AT8359U1 - Holster und sicherheitsabdeckeinrichtung - Google Patents

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AT8359U1
AT8359U1 AT0016805U AT1682005U AT8359U1 AT 8359 U1 AT8359 U1 AT 8359U1 AT 0016805 U AT0016805 U AT 0016805U AT 1682005 U AT1682005 U AT 1682005U AT 8359 U1 AT8359 U1 AT 8359U1
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    • F41C33/0209Pouch or pocket like containers for small arms covering all or most of the small arm
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Abstract

Holster (10) für ein Dienstgerät, und Sicherheitsabdeckeinrichtung (20) für ein solches Holster, das einen Holsterkörper (30; 30'; 30k) aufweist, der einen Aufnahmeraum (34) sowie eine Öffnung (36) definiert, die so dimensioniert ist, dass zumindest ein Teil des Dienstgeräts in den Aufnahmeraum (34) einschiebbar ist, wobei eine Abdeckung (80; 80'; 80g; 80k) vorgesehen ist, die zur Bewegung zwischen einer geschlossenen Position, in der sie sich zur Verhinderung eines Entfernen des Dienstgeräts aus dem Holster (10) zumindest über einen Teil der Öffnung (36) erstreckt, und einer offenen Position gehalten ist, in der sie zur Ermöglichung eines Entfernens des Dienstgeräts aus dem Holster (10) in Bezug auf den Holsterkörper (30; 30'; 30k) nach vorne bewegt ist; hierbei ist vorgesehen, dass der Holsterkörper (30; 30'; 30k) einen zwingenden Ziehweg (118) für das Dienstgerät festlegt, und dass die Abdeckung (80; 80'; 80g; 80k) aus einem starren Material gebildet ist und sich in der geschlossenen Position zumindest über einen Teil des zwingenden Ziehwegs (118) erstreckt, wogegen die Abdeckung (80; 80'; 80g; 80k) in der offenen Position von dem zwingenden Ziehweg (118) wegbewegt ist.

Description

2 AT 008 359 U1
Die Erfindung betrifft ein Holster für ein Dienstgerät, mit einem Holsterkörper, der einen Aufnahmeraum sowie eine Öffnung definiert, die so dimensioniert ist, dass zumindest ein Teil des Dienstgeräts in den Aufnahmeraum einschiebbar ist, und mit einer Abdeckung, die zur Bewegung zwischen einer geschlossenen Position, in der sich die Abdeckung zur Verhinderung 5 eines Entfernens des Dienstgeräts aus dem Holster zumindest über einen Teil der Öffnung erstreckt, und einer offenen Position gehalten ist, in der die Abdeckung zur Ermöglichung eines Entfernens des Dienstgeräts aus dem Holster in Bezug auf den Holsterkörper nach vorne bewegt ist. io In entsprechender Weise bezieht sich die Erfindung auf eine Sicherheitsabdeckeinrichtung für ein Holster mit einem Holsterkörper, der einen Aufnahmeraum sowie eine Öffnung definiert, die so dimensioniert ist, dass zumindest ein Teil des Dienstgeräts in den Aufnahmeraum einschiebbar ist, mit einer Abdeckung für eine relativ zum Holsterkörper bewegliche Anbringung, wobei sich die Abdeckung in einer geschlossenen Position über zumindest einen Teil der Öffnung 15 erstreckt und in einer offenen Position zum Ermöglichen eines Entfernens des Dienstgeräts aus dem Holster in Bezug auf den Holsterkörper nach vorne bewegt ist.
Holster für Kurzwaffen mit Sicherheitskomponenten wie Sicherungsriemen und inneren Waffenhalterungen zur Verhinderung einer versehentlichen oder unbefugten Entnahme einer Kurzwaf-20 fe sind bekannt. Eine allgemeine Sicherheitskomponente ist ein Thumbbreak-Sicherungsriemen mit einem nachgiebigen Riemen, der sich von einer äußeren Seitenwand des Holsters nach oben und über eine obere Öffnung des Holsters zu einer inneren Seitenwand des Holsters erstreckt, wo er in einen Thumbbreak-Arm oder einer Klappe einrastet oder anderweitig in lösbaren Eingriff kommt. Ein Nachteil von Thumbbreak-Sicherungsriemen besteht darin, dass 25 es schwierig sein kann, sie bei einem neuerlichen Holstern der Kurzwaffe wieder rasch festzumachen, was für ein an einer Verfolgung oder einem Kampf mit einem Gegner beteiligtes Exekutivorgan problematisch sein kann.
