AT78416B - Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Verbrennungsdauer von Luft-Brennstoffgemischen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Verbrennungsdauer von Luft-Brennstoffgemischen.

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AT78416B
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Description


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 wird, desto mehr wird auch der Verbrennungsvorgang beschleunigt und umgekehrt. Findet schliesslich die Einspritzung m das brennende Gemisch selbst statt, so ist selbstverständlich   r' 'Windgeschwindigkeit   am grössten und die Verbrennungsdauer am kleinsten. Wenn noch   berücksichtigt   wird, dass auch die Einblasespannung und mit dieser die Einblasegeschwindigkeit   if imerhalb   weiter Grenzen verändert werden kann, so wird durch diesen Umstand der Regelungs-   bei.'h der   Verbrennungsdauer noch erheblich erweitert. 



   Eine derartige Regelung der Verbrennungsdauer von Luft-Brennstoffgemischen ist beispielsweise bei Gaspumpen und bei allen Verbrennungskraftmaschinen und Gasturbinen erwünscht, bei denen die Energiegewinnung durch   Verpuffung   eines Luft-Brennstoffgemisches eingeleitet wird. Bei den bisher   üblichen Arbeitsprozessen,   bei denen die Dauer   der Verpuffung hauptsächlich   der   Zimdungsgeschwindigkeit   des Gemisches überlassen bleibt, steht die Verbrennungsdauer in den meisten Fällen nicht im Einklang mit der Forderung eines möglichst hohen thermischen Wirkungsgrades.

   So ist zumeist die Verbrennungsdauer des Gemisches zu lang, weshalb man bekanntlich gezwungen ist, durch   sogenannte,, Vorzündungen" für   eine genügende Verbrennung des Gemisches in der Nähe des Hubendes, also im Bereiche des aus thermischen Gründen erforderlichen kleinsten Volumens, zu sorgen. Eine Verkürzung der Verbrennungsdauer findet jedoch durch solche   Vorzündungen   nicht statt. Dagegen heben neuere Untersuchungen gezeigt, dass   giesse Vorzündungen   den Wirkungsgrad ungünstig beeinflussen. So ist im besonderen bei jeder 
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 das bekannte Nachbrennen eine erhebliche Verschlechterung des thermischen Wirkungsgrades auftritt. 



   Die Erfindung vermeidet diese Nachteile und verbessert die   Wärmeausnutzung   noch durch den. Umstand, dass die eingespritzte Luft Wärme aufnimmt, die diese Luft bei der nach-   herigen   Expansion im Arbeitszylinder in äussere Arbeit umsetzt. 



   Es ist bekannt, dass ein grosser Teil der durch die Verbrennung erzeugten Wärme aus Betriebsrücksichten ins Kühlwasser abgeführt werden muss. Wird jedoch ein Teil dieser Wärmemenge von der eingespritzten Luft aufgenommen, so wird nicht nur eine Ersparnis an Kühlwasser, sondern auch eine Erhöhung der Leistung erzielt. Versuchsmässig zeigt sich   d : ose   
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 linie. Schliesslich kann auch die Anordnung so getroffen werden, dass die eingespritzte Luft   gezwungen wird, hauptsächlich   die Zylinderwandungen zu umspülen. In einem solchen Falle 
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 Temperatur gegen die Wandungen abnimmt, wodurch die ins Kühlwasser abgeführte Wärmemenge noch mehr verkleinert und der thermische Wirkungsgrad verbessert   ; verdex ann.   



   Es muss noch ausdrücklich auf den Umstand hingewiesen werden, dass durch Ansaugen eines   entsprechend verdünnten Brennstoffgemisrhes   die oben erwähnten Vorteile nicht erzielt 
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 der Wirkungsgrad. sich bedeutend verschlechtert. 



