AT7968U1 - Verfahren zum dämpfen der schliessbewegung einer möbelschublade oder möbeltüre - Google Patents

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AT7968U1 AT0804205U AT80422005U AT7968U1 AT 7968 U1 AT7968 U1 AT 7968U1 AT 0804205 U AT0804205 U AT 0804205U AT 80422005 U AT80422005 U AT 80422005U AT 7968 U1 AT7968 U1 AT 7968U1
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Dämpfen der Schließbewegung einer in einem Möbel gelagerten, zwischen einer geschlossenen und einer geöffneten Endlage bewegbaren Möbelschublade oder Möbeltüre, wobei die Möbeltüre oder Möbel¬schublade durch einen Elektromotor antreibbar ist, wobei die kinetische Energie der Möbeltüre oder Möbelschublade (2) wenigstens auf einer der geschlossenen Endlage der Möbeltüre oder Möbelschublade (2) vorgelagerten Teilstrecke durch das Verbinden des Elektromotors (3) mit einer beeinflussbaren elektrischen Last (4) verringert wird.

Description

2 AT 007 968 U1
Vorzugsweise ist die elektrische Last ein- und ausschaltbar bzw. einstellbar, um die Dämpfwirkung gezielt einsetzen zu können. Vorzugsweise weist die elektrische Last nicht nur einen Aus-und einen Einzustand auf, sondern mehrere Schaltzustände, sodass eine feinere Einstellung der Bremswirkung des Motors möglich ist. 5
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die elektrische Last steuerbar bzw. regelbar ist, wodurch das Dämpfen der Schließbewegung der Möbeltüre oder Möbelschublade in Abhängigkeit anderer Größen, beispielsweise der Position der Möbeltüre oder Möbelschublade oder dessen Geschwindigkeit erfolgen kann. 10
Es kann natürlich auch vorgesehen sein, zum Dämpfen der Schließbewegung die elektrische Last auf einen Widerstand von annähernd 0 Ohm zu schalten, wodurch die kinetische Energie der Möbeltüre oder Möbelschublade durch den kurzgeschlossenen Motor verringert wird. Dies entspricht der maximalen Dämpfwirkung. 15
Die der Möbeltüre oder Möbelschublade entzogene Energie könnte auch einem vorzugsweise elektrischen Energiespeicher zugeführt werden, um für andere Anwendungen, beispielsweise das spätere Öffnen der Möbeltüre oder Möbelschublade, zur Verfügung zu stehen. In diesem Fall wird die elektrische Last natürlich möglichst gering eingestellt werden, um die entnehmbare 20 Energie zu maximieren.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Steuerung bzw. Regelung der elektrischen Last in Abhängigkeit vom im Elektromotor durch die Bewegung der Möbeltüre oder Möbelschublade induzierten Stromes und/oder der induzierten 25 Spannung erfolgt. Dies stellt eine einfache Möglichkeit dar, gezielt Einfluss auf die Bewegung der Möbeltüre oder Möbelschublade zu nehmen. Vorzugsweise wird über die Strommessung das auf die Möbeltüre oder Möbelschublade ausgeübte Drehmoment festgestellt. Es kann alternativ oder zusätzlich vorgesehen sein, dass über die gemessene Spannung die Geschwindigkeit der Möbeltüre oder Möbelschublade festgestellt wird. Dann kann die Einflussnahme in so Abhängigkeit der gemessenen Geschwindigkeit der Möbeltüre oder Möbelschublade oder in Abhängigkeit des auf die Möbeltüre oder Möbelschublade ausgeübten Drehmomentes erfolgen.
Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass der Elektromotor während des Einziehvorganges der Bewegung der Möbeltüre oder Möbelschublade soweit entgegen wirkt, bis ein vorgegebe-35 ner bzw. vorgebbarer Strom bzw. Spannung gemessen wird.
Die Erfindung betrifft weiters ein Möbel mit einer Möbeltüre oder Möbelschublade, welche durch einen Elektromotor antreibbar ist, wobei der Elektromotor mit einer beeinflussbaren elektrischen Last verbunden ist. 40
Vorzugsweise weist das Möbel eine Strommesseinrichtung und/oder eine Spannungsmesseinrichtung auf, um die Stärke des durch die Bewegung der Möbeltüre oder Möbelschublade im Elektromotor induzierten Stromes bzw. Spannung zu erfassen. Dadurch kann beispielsweise die Beeinflussung der elektrischen Last in Abhängigkeit des induzierten Stromes erfolgen. 45
Bei einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Elektromotor ein Linearmotor ist. Dadurch kann der Elektromotor die Möbeltüre oder Möbelschublade ohne Umsetzung einer Drehbewegung in eine lineare Bewegung direkt antreiben. so Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich anhand der Beschreibung der Figuren der beiliegenden Zeichnungen. Dabei zeigen:
Fig. 1 in schematischer Form eine Vorrichtung zur Betreibung des erfindungsgemäßen Verfahrens, 55 Fig. 2 in schematischer Form ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Betrei- 3 AT 007 968 U1 bung des verbindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 3 in schematischer Form ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Betreibung des erfindungsgemäßen Verfahrens und
Fig. 4 in schematischer Form ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Betrei-5 bung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Fig. 1 zeigt schematisch ein Möbel 1 mit einem darin bewegbar gelagerten Möbelteil 2 in Form einer Möbelschublade, welches in diesem Ausführungsbeispiel über eine Zahnstange 11 und ein in die Zahnstange 11 eingreifendes Getriebe 12 über einen Elektromotor 3 angetrieben wird, io Der Elektromotor 3 ist durch Schließen des Schalters 9 mit einer als Widerstand ausgeführten Last 4 in Serie schaltbar. Der Schalter 9 wird durch eine Steuerungsvorrichtung 10 betätigt, welche Informationen von den Sensoren 6 und 7 erhält. Der Elektromotor 3 kann über den gesamten vom bewegbaren Möbelteil 2 zurückzulegenden Weg oder nur über eine Teilstrecke mit dem bewegbaren Möbelteil 2 in Verbindung stehen. Beispielsweise könnte eine Zahnstange 15 11 mit einer geeigneten Länge verwendet oder der Elektromotor 3 ausgekuppelt werden.
Beispielhaft sei ein erfindungsgemäßes Verfahren erläutert:
Sensor 6 meldet der Steuerungsvorrichtung 10, dass das bewegbare Möbelteil 2 beim Einzieh-20 Vorgang eine bestimmte Position erreicht hat, worauf die Steuerungsvorrichtung 10 den Schalter 9 schließt. Da der Elektromotor 3 über das Getriebe 12 und die Zahnstange 11 mit dem bewegbaren Möbelteil 2 in Verbindung steht, wird durch die Bewegung des Möbelteils 2 eine elektrische Spannung im Elektromotor 3 induziert. Ist der Schalter 9 geschlossen, erzeugt diese Spannung einen Induktionsstrom, dessen Stärke in bekannter Weise (Ohm’sches Gesetz) von 25 der Größe des Widerstands der Last 4 abhängt. Die Bewegungsenergie des bewegbaren Möbelteils 2 wird nunmehr als Wärmeenergie im Elektromotor 3 und in der Last 4 abgeführt. Je größer der induzierte Strom ist, desto mehr Bewegungsenergie kann pro Sekunde über den Widerstand in Wärme umgewandelt werden. Nach Erreichen der geschlossenen Endlage des bewegbaren Möbelteils 2, was durch den zweiten Sensor 7 registriert wird, unterbricht die Steu-30 erungsvorrichtung 10 durch den Schalter 9 den Stromkreis, sodass der Schaltkreis während der nächsten Herausbewegung des bewegbaren Möbelteils 2 inaktiv ist. Der Elektromotor 3 kann nunmehr in bekannter Weise durch eine externe - in Fig. 1 nicht gezeigte - Stromversorgung zum Herausbewegen des bewegbaren Möbelteils 2 verwendet werden. 35 Fig. 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem zwei parallel zueinander geschaltete Widerstände 13 als Last 4 vorgesehen sind, welche jeweils über einen Schalter 9 in Serie mit dem Elektromotor 3 geschalten werden können. In diesem Ausführungsbeispiel weist die Last 4 vier unterschiedliche Schaltwerte auf, je nachdem, ob keiner der Widerstände 13, einer der Widerstände 13 oder beide Widerstände 13 zugeschaltet werden. Der maximale Induktions-40 ström fließt dabei, wenn beide Widerstände 13 zugeschaltet sind.
Beispielsweise könnte zu Beginn der Einziehbewegung zum Erreichen einer maximalen Bremswirkung beide Widerstände 13 eingeschaltet sein, was in Abhängigkeit von Sensor 6 durch die Steuerungsvorrichtung 10 bewirkt wird. In Abhängigkeit von Sensor 8 kann die Steue-45 rungsvorrichtung 10 einen der beiden Widerstände 13 aus dem Schaltkreis wegschalten, wodurch sich der maximal erreichbare Induktionsstrom und damit die Bremswirkung entsprechend verringert. Nach Erreichen der geschlossenen Endlage des bewegbaren Möbelteils 2 schaltet die Steuerungsvorrichtung 10 in Abhängigkeit vom Sensor 7 beide Widerstände 13 aus dem Schaltkreis heraus. 50
Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem die Last 4 regelbar ausgebildet ist und über den Sensor 7 die Position des bewegbaren Möbelteils 2 als Regelgröße der Regeleinrichtung 10 zugeführt wird. Dadurch kann eine kontinuierliche Anpassung des Bremsmomentes des Elektromotors 3 an die Position des bewegbaren Möbelteils 2 während des Einziehvorganges 55 erfolgen. Weiters ist ein Energiespeicher 5 vorgesehen, der durch die Regelvorrichtung 10

