AT7513U1 - Verfahren und messinstrument zur messung von belagsdicken - Google Patents

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AT7513U1
AT7513U1 AT0088503U AT8852003U AT7513U1 AT 7513 U1 AT7513 U1 AT 7513U1 AT 0088503 U AT0088503 U AT 0088503U AT 8852003 U AT8852003 U AT 8852003U AT 7513 U1 AT7513 U1 AT 7513U1
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    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01CCONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C23/00Auxiliary devices or arrangements for constructing, repairing, reconditioning, or taking-up road or like surfaces
    • E01C23/01Devices or auxiliary means for setting-out or checking the configuration of new surfacing, e.g. templates, screed or reference line supports; Applications of apparatus for measuring, indicating, or recording the surface configuration of existing surfacing, e.g. profilographs

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Abstract

Zur Messung von Belagsdicken wird an der zu vermessenden Position mit einem Bohrer eine Bohrloch (11) hergestellt und das Bohrloch (11) durch Ausblasen gereinigt. In das Bohrloch (11) wird unter laufender Sichtkontrolle ein Endoskop (2) bis zur Unterkante der zu vermessenden Belagsschicht eingeführt. Weiters wird die Position der Belagsoberkante auf die Endoskoplanze (7) übertragen und die Einschubtiefe zwischen der Lanzenspitze (9) und der übertragenen Position der Belagsoberkante bestimmt.

Description

AT 007 51 3 U1
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Messung von Belagsdicken sowie weiters ein Messinstrument zur Messung von Belagsdicken. Für die Bestimmung und Bewertung der Abnützung von Fahrbahnbelägen, sowie zur Feststellung der Belagsdicke im Rahmen der Qualitätskontrolle oder im Zuge von Vorerhebungen zur 5 Neuprojektierung von Fahrbahnen und Brückenbauwerken ist es erforderlich, die Dicke von Belagsschichten zu vermessen. Dazu ist es üblich, mit einer kreiszylindrischen Bohrkrone einen Bohrkern aus dem Straßenaufbau herauszuschneiden. Der Durchmesser des Bohrkerns beträgt üblicherweise etwa 50 mm. Die Dicke der einzelnen Belagsschichten bzw. des gesamten Belagsaufbaues wird durch Vermessen der einzelnen Schichten am Bohrkern bestimmt. Nach der 10 Entnahme des Bohrkerns bzw. der Belagsdickenmessung wird das entstandene Bohrloch wieder mit Beton oder einem Asphaltgemisch verschlossen. Nachteilig bei dieser Belagsdickenmessung ist, dass zur Bestimmung des Verschleißbelags ein relativ großer Bohrkern aus der Fahrbahn herausgeschnitten werden muss.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Messverfahren bzw. eine Vorrich-15 tung der Messung von Belagsdicken anzugeben, das die Beschädigungen des Belags möglichst gering hält und darüber hinaus die Standzeiten der verwendeten Werkzeuge erheblich verlängert.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass an der zu vermessenden Position mit einem Bohrer ein Bohrloch hergestellt wird, dass das Bohrloch durch Ausblasen gereinigt wird, dass in das Bohrloch unter laufender 20 Sichtkontrolle ein Endoskop bis zur Unterkante der zu vermessenden Belagsschicht eingeführt wird, dass die Position der Belagsoberkante auf die Endoskoplanze übertragen wird und dass die Einschubtiefe zwischen der Lanzenspitze und der übertragenen Position der Belagsoberkante bestimmt wird. Anstelle der bisher üblichen Kernbohrung und der damit zwangsläufig verbundenen Beschädigung des Belags ist bei dem erfindungsgemäß Verfahren lediglich ein Bohrloch mit klei-25 nem Durchmesser notwendig, welches mit einem handelsüblichen Steinbohrer hergestellt werden kann.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Messinstrument ein Endoskop ist, wobei an der Endoskoplanze eine Skala aufgetragen ist und die Lanzenspitze den Skalennullpunkt definiert. Die Skala beginnt somit am unteren Ende des Endoskops mit 0 und 30 endet im Bereich eines Okulars.
Weiters ist es zweckmäßig, wenn die Ermittlung der Einschubtiefe durch Ablesung von der Skala auf der Endoskoplanze erfolgt. Der abgelesene Skalenwert entspricht somit direkt der Dicke des Belags.
Da das Anbohren von Schutzbelägen aus Asphaltbeton bzw. des Tragwerksbetons möglichst 35 verhindert werden soll, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass während des Bohrens das Bohrmehl auf alkalische Stoffe untersucht wird und bei Auftreten dieser Stoffe das Bohren beendet wird.
Um einen alkalischen Betonanteil im Bohrmehl nachzuweisen, ist es ferner zweckmäßig, dass das Bohrmehl zum Alkalinachweis mit einer Phenolphthaleinlösung besprüht wird.
Wenn die üblicherweise farblose Lösung nach karminrot umschlägt, ist das ein Zeichen für al-40 kalische Anteile im Bohrmehl. Dies bedeutet, dass bereits ein zementöser Untergrund angebohrt wird und dass das Bohren sofort beendet werden muss.
Gemäß einer bevorzugten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass der Durchmesser des Bohrlochs zwischen 8 und 20 mm, vorzugsweise etwa 12 mm, beträgt.
Schließlich ist vorgesehen, dass das Bohrloch nach der Messung wieder mit einem zementö-45 sen Vergussmörtel, einer bituminösen Vergussmasse oder einer elastischen Dichtungsmasse verschlossen wird.
Ein weiteres Merkmal der Vorrichtung sieht vor, dass an der Endoskoplanze eine verschiebbare Hülse angeordnet ist und dass die Hülse zur Fixierung an der Endoskoplanze über eine quer zur Längsachse verlaufende Bohrung mit einem Gewinde und eine Fixierschraube verfügt. Auf diese 50 Weise wird ermöglicht, die Hülse an dem auf die Unterkante der zu vermessenden Belagsschicht ausgerichteten Endoskop in ihrer Position durch Festziehen der Fixierschraube an der Endoskoplanze zu fixieren. Das Endoskop muss sodann nur mehr aus dem Bohrloch gezogen und der Messwert auf der Seite der Lanzenspitze der Hülse von der Skala abgelesen werden.
Die Erfindung wird anhand eines konkreten Ausführungsbeispiels näher beschrieben. 55 Die Figur zeigt ein erfindungsgemäßes Messinstrument, mit welchem gerade eine Messung 2

