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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Pflanzstab zur Abstützung von Pflanzen, wie beispielsweise Weinstöcken, welcher aus einem im wesentlichen rohr- bzw. stabförmigen Material hergestellt ist.
Im Zusammenhang mit einer Herstellung von Pflanzstäben zur Abstützung von Pflanzen sind unterschiedliche Ausführungsformen bekannt. So ist beispielsweise für Bohnengewächse oder dgl. das Vorsehen von spiralförmig gewundenen Pflanzstäben bekannt, entlang welchen sich derartige Pflanzen aufrichten können. Weiters ist beispielsweise aus der DE-U 88 13 602 ein Pflanzstab bekannt, welcher aus einem speziellen, unverrottbaren Kunststoffmaterial hergestellt sein soll.
Weiters ist beispielsweise aus der AT-B 388 644 ein Pflanzstab aus Metallblech bekannt, wobei durch eine entsprechende Aussenkontur bzw. Verformungen im Kantenbereich Halt für eine Pflanze geboten werden soll.
Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, einen Pflanzstab der eingangs genannten Art dahin- gehend weiterzubilden, dass eine zuverlässige Halterung bzw. Abstützung für Pflanzen ermöglicht wird und eine Optimierung der Triebverteilung erreicht werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein erfindungsgemässer Pflanzstab der eingangs genannten Art im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass der Pflanzstab an seinem von einem im Boden bzw.
Erdreich zu verankernden Verankerungsende abgewandten Ende in eine insbesondere in einer Ebene liegende, in einer Draufsicht mehrfach abgewinkelte bzw. gekrümmte Form gebogen ist.
Dadurch, dass der Pflanzstab an seinem vom Verankerungsende im Boden abgewandten Ende eine mehrfach abgewinkelte bzw. gekrümmte Form aufweist, welche insbesondere in einer Ebene liegt, wird eine flache Ausbildung des Pflanzstabs zur Verfügung gestellt, wobei dieser entspre- chend nahe an einer abzustützenden Pflanze angeordnet werden kann und durch die mehrfachen Abwinkelungen bzw. mehrfachen Krümmungen auch mehrere Teilbereiche für ein zuverlässiges Halten bzw. Abstützen der Pflanze zur Verfügung stellt. Darüber hinaus kann durch entsprechende Formgebung bzw. Abwinkelung des aus dem Boden vorragenden Endes eine Anpassung an gegebenenfalls unterschiedliche, abzustützende Pflanzen vorgenommen werden.
Weiters wird durch die erfindungsgemäss bevorzugt vorgeschlagene, gekrümmte bzw. abgewinkelte Ausfüh- rungsform in einer Ebene einer Lagerhaltung derartiger Pflanzstäbe mit geringem Platzbedarf ermöglicht, wobei darüber hinaus mit einfachen Biegewerkzeugen zur Herstellung eines derartigen Pflanzstabs das Auslangen gefunden werden kann.
Um einen weitestgehend geschlossenen Abstützbereich für eine zuverlässige Halterung der Pflanze zu ermöglichen, ist gemäss einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass der Pflanzstab an seinem mehrfach abgewinkelten Ende drei jeweils einen im wesentlichen rechten Winkel miteinander einschliessende Teilbereiche umfasst, wobei zusätzlich ein Endabschnitt des Pflanzstabs in das Innere der durch die drei im wesentlichen rechtwinkelig gebogenen Abschnitte definierten Ebene bzw. Fläche gebogen ist.
Durch derartige jeweils im wesentlichen einen rechten Winkel miteinander einschliessende Teilbereiche kann beispielsweise bei einem Einsatz eines derartigen Pflanzstabs für Weinstöcke ausgehend von einem Jungtrieb eine zuverlässige Befesti- gung eines derartigen Jungtriebes erfolgen, wobei in weiterer Folge an den Umlenkstellen bzw. an den im wesentlichen normal aufeinander stehenden Teilbereichen eine weitere Umlenkung bzw. ordnungsgemässe Festlegung der Triebe vorgenommen werden kann, so dass die beispielsweise in Spalierreihen vorgesehenen bzw. gepflanzten Weinstöcke neben einer Halterung durch einen erfindungsgemässen Pflanzstab auch an zusätzlich vorgesehenen Halteeinrichtungen, insbesonde- re in unterschiedlichen Höhen gespannten Drähten, festgelegt werden können.
Gemäss einer weiters bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Pflanzstab an sei- nem freien Ende unter Ausbildung einer im wesentlichen U-förmigen Halterung gebogen ist, wobei eine insbesondere in das Innere der mehrfach abgewinkelten bzw. gebogenen Form ragende, U-förmige Halterung eine zusätzliche Anlenkstelle für die abzustützende Pflanze und/oder gegebe- nenfalls für Zusatzeinrichtungen zur Verfügung stellt, wie dies unten im Detail näher erörtert wird.
