AT8122U1 - Neuartiger nasswäscher für die oxidative eliminierung von luftschadstoffen aus industriellen abgasen - Google Patents

Neuartiger nasswäscher für die oxidative eliminierung von luftschadstoffen aus industriellen abgasen Download PDF

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Abstract

Gaswäscher werden in der Industrie zur Entfernung schädlicher Abgase vornehmlich von NOx- und SOx- haltigen Anteilen eingesetzt. Die hier beschriebene Erfindung zeigt eine neuartige Bauweise eines Gaswäschers auf welcher anstatt durch Wasser durch sogenanntes aktiviertes Waschwasser aus Behandlung mit Diamantelektroden und Elektrolyse behandelt wurde und auf kürzestem Weg in die Stoffaustauschzone über Lavaldüsen des Gaswäschers eingebracht wird. Dies hat den Zweck, dass infolge der bekannt hohen Oxidationskraft von mit Diamantelektroden behandeltem Waschwassers unter Ausbildung von Hydroxylradikalen eine rasche Oxidation von Schadstoffen erreicht und somit eine völlige Auswaschung derselben erzielt wird, welche eine Verbesserung für industrielle Anwendungsfälle darstellt. Eine neue konstruktive und vereinfachte Bauweise eines Absorbers ist somit dargestellt und eröffnet ein breites Anwendungsspektrum für industrielle Abgasreinigung.

Description

2 AT 008 122 U1
Die Erfindung betrifft eine Neuentwicklung eines Gaswäschers auf Basis eines Strahlwäschers, ausgeführt nach dem Venturiprinzip, wobei durch das Auswaschen der Schadstoffe der Abgase mit einem speziell behandelten Kreislaufwaschwassers eine enorme Steigerung der Auswaschkapazität erreicht werden kann. 5
Der Anwendungsbereich ist eingeschränkt auf die Entfernung von Luftschadstoffen, welche üblicherweise über Waschkolonnen entfernt werden, so der Stand der Technik. Es handelt sich hier um die oxidierende Wirkung eines mit Elektrolyse über Diamantelektroden behandelten Kreislaufwaschwassers, welches auf Grund seiner Vorbehandlung zur Oxidation und damit zur io Entfernung von Luftschadstoffträgern in den häufigsten Schadstoffträgern, den sogenannten NOx - haltigen bzw. SOx - haltigen, sowie solchen mit organischer Belastung, welche oxidativ zerstört werden können, wie CO, CH4, FCKW’s, Olefine und Äthine aus Abgasen führt.
Als NOx ist ein Sammelbegriff gemeint, bestehend aus einem Gasgemisch, verschiedener 15 Stickstoffoxide, vornehmlich NO, N02, N20 und N204 welche in verschiedensten Konzentrationen vorliegen.
Als SOx ist ein Sammelbegriff gemeint, bestehend aus dem Gasgemisch S02 und S03 und in verschiedensten Konzentrationszusammensetzungen. 20
Die Schadstoffgruppen gehören zu am häufigst vorkommenden Umweltgiften, belasten die Atmosphäre und führen u.a. zu den bekannten Phänomenen, wie z.B. „saurer Regen“ und „Ozonloch“, beides Begriffe in den Industrieballungszonen und nunmehr ein globales Problem. Generell können Schadstoffe nach Gasen, Stäuben, Schwermetallen, Ruß und Feststoffpartikel 25 unterschieden werden. Abschätzungen aus diversen Publikationen zeigen folgendes Bild auf. In typischen Industrieballungsgebieten beträgt der Schadstoffanteil bezogen auf die Verursacher ca. 45% Industrie, 20% Energiewirtschaft, 35% Hausbrand und Verkehr. Der Industrieanteil beträgt zu einem hohen und standortabhängigen Anteil aus der Stahlindustrie, welche besonders aktiver Emittent ist. Die Schadstoffe lassen sich zusammenfassen in oxidierte Gase, wie 30 NOx, SOx, C02, CO, weiters HCl, Cl2, Ruß, PCC (Polychlorierte Kohlenwasserstoffe), Aroma-ten, Benzole und Abkömmlinge, CH4, NH3, FCKW (fluorierte Kohlenwasserstoffe), Schwermetalle und anorganischer (meist silikatischer) Staub. Asbest kann aus heutiger Sicht in Europa, zumindest hier ausgelassen werden. 35 Die Industrieländer haben daher fixe Normen festgelegt, zur Bekämpfung der Luftschadstoffe und zur Erhaltung der Umweltökologie wie die EU-Richtlinie (1999/30/EG) mit einem unteren Limit an 100 000 kg/Jahr bei NOx und 150 000 kg/Jahr bei SOx bei Verursacher, also Verbrennungsanlagen oder Beizereibetrieben. Werden diese überschritten so herrscht Meldepflicht und bedingt periodische Überwachung. Der statistische Gesamtausstoß bedingt insgesamt politi-40 sehe Maßnahmen und diese werden in Weltkonferenzen in Limits festgelegt (Kyoto, Rio de Janeiro). Die TA-Luft regelt die Emissions-Verursacher Abluftbelastung mit 500 mg/Nm3 N02 und 400 mg/Nm3 S02, definiert nach Standardmessmethoden.
