AT7719U1 - Fütterungsanlage für haustiere - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Fütterungsanlage für Haustiere, mit einer Steuereinrichtung für eine Futterabgabeeinrichtung (8) zur individuell dosierten und/oder zeitlich begrenzten Futterabgabe an Identifizierungsmarken tragende und durch eine Identifizierungseinrichtung über wenigstens eine Antenne (9) hinsichtlich ihrer Futteraufnahmeberechtigung erkennbare Einzeltiere (P). Um eine vorteilhafte Fütterung insbesondere von Pferden, Eseln usw. (P) zu gestatten, wird vorgeschlagen, die Antenne bzw. Antennen (9) im Boden oder bodennahe im Bereich der Futterstelle (5) anzuordnen und die Identifizierungsmarken an je wenigstens einem Vorderfuß, bei Pferden (P) insbesondere an der Fessel anzubringen.
Description
AT 007 719 U1
Die Erfindung betrifft eine Fütterungsanlage für Haustiere, mit einer Steuereinrichtung für eine Futterabgabeeinrichtung zur individuell dosierten und bzw. oder zeitlich begrenzten Futterabgabe an Identifizierungsmarken tragende und durch eine Identifizierungseinrichtung über wenigstens eine Antenne hinsichtlich ihrer Futteraufnahmeberechtigung erkennbare Einzeltiere. 5 Bekannte Fütterungsanlagen dieser Art werden bisher vorwiegend für die Fütterung von in
Gruppen gehaltenen Schweinen verwendet. Dabei sind die Identifizierungsmarken in Ohrmarken oder in Ohrimplantaten der Tiere angebracht und die Antenne bzw. Antennen sind an der Futterabgabestelle meist in der Nähe und oberhalb eines Futtertroges vorgesehen. Für die Rinderfütterung hat sich die Anbringung der Identifizierungsmarken an Ohrmarken weniger bewährt und es ist io daher schon vorgeschlagen worden, die Marken an Halsbändern oder Halsketten der Tiere anzubringen.
Pferde, Esel usw. zeigen ein anderes Freßverhalten als die genannten Tiere und nehmen beim Fressen auch Haltungen ein, in denen am Hals oder am Ohr getragene Identifizierungsmarken nicht zwangsweise in den Erfassungsbereich von am Freßtrog oder in dessen Nähe angebrachten 15 Antennen gelangen müssen. Bei einer Gruppenhaltung ergeben sich zusätzliche Probleme durch unterschiedliche Größen der Tiere, was bei der Pferdehaltung häufig vorkommt. Damit hat man bisher auf die Verwendung entsprechender Fütterungsanlagen für Pferde verzichtet, obwohl solche Anlagen bei den anderen Tieren nicht nur eine individuelle Futterzuteilung an berechtigte Tiere ermöglichen, sondern auch entsprechende Auswertungen über das individuelle Freßverhalten der 20 Einzeltiere und damit über deren jeweiligen Gesundheitszustand usw. zulassen.
Aufgabe der Erfindung ist es demnach, eine Fütterungsanlage der eingangs genannten Art zu schaffen, die auch in der Pferdehaltung trotz der oben aufgezeigten Schwierigkeiten brauchbar und im Betrieb verläßlich ist.
Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, daß insbesondere für die Fütterung von Pferden, 25 Eseln usw. die Antenne bzw. Antennen im Boden oder bodennahe im Bereich der Futterstelle angeordnet und die Identifizierungsmarken an je wenigstens einem Vorderfuß, bei Pferden insbesondere an der Fessel anbringbar sind.
Bei einem zur Futteraufnahme bereiten Tier gelangen bei der erfindungsgemäßen Anordnung die Identifizierungsmarke bzw. -marken zwangsweise in den Erfassungsbereich der vorgesehenen 30 Antenne bzw. Antennen, so daß eine einwandfreie Identifizierung und damit eine individuelle Futterzuteilung möglich wird. Selbstverständlich werden auch Tiere, die während eines Fütterungs-zyklusses ihre Ration bzw. Rationen bereits erhalten haben, abgewiesen bzw. nicht bedient. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung einer Fütterungsanlage ist auch dann brauchbar, wenn an der Fütterungsanlage Tiere verschiedener Rassen individuell bedient werden sollen. 35 Nach einer bevorzugten und nachträglich leicht einbaubaren Ausgestaltung wird die Antenne in einer trittfesten Bodenmatte untergebracht.