Um eine wenigstens teilweise geschlossene Form des abgewinkelten bzw. gekrümmten Teilbe- reichs zur Verfügung zu stellen, wird gemäss einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorge- schlagen, dass die die abgewinkelte bzw. gebogene Form ausbildenden Knickstellen jeweils gleich- sinnig orientiert sind.
Für eine wenigstens teilweise symmetrische Form wird in diesem Zusammenhang darüber hin- aus vorgeschlagen, dass ausgehend von dem Verankerungsende eine Knickstelle mit gegenüber
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den anderen Knickstellen entgegengesetzter Orientierung vorgesehen ist, wie dies einer weiters bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Pflanzstabs entspricht.
Um eine möglichst gleichmässige Beanspruchung des Pflanzstabs zu erzielen und aussermittige Belastungen zu vermeiden, so dass auch mit gegebenenfalls kurzen Längen einer Verankerung im Erdreich bzw. einer Verankerung in losen Böden das Auslangen gefunden werden kann, wird gemäss einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass das Verankerungsende im wesentlichen mittig zu dem gekrümmten bzw. abgewinkelt ausgebildeten Teilbereich des Pflanz- stabs verläuft. Derart verläuft somit die durch das Verankerungsende definierte Längsachse des erfindungsgemässen Pflanzstabs im wesentlichen mittig durch den eine abgewinkelte bzw. gekrümmte Form aufweisenden, vom Verankerungsende abgewandten Endbereich des Pflanzstabs.
Wie oben bereits angedeutet, kann der erfindungsgemässe Pflanzstab beispielsweise bei einem Einsatz zur Abstützung von Weinstöcken zusätzlich zu bestehenden Abstützelementen, insbeson- dere gespannten Drähten, verwendet werden, wobei in diesem Zusammenhang gemäss einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen wird, dass am Pflanzstab Aufnahmeelemente für eine Anordnung von Zusatzeinrichtungen, beispielsweise eines Bewässerungsschlauches und/oder eines Drahts vorgesehen sind. Neben einem Draht, welcher in entsprechenden Höhen bei einer reihen- bzw. spalierartigen Anordnung von Weinstöcken vorgesehen ist, kann darüber hinaus bei Einsatz des erfindungsgemässen Pflanzstabs eine einfache Möglichkeit einer Anordnung eines Bewässerungsschlauchs oder dgl. gegeben werden.
Um eine ordnungsgemässe Positionierung derartiger Zusatzeinrichtungen zu ermöglichen, wird gemäss einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass die Aufnahmeelemente aus einen spitzen Winkel miteinander einschliessenden Teilbereichen des abgewinkelten Bereichs des Pflanzstabs ausgebildet sind.
Während in vielen Fällen durch eine gesicherte Aufnahme bzw. Positionierung von Zusatzein- richtungen an einem erfindungsgemässen Pflanzstab das Auslangen gefunden werden kann, wird gemäss einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass zusätzliche Verankerungs- bzw. Verriegelungselemente für Zusatzeinrichtungen vorgesehen sind, so dass durch derartige Verankerungs- bzw. Verriegelungselemente nicht nur eine zuverlässige Positionierung, sondern auch eine Festlegung bzw. Arretierung derartiger Zusatzeinrichtungen an dem Pflanzstab vorge- nommen werden kann.
Wie oben bereits angedeutet, ist beispielsweise bei einer Verwendung des Pflanzstabs für die Aufzucht von Weinstöcken eine Umlenkmöglichkeit für Triebe wünschenswert, wobei in diesem Zusammenhang gemäss einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen wird, dass der abgewinkelte bzw. gebogene Bereich einen Teilbereich aufweist, welcher im wesentlichen normal auf die durch das Verankerungsende definierte Längserstreckung des Pflanzstabs verläuft. Durch einen derartigen normal auf die Längsrichtung des Pflanzstabs vorgesehenen Teilbereich wird weiters eine definierte Auflagerfläche zur Verfügung gestellt, über welche ein gezieltes Einschlagen des Pflanzstabs in einem gegebenenfalls härteren Boden möglich wird.
Zur Erzielung bzw. Einhaltung einer gewünschten Einschlagtiefe wird gemäss einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass das Verankerungsende mit Markierungen versehen ist. Alternativ kann als Markierung für eine zu erzielende Einschlagtiefe auch eine ent- sprechend positionierte, erste Knickstelle vorgesehen sein.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der beiliegenden Zeichnung schematisch dar- gestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigen: Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemässen Pflanzstabs; Fig. 2 in verkleinertem Massstab eine schematische Seitenansicht einer abgewandelten Ausfüh- rungsform eines erfindungsgemässen Pflanzstabs; und Fig. 3 in einer zu Fig. 2 ähnlichen Ansicht eine weitere abgewandelte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Pflanzstabs.
In Fig. 1 ist allgemein mit 1 ein Pflanzstab bezeichnet, welcher ein im wesentlichen geradlini- ges Verankerungsende 2 aufweist, welches in einem schematisch mit 3 angedeuteten Boden einzuschlagen bzw. zu verankern ist.