Die wesentlichsten Erreger von Luftschadstoffen sind thermische Verbrennungsanlagen (Stro-45 merzeugung aus Erdöl oder Erdgas), Kokereibetriebe, Stadtgaswerke, Müllverbrennungsanlagen, Industrieanlagen mit Ofenbetrieb, Hochöfen für die Stahlerzeugung, erdölverarbeitende Betriebe, Betriebe zur Herstellung von Chemierohstoffen, Beizereibetriebe (im Falle des NOx die Edelstahlbeizerei) die Verbrennung in den Ottomotoren und in den Dieselmotoren von Privat- und Nutzfahrzeugen, sowie letztlich der Hausbrand. 50
Beim Beizen von Edelstahl wird der hochlegierte und damit rostfreier Stahl, mit dem Säuregemisch Flußsäure (HF) und Salpetersäure (HN03) behandelt, zur Erzielung einer zunderfreien Stahloberfläche. Das Säuregemisch beträgt dabei üblicherweise 100 - 150 g/l HN03 und 10-50 g/l HF, bei einer Beizbad-Temperatur von 40 - 80°C. Dabei werden große Mengen an 55 NOx- Gasgemischen generiert, welche mittels Gaswäscher auszuwaschen sind. Daneben 3 AT 008 122 U1 werden auch (HF) Flußsäuredämpfe erzeugt, welche aber entgegen den NOx-Gasen wesentlich leichter zu entfernen sind. NOx-Gase, bestehend aus dem Gasgemisch NO, N02 N20 und N204 sind selbst bei sorgfältigs-5 ter Behandlung der Abgase in Gas-Nasswäschern nicht völlig aus dem Abgas zu eliminieren.
Es wurden Anstrengungen gemacht die NOx-Generierung innerhalb des Beizens von Edelstählen, möglichst zu minimieren und im idealen Fall zu eliminieren. io Es hat daher nicht an Versuchen gefehlt, die Salpetersäure völlig aus dem Beizbetrieb zu eliminieren. Unter Verwendung sogenannter Salpetersäure freier Beizen, also nur mit HF bzw. anderen Mineralsäuren, elektrolytischen Beizverfahren oder Methoden zur Unterdrückung des Zerfalls der Salpetersäure zu NOx- Gas, d.h. unter Verwendung von Oxidationsmitteln. 15 In den Patenten EP 01 88 075 und WO 87/01739 (Verfahren der Ugine) wird die Zugabe von Eisen(lll)salzen, vornehmlich dem FeF3 sowie dem Fe2(S04)3 als internes Oxidationsmittel im Beizbad angeführt. Dabei sollte es zu einer Unterdrückung der NOx-Bildung kommen. Weitere bewährte Methoden bestehen in der Zugabe zu Harnstoff (Urea), welcher in den Abgasstrom, also im Kamin in Form von Lösung oder direkt als Pulver eingebracht wird, oder durch Einbla-20 sen von NH3-Gas, als NOx-Binder unter der vereinfachten Reaktionsgleichung 3 NO + 2 NH3 = 5/2 N2 + 3 H20
Das Beizen mittels Strom von Edelstahl, sowie das Beizen von C-Stahl mittels Gleich- oder 25 alternierendem Gleichstrom (Verfahren der Andritz AG, AT 406 385 und AT 401 183) führen dabei nicht zum Ziel. Bei der Regeneration von Mischsäuren, mittels Hydropyrolyse werden große Mengen an NOx erzeugt, bedingt durch die direkte thermische Zersetzung der HN03. Die dabei entstehenden NOx Gase werden nur zu einem Teil wieder zurückgewonnen, jedoch ca. 30 % der eingesetzten HN03 verlässt das Regenerationssystem als NOx und muss notwendi-30 gerweise durch das DENOX - Verfahren wieder zu Stickstoff reduziert werden um in die Umwelt emittiert werden zu können. Es wird erst der Entwicklung neuer Beizmethoden Vorbehalten sein auch hier zum gewünschten Erfolg zu führen.
