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Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugscheinwerfer mit einer Anzahl von Leuchtdioden als Licht- quellen, welche in Arrays angeordnet sind, wobei jeder Array zumindest eine Leuchtdiode enthält, und wobei weiters die Leuchtdioden derart angeordnet sind, dass das aus einem Array stammende Licht eine bestimmte Hauptausstrahlrichtung aufweist.
Im modernen Fahrzeugbau geht der Trend verstärkt in Richtung der Verwendung von Schein- werfern für Kurvenlicht. Mit solchen Scheinwerfern kann der auf die vor dem Fahrzeug liegende Strasse projizierte Lichtkegel in Abhängigkeit vom Lenkeinschlag mit bewegt werden, wodurch dem Fahrer auch bei Kurvenfahrt eine optimale Sicht gewährleistet ist. Solche Kurvenlichtscheinwerfer sind für Projektionssysteme als auch bei Freiflächenscheinwerfern hinlänglich bekannt.
Ein weiterer Trend für moderne Fahrzeugscheinwerfer betrifft die Verwendung von Leuchtdio- den als Lichtquellen. Bei Verwendung hinreichend starker Leuchtdioden ist in der Regel die Ver- wendung einer geringen Anzahl solcher Leuchtdioden für einen Einsatz in einen Hauptscheinwer- fer für ein Kraftfahrzeug ausreichend.
Fahrzeugscheinwerfer, bei denen Leuchtdioden als Lichtquellen zum Einsatz kommen, sind beispielsweise bekannt aus der EP1270324A2, der DE4228895C2 sowie derDE10009782A1. Die EP1270324A2 beschreibt einen Fahrzeugscheinwerfer mit einem zweidimensionalen Array aus einer Vielzahl von elektronischen Leuchtelementen, die dafür eingerichtet sind, eine Vielzahl von zueinander parallelen Lichtbündeln zu emittieren. Eine Sammellinse ist im Abstand ihrer Brennwei- te im Wesentlichen parallel zu der Fläche des Arrays angeordnet, um das Licht von dem Array zu empfangen. Weiters ist eine Ansteuerelektronik für die Leuchtelemente vorgesehen, die dafür eingerichtet ist, die Leuchtelemente einzeln oder in Gruppen selektiv leuchten zu lassen.
Dies ergibt einen Fahrzeugscheinwerfer mit veränderlicher Leuchtcharakteristik, der mechanisch besonders einfach aufgebaut, störungssicher und reaktionsschnell ist. Allerdings lässt sich mit einem solchen Fahrzeugscheinwerfer ein Kurvenlicht nicht realisieren.
Ein weiterer Fahrzeugscheinwerfer, bei dem Leuchtdioden als Lichtquellen verwendet sind, ist in der DE4228895C2 beschrieben. Allerdings lässt sich auch mit einem solchen Fahrzeugscheinwerfer kein Kurvenlicht realisieren.
In der DE10009782A1 ist schliesslich ein Fahrzeugscheinwerfer beschrieben, bei dem eine Vielzahl von Leuchtdioden in verschiedenen Arrays angeordnet sind. Je nach Art der zu erzeugen- den Lichtverteilung werden unterschiedliche Arrays angesteuert. Auf diese Weise kann einfach zwischen verschiedenen Lichtfunktionen wie Abblendlicht, Fernlicht, Nebellicht und Kurvenlicht umgeschaltet werden. Zur Erzeugung von Kurvenlicht weist der Fahrzeugscheinwerfer zwei seitli- che Teilbereiche auf, die derart angeordnet sind, dass bei einem Betrieb der dort befindlichen Leuchtdioden ein Kurvenlichtbündel erzeugt wird. Weiters ist in diesem Dokument ausgeführt, dass die Leuchtdioden im Wesentlichen über eine konkav gekrümmte Fläche verteilt angeordnet sind.
