Verwendung, welche beispielsweise über eine Zapfwelle eines entsprechenden Fahrzeugs zur Halterung der Vorrichtung oder einen getrennten Elektromotor angetrieben wird.
Nachteilig bei derartigen mit einer einzigen Verteileinrichtung bzw. einem einzigen Streuer ausgebildeten Vorrich- tungen ist insbesondere die Tatsache, dass eine qualitativ zufriedenstellende Verteilung des auszu- bringenden, riesel- bzw. streufähigen Materials, beispielsweise von Saatgut oder Dünger, nur in einer geringen Breite möglich ist. Falls bei derartigen Vorrichtungen mit lediglich einer Streuvorrich- tung versucht werden sollte, grössere Bereiche bzw. Breiten zu überstreichen, ist davon auszuge- hen, dass sich insbesondere in Randbereichen eine ungleichmässige bzw. uneinheitliche Verteilung des auszubringenden Materials ergibt, so dass kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielbar ist.
Zur wenigstens teilweisen Behebung von derartigen, mit lediglich einer scheiben- bzw. tellerar- tigen Verteileinrichtung versehenen Vorrichtung zum Ausbringen eines riesel- bzw. streufähigen Materials wurden Vorrichtungen vorgeschlagen, bei welchen über ein Verteilergetriebe ausgehend von einer Zapfwelle im wesentlichen zwei nebeneinander liegende Verteileinrichtungen antreibbar sind, so dass beispielsweise eine Erhöhung der Breite von auszubringendem Material mit einer derartigen Vorrichtung erzielbar ist. Nachteilig bei diesen bekannten Ausführungsformen ist jedoch die Tatsache, dass eine derartige Vorrichtung nur an speziellen Fahrzeugen, beispielsweise einem Traktor, welche über eine Abtriebsmöglichkeit mittels einer Zapfwelle verfügen, verwendet werden kann, wobei naturgemäss keinerlei Freiheiten im Hinblick auf eine Festlegung bzw.
Orientierung einer derartigen Vorrichtung an einem derartigen Fahrzeug zur Verfügung stehen.
Die vorliegende Erfindung zielt nunmehr darauf ab, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zum Ausbringen von riesel- bzw. streufähigem Material dahingehend weiterzubilden, dass neben einer Erzielung eines verbesserten Ausbringens des riesel- bzw. streufähigen Materials auch eine Festlegung einer erfindungsgemässen Vorrichtung an unterschiedlichsten Fahrzeugen, insbesondere unabhängig von einer Zapfwelle eines entsprechenden Spezialfahrzeugs, möglich wird.
Zur Lösung dieser Aufgaben ist eine Vorrichtung der eingangs genannten Art im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass die Verteileinrichtungen mit einem von einem Elektromotor gebilde- ten Antrieb jeweils über ein Getriebeelement gekoppelt sind. Dadurch, dass erfindungsgemäss zwei Verteileinrichtungen jeweils mit einem von einem Elektromotor gebildeten Antrieb gekoppelt bzw. koppelbar sind, wird es möglich, ein entsprechend verbessertes Ausbringen des riesel- bzw. streu- fähigen Materials zu ergeben, da grössere Breiten bzw. Arbeitsbreiten bei verbesserter Verteilungs- qualität überstrichen werden können.
Darüber hinaus wird es durch die erfindungsgemäss vorge- schlagene Verwendung eines Elektromotors für die zwei Verteileinrichtungen unter Verwendung eines Getriebes bzw. jeweils eines Getriebeelements möglich, die erfindungsgemässe Vorrichtung unabhängig von einem Vorsehen einer Zapfwelle an einem entsprechenden Spezialfahrzeug an einer Vielzahl von Fahrzeugen festzulegen, so dass der Einsatzbereich der erfindungsgemässen Vorrichtung stark vergrössert und verbessert wird. Darüber hinaus ergeben sich entsprechend erhöhte Freiheiten bzw. Konstruktionsmöglichkeiten betreffend das Vorsehen einer gegebenenfalls erforderlichen Trag- bzw. Festlegungsanordnung für die erfindungsgemässe Vorrichtung an einem Fahrzeug. Durch die erfindungsgemäss mögliche Verbesserung bzw.
