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Verfahren zum Abscheiden von Chlorammoniumnebel und Schwefel aus Verbrennungsgasen stickstoffhaltiger organischer Stoffe.
Die Verbrennungsgase vieler mehr oder weniger vollständiger Verbrennungen oder Feuerungen enthalten Schwefel in elementarer und gebundener Form sowie gebundenen Stickstoff hauptsächlich in Gestalt von Chlorammoniumnebel. Chlorammoniumhaltige Rauchgase erhält man besonders, wenn man der Kohlenbeschickung Chloride, insbesondere Chlorcalcium oder Chlormagnesium beispielsweise zusetzt. Den Stickstoff und den Schwefel zu gewinnen kann ebensowohl an sich wirtschaftlich wertvoll, wie aus anderen Gründen geboten sein. Sie verpesten, wenn sie beispielsweise von den brennenden Abfallhalden der Bergwerke herrühren, bekanntlich die Luft der Industriegebiete ; und gerade die Stickstoff-und Schwefelverbindungen sind es, welche die gesundheitsschädlichen Wirkungen verursachen.
Auf der anderen Seite sind diese Gase infolge ihres Stickstoff- und Schwefelgehaltes von grossem wirtschaftlichen Werte. In Gemässheit der vorliegenden Erfindung wird nun solchen Gasen der Stickstoff und Schwefelgehalt dadurch entzogen, dass man sie mit den an sich bekannten Gasreinigungsmassen in innige Berührung bringt. Solche Massen hat man bisher zur Reinigung von Leuchtgas, Koksofengas und ähnlicher reduzierender Gase benutzt. Bei diesen brennbaren Gasen werden die schädlichen Bestandteile in der Reinigungsmasse zurückgehalten. Dadurch wird eine Regenerierung von Zeit zu Zeit notwendig. Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich um die Verarbeitung von unbrennbaren Verbrennungsgasen, die an und für sich wertlos sind und aus denen die wertvollen Bestandteile gewonnen werden sollen.
Wiewohl man an sich erwarten musste, dass die heissen oxydierenden Gase zumal bei Gegenwart grosser Oberflächen den sich ausscheidenden Schwefel und anwesendes Ammoniak verbrennen mussten, so tritt diese Erscheinung tatsächlich nicht ein und auf diese Tatsache baut sich die vorliegende Erfindung auf vielmehr tritt bei dem Durchstreichen unbrennbarer Abgase eine Absorption des gebundenen Stickstoffes und des Schwefels ein, so dass die Gase nach Durchstreichen der Reinigungsmasse direkt in die Atmosphäre geleitet werden können.
Bei der vorliegenden Erfindung wird dieser Absorptionsprozess dadurch besonders günstig gestaltet, dass eine besondere Regenerierung der Reinigungsmasse nicht erforderlich ist, und zwar, weil bei den unbrennbaren Gasen im Gegensatz zu den reduzierenden Gasen vermöge ihres Sauerstoffgehaltes die sonst durch Umschaufeln und Durchlüftung bewirkte Regenerierung selbsttätig eintritt.
Die Ausführung des Verfahrens kann in der Weise erfolgen, dass man die Schornsteingase durch die Reinigungsmasse hindurchtreibt oder beispielsweise bei brennenden Halden die Masse aut die Gasausbruchstellen einfach aufschüttet, wobei, wie bei allen Anwendungsformen des vorliegenden Verfahrens, als Folge des Sauerstoffgehaltes der zu reinigenden Gase eine mehr oder weniger stark auftretende dauernde selbsttätige Regenerierung der Masse bis zur endgültigen Erschöpfung besonders augenfällig wird. Kondensiert man Teile der Gase durch Kühlvorrichtungen, so kann man beispielsweise bei Halden einfach die willkürlich oder unwillkürlich freibleibenden Entweichungsstellen der Gase mit Reinigungsmasse zuschütten.
Naturgemäss kann man hierbei auch die Gase von der Entstehungsstelle in Rohrleitungen zu den etwa aus Horden gebildeten Gasreinigern führen.
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Process for separating chlorammonium mist and sulfur from combustion gases of nitrogenous organic substances.
The combustion gases of many more or less complete burns or furnaces contain sulfur in elemental and bound form and bound nitrogen mainly in the form of chlorammonium mist. Flue gases containing chlorammonium are obtained in particular when chlorides, in particular calcium chloride or magnesium chlorine, for example, are added to the coal charge. Extracting the nitrogen and the sulfur can be economically valuable in and of itself as well as being necessary for other reasons. It is well known that they pollute the air of industrial areas, for example when they come from the burning waste dumps in the mines; and it is precisely the nitrogen and sulfur compounds that cause the harmful effects.
On the other hand, because of their nitrogen and sulfur content, these gases are of great economic value. In accordance with the present invention, the nitrogen and sulfur content of such gases is then removed by bringing them into intimate contact with the gas cleaning compositions known per se. Such masses have hitherto been used to purify luminous gas, coke oven gas and similar reducing gases. With these flammable gases, the harmful components are retained in the cleaning compound. This means that regeneration is necessary from time to time. The present invention relates to the processing of incombustible combustion gases, which are in and of themselves worthless and from which the valuable components are to be obtained.
Although one had to expect that the hot oxidizing gases, especially in the presence of large surfaces, would have to burn the precipitating sulfur and ammonia present, this phenomenon does not actually occur and the present invention is based on this fact, rather occurs when crossed out non-combustible Exhaust gases absorb the bound nitrogen and sulfur, so that the gases can be passed directly into the atmosphere after the cleaning mass has been passed through.
In the present invention, this absorption process is made particularly favorable in that a special regeneration of the cleaning compound is not required, because in the case of the non-flammable gases, in contrast to the reducing gases, the regeneration otherwise caused by shoveling and aeration occurs automatically due to their oxygen content.
The method can be carried out in such a way that the chimney gases are driven through the cleaning material or, for example, in the case of burning heaps, the material is simply poured into the gas breakout points, whereby, as in all forms of application of the present method, a result of the oxygen content of the gases to be cleaned more or less strongly occurring permanent automatic regeneration of the mass until the final exhaustion is particularly noticeable. If parts of the gases are condensed by cooling devices, then in the case of heaps, for example, the arbitrarily or involuntarily remaining free escape points of the gases can simply be filled with cleaning compound.
Naturally, the gases can also be routed from the point of origin in pipelines to the gas cleaners, for example made up of stacks.
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