Claims (11)

  1. 4 AT 007 968 U1 geschalten wird. Als Regelgröße käme beispielsweise auch die Stärke des im elektrischen Motor 3 induzierten Stromes in Frage, der über eine nicht dargestellte Strommesseinrichtung in bekannter Weise erfasst werden kann. 5 Fig. 4 zeigt ein zu Fig. 3 analoges Ausführungsbeispiel, bei dem das bewegbare Möbelteil 2 als Möbeltüre ausgebildet ist. Ansprüche: 10 1. Verfahren zum Dämpfen der Schließbewegung einer in einem Möbel gelagerten, zwischen einer geschlossenen und einer geöffneten Endlage bewegbaren Möbelschublade oder Möbeltüre, wobei die Möbeltüre oder Möbelschublade durch einen Elektromotor antreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die kinetische Energie der Möbeltüre oder Möbelschublade 15 (2) wenigstens auf einer der geschlossenen Endlage der Möbeltüre oder Möbelschublade (2) vorgelagerten Teilstrecke durch das Verbinden des Elektromotors (3) mit einer beeinflussbaren elektrischen Last (4) verringert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Last (4) ein- 20 und ausschaltbar bzw. einstellbar ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Last (4) steuerbar bzw. regelbar ist.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die kinetische Energie der Möbeltüre oder Möbelschublade (2) durch das Kurzschließen des Elektromotors (3) verringert wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die kinetische 30 Energie der Möbeltüre oder Möbelschublade (2) auf Null verringert wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Möbeltüre oder Möbelschublade (2) durch den Elektromotor (3) angetrieben wird.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die der Mö beltüre oder Möbelschublade (2) entzogene Energie einem, vorzugsweise elektrischen, Energiespeicher (5) zugeführt wird.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steue- 40 rung bzw. Regelung der elektrischen Last (4) in Abhängigkeit vom im Elektromotor (3) durch die Bewegung der Möbeltüre oder Möbelschublade (2) induzierten Stromes und/oder der induzierten Spannung erfolgt.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass über die Strommessung das 45 auf die Möbeltüre oder Möbelschublade (2) ausgeübte Drehmoment festgestellt wird.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass über die gemessene Spannung die Geschwindigkeit der Möbeltüre oder Möbelschublade (2) festgestellt wird. so 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass während des Einziehvorganges der Elektromotor (3) der Bewegung der Möbeltüre oder Möbelschublade (2) so weit entgegenwirkt, bis ein vorgegebener bzw. vorgebbarer Strom bzw. eine vorgegebene bzw. vorgebbare Spannung gemessen wird.
  11. 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Beein- 5 AT 007 968 U1 flussung der elektrischen Last (4) in Abhängigkeit der Position der Möbeltüre oder Möbelschublade (2) erfolgt. 13. Möbel mit einer Schublade, welche durch einen Elektromotor antreibbar ist, insbesondere 5 nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (3) mit einer beeinflussbaren elektrischen Last (4) verbunden ist. 14. Möbel nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Last (4) ein- und ausschaltbar bzw. einstellbar ist. 10 15. Möbel nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Last (4) steuerbar bzw. regelbar ist. 16. Möbel nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass es einen, 15 vorzugsweise elektrischen, Energiespeicher (5) aufweist. 17. Möbel nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Strommesseinrichtung und/oder eine Spannungsmesseinrichtung aufweist. 20 18. Möbel nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromo tor (3) ein Linearmotor ist. Hiezu 3 Blatt Zeichnungen 25 30 35 40 45 50 55
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Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE202007001646U1 (de) 2007-01-31 2008-06-12 Deon Ag Elektromotorischer Möbelantrieb
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DE202007004338U1 (de) 2007-03-21 2008-08-07 Linrot Holding Ag Möbel
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DE102010012660A1 (de) 2010-03-24 2011-09-29 Linrot Holding Ag Möbel

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