Mit dem in diesem Dokument beschriebenen Fahrzeugscheinwerfer ist es grundsätzlich mög- lich, ein Kurvenlicht zu erzeugen. Allerdings handelt es sich bei diesem Kurvenlicht um ein stati- sches Kurvenlicht, das lediglich durch selektives Ansteuern der in dem Array befindlichen Leucht- dioden etwas variiert werden kann. Ein dezidiertes Mitbewegen des Kurvenlichtbündels in Abhän- gigkeit beispielsweise von dem Lenkeinschlag des Fahrzeugs ist allerdings mit einem solchen Scheinwerfer nicht realisierbar.
Vor diesem Hintergrund ist es ein Ziel der Erfindung, auf technologisch einfache und kosten- günstige Art und Weise einen Kurvenlichtscheinwerfer unter Verwendung von Leuchtdioden als Lichtquellen für einen Scheinwerfer zu schaffen, wobei mit dem Scheinwerfer ein dynamisches Kurvenlicht über einen grossen Bereich des Lenkeinschlages realisierbar sein soll.
Diese Aufgabe wird mit einem eingangs erwähnten Scheinwerfer dadurch gelöst, dass erfin- dungsgemäss die Hauptabstrahlrichtungen verschiedener Arrays unter unterschiedlichen Horizon- talwinkeln zu einer die Fahrzeuglängsachse enthaltenden Vertikalebene in einen im Wesentlichen vor dem Fahrzeug liegenden Bereich gerichtet sind, und in Abhängigkeit von dem Lenkeinschlag des Fahrzeugs die Leuchtdioden jeweils verschiedener Arrays angesteuert werden und/oder die Leuchtdioden einzelner Arrays mit unterschiedlicher Leuchtstärke betrieben werden.
Die einzelnen Arrays eines Scheinwerfers leuchten in einen Bereich vor dem Fahrzeug. Die Abstrahlrichtung eines Arrays kann dabei zu einer Horizontalebene parallel sein oder in einem gewissen Bereich gegen diese Horizontalebene nach unten gerichtet sein. Weiters ist die Orientie- rung der Hauptabstrahlrichtung derart gewählt, dass die Projektionen der Ausstrahlrichtungen der
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einzelnen Arrays in die die Fahrzeuglängsachse enthaltende Horizontalebene unter unterschiedli- chen Horizontalwinkeln gegen die Fahrzeuglängsachse geneigt sind.
Durch die erfindungsgemässe Anordnung der Arrays von Leuchtdioden, bei der jeweils bestimmte Arrays in eine bestimmte Hauptabstrahlrichtung Licht abstrahlen, sowie die selektive Ansteuerung, d. h. das selektive Ein- und gegebenenfalls auch wieder Ausschalten der Leuchtdio- den dieser Arrays bzw. das Betreiben der Leuchtdioden mit unterschiedlichen, variierenden Leuchtstärken in Abhängigkeit von dem Lenkeinschlag des Fahrzeugs, kann auf einfache Weise ein Kurvenlicht erzeugt werden.
Um eine möglichst weitreichende Ausleuchtung bei einer Kurvenfahrt zu erreichen, ist vorge- sehen, dass der Horizontalwinkel der Hauptabstrahlrichtungen zu der Fahrzeuglängsachse bis maximal 90 reicht.
Grundsätzlich können die Hauptabstrahlrichtungen der einzelnen Arrays sowohl von der Fahr- zeuglängsachse wegleuchten als auch zu dieser hinleuchten, und natürlich kann auch vorgesehen sein, dass bei einem Scheinwerfer gewisse Arrays von der Fahrzeuglängsachse wegleuchten und andere in Richtung der Fahrzeuglängsachse hinleuchten. Mit einem letzteren Scheinwerfer kann sowohl in eine Links- als auch in eine Rechtskurve geleuchtet werden.
Einfach und unkompliziert lässt sich allerdings ein Kurvenlichtscheinwerfer realisieren, wenn die Hauptausstrahlrichtungen von der Fahrzeuglängsachse in Vorwärtsrichtung weg gerichtet sind.
Bei dieser Ausführungsform wird bei einer Rechtskurve der rechts angeordnete Kurvenlichtschein- werfer, dessen Arrays bzw. Leuchtdioden nach rechts von der Fahrzeuglängsachse wegleuchten, aktiviert, bei einer Linkskurve der linke Scheinwerfer.