Die US 5 501 381 A beschreibt ein Kurzwaffen-Holster mit einem schwenkbaren Sicherungs-30 riemen, der zwischen einer blockierten Position, in welcher der Riemen eine obere Öffnung des Holsters überbrückt, und einer vor der oberen Öffnung befindlichen offenen Position verdrehbar ist. Ein federbeaufschlagter Feststellmechanismus verhindert, dass sich der Riemen öffnet, bevor er durch Drücken nach unten auf einen Riemenabschnitt gezielt freigegeben wird, worauf der Riemen hündisch nach vorne verschwenkt werden kann, um die Entnahme der Kurzwaffe 35 zu gestatten. Beim neuerlichen Holstern der Kurzwaffe wird der Riemen durch manuelles Rückwärtsschwenken in die aufrechte, geschlossene Position geschlossen, wobei der Feststellmechanismus unter Federdruck zwecks Arretierung des Sicherungsriemens in Eingriff kommt.
In einem Versuch, hierbei die Sicherheit des schwenkbaren Sicherungsriemens zu verbessern, 40 schlägt die US 6 371 341 A einen lösbaren Blockiermechanismus vor, der bei der Abwärtsbewegung des Sicherungsriemens zum Tragen kommt, um ein Außer-Eingriff-Kommen des Feststellmechanismus zu verhindern. Zum Öffnen des Sicherungsriemens schwenkt der Benutzer unter Verwendung des eigenen Daumens zuerst das Verriegelungsglied vom Sicherungsriemen weg, bewegt dann den Daumen zum Sicherungsriemen hin, drückt den Riemen nach unten 45 zum Lösen des Feststellmechanismus und dreht den Riemen nach vorne.
Beim Vorwärtsbewegen der schwenkbaren Sicherungsriemen mit dem Daumen ist es bei diesen bekannten Techniken für die meisten Benutzer schwierig oder unmöglich, gleichzeitig den Griff der Kurzwaffe zu erfassen. Der Blockiermechanismus gemäß der US 6 371 341 A kann so auch störend sein, wenn der Benutzer seine Waffe rasch ziehen muss. Für ein sicheres und schnelleres Hantieren wird eine Abdeckung angestrebt, die problemlos geöffnet werden kann, während man gleichzeitig den Griff der Kurzwaffe hält oder mit der Handfläche auf dem Kolben des Kurzwaffengriffs bleibt. Die Abdeckung soll in der geschlosse-55 nen Position das Dienstgerät sicher blockieren, und es soll auch ein unbefugter Zugriff zu einer 3 AT 008 359 U1 im Holster befindlichen Kurzwaffe oder zu einem anderen Dienstgerät verhindert oder zumindest erschwert werden.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Holster bzw. eine Sicherheitsabdeckeinrichtung für ein 5 Holster vorzusehen, bei dem bzw. bei der ein unbefugtes Manipulieren effizient be- bzw. verhindert wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung ein Holster bzw. eine Sicherheitsabdeckeinrichtung wie in den beiden unformen und Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen io angegeben.
Erfindungsgemäß ist somit eine starre Abdeckung in Verbindung mit einem zwingenden Ziehweg vorgesehen, welcher durch den Holsterkörper für das Dienstgerät festgelegt wird. Dadurch ist es nur dem Benutzer in adäquater Weise möglich, die Abdeckung aus ihrer geschlossenen 15 Position in ihre offene Position zu überführen und danach das Dienstgerät entlang dem vorgegebenen Ziehweg aus dem Holster zu ziehen. In einer bevorzugten Ausführungsform steht ein Hebel in Wirkverbindung mit der Abdeckung, um die Abdeckung nach vorne in die offene Position zu überführen, beispielsweise wenn der Hebel mit dem Daumen nach hinten bewegt wird, während die Handfläche des Benutzers an einem Teil des im Holster befindlichen Dienstgeräts, 20 wie am Griff einer geholsterten Kurzwaffe, liegen oder angreifen kann. Die Abdeckung kann vom Holsterkörper oder einer gemeinsamen Montageplattform zur Verschwenkung um eine Schwenkachse gehalten sein. Vorteilhafte Beispiele zur Herstellung einer Wirkverbindung zwischen Hebel und Abdeckung sind Nocken- oder Getriebemechanismen. 25 Das Holster kann eine innere Halteeinrichtung im Holsterkörper zur zusätzlichen Sicherheit aufweisen.