Soll nichtberechtigten Tieren der Zutritt zur Fütterungsanlage grundsätzlich verwehrt werden, empfiehlt es sich eine zusätzliche Antenne vor einem vorzugsweise sperrbaren Einlaßgitter od. dgl. einer die Fütterungsanlage enthaltenden Fütterungsstation anzuordnen und den Einlaß zur Fütte-40 rungsstation durch die Steuereinrichtung nur für als berechtigt identifizierte Tiere freizugeben.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel eine Fütterungsanlage für Pferde schematisch vereinfacht in Draufsicht dargestellt.
Die gezeigte Fütterungsanlage besitzt Seitenbegrenzungen 1, die oben durch Sperrstangen 2 verbunden sind. Die Anlage ist als Durchgangsstation konzipiert und weist einen Eingang 3 mit 45 einem Sperrgatter 4 und neben einer Futterstelle 5 einen Ausgangsbereich 6 mit Gatter 7 auf. Der Futterstelle 5, die als Futtertrog konzipiert ist, ist in einem Kasten 8 eine Steuereinrichtung für eine Futterausgabeeinrichtung zugeordnet. Vor der Futterstelle 5 befindet sich eine Bodenmatte 9, in der eine oder mehrere Antennen angeordnet sind, welche eine von einem Pferd P z.B. mit einem Band an der Fessel getragene Identifizierungsmarke erfassen können, so daß eine Identifizie-50 rungseinrichtung der Steuereinrichtung das jeweilige Tier erkennen kann. Die Steuereinrichtung stellt zunächst fest, ob das Tier im jeweiligen Fütterungszyklus schon Futter erhalten hat, oder aus anderen Gründen momentan für die Futteraufnahme nicht berechtigt ist. In diesem Fall kann die Steuereinrichtung bis dahin möglicherweise vorhandene Sperren für die Gatter 4, 7 lösen und gegebenenfalls einen Signalerzeuger einschalten, der dem Tier anzeigt, daß es momentan kein 55 Futter erhalten wird. Ein berechtigtes Tier erhält über die Steuereinrichtung eine individuell ange- 2
Claims (3)
- AT 007 719 U1 paßte Futterportion in den Futtertrog 5 zugeteilt. Verläßt das Tier den Futterplatz, ohne die volle Futterportion zu fressen, so kann der Futterrest über Trogsonden oder Wiegeeinrichtungen erfaßt werden, um einerseits bei Dosierung der Futtermenge für das nächste Tier diese Restmenge zu berücksichtigen und anderseits für die Überwachung der Tiere das momentan gestörte Freßverhal-5 ten zu dokumentieren. Für Kraftfutter, z. B. Getreide wird eine Gewichtsdosierung der jeweiligen Futterportionen bevorzugt. Neben dem Futtertrog 5, der dann entsprechend schmäler sein wird, kann auch eine Heuraufe vorgesehen werden. Vorzugsweise wird über die Steuereinrichtung dem Tier eine bestimmte Futteraufnahmezeit vorgegeben. Es ist dabei auch möglich, die Kraftfutteraufnahme für io den Momentanfall zu sperren, aber für die erwähnte Heuaufnahme allein eine bestimmte Freßzeit vorzugeben. Nach Ablauf der Freßzeit kann u. a. die Heuraufe abgedeckt oder das Tier durch Signale oder nach Freigabe des Einlaßgatters 4 für ein nachdrängendes Tier von diesem letzteren aus der Station vertrieben werden. 15 ANSPRÜCHE: 20 25 30 1. Fütterungsanlage für Haustiere, mit einer Steuereinrichtung für eine Futterabgabeeinrichtung zur individuell dosierten und bzw. oder zeitlich begrenzten Futterabgabe an Identifizierungsmarken tragende und durch eine Identifizierungseinrichtung über wenigstens eine Antenne hinsichtlich ihrer Futteraufnahmeberechtigung erkennbare Einzeltiere, dadurch gekennzeichnet, daß insbesondere für die Fütterung von Pferden, Eseln usw. (P) die Antenne bzw. Antennen (9) im Boden oder bodennahe im Bereich der Futterstelle (5) angeordnet und die Identifizierungsmarken an je wenigstens einem Vorderfuß, bei Pferden (P) insbesondere an der Fessel anbringbar sind.
- 2. Fütterungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antenne in einer trittfesten Bodenmatte (9) untergebracht ist.
- 3. Fütterungsanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine zusätzliche Antenne vor einem vorzugsweise sperrbaren Einlaßgitter od. dgl. (3) einer die Fütterungsanlage (5, 8) enthaltenden Fütterungsstation angeordnet ist und die Steuereinrichtung den Einlaß zur Fütterungsstation nur für als berechtigt identifizierte Tiere freigibt. HIEZU 1 BLATT ZEICHNUNGEN 35 40 45 50 3 55
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2005
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