Besonders gut lässt sich das Licht steuern, wenn alle Leuchtdioden eines Arrays gleichgerich- tet sind.
Ein einfacher Aufbau des Scheinwerfers lässt sich realisieren, wenn die Arrays in Richtung der Hauptabstrahlrichtung gerichtet sind.
Bei einem solchen Scheinwerfer ist eine komplizierte Umlenkung durch Reflektoren, wie bei Arrays bzw. Dioden, die etwa nach oben leuchten, nicht notwendig.
Bei einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass zumindest einige der Arrays in hori- zontaler Richtung zueinander versetzt angeordnet sind, und dass die zueinander versetzten Arrays unter verschiedenen Winkeln zu der Fahrzeuglängsachse angeordnet sind. Üblicherweise befinden sich die Arrays dabei in einer Ebene, vorzugsweise in einer Horizontalebene.
Optisch ansprechend, einfach zu realisieren und für ein optimales, homogenes Lichtbild von Vorteil ist es, wenn die Arrays entlang eines Bogens oder mehrerer vertikal übereinander angeord- neter Bögen angeordnet sind.
Grundsätzlich kann vorgesehen sein, dass ab einem gewissen Lenkeinschlag bestimmte Leuchtdioden bzw. Arrays mit voller Leuchtstärke eingeschaltet werden. Wesentlich besser lässt sich aber das Lichtbild bei einer Kurvenfahrt steuern, wenn die Leuchtdioden verschiedener Arrays in Abhängigkeit vom dem Lenkeinschlag des Fahrzeugs unterschiedlich stark angesteuert werden, beispielsweise indem in Abhängigkeit von dem Lenkeinschlag die Leuchtstärke sukzessive erhöht bzw. variiert wird.
Um den Scheinwerfer auch als Vorwärtslicht oder als Unterstützung für dieses verwenden zu können, bzw. um einen nahtlosen Übergang zwischen dem Geradeauslicht und dem Kurvenlicht zu realisieren, sind weiters Arrays vorgesehen, welche in Vorwärtsrichtung parallel zu der Fahrzeug- längsachse Licht abstrahlen.
In diesem Zusammenhang ist es dann auch von Vorteil, wenn die parallel zu der Fahrzeug- längsachse abstrahlenden Arrays die der Fahrzeuglängsachse nächst gelegenen Arrays sind.
Schliesslich kann noch vorgesehen sein, dass das von der Leuchtdioden stammende Licht über eine entsprechende Optik in Richtung der Hauptabstrahlrichtung des Arrays abgelenkt wird, wobei die Optik beispielsweise zumindest einen Reflektor für einen Array oder für jede Diode eines Arrays umfasst, welcher das von den Leuchtdioden des Arrays stammende Licht in Richtung der Hauptabstrahlrichtung ablenkt.
Im Folgenden ist die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläuterte. In dieser zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemässen Fahrzeugscheinwerfer von hin- ten,
Fig. 2 eine Ansicht des Scheinwerfers nach Figur 1 von der Mitte des Fahrzeuges aus gese-
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Fig. 3 einen Schnitt durch den Scheinwerfer aus Figur 2 entlang der Linie A-A,
Fig. 4 eine perspektivische Vorderansicht des Scheinwerfers mitabgenommener Abdeckschei- be,
Fig. 5 eine perspektivische Vorderansicht des Scheinwerfers mit abgenommener Linsenschei- be,
Fig. 6 die Anordnung der Leuchtdioden des Fahrzeugscheinwerfer auf einem entsprechenden Trägerelement,
Fig. 7 -10 verschiedene Ansteuerkurven der Leuchtdioden in verschiedenen Arrays,
Fig. 11eine schematische Ansicht der Hardware zur Steuerung der Leuchtdioden, und
Fig.
12 zeigt abschliessend beispielhaft noch die Abstrahlcharakteristik einer Leuchtdiode.