Ausserhalb des Verankerungsendes 2 ist eine erste Knickstelle 4 vorgesehen, woran anschlie-
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#end eine Mehrzahl von Knickstellen 5,6, 7,8 angedeutet ist, wobei die Knickstellen 5,6, 7 und 8 im wesentlichen gleichsinnig gebogen sind, so dass sich bei der in Fig. 1 dargestellten Ausfüh- rungsform Teilbereiche 9,10 und 11 ergeben, welche jeweils im wesentlichen normal aufeinander stehen. Weiters ist ein in das Innere des durch die Teilbereiche 9,10 und 11 definierten, abgewin- kelten bzw. gekrümmten Bereichs ragender Teilbereich 12 vorgesehen, welcher an dem Ende eine im wesentlichen U-förmige Halterung 13 ausbildet.
Der Pflanzstab 1 ist mit seinem aus dem Boden 3 vorragendes Ende in mehrfach abgewinkel- ter bzw. gekrümmter Form im wesentlichen in einer Ebene angeordnet.
In Fig. 1 ist weiters angedeutet, dass beispielsweise in der U-förmigen Halterung 13 ein Draht 14 aufgenommen werden kann, während in dem durch die einen spitzen Winkel miteinander ein- schliessenden Teilbereiche 11und 12 definierten Bereich ein Bewässerungsschlauch 15 positioniert werden kann. Neben einer einfachen Anordnung derartiger Zusatzeinrichtungen, beispielsweise in Form eines Bewässerungsschlauchs 15 sowie eines Drahts 14, können ergänzend Verriegelungs- bzw. Verankerungselemente für eine sichere Positionierung derartiger Zusatzeinrichtungen vorge- sehen sein, wie dies schematisch durch einen Bügel 16 im Bereich des Drahts 14 angedeutet ist.
Bei Verwendung eines Pflanzstabs 1 zur Aufzucht von Weinstöcken kann entlang der jeweils abgewinkelten bzw. gekrümmten Teilbereiche ein Trieb geführt werden, wobei insbesondere in dem im wesentlichen normal auf die Längserstreckung des Verankerungsendes 2 liegenden Teil- bereich 10 eine Umlenkung eines derartigen Triebs eine weitere Aufzucht erfolgen kann. Weiters wird durch den im wesentlichen normal auf die Längserstreckung des Pflanzstabs 1 verlaufenden Teilbereichs 10 eine definierte Auflagefläche für ein Einschlagen bzw. manuelles Eindrücken des Pflanzstabs 1 in den Boden 3 zur Verfügung gestellt.
Darüber hinaus ist aus Fig. 1 ersichtlich, dass das Verankerungsende 2 sowie die dadurch defi- nierte Längsachse des Pflanzstabs 1 im wesentlichen mittig durch den durch die Teilbereiche 9,10 und 11umschlossenen, gekrümmten bzw. abgewinkelten Teilbereich verläuft, so dass aussermittige Beanspruchungen auf den Pflanzstab 1, welche zu einem Lockern des Verankerungsendes 2 im Boden 3 führen können, weitestgehend vermieden werden.
In Fig. 1 ist darüber hinaus angedeutet, dass am Verankerungsende 2 Markierungen 17 vorge- sehen sind, welche ein ordnungsgemässes Einschlagen bzw. eine gewünschte Einschlagtiefe sicherstellen. Alternativ kann beispielsweise die erste Knickstelle 4 zur Einhaltung einer gewünsch- ten Einschlagtiefe herangezogen werden.
In Fig. 2 und 3 sind abgewandelte Ausführungsformen eines jeweils wiederum mit 1 bezeichne- ten Pflanzstabs dargestellt. In Abwandlung von der Ausführungsform gemäss Fig. 1, worin aneinan- der anschliessende Teilbereiche wenigstens teilweise einen im wesentlichen rechten Winkel mitein- ander einschliessen, ist bei der Ausführungsform gemäss Fig. 2 eine im wesentlichen spiralartige Krümmung 18 ähnlich einem Bischofsstab vorgesehen, wobei auch bei dieser Ausführungsform das Verankerungsende 2 im wesentlichen mittig zu dem gekrümmten bzw. abgewinkelten Bereich 18 verläuft. Ähnlich wie bei der Ausführungsform gemäss Fig. 1 lassen sich auch bei dem Pflanz- stab 1 gemäss Fig. 2 an dem freien Ende 19 gegebenenfalls erforderliche Zusatzeinrichtungen anordnen bzw. festlegen.
Bei der abgewandelten Ausführungsform gemäss Fig. 3 ist ersichtlich, dass in dem eine abge- winkelte Form aufweisenden Endbereich 20 eine Mehrzahl von Knickstellen vorgesehen ist, welche teilweise eine gegensinnige Orientierung aufweisen, wobei zur Aufnahme von Zusatzeinrichtungen beispielsweise die Teilbereiche 21 und 22 herangezogen werden können. Darüber hinaus sind wiederum einen im wesentlichen rechten Winkel miteinander einschliessende Teilbereiche 23,24 und 25 angedeutet.
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