Die starre Abdeckung kann aus Kunstharz geformt sein. Die Abdeckung kann auch einen sich über die Öffnung des Holsterkörpers spannenden Überbrückungsteil und einen Schürzenteil 30 enthalten, der sich vom Überbrückungsteil abwärts erstreckt und den Holsterkörper umgreift und ein geholstertes Dienstgerät vor Schmutz oder Beschädigung schützt. Um ein unbeabsichtigtes Abfeuern einer gespannten Waffe im Holster zu verhindern, kann die Abdeckung auch einen Blockierabschnitt aufweisen, der den Weg des Hammers der Kurzwaffe physisch unterbricht, wenn sich die Abdeckung in der geschlossenen Position befindet. 35
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen noch weiter erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Kurzwaffen-Holsters gemäß einer ersten Ausführungsform, wobei eine schwenkbare Sicherheitsabdeckeinrichtung des Holsters in der geschlossenen und verriegelten Position gezeigt ist; Fig. 2 eine 40 hintere perspektivische Ansicht des Holsters von Fig. 1, wobei eine Abdeckung durch manuelle Bewegung eines Hebels nach vorne in eine offene Position gefahren ist, um das Holstern und Entfernen der Kurzwaffe zu ermöglichen; Fig. 3 eine schaubildliche Draufsicht auf das Holster von Fig. 1, wobei Pfeile zwei verschiedene Richtungen andeuten, in die der Hebel der Sicherheitsabdeckeinrichtung zuerst zum Entriegeln eines Verriegelungsmechanismus und danach 45 zum Antreiben der Abdeckung in die offene Position bewegt wird; Fig. 4 eine schaubildliche Draufsicht auf das Holster von Fig. 2, wobei die Hand des Benutzers zur besseren Klarheit weggelassen wurde; Fig. 5 eine Innenansicht des Holsters von Fig. 1, wobei ein Teil einer Gürtelschlaufe des Holsters weggebrochen ist, um Details der Schwenkbefestigungen und einen Nockenmechanismus der schwenkbaren Sicherheitsabdeckeinrichtung erkennen zu so lassen; Fig. 6 eine Schnittansicht gemäß der Linie 6-6 in Fig. 5; Fig. 7 eine Ansicht der Innenseite einer alternativen Ausführungsform des Holsters von Fig. 1, bei der eine Abdeckung der (in der offenen Position gezeigten) schwenkbaren Sicherheitsabdeckeinrichtung ein Fenster für den Eingriff einer entsprechenden Sperrklinke an einem Hebel aufweist; Fig. 8 eine innere Seitenansicht eines Holsters gemäß einer zweiten Ausführungsform mit einem Zahnstangen-55 mechanismus zur Wirkverbindung des Hebels mit der Abdeckung; Fig. 9 eine vergrößerte iso- 4 AT 008 359 U1 metrische Ansicht der Abdeckung von Fig. 8 und im Detail ein Ritzelgetriebe des Antriebsmechanismus; Fig. 10 eine perspektivische Ansicht eines Holsters gemäß einer dritten Ausführungsform, wobei die Abdeckung in der offenen Position gezeigt ist; Fig. 11 eine Draufsicht auf das Holster von Fig. 10; Fig. 12 eine Schnittansicht des Holsters von Fig. 10 gemäß der Linie 5 12-12 in Fig. 11; Fig. 13 eine vergrößerte perspektivische Detailansicht des oberen Teils einer vierten Holster-Ausführungsform mit einer Schraubenfeder zum Vorspannen der Abdeckung in die gezeigte offene Position in Bezug auf den Holsterkörper; Fig. 14 eine vergrößerte perspektivische Detailansicht eines oberen Teils des Holsters von Fig. 13, gezeigt von hinten zur Sichtbarmachung eines Blattfederelements des Körpers, durch dessen Wirkung die Abdeckung nach io vorne gedrückt wird; Fig. 15 eine Innenansicht einer fünften Ausführungsform eines Holsters mit der Sicherheitsabdeckeinrichtung in der geschlossenen Position, wobei eine geholsterte Kurzwaffe strichliert eingezeichnet ist; Fig. 16 eine Innenansicht des Holsters von Fig. 15, wobei der Daumenhebel entfernt ist, um ein Detail des Antriebsmechanismus zur Betätigung der Abdeckung zu zeigen; Fig. 17 eine Außenansicht einer sechsten Ausführungsform des Holsters mit 15 einer Sicherheitsabdeckeinrichtung