Figur 1 zeigt einen erfindungsgemässen Fahrzeugscheinwerfer in einer perspektivischen Rück- ansicht. Zu erkennen sind: Leuchtdioden 1 bis 7, welche auf einem Trägerelement 100 befestigt sind ; 200, eine Abdeckscheibe 400 sowie eine Linsenscheibe 500. Die Leuchtdioden sind in Arrays angeord- net, beispielsweise befinden sich die Leuchtdioden 1 in einem Array, ebenso die Leuchtdioden 2, 3, etc. Jeder dieser Arrays ist unter einem bestimmten Horizontalwinkel gegen die Fahrzeuglängs- achse geneigt. Die Fahrzeuglängsachse bzw. die Richtung dieser Achse ist mit einem Pfeil X in Figur 3 angedeutet. Dabei weist der Array, welcher den geringsten Abstand zu der Fahrzeugachse aufweist, auch den geringsten Winkel zu dieser Fahrzeugachse auf. Mit zunehmenden Abstand von der Fahrzeugachse nehmen auch die entsprechenden Winkel der Arrays zu.
Ausserdem ist noch anzumerken, dass bei der gezeigten Ausführungsform die Arrays so gerichtet sind, dass die Leuchtdioden jedes Arrays von der Fahrzeugachse weg leuchten.
Grundsätzlich könnten LED's aber zur Mitte des Fahrzeuges hin geneigt sein. Somit könnte bei Rechtseinschlag auch der linke Scheinwerfer Licht in die Rechtskurve strahlen und umgekehrt.
Grundsätzlich kann ein Array auch lediglich nur eine Leuchtdiode aufweisen. Bei der gezeigten Ausführungsform weist jeder Array zwei Leuchtdioden auf, die in dieselbe Richtung leuchten.
Natürlich sind auch Ausführungsformen, bei denen in einem Array etwa drei, vier oder auch mehr Leuchtdioden mit desselben Abstrahlrichtung angeordnet sind, möglich.
Wie Figur 1 zu entnehmen ist, kann der konkrete Scheinwerfer auch dadurch beschrieben wer- den, dass von einer Anordnung von einzelnen Dioden in im Wesentlichen horizontalen Bögen gesprochen wird. In dem gezeigten Beispiel ergeben sich durch die spezielle Anordnung der bei- den Bögen Arrays mit jeweils zwei Leuchtdioden. Beispielsweise bei einer etwas versetzten Anordnung der Bögen würden ebenfalls bei zwei Reihen von Leuchtdioden die Dioden selbst so zueinander versetzt sein, dass sich jeweils in einem Array lediglich eine Leuchtdiode befindet.
In Figur 2 ist der Scheinwerfers aus Figur 1 in einer Ansicht von der Fahrzeugmitte dargestellt, wiederum zu erkennen sind die beiden Reihen von Leuchtdioden, die Leuchtdioden 1 - 7 selbst, sowie die den Leuchtdioden zugeordneten Reflektoren 200.
In der Regel reicht bei Verwendung entsprechend starker Leuchtdioden eine Reihe von Leucht- dioden für ein gesetzeskonformes Lichtbild aus. Bei Verwendung schwächerer Leuchtdioden können aber auch zwei oder mehrere solcher horizontalen Reihen von Leuchtdioden für einen Scheinwerfer verwendet werden.
Figur 3 zeigt einen Schnitt durch den Scheinwerfer aus Figur 2 entlang der Linie A-A. Zu erkennen ist eine vertikalen Reihe von Leuchtdioden 1 - 7, die auf dem Trägerelemente 100 ent- lang eines Bogens befestigt sind. Die Vorwärtsrichtung des fahrzeuges bzw..eine zu der Fahr- zeuglängsachse parallele Richtung ist durch den Pfeil X im linken unteren Bereich der Figur ange- deutet.