   Als ein weiterer Nachteil, der bei dem bisher üblichen Arbeitsprozess nicht vermieden werden kann und der insbesondere bei Benzinmotoren störend auftritt, ist der Umstand anzuführen, dass wegen der Gefahr von   Selbstzündungen,   der   Kompressionsdiuck nicht   über un- 
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 erlaubt, wird die Verbesserung des thermischen Wirkungsgrades erklärlich. 



   Der bei den üblichen Ausführungsformen von Wärmekraftmaschinen während des Ansaughubes bewirkte Wirbelzustand des   BrennstoS-Luftgemisches   kann die gewünschte Regelung der Verbrennungsdauer nicht erzielen, weil einerseits die Zeitdauer zwischen diesem Wirbelzustand und dem Zündbeginn nicht geändert werden kann, andererseits die erteilte Wirbel- 
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Widerstände bedingte schnelle Abnahme der   Wirbelgeschwindigkeit   viel zu lang ist, um während der Verbrennung mit   Et folg wirksam sein   zu können, wie dies die erforderlichen starken Vor- zündungen zeigen. 



   Da die Erzeugung der erforderlichen Einspritzdruckluft mit Arbeitsaufwand verbunden ist, so ist eine Verkleinerung der Einspritzmenge zweckmässig. Es empfiehlt sich daher die erzeugte
Druckluft vor dem Einblasen vorzuwärmen, um deren Volumen zu vergrössern. Allerdings wird dadurch die kühlende Wirkung der Einspritzluft verringert, was jedoch in Hinblick auf die geringere Verbrauchsmenge nicht ins Gewicht fällt. Die in vorliegender Erfindung vorgesehene   Veränderlichkeit   des Einblasezeitpunktes bietet noch den weiteren Vorteil, das Anlassen der Maschine durch diese   Einblasedruckluft   vornehmen zu können.

   Zu diesem Zwecke ist es nur erforderlich, den Einblasezeitpunkt in den Expansionshub des Kolbens so lange zu verlegen,   I)   die Maschine genügend Bewegungsenergie aufgenommen hat, um bei normalem Einblase- 
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   In den   Ausführungsbeispielen   ist die Anwendung des angegebenen Vetfahrens an Wärme, kraftmaschinen erläutert, und zwar stellt Fig. 1 den Längsschnitt des Arbeitszylinders einer im Viertakt arbeitenden ortsfesten Maschine vor, an deren Zylinderdeckel das Einspritzventil E   angestellt ist.   Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht des Zylinderdeckels mit dem Einspritzventil und   dessi ! Steuerung.   Sowohl das Einlassventil m für das Luft-Brennstoffgemisch, als auch das   Aus'a''y/entil für   die   Verbrennungsrückstände   sind in der üblichen Weise an der Zylinderwand des   Ver'fennungsraumes   angebracht.

   Fig. 3 zeigt den Längsschnitt des Arbeitszylinders einer Flugzeug- oder Automobilmaschine, dem ebenfalls die Anbringung des Einspritzventiles und dessen   Steuerung 3U   entnehmen ist. 



   Die Fig. 4 und 5 zeigen den Querschnitt dieses Zylinders und zwei verschiedene Aus-   führungsformen   der Einspritzdüse im   Längsschnitt : Fig.   6 zeigt den Längsschnitt eines Arbeitszylinders, bei dem jedoch das Einspritzventil nicht am Zylinder sondern in der Nähe der Steuerwelle W angeordnet ist. Die Anordnung der Rohrleitungen (g, R, T und Tl) sowie die Anwärmevorrichtung der Einspritzluft durch die im Auspuffrohr   sangebrachte Rohrscblange r   ist 
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 Steuervorrichtung. 



   Legt man dem Arbeitsprozess den üblichen   Vieltakt   zu Grunde, so erfolgt das Ansaugen des   Luft-Brennstossgemisches bei   der Bewegung des Kolbens   K   im Sinne des Pfeiles 1 (Fig. 1. 