und einer biometrischen Authentifizierungseinrichtung; Fig. 18 eine Innenansicht einer siebten Ausführungsform des Holsters mit einem Hebel, der zur Freigabe einer Verriegelung der Sicherheitsabdeckeinrichtung nach unten gedrückt ist; Fig. 19 eine perspektivische Ansicht eines Holsters gemäß einer achten Ausführungsform mit einem sich nach hinten erstreckenden Hebel, der zum Antreiben der Abdeckung in die gezeigte offene 20 Position nach unten gedrückt wird; Fig. 20 eine Draufsicht auf das Holster von Fig. 19; Fig. 21 eine Außenansicht eines Holsters mit einem Zeigefinger-Gleithebel zum lösbaren Verriegeln der in der geschlossenen Position gezeigten Sicherheitsabdeckeinrichtung; Fig. 22 eine Außenansicht des Holsters von Fig. 21, wobei die Abdeckung in der offenen Position blockiert lösbar ist; Fig. 23 eine Außenansicht eines Holsters mit einem anderen Gleithebelmechanismus, der einen 25 an die Abdeckung gekuppelten Verbindungsarm zum Antreiben der Abdeckung nach vorne in die gezeigte, offene Position als Reaktion auf eine Abwärtsbewegung eines Schiebers enthält; Fig. 24 eine Vorderansicht des Holsters von Fig. 23; Fig. 25 eine perspektivische Vorderansicht einer auf einer Holster-Montageplattform abgestützten Sicherheitsabdeckeinrichtung gemäß einer weiteren Ausführungsform; Fig. 26 eine perspektivische Rückansicht der Sicherheitsab-3o deckeinrichtung und Holster-Montageplattform von Fig. 25; Fig. 27 eine perspektivische Vorderansicht eines einstückigen Holsters mit Sicherheitsabdeckeinrichtung gemäß noch einer anderen Ausführungsform; und Fig. 28 eine perspektivische Rückansicht des Holsters von Fig. 27.
In den Zeichnungen beziehen sich gleiche Bezugszeichen auf gleichartige Elemente. 35
In der gesamten Beschreibung bedeutet die Bezugnahme auf "eine Ausführungsform" bzw. "Ausführungsform" oder "einige Ausführungsformen", dass ein bestimmtes beschriebenes Merkmal, Strukturkennzeichen oder Charakteristikum in mindestens einer Ausführungsform enthalten ist. Die Passagen "in einer Ausführungsform" bzw. "in (irgend) einer Ausführungs-40 form" oder "in einigen Ausführungsformen" an verschiedenen Stellen der vorliegenden Beschreibung beziehen sich somit nicht unbedingt auf dieselbe Ausführungsform.
Weiters können die beschriebenen Merkmale, Strukturen und Charakteristika auf jede geeignete Weise in einer oder mehreren Ausführungsformen kombiniert werden. Weiters kann die 45 Erfindung auch ohne das eine und/oder andere bestimmte Detail oder mit anderen Verfahren, Komponenten, Materialien, etc. ausgeführt werden. In manchen Fällen sind bekannte Strukturen, Materialien und Betätigungen weggelassen oder nicht detailliert beschrieben, damit bestimmte Aspekte der Ausführungsformen besser hervorgehoben werden können. so Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht eines Holsters 10 mit einer Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 gemäß einer ersten Ausführungsform. In Fig. 1 sind eine Kurzwaffe 24 und die Hand 26 eines Benutzers mit strichlierten Linien dargestellt, damit Details des Holsters 10 nicht verdeckt werden. Das Holster 10 enthält einen Holsterkörper 30, der einen Aufnahmeraum 34 und eine obere Öffnung 36 festlegt, die eine derartige Größe hat, dass zumindest ein Teil der Kurzwaffe 55 24 in den Aufnahmeraum 34 gelangen kann. Der Aufnahmeraum 34 kann an anderen Stellen, 5 AT 008 359 U1 wie entlang seines unteren Endes, auch offen sein (wie in den Fig. 3, 4 und 6 gezeigt), ist aber vorzugsweise geschlossen, damit kein Schmutz in den Aufnahmeraum 34 dringen kann. Der Holsterkörper 30 kann aus einer Vielzahl von Materialien, wie beispielsweise Leder, Stoff, geformtem Kunststoff und anderen natürlichen und synthetischen Werkstoffen, und mittels einer 5 Vielzahl von Herstellungsverfahren, wie Formen, Nähen, Laminieren, Nieten und anderen Verfahren, hergestellt sein. Ein beispielhafter Laminat-Holsterkörper ist in den Fig. 1 bis 7 gezeigt und genauer in der US 5 419 474 A beschrieben, deren relevante Offenbarung durch Bezugnahme hierein eingeschlossen ist. Weitere Ausführungsformen des Holsterkörpers werden nachstehend unter Bezugnahme auf die Fig. 8 bis 28 beschrieben. 10