Durch diese Anordnung entlang eines Bogens leuchtet jede Leuchtdiode (bzw. jede Leuchtdio- de eines Arrays) in Bezug auf ihre optische Achse bzw. ihre Hauptabstrahlrichtung 1' - 7' in eine etwas andere Richtung. Je nach Lenkeinschlag des Fahrzeuges werden nun bestimmte Leuchtdi- oden eingeschaltet oder ausgeschaltet. Auf diese Weise wird das Licht, d. h. der von den Leucht- dioden erzeugte Lichtkegel in jeweils unterschiedliche Richtungen gelenkt. Beispielsweise bei einem Leuchten der Dioden 1,2 und 3 wird der Lichtstrahl in .etwa in Richtung der Abstrahlrichtung 2' der Diode 2 gerichtet sein, während bei einem Leuchten der Dioden 3,4 und 5 der Lichtkegel in etwa in Richtung der Abstrahlrichtung 4' der Diode 4 gerichtet sein wird.
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Anhand des horizontalen Schnittes nach Figur 3 ist der Aufbau auf in präzisierender Weise noch einmal kurz beschrieben : Leuchtdioden 1, 2, 3,4, 5,6, 7 sind auf einem Träger 100 montiert. Die Hauptabstrahlrichtung der einzelnen Leuchtdioden bzw. deren optische Achse ist jeweils mit dem Bezugszeichen 1' bis 7' gekennzeichnet. Jeder der Leuchtdioden ist ein Reflektor 200 zugeordnet, und in Abstrahlrichtung vor den Leuchtdioden sowie dem jeweils zugeordneten Reflektor befinden sich Linsen 300, wobei bei der gezeigten Ausführungsform die Linsen 300 einstückig aus einem Material, einem Linsenträger 500, gebildet sind. Grundsätzlich könnte natür- lich jeweils eine Einheit bestehend aus Leuchtdiode, Reflektor und zugeordneter Linse separat in den Scheinwerfer montiert sein.
In Abstrahlrichtung vor den Linsen 300 ist weiters eine Abdeck- scheibe 400 ohne optische Struktur angeordnet; natürlich könnte diese Abdeckscheibe 400 auch eine optische Struktur, beispielsweise in Form von Prismen, zur Homogenisierung des auf die Fahrbahn abgestrahlten Lichtkegels aufweisen.
Figur 4 zeigt weiters noch den erfindungsgemässen Scheinwerfer in einer perspektivischen Vor- deransicht mit abgenommener Abdeckscheibe, gut zu erkennen sind in diesem Fall die einzelnen Linsen 300, welche in einem Stück 500 gefertigt sind.
Figur 5 schliesslich zeigt nochmals den Scheinwerfer mit abgenommenem Linsenelement 500, gut zu erkennen sind in dieser Figur einerseits die Leuchtdioden 1 - 7, ebenso wie der Träger 100 für die Leuchtdioden, sowie die Reflektoren 200 für die Leuchtdioden.
Figur 6 zeigt abschliessend noch das Trägerelement 100 mit den beiden Reihen von Leuchtdioden 1 - 7.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Leuchtdioden nicht nur ein- bzw. ausgeschaltet werden, sondern dass je nach Lenkeinschlag die Dioden auch stärker oder schwächer leuchten. Bei geringem Lenkeinschlag beispielsweise könnte vorgesehen sein, dass lediglich die Dioden 1 zu leuchten beginnen, mit zunehmendem Winkel beziehungswei- se Lenkeinschlag nach links beginnen die Leuchtdioden 1 stärker zu leuchten, und ab einem gewissen Lenkeinschlag werden die Leuchtdioden 2 zugeschaltet, diese beginnen also mit zu leuchten.
Vorzugsweise werden dabei die Leuchtdioden 2 dann zugeschaltet, wenn die Leuchtdioden 1 mit maximaler Stärke leuchten. Bei zunehmendem Lenkeinschlag werden die weiteren Leuchtdio- den sukzessive zugeschaltet, bis bei einem bestimmten Winkel alle Leuchtdioden leuchten. Bei Überschreiten eines bestimmten Winkels werden dann sukzessive, beginnend bei den Leuchtdio- den 1 diese wieder abgeschaltet, um den Lichtkegel in einen grossen Winkel ablenken zu können.
Vorzugsweise werden dabei die Leuchtdioden kontinuierlich mit weniger Leistung angesteuert oder ganz abgeschaltet.
