AT7258U1 - Verbindung für zwillingsräder an traktoren - Google Patents
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Abstract
Eine Verbindung für Zwillingsräder von Traktoren besteht aus einem an der Radschüssel eines Traktorrades zu befestigenden Verbindungsring (1) und einem mit der Radschüssel des Zwillingsrades zu verbindenden Verbindungsring (8). An den einander zugekehrten Seiten besitzen der traktorseitige Verbindungsring (1) und der zwillingsradseitige Verbindungsring (8) Verzahnungen (3, 7). Die Verzahnung (3) des traktorseitigen Verbindungsringes 1 ist eine Außenverzahnung mit radialen Zähnen und die Verzahnung (7) am zwillingsradseitigen Verbindungsring (8) ist ein Zahnring mit Innenverzahnung (7) mit radialen Zähnen. Zusätzlich ist an der vom Verbindungsflansch (9) des traktorseitigen Verbindungsringes (1) ein Führungsring (2) vorgesehen, in den das den Innenzahnkranz (7) tragende Ende des zwillingsradseitigen Verbindungsringes (8) eingeführt werden kann. Um die beiden Verbindungsringe (1) und (8) miteinander zu verbinden, sind in den Verbindungsrädern (1) und (8) Brücken (4) bzw. (6) und ein Schraubbolzen (5) vorgesehen, der durch eine Brücke (6) gesteckt und in eine Mutter an der anderen Brücke (4) des traktorseitigen Verbindungsringes (1) eingeschraubt werden kann.
Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung betrifft eine Verbindung für Zwillingsräder an Traktoren mit einem traktorseitigen Verbindungsring und einem zwillingsradseitigen Verbindungsring, wobei an den Verbindungsringen sich bei Verbund verzahnende Zahnkränze angeordnet sind. Eine derartige Verbindung ist aus der DE 41 18 578 A1 bekannt. Diese zeigt eine Verbindung für Zwillingsräder an Traktoren mit einem traktorseitigen und einem zwillingsradseitigen Verbin- dungsring, wobei an den Verbindungsringen sich bei Verbund axial verzahnende Zahnkränze angeordnet sind. Weiters zeigt die DE 39 11647 A1 eine Radnabenverlängerung für die Antriebsachse eines Kraftfahrzeuges, wobei die Nabenverlängerung an ihrer Aussenseite als Vielkeilprofil ausgebildet ist und mit einer an der Innenseite der Nabe eines Zwillingsrades angeordneten Verzahnung, die im Bedarfsfall zur Erhöhung der gesamten Radaufstandsfläche radial in Eingriff gebracht wird. Bei dieser Verbindung ist es nachteilig, dass die axiale Verzahnung nicht nur die Drehkräfte in Fahrtrichtung übernimmt, sondern auch grosse Kräfte in axialer Richtung freigibt, welche die Schraubbolzen übernehmen müssen, was keinen günstigen Kraftverlauf ergibt, da sich der Schraubbolzen bei ungünstigen Betriebsbedingungen lösen könnte. Durch die Anordnung der Verzahnung, die bei der bekannten Verbindung an den Verbindungs- ringen angeschweisst ist, entstehen bei Belastung zusätzliche Kippkräfte im Zahneingriff, welche für die Schweissnaht nicht optimal sind. Nachteilig ist auch die unterdimensionierte Ausführung der zwei Zahnkranzsegmente mit wenigen Zähnen am traktorradseitigen Verbindungsring, da in den letzten Jahren die Traktoren immer stärker werden und ein höheres Drehmoment abgeben können. Zudem ist die Herstellung der Zahnkränze kostenaufwändig und erfordert beim Zusammenbau eine hohe Genauigkeit, um auch bei eventuellen Ersatzlieferungen keine Probleme zu haben. Da im Einsatz die Kupplung aus Zeitgründen oft nicht umgeschraubt wird, wenn man nicht wie üblich die Breitbereifung am Traktor und die Schmal bereifung am Zwillingsrad fährt, sondern umgekehrt die Schmalbereifung am Traktor und die Breitbereifung als Zwillingsrad verwendet, kommt es zu dem Nachteil, dass die Verzahnung des Verbindungsringes vorsteht und während der Fahrt eine grosse Gefahr darstellt. Weder die DE 41 18 578 A1 noch die DE 39 11 647 A1 geben