Die Chemie der Stickoxide und deren gegenseitige Umwandlung sehen in der vereinfachten 35 Form folgendermaßen aus. 4 HN03 (g) = 3 N02 (g) + NO (g) + 2 H20 (g) + 3/2 02 (g) 2 HN03 (g) = 2 NO (g) + 02 (g) 2 HN03 (g) = N02 (g) + NO (g) + H20 (g) + 02 40 N02 = NO + 1/2 02 2 N02 = N204 Während es sich bei NO um ein relativ stabiles Molekül handelt, dass übenwiegend bei hohen Verbrennungstemperaturen auftritt, weist N02 erhöhte Reaktivität auf, bei Temperaturzunahme 45 wieder zu NO zu zerfallen. Ziel eines Gaswäschers muß sein, den im Überschuss bei Verbrennungen vorliegende NO- Anteil zu Salpetersäure direkt zu oxidieren und diese so schnell wie möglich aus dem, Reaktionsraum zu entfernen. Dazu ist ein oxidiatives Potential von miteinge-führtem Luftsauerstoff notwendig, gemäß folgender Gleichung. so NO + 2 H20 = N03- + 4 H+ + 3 e
Laut Literatur ist zur Erreichung einer quantitativen Ausbeute von Salpetersäure, ein Oxidationspotential von > 0,96 V notwendig. Das NO Molekül liegt auch in Form eines Radikals oder in einer positiv geladenen Form, dem Nitrosyl - Kation NO+ vor. 55 4 AT008 122U1
Ein Gaswäscher in Form einer Absorptionskolonne wird auf Grund der Abgasmenge dem NO und N02 Gehalt, sowie dem Verhältnis N02/N0 berechnet. Letzteres ist im Abgasgemisch üblicherweise kleiner als 0,1, d.h. im Gasgemisch ist NO überwiegend vorhanden und dessen Oxidation zu N02 erwünscht. Einmal gebildetes N02 lässt sich leicht in Gegenwart von Wasser 5 zu salpetriger Säure (HN02) und in späterer Folge zu Salpetersäure oxidieren und absorbieren. Ziel eines Gaswäschers bei der Salpetersäurebeize ist es, die leicht zersetzliche Salpetersäure wieder zu gewinnen.
Im Gegensatz dazu, lässt sich die Oxidation von in Verbrennungsabgasen übenwiegend auftre-io tendem S02 zu S03, in Gegenwart von Wasser zu Schwefelsäure leichter bewerkstelligen. Damit kann durch einem Waschturm mit einer Füllkörperschüttung, beaufschlagt mit verdünnter Schwefelsäurelösung eine gute Ausbringung von S02 aus den Abgasen erreicht werden.
Gaswäscher sind konstruiert üblicherweise in Form von Schüttkörperkolonnen, bestehenden 15 aus einem Waschturm welcher im Gegenstrom zum Abgas mit Wasser beaufschlagt ist und üblicherweise eine Füllkörperschüttung oder eine Packung enthält, zur Erhöhung der Oberfläche und des Stoff-Austauschvermögens für die oxidative Gaswäsche (Luftsauerstoff im Normalfall) zur Entfernung der Schadstoffe, bzw. der Rückgewinnung an Wertstoffen, Säuren in diesem Fall. 20 Füllkörper sind solche aus säurebeständigen Materialien wie Kunststoffe, wie z.B.: Polypropylen (PP), Polyvinylidendifluorid (PVDF), ferner aus Edelstahl oder aus Keramik. Sie werden Ra-schig- oder Pallringe genannt, oder Wendeln gemäß patentierter Formen, oder bestehen aus 3-dimensionalen Packungen, wie Sulzerpackungen oder solcher anderer Firmen (z.B. Lurgi, 25 Escher-Wyss, 2- H).