  3 und   6). Beim nächsten Kolbenhub   in der Richtung des Pfeiles 2 wird das Gemisch verdichtet. 
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 vorrichtung (Steuerwelle W, Nocken   N.   Steuerhebel   H   bzw. Steuerstange   F und Winkelhebei Z   die Ventilspindel   8   das Druckluftventil, wodurch die durch das Rohr R zuströmende   Einblaseldft   
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 wodurch die den eigentlichen Arbeitshub einleitende Drucksteigerung den Kolben in der Pfeilrichtung 1 bewegt. Sowohl dieser Expansionshub als der darauffolgende Auspufhub unterscheidet sich nicht von jenem des üblichen   Viertaktes.   



   Je nach der Lage des Einblaseventiles und der Form der Düse kann die Einspritzung entweder im Wesen zentral erfolgen, wie dies in Fig. 1 angedeutet ist, wodurch zuerst die zentralen 
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 der   Zylinderw nde   bzw.   längs   der Wände des Verbrennungsraumes geführt werden, wie dies eine nach den Fig. 3. 4 und 5 ausgebildete Düsenform gestattet.

   Im letzteren Falle werden die Zylinderwände   nachhaltiger gekühlt   als im ersteren, wodurch die durch die äussere li 
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 nach den Fig. 3 und 4 : wird die   gewünschte Spülung   der Wände durch die Düsenform D erreicht, in der der Luftstrahl aus der   Richtung-Y   in die Richtung Y. und zwar ungefähr parallel zur Lenachbarten Wand abgelenkt wird. wogegen im Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 der Luftstrahl ohne wesentliche Ablenkung durch die Düse geleitet werden kann, weil die Düsenachse A-B in die Nähe der Zylinderwand und ungefähr tangential zu dieser gelegt wurde. 



   Da, wie   erwähnt,   die Verbrennungsdauer des Gemisches vom Einspritzzeitpunkt abhängt, so kann es unter Umständen zweckmässig sein, den Einspritzzeitpunkt auch während des 
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 barkeit des Drehzapfens P des Steuerhebels H mittels des Schlittens Q der   Schraubenspindel. 1. 11   und des Handrades G vorgesehen. Die durch die Drehung des Handrades G bewirkte Verschiebung des Schlittens Q im Sinne des Doppelpfeiles 3 hat daher die gewünschte   Veränderung   des 
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 bzw. linksgängiges Gewinde versehen sind. Eine Verschraubung dieser Schraubenbolzen in 'den Enden der Steuerstange F bringt die gewünschte Längenänderung dieser Stange hervor. 



   Durch eine solche Änderung kann jedoch auch die Hubhöhe der   Ven1. ilspindel S   und damit auch die Menge der Einblaseluft während des Betriebes geändert werden, wodurch auch eine An- passung der Maschineuleistung an den jeweiligen Kraftbedarf erzielt wird. 



   Befindet sich das Einblaseventil am Arbeitszylinder (Fig. 1 bis 3), so ist die Lage der   'Steuerwelle von   der Lage des Einblaseventiles nicht mehr unabhängig, was die zweckmässige
Anordnung der Steuervorrichtung sehr erschwert. Im   Ausführungsbeispiel   nach Fig. 6 ist dieser   Übelstand   dadurch vermieden, dass das Einspritzventil E in unmittelbare Nähe der Steuer- welle   IF   gebracht wurde. Die durch die Auspuffgase vorgewärmte Einspritzluft gelangt durch das Rohr R, das Ventil E, die Rohrleitung T und Düse D in den Zylinder.

   Durch entsprechende ) Krümmung des Rohres T ist jede für die Einspritzung der Luft geeignete Stelle des Arbeits- 
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   Einblasestellen,   wie dies beispielsweise in Fig. 6 durch das   Rohr ? \   und die   Düse D,     n gedeutet ist.   