Unter Bezugnahme auf Fig. 1 kann der Holsterkörper 30 eine Mehrschicht-Laminatfolie aufweisen, die in einer im Allgemeinen horizontal U-förmig gestalteten Konfiguration gebogen ist, um gegenüberliegende Innen- und Außenwände 46 bzw. 48 zu bilden. Der Holsterkörper 30 kann auch einen Kunststoffrahmen 52 aufweisen, der als Außenskelett zur Verstärkung und weiteren 15 Versteifung des Holsterkörpers 30 dient. Die Seitenwände 46 und 48 sind durch Nieten oder andere Befestigungsmittel 54 am jeweiligen inneren und äußeren hinteren Rand 56 bzw. 58 entlang einer Zwischenleiste oder mehr bevorzugt unter Zwischenschaltung eines Abstandsblocks 62 zwischen den hinteren Rändern 56 und 58 miteinander verbunden. 20 Wie oben ausgeführt, ist der Holsterkörper 30 vorzugsweise so dimensioniert, dass eine Kurzwaffe 24 hineinpasst. In manchen Ausführungsformen können der Holsterkörper 30 und die Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 jedoch auch so dimensioniert und gestaltet sein, dass eine oder mehrere andere Arten von Seitenwaffen und Dienstgeräten wie Betäubungspistolen (beispielsweise vom Typ mit dem Markennamen TASER®), Messer, Knüppel (Schlagstöcke), Muni-25 tionsmagazine, Abgabeeinrichtungen für chemische Mittel wie Pfeffersprays, andere Dienstgeräte als Waffen, wie Funkgeräte und Handschellen, sowie weitere vom Militär und von der Exekutive getragene Gegenstände aufgenommen werden können bzw. hineinpassen. Während also die hier beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen zur Sicherung von Kurzwaffen konzipiert sind, können die Sicherheitsabdeckeinrichtungen und Holster gemäß den hier be-30 schriebenen Ausführungsformen ohne weiteres zur Verwendung mit einer Vielfalt von verschiedenen Dienstgeräten modifiziert und konzipiert werden.
Das Holster 10 kann eine Rückenplatte 66 aufweisen, die am Holsterkörper 30 neben der inneren Seitenwand 46 befestigt ist. Die Rückenplatte 66 bildet eine starre Befestigungsplattform 35 zur Anbringung einer Gürtelschlaufe 70 am Holsterkörper 30. Die Rückenplatte 66 kann auch eine starre gemeinsame Plattform zur Abstützung der Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 zusammen mit dem Holsterkörper 30 bilden. Die Rückenplatte 66 ist vorzugsweise aus starrem Kunststoff, wie z.B. ABS, gefertigt. In Fig. 1 ist ein Dienstgürtel 74 strichliert gezeigt, der sich durch eine Durchlassöffnung 76 der Gürtelschlaufe 70 erstreckt. Die Gürtelschlaufe 70 kann aus einer 40 Vielfalt von bekannten Konstruktionen von Gürtelschlaufen gewählt sein, einschließlich beispielsweise der abnehmbaren Gürtelschlaufe, wie sie in der US 6 161 741 A gezeigt ist, die hierin durch Bezugnahme eingeschlossen ist. Zwecks Übersichtlichkeit ist das Holster 10 als Holster für einen Rechtshänder dargestellt und beschrieben, bei dem die Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 mit dem Daumen 104 der rechten Hand 26 des Benutzers betätigbar ist, wie nach-45 stehend unter Bezugnahme auf Fig. 2 beschrieben wird. Eine (nicht dargestellte) alternative Ausführungsform für Linkshänder ist ein Spiegelbild des Rechtshänder-Holsters 10 der Fig. 1 und zur Montage an der linken Seite eines Benützers für die Bedienung von Linkshänder-Waffen ausgelegt. so Gemäß Fig. 1 enthält die Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 