einen Hinweis darauf, die Ver- zahnung anders als axial zu gestalten. Dies deshalb, weil es sich beim Gegenstand der DE 39 11 647 A1 lediglich um eine Randnabenverlängerung handelt, die nicht über Zahnkränze verfügt, sondern mit korrespondierenden Vielkeilprofilen ausgestattet ist und darüber hinaus auch keine Verbindungsringe aufweist. Zwillingsräder werden an Traktoren verwendet, um während der Bearbeitung des Bodens den Bodendruck zu verringern, die Zugkräfte zu erhöhen und die Hangtauglichkeit zu verbessern. Mit Zwillingsrädern wird auch der Schlupf der Räder verringert und damit der Triebstoffverbrauch reduziert. Zwillingsräder werden auch zum Fahren in Reihenkulturen mit vorgegebenen Spurab- ständen bzw. Zeilenabständen eingesetzt. Es sind weiters Verbindungen für Zwillingsräder an Traktoren bekannt, bei denen ein traktor- radseitiger Verbindungsring mittels Schrauben am Traktorrad und ein zwillingsradseitiger Verbin- dungsring mittels Schrauben am Zwillingsrad montiert bzw. verschraubt sind. Eine bekannte Verbindung ist so gestaltet, dass im traktorseitigen und zwillingsradseitigen Ver- bindungsring eine diagonale Traverse durch das Zentrum verschweisst ist. Auf dieser Traverse ist am traktorseitigen Verbindungsring jeweils aussen eine Bohrung und im Zentrum das Gewinde für den Schraubenbolzen vorgesehen. Im zwillingsradseitigen Verbindungsring ist auch eine diagonale Traverse durch das Zentrum verschweisst. Auf dieser Traverse ist eine zentrale Bohrung zum Durchstecken der Schraubenbolzen vorgesehen und jeweils aussen ist ein Haltedom angebracht, welcher beim Zusammenschrauben der Verbindungsringe mittels des Schraubenbolzens in die zwei Bohrungen gesteckt wird, um die Drehkräfte zu übertragen. Bei dieser Verbindung ist es nachteilig, dass ein Drehen der schweren Räder um 90 notwen- dig ist, um die in der Traverse vorgesehenen Bohrungen zum Fluchten zu bringen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine verbesserte und leichter montierbare Verbin- dung der eingangs genannten Gattung zur Verfügung zu stellen. Dabei soll die Montage der Zwillingsräder an die Traktorenräder und die Demontage nach Be- endigung der Feldarbeit trotz der schweren Räder von nur einer Person durchführbar sein. Gelöst wird diese Aufgabe mit einer Verbindung der eingangs genannten Gattung, die sich <Desc/Clms Page number 2> dadurch auszeichnet, dass die Zahnkränze sich bei Verbund radial verzahnend angeordnet sind. Vorteilhafte und bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstände der Unteran- sprüche. Es ist ein Vorteil der Erfindung, dass sie eine Verbindung für Zwillingsräder zur Verfügung stellt, die in sicherheitstechnischer und fertigungstechnischer Hinsicht den heutigen Erfordernissen entspricht und eine einfache Montage des Zwillingsrades ermöglicht, ohne dass das schwere Rad um einen grossen Winkel gedreht werden muss. Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung. Es zeigt: Fig. 1 eine Verbindung für Zwillingsräder und Fig. 2 den zwillingsradseitigen Verbindungsring der Verbindung aus Fig.
Claims (10)
1.
Bei der erfindungsgemässen Verbindung ist ein traktorseitiger Verbindungsring 1, in den ein Flansch 9 (in Fig. 1 nicht sichtbar) eingeschweisst ist, und der mittels Schrauben, welche Löcher 10 im Flansch 9 durchgreifen, an der Radschüssel eines Traktorrades befestigt. Aussen am Verbin- dungsring 1 ist ein überstehender Führungsring 2 angeschweisst. Weiters ist in den Verbindungs- ring 1, eine ringsum laufende, radiale Aussenverzahnung 3 eingeschweisst. Im traktorseitigen Ver- bindungsring 1 ist lösbar eine Brücke 4 befestigt, z. B. angeschraubt, die mit einer zentralen Ge- windebohrung für einen Schraubbolzen 5 versehen ist.