Bei der hier vorgestellten Ausführungsform befinden sich die Leuchtdioden entlang eines beziehungsweise zweier Bögen, die sich im Wesentlichen je in einer Horizontalebene befinden.
Grundsätzlich können die Leuchtdioden aber auch in vertikaler Richtung zueinander versetzt sein, beispielsweise indem Leuchtdiode 1 etwas höher angeordnet ist als die Leuchtdioden 2 etc.
Es kann aber auch vorgesehen sein, dass alle Leuchtdioden bzw. Arrays von Leuchtdioden übereinander angeordnet sind, wobei die einzelnen Leuchtdioden bzw. Arrays unter verschiedenen Winkeln zu der Fahrzeuglängsachse geneigt sind und von dieser weg leuchten.
Um wie oben beschrieben nicht nur das Ein- und Ausschalten der Leuchtdioden zu realisieren, sondern auch eine Variation der Leuchtstärke der Leuchtdioden zu erlauben, ist eine entsprechen- de elektronische Steuerung notwendig. Beispielsweise erfolgt diese Steuerung dabei mittels Puls- weitenmodulation.
In der Zeichnung dargestellt sind jeweils Leuchtdioden, denen ein Reflektor sowie eine Linse zugeordnet sind. Grundsätzlich könnte aber auch vorgesehen sein, dass jeder Leuchtdioden lediglich ein Reflektor beziehen für sie lediglich eine Linse zugeordnet ist, und es ist auch denkbar, dass die Leuchtdioden auch ohne zusätzlichen Reflektor oder zusätzliche Linse zum Einsatz kommt.
In den Figuren ist ein Scheinwerfer für die linke Fahrzeugseite dargestellt, der also bei einem nach links gerichteten Lenkeinschlag mitleuchtet. Es wäre aber auch denkbar, die Leuchtdioden dieses linken (bzw. des entsprechenden rechten Scheinwerfers) derart anzuordnen, dass die Leuchtdioden auch bei einem nach rechts gerichteten Einschlag (links gerichteten Einschlag) mitleuchten, indem bestimmte Leuchtdioden auch nach rechts (links) leuchten.
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Der in den Figuren gezeigte Scheinwerfer dient lediglich als Ergänzung zu einem bestehenden Hauptscheinwerfer für Geradeausfahrt, d. h. die Lichtquellen dieses Kurvenlichtscheinwerfer wer- den zu dem Licht des Hauptscheinwerfers je nach Bedarf zugeschaltet. Grundsätzlich könnte natürlich der gezeigte Scheinwerfer selbst auch für Geradeausfahrt dienen, wäre dann aber dem- entsprechend abzuändern. Beispielsweise könnte in diesem Fall vorgesehen sein, dass in Fahrt- richtung gesehen rechts von der Leuchtdiode 1 weitere Leuchtdioden vorgesehen sind, die im Wesentlichen gerade nach vorne, d. h. im Wesentlichen parallel zu Fahrzeuglängsachse, leuchten.
Natürlich könnte auch vorgesehen sein, dass eine Reihe oder mehrere gerade gerichtete Leucht- dioden in Bögen ober- und/oder unterhalb der Leuchtdioden für Kurvenlicht angeordnet sind. Auf diese Weise kann auf Platz sparende Art und Weise ein kombinierter Scheinwerfer für Kurvenlicht und Geradeausfahrt realisiert werden.
Fig. 7 - 10 zeigen beispielhafte Ansteuerungen von LED's in Abhängigkeit des Lenkwinkels a, wobei hier von jeweils einer LED Led1, Led2,... Led5 pro Array ausgegangen wird. Grundsätzlich werden aber auch bei mehreren LED's in einem Array diese gleichartige angesteuert, die folgen- den Überlegungen gelten also sinngemäss. Weiters wird davon ausgegangen, dass der LED- Scheinwerfer lediglich zur Erzeugung des Kurvenlichtes dient, und dass das Licht für Geradeaus- fahrt von einem eigenen Scheinwerfer stammt. Die innenliegenden Leuchtdiode ist dabei mit Led1 bezeichnet, die in diesem Beispiel aussen liegende Leuchtdiode ist die Diode Led5.