eine Abdeckung 80, die über mindestens ein Gelenk 88 schwenkbar am Holsterkörper 30 befestigt ist. Die Abdeckung 80 ist in Fig. 1 in der geschlossenen Position gezeigt, in der sich die Abdeckung 80 über zumindest einen Teil der Kurzwaffe 24 und dabei auch über zumindest einen Teil der oberen Öffnung 36 des Aufnahmeraums 34 erstreckt. Der Aufnahmeraum 34 ist so gestaltet und ausgebildet, dass 55 er den Konturen der Kurzwaffe 24 unter Festlegung eines zwingenden Ziehwegs 118 (Fig. 2) 6 AT 008 359 U1 folgt, der erfordert, dass die Kurzwaffe 24 vertikal und nicht in irgendeiner anderen Richtung, wie nach hinten, aus dem Holster 10 gezogen werden muss. Dadurch, dass die Kurzwaffe 24 in einer bestimmten Richtung gezogen werden muss, wirkt die Gestalt des Aufnahmeraums 34 mit der Abdeckung 80 zusammen, wenn sich die Abdeckung 80 in der geschlossenen Position 5 befindet, um zu verhindern, dass die Waffe 24 aus dem Holster 10 entfernt wird. Die spezielle Richtung zum Ziehen der Waffe 24 ist jedoch willkürlich gewählt. Beispielsweise kann das Holster 10 in eine horizontale Ausrichtung verdreht werden, so dass die obere Öffnung 36 zu einer seitlichen Öffnung wird und die Waffe 24 entlang eines im Allgemeinen horizontalen Ziehwegs gezogen wird. Die hier offenbarte bewegliche Sicherheitsabdeckung 20 kann also mit io anderen Holsterkörper-Konfigurationen und vorgegebenen Ziehwegen kombiniert werden, um zumindest einen Teil des Ziehwegs zu überdecken oder blockieren, damit ein Dienstgerät im Holster 10 gehalten wird.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 enthält die Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 weiters 15 einen Hebel 100, der in Wirkverbindung mit der Abdeckung 80 steht und zur manuellen Betätigung durch den Daumen 104 des Benutzers zum Antreiben der Abdeckung 80 in eine offene Position angeordnet ist, wie in Fig. 2 gezeigt ist. Unter Bezugnahme auf Fig. 2 bewirkt eine Bewegung des Hebels 100 nach hinten in die mit dem Pfeil 108 angedeutete Richtung eine Verschwenkung der Abdeckung 80 in Bezug auf den Holsterkörper 30 nach vorne, in der mit 20 dem Pfeil 110 angegebenen Richtung. Bei alternativen, nicht dargestellten Ausführungsformen kann der Hebel 100 mit der Abdeckung 80 derart gekuppelt oder in Eingriff sein, dass die Abdeckung 80 in Reaktion auf eine Bewegung des Hebels 100 in eine andere Richtung, wie nach unten, nach innen oder nach außen, verschwenkt wird. In noch anderen Ausführungsformen ist der Hebel 100 so gestaltet und angebracht, dass er die Abdeckung 80 durch eine direkte Ab-25 wärts- oder Rückwärtsbewegung antreibt, und er kann eine gleitend am Holsterkörper 30 montierte Komponente aufweisen. In wieder anderen Ausführungsformen kann der Hebel 100 selbst angetrieben sein, u.zw. durch eine andere Einrichtung, wie einen separat beweglichen Hebel oder Schieber, einen Motorantriebsmechanismus oder einen Mechanismus, der auch eine innere Halteeinrichtung freigibt, wodurch die Notwendigkeit einer direkten Manipulation des 30 Hebels 100 zur Öffnung der Abdeckung 80 wegfällt. Nach dem Verschwenken der Abdeckung 80 in die offene Position kann die Waffe 24 aus dem Holster 10 gezogen werden. Der Hebel 100 ist vorzugsweise wegen der Stärke und Nachgiebigkeit aus mit 10 % Glas gefülltem Nylon-6-Material geformt, doch eignen sich andere Materialien ebenfalls. 35 Das Holster 10 enthält vorzugsweise eine innere Halteeinrichtung 112 (Fig. 3 und 6), z.B. vom Typ wie in der US 6 547 111 A beschrieben, welche durch Bezugnahme hierin inkorporiert ist. Gemäß der dargestellten Ausführungsform verlangt die innere Halteeinrichtung 112 vom Benutzer, dass er einen Griffteil 114 der Kurzwaffe 24 nach innen in die durch den Pfeil 116 angedeutete Richtung verdreht, bevor er die Kurzwaffe 24 in Richtung des Pfeils 118 nach oben zieht. 