Der zwillingsradseitige Verbindungsring 8, in den ebenfalls ein Flansch 9 (in Fig. 1 nicht sicht- bar) eingeschweisst ist, wird ebenfalls mittels Schrauben, die Löcher 10 im Flansch 9 durchgreifen, an der Radschüssel eines Zwillingsrades befestigt. In dem Verbindungsring 8 ist eine ringsum laufende, radiale Innenverzahnung 7 eingeschweisst. Auch im zwillingsradseitigen Verbindungsring 8 ist lösbar eine Brücke 6 befestigt, z. B. mittels Schrauben 12 angeschraubt, die mit einer zentra- len Bohrung 11 für den Schraubbolzen 5 versehen ist.
Bei der Montage wird das Zwillingsrad an das Traktorrad herangeführt, am Führungsring 2 des traktorseitigen Verbindungsringes 1 abgestützt und wird gedreht bis die Zähne der Zahnkränze 3 und 7 fluchten. Dann wird der Schraubbolzen 5 durch das Loch 11 in der Brücke 6 im zwillingsrad- seitigen Verbindungsring 8 gesteckt und in die traktorenseitige Brücke 4 eingeschraubt. Bei Bedarf ist durch Lösen des Schraubbolzens 5 eine einfache Demontage des Zwillingsrades möglich.
Bei der Verbindung gemäss der Erfindung gibt es den Vorteil, dass die voll umlaufende radiale Innenverzahnung 7 und die voll umlaufende radiale Aussenverzahnung 3 im Eingriff einen optima- len Kräfteverlauf ermöglichen, da die gesamte Drehkraft des Traktorrades in Fahrtrichtung an das Zwillingsrad weitergegeben wird, wobei der Schraubbolzen 5 entscheidend entlastet wird. Das heisst, aufgrund des radialen Eingriffs der Verzahnungen 3 und 7 wird ein Auseinanderbewegen der beiden Verbindungsringe 1 und 8 in axialer Richtung verhindert und wegen des optimalen Kraftver- laufes werden Drehkräfte nur in Fahrtrichtung an die Räder weitergegeben.
Bei der Erfindung gibt es weiters einen fertigungstechnischen Vorteil, da die Innenverzahnung 7 und Aussenverzahnung 3 mit CNC-Technik sehr einfach herzustellen sind, zudem werden die Verzahnungsteile aus einer Ronde hergestellt, was zusätzlich noch Materialkosten erspart.
Bei der Herstellung der Innenverzahnung 7 und Aussenverzahnung 3 wird gleichzeitig der Aussenumfassung der Ronden gefertigt, die genau in die Verbindungsringe 1 und 8 passen und den genauen Rundlauf der Verbindungsteile gewährleisten. Dies bedeutet in weiterer Folge, dass die schweren Zwillingsräder bei schneller Fahrt kein Aufschaukeln verursachen und somit der Fahrkomfort mit Zwillingsrädern verbessert wird.
Die Verbindung gemäss der Erfindung ergibt auch einen sicherheitstechnischen Vorteil : man nicht wie üblich die Breitbereifung am Traktor und die Schmalbereifung am Zwillingsrad fährt, sondern umgekehrt die Schmalbereifung am Traktor und die Breitbereifung als Zwillingsrad ver- wendet und wenn man nun nach dem Einsatz die Kupplung aus Zeitgründen nicht umschraubt, so steht bei der erfindungsgemässen Konstruktion der Verbindung die Innenverzahnung 7 des Verbin- dungsringes 8 nicht vor und stellt daher während der Fahrt keine Gefahr mehr dar.
Ein weiterer Vorteil liegt auch darin, dass die Innenverzahnung 7 nicht beschädigt wird, wenn das schwere Rad bei unsachgemässer Behandlung umfallen sollte, da die Innenverzahnung 7 innerhalb des Verbindungsringes 8 angebracht ist.