Entsprechend Fig. 7 sind bis zu einem Lenkeinschlag von a= 5 alle LED's ausgeschaltet. Bei einem Lenkeinschlag von 5 beginnt die erste Leuchtdiode Led1 zu leuchten, dabei wird diese Diode lediglich eingeschaltet und nicht gedimmt, die Diode leuchtet also in diesem Beispiel mit ihrer vollen Leuchtstärke. Bei Erreichen von 15 wird die zweite Leuchtdiode Led2 zugeschaltet, wiederum mit voller Leuchtstärke. Die weiteren Leuchtdioden werden bei 25 , 35 , 45 zugeschal- tet, sodass ab einem Winkel von 45 alle fünf Leuchtdioden bzw. die Leuchtdioden aller fünf Arrays mit voller Leuchtstärke in die Kurve leuchten.
Figur 8 zeigt einen ähnlichen Verlauf, allerdings werden hier die LED's nicht abrupt auf volle Leuchtstärke geschaltet, sondern gedimmt, d.h. die Leuchtstärke steigt jeweils kontinuierlich, beispielsweise wie gezeigt linear von 0 auf den Maximalwert an (Led1 wird bereits bei a > 0 eingeschaltet und erreicht die maximale Leuchtstärke bei a = 5 , Led 2 : a > 10 , Maximum bei a = 15 , etc. )
Figur 9 zeigt eine Ansteuerung, bei der die Leuchtstärke der LED's wiederum abrupt auf ihren Maximalwert gesetzt werden (LED Led1 bei a = 5 , Led2 bei a = 12,5 , Led3 bei a = 20 , Led4 bei a = 27,5 , Led5 bei a = 35 ). Allerdings werden bei Überschreiten eines gewissen Winkels die ersten drei LED's sukzessive wieder abgeschaltet (Led1 bei a = 20 , Led2 bei a = 27,5 , Led3 bei a = 35 ).
Figur 10 zeigt eine ähnliche Situation, lediglich mit dem Unterschied, dass die LED's kontinuier- lich, beispielsweise linear von 0 auf den Maximalwert und auch wieder kontinuierlich vom Maxi- malwert auf Null gesetzt werden.
Figur 11zeigt noch auf einfache Weise die Ansteuerung der LED's. Die LED's werden dabei von einer Ansteuerelektronik ANE angesteuert, wobei diese Ansteuerung entsprechend dem Lenkwinkeleinschlag a des Fahrzeugs als Input-Parametererfolgt.
Figur 12 zeigt abschliessend beispielhaft noch die Abstrahlcharakteristik einer Leuchtdiode.
Typisch für dieses Abstrahlverhalten ist, dass die Intensität des abgestrahlten Lichts ab einem gewissen Winkelabstand von der Vorwärtsrichtung bei 0 mit zunehmendem Winkelabstand stark abnimmt. Je nach Leuchtdiode weist die Intensität bei 0 ein Maximum auf, oder hat wie bei der gezeigten Charakteristik bei 0 einen leichten Einbruch im lntensitätsverlauf, während die Maxima bei etwa +/- 25 liegen. Der Grossteil des Lichtstroms wird dabei aus einem Bereich von ca. 60 um die Hauptabstrahlrichtung emittiert.
Wird ein Array von lediglich einer Leuchtdiode gebildet, so ist unter dem Begriff "Hauptabstrahi- richtung" die Vorwärtsrichtung der Diode bei 0 zu verstehen, in welcher Richtung die abgestrahlte Intensität entweder ihr Maximum aufweist oder wobei diese Richtung eine Symmetrieachse für die Maxima in der Intensitätsverteilung darstellt.
Bei mehreren Dioden bezeichnet die "Hauptabstrahlrichtung" wiederum entweder die Richtung des Maximums der Intensitätsverteilung des abgestrahlten Lichtes oder eine Symmetrieachse in der Intensitätsverteilung bezogen auf die Maxima.
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