Vergrösserung der Arbeitsbrei- te sowie verbesserte Verteilungsqualität lässt sich nicht nur mit verringertem Arbeits- bzw. Zeitauf- wand das riesel- bzw. streufähige Material ausbringen, sondern es lassen sich auch Einsparungen beim riesel- bzw. streufähigen Material erzielen.
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Für eine weitere Verbesserung der Verteilungsqualität wird gemäss einer bevorzugten Ausfüh- rungsform vorgeschlagen, dass die Verteileinrichtungen getrennt regel- bzw. steuerbar sind. Durch eine derartige, getrennte Regel- bzw. Steuerbarkeit der von dem Elektromotor angetriebenen Verteileinrichtungen lässt sich beispielsweise für den Fall, dass lediglich Teilbereiche mit dem aus- zubringenden, riesel- bzw. streufähigen Material zu versorgen sind, dies in einfacher Weise steu- ern, so dass wiederum der Materialeinsatz minimiert bzw. optimiert werden kann.
Gemäss einer weiters bevorzugten Ausführungsform wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass ein Sensor zur Feststellung der angehobenen oder abgesenkten Lage der an einem Fahrzeug festgelegten Vorrichtung vorgesehen ist, welcher mit einem Verschiebeantrieb zum Öffnen und Schliessen der Austragsöffnung des Vorratsbehälters und/oder einer Leistungszufuhr zu dem Elektromotor koppelbar ist.
Ein derartigen Sensor zur Feststellung der angehobenen oder abge- senkten Lage bzw. der Einsatzposition der erfindungsgemässen Vorrichtung ermöglicht selbsttätig eine Unterbrechung einer weiteren Materialzufuhr, beispielsweise bei einem Wendevorgang bzw. einem Feldwechsel, wobei erfindungsgemäss entweder die Austragsöffnung aus dem Vorratsbehäl- ter entsprechend verschlossen oder durch Unterbrechung der Leistungszufuhr zu dem Elektromo- tor ein weiteres Ausbringen von Material aus der erfindungsgemässen Vorrichtung unterbunden wird. Der Schieber bzw. Verschiebeantrieb kann beispielsweise eine elektronische Regelung bzw.
Steuerung insbesondere für eine prozentweise Einstellung einer Öffnung in einem Bereich von 0 bis 100 aufweisen.
Für eine weitere Optimierung der Menge des auszubringenden, riesel- bzw. streufähigen Mate- rials wird darüber hinaus vorgeschlagen, dass ein Sensor zur Feststellung der Geschwindigkeit des die Vorrichtung tragenden Fahrzeugs vorgesehen ist, welcher mit einem Verschiebeantrieb zum Öffnen und Schliessen der Austragsöffnung des Vorratsbehälters und/oder einer Regelung der Drehzahl des Elektromotors der Verteileinrichtungen koppelbar ist, wie dies einer weiters bevor- zugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung entspricht. Ein derartiger Sensor kann beispielsweise mit einer Einrichtung bzw.
Vorrichtung zur Ermittlung der Geschwindigkeit des Fahrzeugs, an welchem die erfindungsgemässe Vorrichtung festgelegt ist, gekoppelt sein, so dass entsprechend angepasst an die Geschwindigkeit des Fahrzeugs auch eine optimierte und damit an den Einsatzzweck angepasste, reduzierte Menge des auszubringenden Materials beispielsweise im wesentlichen automatisch bzw. selbsttätig erzielbar ist.
Für eine weitere Optimierung bei der Dosierung ist gemäss einer weiters bevorzugten Ausfüh- rungsform vorgesehen, dass jeder Verteileinrichtung ein getrennter Verschiebeantrieb zum Öffnen und Schliessen der Austragsöffnung zugeordnet ist. Durch einen derartigen, jeweils getrennten Verschiebeantrieb lässt sich jeder einzelne Streuscheibenteil bzw. jede einzelne Verteileinrichtung getrennt ansteuern und es kann somit die durch jeweils eine Verteileinrichtung auszugebende Menge exakt entsprechend den Anforderungen dosiert werden.