Wenngleich in der vorstehend beschriebenen und in den Zeichnungen gezeigten Ausführungs- form die Aussenverzahnung 3 am traktorseitigen Verbindungsring 1 und die Innenverzahnung 7 am
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zwillingsradseitigen Verbindungsring 8 vorgesehen ist, ist auch eine Ausführungsform in Betracht gezogen, bei welcher die Verzahnung am traktorseitigen Verbindungsring 1 als Innenverzahnung und die Verzahnung am zwillingsradseitigen Verbindungsring 8 als Aussenverzahnung ausgebildet ist.
Des weiteren kann gemäss einer nicht gezeigten Ausführungsform der Führungsring 2 statt am traktorseitigem Verbindungsring 1 auch am zwillingsradseitigen Verbindungsring 8 angeordnet sein.
Zusammenfassend kann ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wie folgt beschrieben werden:
Eine Verbindung für Zwillingsräder von Traktoren besteht aus einem an der Radschüssel eines Traktorrades zu befestigenden Verbindungsring 1 und einem mit der Radschüssel des Zwillingsra- des zu verbindenden Verbindungsring 8. An den einander zugekehrten Seiten besitzen der traktor- seitige Verbindungsring 1 und der zwillingsradseitige Verbindungsring 8 Verzahnungen 3,7. Die Verzahnung 3 des traktorseitigen Verbindungsringes 1 ist eine Aussenverzahnung mit radialen Zähnen und die Verzahnung 7 am zwillingsradseitigen Verbindungsring 8 ist ein Zahnring mit Innenverzahnung 7 mit radialen Zähnen.
Zusätzlich ist an der vom Verbindungsflansch 9 des traktorseitigen Verbindungsringes 1 ein Führungsring 2 vorgesehen, in den das den Innenzahn- kranz 7 tragende Ende des zwillingsradseitigen Verbindungsringes 8 eingeführt werden kann. Um die beiden Verbindungsringe 1 und 8 miteinander zu verbinden, sind in den Verbindungsrädern 1 und 8 Brücken 4 bzw. 6 und ein Schraubbolzen 5 vorgesehen, der durch eine Brücke 6 gesteckt und in eine Mutter an der anderen Brücke 4 des traktorseitigen Verbindungsringes 1 eingeschraubt werden kann.
ANSPRÜCHE :
1. Verbindung für Zwillingsräder an Traktoren mit einem traktorseitigen Verbindungsring (1) und einem zwillingsradseitigen Verbindungsring (8), wobei an den Verbindungsringen (1,8) sich bei Verbund verzahnende Zahnkränze (3,7) angeordnet sind, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Zahnkränze (3,7) sich bei Verbund radial verzahnend angeordnet sind.
2. Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den Verbindungsringen (1,8) zur Verbindung mit den Radschüsseln des Traktorrades einerseits und des Zwillings- rades anderseits Flansche (9) mit Löchern (10) für die Aufnahme von Schraubbolzen vor- gesehen sind.
3. Verbindung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem dem
Flansch (9) gegenüberliegenden Ende des traktorseitigen Verbindungsringes (1) ein Füh- rungsring (2) vorgesehen ist, und dass die Verzahnung (3) innerhalb des Flanschringes (2) angeordnet ist.
4. Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ver- zahnung (3) am traktorseitigen Verbindungsring (1) durch einen Ring mit Aussenzähnen gebildet ist.
5. Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ver- zahnung (7) am zwillingsradseitigen Verbindungsring (8) durch einen Ring mit Innenzäh- nen gebildet ist.
6. Verbindung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zähne der Aussenver- zahnung (3) radial ausgerichtet sind.
7. Verbindung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zähne der Innenver- zahnung (7) radial ausgerichtet sind.
8. Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl im traktorseitigen Verbindungsring (1) als auch im zwillingsradseitigen Verbindungsring (8)
Brücken (4,6) vorgesehen sind, die durch ein Spannelement (5) miteinander verbindbar sind.
9. Verbindung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannelement ein
Schraubbolzen (5) ist.
10. Verbindung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schraubbolzen 5 ein
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Loch (11) in der Brücke (6) des zwillingsradseitigen Verbindungsringes (8) durchsetzt und in eine Gewindebohrung in der Brücke (4) des traktorseitigen Verbindungsringes (1) eingeschraubt ist.
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