Claims (6)

  1. AT 007 51 3 U1 durchgeführt wird, wobei der zu vermessende Fahrbahnaufbau im Schnitt dargestellt ist. Gemäß der Figur umfasst ein Messinstrument 1 ein Endoskop 2, eine Lichtquelle 3 mit einem Lichtleiter 4 und eine Hülse 5 mit einer Fixierschraube 6. Auf einer Endoskoplanze 7 ist eine Skala 8 aufgetragen. Die Skala 8 beginnt am unteren Ende der Endoskoplanze 7 mit dem Skalennull-5 punkt und endet im Bereich eines Okulars 10. Die Endoskoplanze 7 weist einen Durchmesser von etwa 6-10 mm und eine Länge von etwa 350-600 mm auf. Die Hülse 5 ist an der Endoskoplanze 7 verschiebbar angeordnet und kann an dieser mit Hilfe der Fixierschraube 6 befestigt werden. In der Regel besteht der Aufbau einer Straße aus mehreren Lagen. Die unterste Lage ist die sogenannte Tragschicht 21 aus Beton. Ihre Dicke hängt von den jeweils statischen Erfordernissen 10 ab. Die Trageschicht 21 wird mit zwei Bitumenbahnen 22', 22" abgedichtet, die gemeinsam etwa eine Dicke von 10 bis 15 mm aufweisen. Darüber befindet sich ein 3 bis 5 cm dicker Schutzbelag 23 aus Asphaltbeton mit einer Korngröße von ca. 5 mm. Oberhalb des Schutzbelags 23 folgen eine Tragschicht 24 mit einer Stärke von 8 cm sowie eine Schicht Verschleißbelag 25 mit einer Schichtdicke von etwa 5 cm. Die befahrbare Fahrbahnoberfläche 26 wird durch die Oberfläche des Ver-15 schleißbelags 25 ausgebildet. Zur Messung der Fahrbahnbelagsdicke des Verschleißbelags 25 wird mit einer Schlagbohrmaschine (Bohrhammer) und einem Steinbohrer mit einem Durchmesser von vorzugsweise 12 mm von der Fahrbahnoberfläche 26 ausgehend bis etwa zum Schutzbelag 23 eine Bohrloch 11 hergestellt. Immer wenn wieder etwa 3 cm tiefer gebohrt wurde, wird das Bohrgerät aus dem Bohrloch 20 11 herausgezogen, das Endoskop 2 in das Bohrloch 11 eingeführt und die Wand auf einen Schich tenwechsel z.B. eine Änderung der Korngröße untersucht. Die Lichtquelle 3 ist in ihrer Leuchtstärke einstellbar, damit immer die für das Endoskop 2 gerade benötigte Lichtstärke eingestellt werden kann. Kann kein Schichtwechsel festgestellt werden, wird wieder weiter bzw. tiefer gebohrt. Um zu verhindern, dass der Schutzbelag 23 oder die Tragschicht 21 angebohrt werden, wird 25 während des Bohrens das Bohrmehl auf alkalische Stoffe zum Nachweis vom Betonteilchen untersucht. Dazu wird das Bohrmehl mit einer Phenolphtaleinlösung besprüht. Die üblicherweise farblose Indikatorlösung schlägt nach karminrot um, wenn alkalische Anteile im Bohrmehl enthalten sind. Ist dies der Fall, wird das Bohren sofort beendet. Vor der eigentlichen Bestimmung der Belagsdicke ist es erforderlich, das Bohrloch 11 mittels 30 Druckluft zu reinigen. Die gründlichste Reinigung des Bohrlochs 11 wird durch Ausblasen mit einem Kompressor mit einer Druckluftpistole erzielt. In das gereinigte Bohrloch 11 wird die Endoskoplanze 7 des Endoskops 2 eingeführt. Die Endoskoplanze 7 wird unter laufender Sichtkontrolle durch das Okular 10 so weit in das Bohrloch 11 abgesenkt, bis die Unterkante der zu vermessenden Belagsschicht, nämlich des Verschleißbelags 25, erreicht ist. Die Hülse 5 wird nun entlang