<Desc/Clms Page number 1>
Wirmeregler.
Um in einem geheizten Raum oder einem Ofen die Temperatur konstant zu halten, wurde bisher die Heizquelle bei Erreichung der gewünschten Temperatur entweder ausgeschaltet oder
EMI1.1
Temperatur direkt oder indirekt auf die Reglerorgane einwirkt.
Für höhere Temperaturen kommen nur die elektrischen Thermometer (das Le Chatelier Pyrometer und das Widerstandsthermometer) in Frage, da die übrigen nicht zuverlässig'genug arbeiten. Die Aus-und Einschaltung der Heizquelle erfolgt dabel durch Betätigung eines elektrischen Kontaktes. Es bietet nun erhebliche Schwierigkeiten, die Relais so auszugestalten. dass sie die Unterbrechung ebenso exakt bewirken, wie die Einschaltung. weil durch das Klebenbleiben der Kontakte eine gewisse Kraft zu ihrer Trennung erforderlich ist.
Zur Vermeidung eines Unterbrechungskontaktes hat man ein Quecksilbertbermometer angewendet, dessen Quecksilbersäule bei Erreichung der oberen Grenztemperatur einen Kontakt schliesst, wodurch ein Relais eingeschaltet wird, das einen Zeitschalter auslöst, der die lJei7. - quelle auf eine bestimmte Zeitspanne ausschaltet oder schwächt und nach jedesmaligem Abkn : f solcher Zeitspannen alle Teile in die zu abermaliger Einwirkung der Quecksilbersäule bereite Lage überführt. Auf diese Weise werden daselbst die Nachteile des Unterbrechungsfunkens am Queckslber-Kontaktthermometer vermieden.
Die Erfindung betrifft einen Wärmeregler, der die oben gerügten Übelstände unter Ver-
EMI1.2
standsthermometer) anwenden kann.
Somit bietet die Erfindung besondere Vorteile in ihrer Anwendung auf elektrische Wider- standsöfen. An dem Prinzip ändert sich aber auch nichts, wenn die Heizquelle nicht der elektrische Strom ist, sondern z. B. Gas oder Kohle. Man verwendet in diesem Falle ein Wider standsthermometer und benutzt dessen Widerstandsändernng zur Betätigung des Reglergliedes. welches die Heizquelle abstelllt oder schwächt. Die erstgenannte Anordnung hat vor der zweiten den Vorteil, dass die Regulierung bei ihr durch den direkt erhitzten Ofenteil erfolgt, während im anderen Falle Verzögerungen der Einstellung infolge der langsamen Wärmeübertragung vom Ofen auf das Thermometer eintreten.
Auf der Zeichnung sind drei beispielsweise Ausführungsf. irmcn der Erfindung schcmahsch dargestellt.
Die in Fig. 1 veranschaulichte Ausführungsform, bei der wie auch be ! Fig. die Wlder- standsänderung des elektrischen ofens direkt zur Regulierung benutzt wird, ist besonders einfach und zuverlässig. Als Zeitschalter wird hier eine Einrichtung benutzt, die durch einen
EMI1.3
Temperatur wird die Heizquelle abgeschaltet, so dass der Körper sich wieder abkühlt. Ist die bestimmte durch den Zeitschalter festgelegte Zeit abgelaufen, so wird der Hauptatrom wiedei
EMI1.4
eingeschaltet wird.
A ist ein Differentialrelais, B der feste Widerstand. 0 der Ofen, D ein Quecksilberschalter, E ein Kippachalter mit zwei Spulen, F der Kontakt dieses Schalters, G eine doubléfeder, H eine Glühlampe. J und K Kontakte.
Die Wirkungsweise ist nun folgende : D schliesst den durch R und ('fliessenden Stron wenn Strom durch seine Spule Siesst. Ist die Stromstärke im Ofen infolge der Erhitzung soweit
EMI1.5
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
brochen und die Glühlampe ausgeschaltet. Nun kühlt sich die Doubléfeder ab, biegt sich zurück und berührt schliesslich wieder den Kontakt K, wodurch der Schalter D wieder eingeschaltet wird und das Spiel von neuem beginnt.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Beispiel wird der Zeitschalter in anderer Ausführung ver. wendet. Hier ist L der elektrische Ofen, Af ein hoher Widerstand, welcher dem Ofen parallel geschaltet ist, N ein Differentialrelais, dessen Zunge durch die beiden Magnetspulen beeinflusst wird und bei stärkerer Wirkung des durch Al fliessenden Stromes einen Kontakt 0 schliesst.
P ist der nur schematisch angedeutete Zeitschalter. Er muss derait wirken, dass bei Strom-
EMI2.2
Der durch L fliessende Strom wird bei positivem Temperaturkoeffizienten des Heizwiderstandes um so schwächer, je höher die Temperatur des Ofens steigt. Durch entsprechende
EMI2.3
dieser Kontakt geschlossen ist. Dadurch wird die Knagge S angezogen, wodurch der Zeiger 7' des Zeitschalters in Bewegung kommt. Dieser Zeiger ist gedämpft und braucht eine bestimmte. nach den Abkühlungsverhältnissen des Ofens zu wählende Ae) t für eme Umdrehung. Wahrend derselben läuft er über den Kontaktkreis U und bewirkt dadurch die Enschaltung des Strom-
EMI2.4
Magnetstrom des Schalters R unterbrochen und der Hauptstrom wieder eingeschaltet.
Erst nach erneuter Erreichung der gewünschten Temperatur beginnt das Spiel von neuem.
Durch entsprechende Konstruktion des Relais N kann die Unterbrechung am Kontakt O
EMI2.5
EMI2.6
schwäche, dadurch gekennzeichnet. dass die Widerstandsänderung eines Leiters, vorzugsweise eines elektrischen Widerstandsofens. das Relais zur Wirkung bringt.