Die Reaktion in solchen Kolonnen ist wie folgt zusammengesetzt. a) Kondensation H20 (g) H20 (I) 30 HN03 (g) HN03 (aqu) b) N02-Absorption 3 N02 + H20 = 2 HN03 + NO c) NO-Oxidation NO +1/2 02 no2
Die Ausführung solcher Waschkolonnen sind vielfältig. Meist werden diese im Gegenstromprin-35 zip ausgeführt, also Abgas und Waschlösung verlaufen konterkurrent. Beispiele wären das Wigand - Verfahren zur Entfernung von HCl aus Abgasen, welches aus zwei hintereinander geschalteten Waschkolonnen besteht, oder der Walther Prozess zur Entfernung von SOx Abgasen über seriell geschaltete Waschtürme, sogenannten Nasswäschern. 40 Weitere Verfahrensauslegungen sind die alternative Gas- und Flüssigkeitsführung im Gleichstrom, oder auch Verwendung von Siebplatten oder Lochböden anstelle von Füllkörper-Schüttungen, wie Schlaufenreaktoren, Strahldüsenreaktoren (das Gas wird in die Flüssigkeit eingestrahlt) oder Freistrahlreaktoren (leere Türme mit hoher Bauweise, das Waschwasser wird im Gegenstrom über mehrere horizontal eingebrachte Düsen in den Gasstrom eingestrahlt). 45
Theorie der Waschkolonnen ist immer der sogenannte Stoffaustausch and der Oberfläche Gas, Füllkörper (Blase oder Strahl) und dem Waschmedium. Theoretisch wird die Wirkungsweise einer Kolonne speziell auf den Anwendungsfall einzeln zu berechnen sein unter Verwendung der Theorie der theoretischen Böden und den Stoffaustauschgleichungen der Verfahrenstech- 50 nik.
Um letzte Reste aus den Gasströmen im Abgaskamin zu entfernen werden, werden spezielle Abgas-Reinigungsverfahren angewendet, wie z.B. im Falle der NOx-Entfemung die katalytische Oxidation in keramischen Waben (Mitsubishi Verfahren, z.B.), wobei vereinfacht folgende Reak-55 tionen auftreten (SCR-Verfahren): AT 008 122 U1 4 NO + 4 NH3 + 02 + Katalysator -*· 4 N2 + 6 H20 6 N02 + 8 NH3 + Katalysator -► 7N2 + 12H20 Üblicherweise werden in wasserbeaufschlagten Absorptionskolonnen 60 - 65 % der eingesetz-5 ten, verdampften, bzw. zersetzten Salpetersäure zurückgewonnen. Das entspricht bezogen auf NO einem Oxidationsgrad von ca. 50%. Die Wirkungsweise einer Absorberkolonne hängt damit von den Stoffaustauschfaktoren an den Oberflächen der Füllkörper ab, dem intensiven Austausch an NOx-Gasen und dem Luftsauerstoff und dem Spülwasser. Konstruktive Maßnahmen wurden erörtert zur Verbesserung der Abscheiderleistung bei Säureregenerationsanlagen, wie io das EP 0296 147 von Andritz beschreibt.
Eine Erhöhung über 50% an NO-Oxidation ist normalerweise nicht möglich, d.h. der Rest von 50% an NO muss aus der Gasphase über Reinigungsmaßnahmen herausgeholt werden, den oben erwähnten katalytischen Verfahren, um nicht in die Atmosphäre zu gelangen. Dies bedeu-15 tet eine erhebliche Einbusse aus wirtschaftlicher Sicht, einerseits der Verlust an Salpetersäure und dem kostenintensiven Katalysatorbetrieb.
Weitere Maßnahmen die dzt. industriell angewendet werden. Zugabe von Oxidationsmitteln direkt in die Lösung (z.B. in die Beizlösung) wie: 20 a) Zugabe von H202 Lösung (Perhydrol 30%) b) Zugabe von Permanganatlösung, z.B. KMn04 c) Zugabe von Fe(lll)-Salzen d) Zugabe von Fenton Reagens, einem Gemisch von Fe(lll)-Salz und H202 25 e) Zugabe von 03 (Ozon) -Gas ins Waschwasser
All diese Maßnahmen wurden versuchsweise durchgeführt und in Patenten belegt, wie z.B. US Pat 2,546,549, US 2,474,526 oder UK Patent GB 2000196 (Japan Tokay Denka) für den Anwendungsfall Mischsäurebeize. 30
Die gegenwärtige Erfindung beruht auf dem Einbringen von elektrolytisch behandeltem Wasser in einen Strahlwäscher, wobei die Elektrolyse in eigens konstruierten zylindrischen, röhrenförmigen Behältnissen an Diamantelektroden bei geringen Gleichspannungen vorgenommen wird. Diamant-Elektroden werden durch Beschichtung von legiertem Titanblech über Gasphasende-35 ponierung im Hochvakuum erzeugt (CVRD-Prozess aus Methangas), wobei durch die Elektrolyse aus dem Wasser Hydroxylionen (OH)' entstehen, welche eine große Oxidationskraft besitzen. Das Verfahren ist industriell bekannt, also Stand der Technik und wird zum Reinigen von Industriewasser verwendet, also der Entfernung von organischen Schwebe- und Trübstoffen, nachweisbar im Wasser durch die TOC, CSB oder BSB-Gehalte. Die Verweilzeit der (OH)'-40 Radikale ist jedoch kurz, sodass deren Einbringung zum gewünschten Reaktanten auf schnellstem Weg erfolgen muss, um deren Reaktion untereinander (Rekombination unter Wasserbildung) zu vermeiden.