der 35 Endoskoplanze 7 bis zur Fahrbahnoberfläche 26 verschoben und dort durch Festziehen der Fixierschraube 6 befestigt. Danach wird das Endoskop 2 aus dem Bohrloch 11 herausgezogen und der Messwert auf der der Lanzenspitze 9 zugewandten Seite der Hülse 5 auf der Skala 8 abgelesen. Der abgelesen Messwert entspricht der Belagsdicke des Verschleißbelags 25. Falls durch die Situation des Messpunktes das Absenken der Hülse 5 bis zur Oberfläche der unbekannten Schicht 40 nicht möglich ist, kann das Endoskop 2 im Bohrloch 11 auch mit einem Keil fixiert werden und der Messwert direkt von der Skala 8 abgelesen werden. Nach Abschluss der Messung wird das Bohrloch 11 mit einem zementösen Vergussmörtel, einer bituminösen Vergussmasse oder einer elastischen Dichtungsmasse verschlossen. Das hier beschriebenen Messverfahren kann zur Bestimmung der Dicke von Belägen aller Art 45 auf Plätzen, Straßen, Brückenbauwerken und in Gebäuden angewandt werden. ANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Messung von Belagsdicken, wobei an der zu vermessenden Position mit einem Bohrer ein Bohrloch hergestellt wird, wobei weiters das Bohrloch durch Ausblasen gereinigt wird, wobei weiters in das Bohrloch unter laufender Sichtkontrolle ein Endoskop bis zur Unterkante der zu vermessenden Belagsschicht eingeführt wird, wobei weiters die Position der Belagsoberkante auf die Endoskoplanze übertragen wird und die Einschubtie-55 fe zwischen der Lanzenspitze und der übertragenen Position der Belagsoberkante 3 5 AT 007 51 3 U1 bestimmt wird, wobei weiters die Ermittlung der Einschubtiefe durch Ablesung von der Skala auf der Endoskoplanze erfolgt und wobei schließlich der Durchmesser des Bohrlochs vorzugsweise zwischen 8 und 20 mm beträgt, dadurch gekennzeichnet, dass während des Bohrens das Bohrmehl auf alkalische Stoffe untersucht wird und bei Auftreten dieser Stoffe das Bohren beendet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bohrmehl zum Alkalinachweis mit einer Phenolphthaleinlösung besprüht wird. 10
  3. 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bohrloch nach der Messung wieder mit einem zementösen Vergussmörtel, einer bituminösen Vergussmasse oder einer elastischen Dichtungsmasse verschlossen wird.
  4. 4. Messinstrument zur Messung von Belagsdicken, dadurch gekennzeichnet, dass das Messinstrument ein Endoskop (2) ist, wobei an der Endoskoplanze (7) eine Skala (8) aufgetragen ist und die Lanzenspitze (9) den Skalennullpunkt definiert. 15
  5. 5. Messinstrument nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der Endoskoplanze (7) eine verschiebbare Hülse (5) angeordnet ist.
  6. 6. Messinstrument nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (5) zur Fixierung an der Endoskoplanze (7) über eine quer zur Längsachse verlaufende Bohrung mit einem Gewinde und eine Fixierschraube (6) verfügt. 20 HIEZU 1 BLATT ZEICHNUNGEN 25 30 35 40 45 50 4 55
AT0088503U 2003-12-11 2003-12-11 Verfahren und messinstrument zur messung von belagsdicken AT7513U1 (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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