40 Fig. 6 zeigt, wie ein Abzugbügel 122 der Kurzwaffe 24 bei geholsteter Waffe 24 in Eingriff mit einem keilförmigen Ansatz 124 der inneren Halteeinrichtung 112 steht. Die aufeinanderfolgenden Sicherheitsschichten oder -ebenen, die durch die Kombination der inneren Halteeinrichtung 112 mit der Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 zur Verfügung gestellt werden, verhindern weiters ein unbeabsichtigtes oder unbefugtes Entfernen der Waffe 24 aus dem Holster 10. Auch wenn 45 das Holster 10 gemäß bevorzugten Ausführungsformen eine innere Halteeinrichtung gemäß der US 6 547 111 A aufweist, soll der Ausdruck "innere Halteeinrichtung", wie er hier verwendet wird, im weitesten Sinn verstanden werden, um auch andere Arten von Halteeinrichtungen, die in den Aufnahmeraum 34 reichen und in Eingriff mit einem Teil einer geholsterten Waffe 24 stehen, und alle anderen Halteeinrichtungen als Ergänzung zur Sicherheitsabdeckeinrichtung so 20 oder unabhängig davon mit einzuschließen, die für einen Eingriff mit der Kurzwaffe 24 oder jedem anderen Dienstgerät im Holster 10 ausgelegt sind, um diese(s) lösbar im Aufnahmeraum 34 zu halten, u.zw. unabhängig davon, ob eine derartige Halteeinrichtung selbst in den Aufnahmeraum 34 reicht. Die Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 kann also mit einer Vielfalt von inneren Halteeinrichtungen und Sicherheitshilfseinrichtungen verwendet werden, einschließlich 55 mechanisch betätigten Einrichtungen, wie Einrichtungen, die mit einem Teil der Kurzwaffe 7 AT 008 359 U1 (z.B. dem Abzugbügel oder der Patronenauswurföffnung) in Eingriff stehen; motor- oder magnetbetriebenen Einrichtungen; magnetischen Halteeinrichtungen, wie von dem in der US 6 616 020 A beschriebenen Typ; Sicherungsriemen jeglicher Art; und anderen Einrichtungen zum Einschieben und Halten einer Kurzwaffe 24 im Aufnahmeraum 34. 5
Da die Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 durch Bewegen des Hebels 100 in eine andere Richtung als vorwärts betätigbar ist, kann die Hand 26 des Benutzers in Kontakt mit dem Griff 114 der Waffe 24 bleiben, während die Abdeckung 80 geöffnet wird, was zu einer erhöhten Sicherheit und Kontrolle über die Waffe 24 beiträgt. Der Griff 114 kann gleichzeitig mit der Betätigung io des Hebels 100 auch nach innen in die durch den Pfeil 116 veranschaulichte Richtung verdreht werden, wodurch zwecks rascherer Handhabung die Waffe 24 aus der inneren Halteeinrichtung 112 gleichzeitig mit dem Öffnen der Sicherheitsabdeckung 80 ausrastet. Die gleichzeitige Rückwärts-, Einwärts- oder Auswärtsbewegung des Daumens 104 des Benutzers und Einwärtsdrehung des Griffs 114 ist ähnlich der natürlichen Greifbewegung der Hand 26 und der Finger des 15 Benutzers, wenn dieser Benutzer ein Holster 10 in der in Fig. 2 gezeigten seitlichen Holster-Position trägt. Die gleichzeitige Einwärtsdrehung des Griffs 114 und Bewegung des Hebels 100 wäre jedoch schwierig für eine Person, die nicht das Holster 10 an ihrer Seite trägt, was dem Benutzer eine zusätzliche Sicherheit gegen unbefugten Zugriff durch einen Angreifer bieten kann. 20