Die vorliegende Erfindung empfiehlt daher die Verwendung von Überschalldüsen, sogenannten 45 Laval-Zweistoff-Injektoren, zur Einbringung des elektrolytisch aktivierten Wassers. Laval-Düsen haben eine spezielle Konstruktion, grundsätzlich nach dem Venturiprinzip und können so mittels Zusatzluft das durchtretende Medium, hier also das Wasser, auf hohe Geschwindigkeiten beschleunigen. Kinetische Untersuchungen der oxidativen Reaktion von Hydroxylionen an Olefinen mittels Lavaldüsen wurden an der Univ.Göttingen (Dept..f.Physikalische Chemie, Diplomar-50 beit T.Spangenberg, Inst.Prof.Troe) durchgeführt.
Wesen der gegenständlichen Erfindung ist eine Vorrichtung zur Erzeugung aktivierten Waschwassers, über die Elektrolyse mittels Diamantelektroden, welches in dieser Form auf schnellstem Wege in eine wie oben dargestellte Füllkörperkolonne eingebracht wird. Dabei wird der 55 Austausch an den Stoffübergangszonen zwischen den Schadgasen wie S02, NO, N02 unter 6 AT 008 122 U1 oxidativer Aufarbeitung zu deren stabilen Endformen, wie S03, N205 erreicht, damit kann die Auslegung von Füllkörperkolonne vereinfacht, bzw. verkleinert werden da ein wesentlich höherer oxidierender Wirkungsgrad erreicht wird.
So konnte in Vorversuchen im Labormaßstab bei Durchperlen eines NOx- Gasgemisches in einer mit Füllkörper befüllten Waschkolonne eine Wirkungsverbesserung des NO-Oxidations-grades zu N02 mit nahezu 100% erreicht werden, auf kürzestem Reaktionsweg und innerhalb kürzester Zeit.
Auch bei S02 Gas konnte in kurzer Zeit eine Oxidation zu Schwefelsäure mit Beaufschlagung von verdünnter H2S04-Lösung erreicht werden. Dies lässt auch hier eine vereinfachte Kolonnenauslegung und verkleinerte Bauweise bei Nasswäschern zu um trotzdem völlige Abscheidung von SOx - Gasen zu erreichen.
Die wesentliche Wirkungsweise in Oxidationsreaktionen verglichen.
Waschkolonnen ist hier schematisch dargestellt und die
+ H2O2 “ no2 + h2o + Fe(III) (aqu) = NO2 + H20 +( Mn04) ** = NO2 + H20 + CIO4 ' = N02 + H20 + (OH) - N02 + H20 (SO)x —► S02 + (OH) « S03 SO3 + h2o « h2so4 CO — -► + 2 (OH)' —► C02 + H20 CR, — -^ + 4 (OH)'+ 02 —► C02 + 4 H20 FCKW's -► x (OH)' _z C02+ n HF + m H20 c2h2 -► + 4(OH)' -► C02 + 2 H20
Aber auch, und dies alternativ kann die Laval-Düse, als Zweistoffdüse ausgeführt mittels ozonisiertem Wasser- hergestellt aus elektrolytisch hergestelltem Ozon gefahren werden. Darüber hinaus auch mit der konventionellen Technik der Einbringung von Harnstofflösunggemeinsam mit Wasserdampf.
Die zum Erfindungsgedanken hier vorzustellende Apparatur zeigt Figur 1.