Für eine zusätzliche Optimierung beim Ausbringen des riesel- bzw. streufähigen Materials ent- weder in Anpassung an unterschiedliche, örtliche Gegebenheiten und/oder in Anpassung an gege- benenfalls unterschiedliche Materialeigenschaften wird gemäss einer weiters bevorzugten Ausfüh- rungsform vorgeschlagen, dass die Verteileinrichtungen mit an sich bekannten Wurfschaufeln ausgebildet sind, welche in ihrer Neigung und/oder Orientierung relativ zu einer radialen Richtun- gen der tellerförmigen Verteileinrichtungen verstellbar ausgebildet sind. Durch Verstellung der Neigung und/oder Orientierung der Wurfschaufeln lassen sich beispielsweise die Arbeitsbreite und das Streubild variieren, welche mit der erfindungsgemässen Vorrichtung überstrichen werden kann.
In diesem Zusammenhang wird gemäss einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschla- gen, dass die Neigung und/oder Orientierung der Wurfschaufeln automatisch, insbesondere in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des die Vorrichtung tragenden Fahrzeugs regel- bzw. steu- erbar ist, so dass wiederum beispielsweise in Abhängigkeit von der bzw. Anpassung an die Ge- schwindigkeit des Fahrzeugs eine Optimierung des Materialeinsatzes erzielbar ist.
Das Streubild kann darüber hinaus für verschiedene Materialien und/oder Arbeitsbreiten durch Beeinflussung der relativen Lage zwischen der Austragsöffnung und insbesondere den Wurfschau- feln der Verteileinrichtungen optimiert werden, wobei in diesem Zusammenhang gemäss einer weiters bevorzugten Ausführungsform erfindungsgemäss vorgeschlagen wird, dass zwischen der Ausbringöffnung des Vorratsbehälters und der Verteileinrichtung eine Leiteinrichtung zur Aufbrin- gung des auszubringenden Materials auf die Verteileinrichtung vorgesehen ist.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der beiliegenden Zeichnung schematisch dar- gestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 eine schematische Ansicht einer erfindungsgemässen Vorrichtung zum Ausbringen eines riesel- bzw. streufähigen Materials;
Fig. 2 eine Seitenansicht auf die erfindungsgemässe Vorrichtung entsprechend dem Pfeil 11 der Fig. 1, wobei Fig. 1 eine Ansicht entsprechend Pfeil I der Fig. 2 ist;
Fig. 3 eine Detailansicht der scheiben- bzw. tellerförmigen Verteileinrichtungen der Vorrichtung gemäss Fig. 1;
Fig. 4 in vergrössertem Massstab eine Detailansicht des Teilbereichs IV der Fig. 3;
Fig. 5 in einer zu Fig. 4 ähnlichen Darstellung eine Detailansicht einer abgewandelten Ausfüh- rungsform einer Verteileinrichtung einer erfindungsgemässen Vorrichtung;
Fig. 6 eine teilweise Draufsicht auf die Verteileinrichtung gemäss Fig. 5;
Fig. 7 ein schematisches Schaltungsdiagramm zum Betrieb der erfindungsgemässen Vorrich- tung ;
Fig. 8 in einer wiederum zu Fig. 4 ähnlichen Darstellung eine Detailansicht einer weiteren, ab- gewandelten Ausführungsform einer Verteileinrichtung einer erfindungsgemässen Vorrichtung;
Fig. 9 eine teilweise Draufsicht auf die Verteileinrichtung gemäss Fig. 8 ; Fig. 10 eine Draufsicht auf eine abgewandelte Ausführungsform einer erfindungsgemässen Vor- richtung, wobei jeder Verteileinrichtung ein getrennter Verschiebeantrieb zugeordnet ist.
In Fig. 1 und 2 ist allgemein mit 1 eine Vorrichtung zum Ausbringen eines riesel- bzw. streufä- higen Materials bezeichnet, wobei ein Vorratsbehälter 2 vorgesehen ist, welcher beispielsweise durch einen Deckel 2' abschliessbar ist. Aus dem Vorratsbehälter 2 wird über schematisch ange- deutete Austragsöffnungen 3 das Material jeweils zu einer scheiben- bzw. tellerartigen Verteilein- richtung 4 ausgebracht, welche nachfolgend im Detail näher erörtert werden. Jede der Verteilein- richtungen 4 wird über einen Antrieb, welcher von einem Elektromotor 5 gebildet ist, unter Zwi- schenschaltung eines Getriebes bzw. Getriebeelements 20 angetrieben, so dass die Verteileinrich- tungen 4 zu einer Drehbewegung zum Ausbringen bzw. Verteilen des im Vorratsbehälter 2 enthal- tenen, riesel- bzw. streufähigen Materials dienen.