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   Die im Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 geschilderte Verstellbarkeit des Einspritzzeitpunktes kann auch zum Anlassen der Maschine benutzt werden, wenn der mit dem Drehzapfen P 
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   er.. während d s Expansionshubes   des Kolbens gehoben wird. In diesem Falle findet das Ein-   stroTnen dor   Luft erst bei der Bewegung des Kolbens im Sinne des   Pfei ! es jf statt, wodurch die     ohne   Ankurbelung in Gang gesetzt werden kann. im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 6 und 7 ist die Einspritzvorrichtung ebenfalls als Anlassvorrichtung ausgebildet. Die erforderliche Verstellung des Einspritzzeitpunktes wird 
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 schiebung des Nockens auf der mit   Schraubengängen a   versehenen Steuerwelle   If eingeleitet   werden kann.

   Die Lnbetriebsetzung der Maschine erfolgt daher in der Weise, dass der Nocken durch Verschiebung des Schleifringes b im Sinne des Pfeiles 4 in die gewünschte Anlassstellung gedreht wird. Im Falle einer   Vier-oder Mehrzylinderanordnung   genügt nunmehr die Öffnung 
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 und die Düse D in den Arbeitszylinder einzuführen und die Maschine in Gang zu bringen. Bei einer geringeren Zylinderzahl wird in den meisten   Fällen   eine Verdrehung der Kurbelwelle bis zu der gewünschten Kolbenstellung notwendig sein. Für normalen Betrieb wird nunmehr der Nocken N durch Verschiebung des Schleifringes b im Sinne des Pfeiles 5 in die geschilderte Einspritzlage zurückgedreht. 



   Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 wurde das   Einlassventil   m und das Auslassventil   n   im Zylinderdeckel untergebracht und die   Auspuffrohrleitung   s angedeutet. Falls eine vorherige Erwärmung der Einspritzluft vorgesehen ist, so ist es   zweckmässig,   die heissen Auspuffgase dazu zu benutzen. Zu diesem Zwecke wird eine   Rohrschlange r vorgesehen, durch   die die von der Rohrleitung 9 kommende Luft strömen muss,   bevor, ive   in erwärmtem Zustande in den Arbeitszylinder gelangen kann. 
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 von Brennstoff-Luftgemischen ist keinesfalls auf eine bestimmte Alt und Beschaffenheit des Brennstoffes beschränkt. Ebensowenig ist diese REgelung an einen bestimmten Arbeitsprozess gebunden.

   Es kann somit das angegebene Verfahren auch beispielsweise bei Zweitaktmaschinen oder zur Regelung der Verbrennungsdauer in den Explosionskammern von Gasturbinen, Gaspumpen und dgl. verwendet werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
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Claims (1)

  1. 2. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 auf Wärmekraftmaschinen, dadurch (.'kennzeichnet, dass das Einblasemittel in tangentialer oder angenähert tangentialer Richtung zu den Wänden des Verbrennungsraumes eingeblasen wird, um hauptsächlich diese Wände bzw. die Zylinderwandungen zu umspülen und den Wärmeübergang von dem verbrennenden bzw. verbrannten Brennston-Luftgemisch auf diese Wände einzuschränken.
    3. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 auf Wärmekraft maschinen, dadurch EMI4.6 wird, um die Menge, des benötigten Einblasemittels zu verringern.
    4. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 auf Wärmekraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine Verschiebung des Steuerliebeis (H, Fig. 3) bzw. durch eine EMI4.7 Veränderung der Einblasemcllge während des Betriebes bewirkt werden kann.
    5. Wärmekraftmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine Verstellung der Steuervorrichtung die Luft- oder Dampfeinblasung zur Zeit des Arbeit & hubes der Kraftmaschine erfolgen kann, um das Anlassen der Kraftmaschine zu erleichtern oder selbsttätig erfolgen zu lassen.
AT78416D 1915-08-22 1915-08-22 Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Verbrennungsdauer von Luft-Brennstoffgemischen. AT78416B (de)

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