Das mit Schadstoffen belastete Abgas (1) aus industriellen Produktionsprozessen, z.B., wird in

Claims (5)

  1. 7 AT 008 122 U1 den Kopf des Strahlreaktors einströmen gelassen, was auch unter Gas-Verdichtung geschehen kann. Beim Durchtritt durch den Reaktorkopf passiert es einen Kranz von mehreren Jet-Düsen, sogenannten Laval-Zweistoffdüsen (4), welche das unter Elektrolyse mittels Gleichstrom an Diamantelektroden (2) aktivierte Wasser in den Strahlreaktor eindüsen (4). Zur Beschleunigung 5 des Vorganges wird in den Zweistoffkanal der Lavaldüse Luft eingepresst (3). Das Stoffgemisch Abgas-Waschwasser tritt nun im Boden des Strahlreaktors über Raschig-Ringeinsätze oder Pall-Ringen, vornehmlich aus Steinzeugkeramik (5) in innigem Stoffaustausch, zur quantitativen Oxidationsreaktion der (OH)’ Ionen im Waschwasser und den zu oxidierenden Schadstoffen (5). Das Waschwasser kann im Kreis geführt werden, wie aus der Zeichnung ersichtlich. Das so io oxidativ gereinigte Gas tritt nunmehr über einen Tropfenabscheider, in Form eines Gitternetzes (6) über den Abgaskanal als Reingas (7) ins Freie. Zeichnung: Schematische Darstellung eines Nasswäschers nach dem Venturiprizip, eines sogenannten Strahlwäschers, mit Beaufschlagung im Gleichstromverfahren von aktiviertem 15 Waschwasser, stammend aus dessen elektrolytischer Behandlung mit Diamantelektroden (2). Das Abgas (1) wird mittels Wasser aus Düsenvorrichtungen (4) eingebracht. Zuvor wird das Wasser in einer eigenen Vorrichtung mittels Diamantelektroden in Gleichstrom-Elektrolyseapparaturen vorbehandelt. (2). Ferner wird durch Zusatzluft (3) das Wasser in den Zweistoffdüsen (4) so beschleunigt, dass auch Überschall erreicht werden kann (Laval-Effekt). Das Gas-20 Luft-Gemisch tritt im Reaktorboden in innigem Austausch über Raschig Ringe oder andere Einsätze welche vornehmlich aus säurefestem Material gefertigt sind (5). Danach tritt das feucht Abgas über einen Tropfenabscheider (6) in den Abgaskanal (7) als Reingas ins Freie. 25 Ansprüche: 1. Vorrichtung zur Entfernung von Schadgasen, wie NOx oder SOx, oder oxidierbaren organi- 30 sehen Verbindungen aus Industrieprozessen, Verbrennungsanlagen oder Beizbetrieben, in einem Stahlreaktor, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Reaktor nach dem Venturiprinzip ausgeführt ist, der Reaktorboden mit Füllkörpern (5) versehen ist und von Abgas (1) und Waschwasser (4) im Gleichstromverfahren durchströmt wird, und dass ein zylindrischer außerhalb des Reaktors angeordneter Elektrolysebehälter mit Diamantelektroden (2) vor-35 handen ist, in dem das Waschwasser über die Diamantelektroden (2) aktiviert wird, um die Schadstoffträger oxidativ abzuscheiden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Wassereinbringung in den Reaktor, am Kopf desselben Laval-Zweistoffdüsen (4) (Venturidüsen) angeordnet sind 40 und das elektrolytisch über Diamantelektroden (2) aktivierte Wasser über Zusatzluft (3) be schleunigt in den Reaktor eingebracht wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Zweistoffdüsen (4) zur Einbringung von wässeriger Hamstofflösung gemeinsam mit Wasserdampf ausgebildet 45 sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Füllkörper (5) aus säurefestem Material bestehen und vielgestaltig, insbesondere in Form von Ringen, Wendeln, Sätteln oder anderen Sonderformen, ausgeführt sind. 50
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass für das Waschwasser (4) ein geschlossener Kreislauf vorhanden ist. 55 Hiezu 1 Blatt Zeichnungen
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CN107694298A (zh) * 2017-11-15 2018-02-16 上海睿筑环境科技有限公司 处理气体中污染物的方法及设备
CN113339106A (zh) * 2021-06-24 2021-09-03 广州德百顺蓝钻科技有限公司 蓝钻材料在柴油颗粒捕集器再生中的应用

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