Das Element 20 kann von einem Untersetzungs- getriebe, einem Keilriemen, einem Zahnriemen oder einem ähnlichen Übertragungs- bzw. Getrie- beelement gebildet sein.
Die Vorrichtung 1 ist über eine schematisch mit 7 und 8 angedeutete Tragvorrichtung an einem nicht näher dargestellten Fahrzeug festlegbar, um das im Vorratsbehälter 2 enthaltene Material bei einem Fahren des Fahrzeugs beispielsweise auf einem Feld oder dgl. zu verteilen.
Bei den detaillierten Darstellungen gemäss Fig. 3 und 4 sind im wesentlichen die Teilbereiche der teller- bzw. scheibenförmigen Verteileinrichtungen 4 sowie einer Mehrzahl von Verstellmecha- nismen näher angedeutet. Wie aus Fig. 3 ersichtlich, sind zwei teller- bzw. scheibenförmige Ver- teileinrichtungen 4 nebeneinander vorgesehen, wobei eine Rotationsachse jeweils mit 9 angedeu- tet ist.
Wie aus Fig. 3 und 4 ersichtlich, ist ein über einen Hebelmechanismus 10 betätigbarer Verschluss für die Austragsöffnung des nicht näher dargestellten Vorratsbehälters angedeutet, wobei ein Verschlusselement jeweils mit 11 bezeichnet ist. Zusätzlich sind an den tellerförmigen Verteileinrichtungen 4 jeweils eine Mehrzahl von Wurfschaufeln 12 vorgesehen, welche beispiels- weise in den schematisch angedeuteten Langlöchern 13 verstellbar sind, so dass derart die Verteil- leistung bzw. -qualität der Verteileinrichtungen 4 veränderbar ist.
In Fig. 5 und 6 ist eine abgewandelte Ausführungsform einer scheiben- bzw. tellerartigen Ver- teileinrichtung 4 dargestellt, wobei wiederum ein Verschluss für eine nicht näher dargestellte Aus- tragsöffnung mit 11 bezeichnet ist. Zusätzlich ist eine Leiteinrichtung 14 angedeutet, welche eine Neupositionierung bzw. Änderung der Positionierung des Auftreffpunkts des Materials auf die Verteileinrichtung 4 verändert.
In Fig. 5 und 6 sind ähnlich wie bei der Ausführungsform gemäss Fig. 4 verstellbare und wie- derum mit 12 bezeichnete Auswurfschaufeln vorgesehen.
In Fig. 8 und 9 ist eine weitere, abgewandelte Ausführungsform einer scheiben- bzw. tellerarti- gen Verteileinrichtung 4 dargestellt, wobei eine Leiteinrichtung mit 14 bezeichnet ist. Im Gegensatz zu der Ausführungsform gemäss Fig. 5 und 6 sind lediglich zwei verstellbare Wurfschaufeln 12 vorgesehen, wobei Langlöcher 13 für eine Verstellung angedeutet sind. Durch eine derartige
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Verstellung der Wurfschaufeln 12 kann die Verteilleistung bzw. -qualität der gesamten Verteilein- richtung 4 durch Optimierung des Streubilds für verschiedene Materialien und/oder Arbeitsbreiten verändert werden.
In dem schematischen Schaltungsdiagramm gemäss Fig. 7 sind ein Sensor 15 sowie ein Sen- sor 16 angedeutet, wobei der Sensor 15 zur Feststellung der angehobenen und abgesenkten Lage der Vorrichtung 1 an einem Fahrzeug dient, während über den Sensor 16 die Geschwindigkeit des die Vorrichtung 1 tragenden Fahrzeugs ermittelt werden kann. Wie in dem schematischen Dia- gramm gemäss Fig. 7 ersichtlich, sind beide Sensoren 15 und 16 sowohl mit einem Verschiebean- trieb 17 zur Betätigung des in den vorangehenden Figuren dargestellten Hebelmechanismus 10 zum Öffnen und Schliessen der Austragsöffnung als auch mit einer Leistungszufuhr 18 gekoppelt bzw. koppelbar, wobei die Leistungszufuhr 18 mit dem Elektromotor 5 für die Verteileinrichtungen 4 gekoppelt ist.
Es lässt sich somit in Abhängigkeit von der Einsatzlage der Vorrichtung 1 und/oder von der Geschwindigkeit des die Vorrichtung tragenden Fahrzeugs die Zufuhr des durch die Vor- richtung 1 auszubringenden, streu- bzw. rieselfähigen Materials regeln bzw. steuern und somit der Materialeinsatz beispielsweise im Hinblick auf eine Kostenreduzierung und -optimierung entspre- chend reduzieren bzw. optimieren.
Bei Anordnung einer Vorrichtung 1 zum Ausbringen eines riesel- bzw. streufähigen Materials an einem entsprechend ausgerüsteten Zugfahrzeug, insbesondere einem Traktor, kann eine Ermittlung der angehobenen und abgesenkten Lage der Vorrichtung 1 sowie der Geschwindigkeit des die Vorrichtung tragenden Fahrzeugs anstelle einer Verwendung von getrennten Sensoren 15, 16, wie sie in Fig. 7 angedeutet sind, beispielsweise unmittelbar durch Übermittlung der entspre- chenden Daten über einen sogenannten ISOBUS erfolgen, welcher eine standardisierte bzw. genormte Schnittstelle darstellt, über welche zumindest die für den Betrieb der vorliegenden Vor- richtung 1 erforderlichen Daten unmittelbar für eine weitere Regelung bzw. Steuerung einzelner Parameter der Vorrichtung 1 zur Verfügung gestellt werden können.
In der Darstellung gemäss Fig. 10 ist ersichtlich, dass jeweils einer wiederum mit 14 bezeichne- ten Leiteinrichtung ein getrennter Stellmotor bzw. Verschiebeantrieb 19 zugeordnet ist, so dass für die Verteileinrichtungen bzw. Streuteller 4 eine getrennte Dosierung des auszubringenden Materi- als entsprechend den Anforderungen vorgenommen werden kann. Gewünschtenfalls kann somit beispielsweise lediglich einer Verteileinrichtung 4 Material zugeführt werden, so dass entsprechend nur auf einer Seite das riesel- bzw. streufähige Material ausgebracht wird.
Im Zusammenhang mit der in Fig. 10 dargestellten, getrennten Anordnung von Verschiebean- trieben 19 lässt sich darüber hinaus unter Einsatz eines elektrischen bzw. elektronischen Steuer- moduls, welches teilweise schematisch in Fig. 7 angedeutet ist, überprüfen, ob Durchflussöffnungen für das auszubringende Material zu den einzelnen Verteileinrichtungen 4 Verstopfungen aufweisen und/oder ob beispielsweise der Vorratsbehälter 2 leer ist.
Mit dem Steuermodul wird beispielsweise die Stromaufnahme gemessen und bei offenem und geschlossenem Schieber bzw. offener und geschlossener Leiteinrichtung 14 die Stromaufnahme ermittelt. Für eine Überprüfung der Funktionsfähigkeit kann untersucht werden, ob es einen mess- baren Unterschied in der Stromaufnahme zwischen einem Zustand eines Streuens und Nichtstreu- ens gibt, d. h. bei jeweiliger Stellung der Verschiebeantriebe 19 betreffend eine Öffnung oder ein Schliessen der zugehörigen Austragsöffnung aus dem Behälter 2.
Sollte während des Betriebs festgestellt werden, dass kein Unterschied mehr zwischen einer geöffneten und geschlossenen Lage der jeweiligen Austragsöffnung bzw. einer entsprechenden Lage der Leiteinrichtung 14 vorliegt, so kann beispielsweise eine Warnmeldung oder ein akustisches Signal ausgegeben werden, wobei dies darauf hinweist, dass entweder eine Verstopfung der Austragsöffnung aus dem Behälter 2 zu der jeweiligen Leiteinrichtung 14 bzw. der jeweiligen Verteileinrichtung 4 vorliegt oder gegebenenfalls der Behälter 2 leer ist.
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