Die Abdeckung 80 besteht aus einem starren Material, wie beispielsweise gegossenem, geformtem und/oder maschinell bearbeitetem Kunststoff, Metall, Keramik und Verbundstoffen, kann aber auch andere Strukturen, wie einen flexiblen, starren oder halbstarren Gurt, aufweisen, der sich zwischen den Gelenken 88 an der inneren und äußeren Seitenwand 46 bzw. 48 25 erstreckt und sich beispielsweise über die geholsterte Kurzwaffe 24 oder ein anderes Dienstgerät spannt. Die Abdeckung 80 enthält vorzugsweise mindestens einen Überbrückungsteil 92 (siehe auch die Fig. 9, 12, 19 und 20, die nachstehend beschrieben werden) zum Zurückhalten der Kurzwaffe 24 bei in geschlossener Position befindlicher Abdeckung 80. Neben anderen Vorteilen ist eine starre Abdeckung 80 und damit ein starrer Überbrückungsteil 92 weniger 30 anfällig für ein Vorwärts-Knicken, -Biegen oder -Ziehen zwecks unbefugten Entfernens einer geholsterten Waffe als ein nachgiebiger Gurt, oder auch für Rückwärts-Knicken, -Biegen oder -Ziehen, wobei er sich an der Kurzwaffe 24 verfangen (z.B. um den Sicherheitsgriff einer M-1911 herum oder unter dem Schieber einer GLOCK) und den Benutzer am Öffnen der Abdeckung 80 und Ziehen der Waffe 24 hindern kann. Ein starrer Überbrückungsteil 92 braucht 35 eventuell auch weniger Wartung. Die Abdeckung 80 kann weiters einen vorderen Schürzenteil 96 (Fig. 12) aufweisen, der vom Überbrückungsteil 92 abwärts verläuft und mit dem Überbrückungsteil 92 und dem Holsterkörper 30 zusammenwirkt, um eine geholsterte Kurzwaffe 24 oder ein Dienstgerät vor Schmutz und Beschädigung abzudecken oder anderweitig abzuschirmen. Der vordere Schürzenteil 96 kann zum Beispiel besonders für die Motorradpolizei geeig-40 net sein, um zu verhindern, dass während der Fahrt Schmutz und Wasser in den Aufnahmeraum 34 oder in das Dienstgerät gelangt. Der vordere Schürzenteil 96 überlappt vorzugsweise einen oberen Rand des Holsterkörpers 30 bei in geschlossener Position befindlicher Abdeckung 80 und kann bei manchen Ausführungsformen gegen einen äußeren Teil des oberen Randes gut abdichten, um einen Spritzschutz für ein geholstertes Dienstgerät zu bieten. Die Abdeckung 45 80 kann weiters einen hinteren Schürzenteil (nicht dargestellt) aufweisen, der sich vom Über brückungsteil 92 nach hinten erstreckt, um den Griff 114 einer geholsterten Kurzwaffe 24 (Fig. 5) abzudecken oder anderweitig die obere Öffnung 35 des Aufnahmeraums 34 besser zu überdecken und ein geholstertes Dienstgerät vor Umwelteinflüssen, Schmutz und Beschädigung zu schützen, wenn sich die Abdeckung 80 in der geschlossenen Position befindet. Der so vordere Schürzenteil 96 und der hintere Schürzenteil können aus einem flexiblen, starren oder halbstarren Material gebildet und am Überbrückungsteil 92 befestigt sein, um eine Deck- oder Hülleinrichtung zu bilden, sind aber vorzugsweise mit dem Überbrückungsteil 92 einstückig ausgebildet, um eine durchgehende Hülle zu bilden. Die Abdeckung 80 und ihre Bestandteile sind vorzugsweise aus einem Nylon-6-Material mit 10 % Glasfüller geformt, doch es eignen sich 55 auch andere Materialien dafür. Während die Schürzenteile (insbesondere der vordere Schür- 8 AT 008 359 U1 zenteil 96) ganz allgemein zusätzlichen Schutz für ein geholstertes Dienstgerät bieten sollen, ist der Ausdruck "Abdeckung", wie er hier verwendet wird, so zu verstehen, dass er jede Art der hier beschriebenen Überbrückungselemente, Bügel, Hüllen, Überdeckungen, Abschirmungen und Gurte einschließt, die sich über zumindest einen Teil eines geholsterten Dienstgeräts 5 erstrecken und mit dem Holsterkörper 30 Zusammenwirken können, um das Dienstgerät im Aufnahmeraum 34 festzuhalten, und soll sich nicht auf Einrichtungen mit vorderen oder hinteren Schürzenteilen oder auf Einrichtungen, die um eine bestimmte Achse in Bezug auf den Holsterkörper 30 verschwenkbar sind, beschränken. io Da die Abdeckung 80 aus einem starren Material besteht, kann sie mittels eines einzigen Gelenks 88, das vorzugsweise entweder an der inneren oder an der äußeren Seitenwand 46 bzw. 48 angeordnet ist, schwenkbar mit dem Holsterkörper 30 verbunden sein. Zwecks Haltbarkeit und Verlässlichkeit ist die Abdeckung 80 jedoch vorzugsweise mit Hilfe eines inneren und eines äußeren Gelenkzapfens 126 bzw. 128 mit dem Holsterkörper 30 verbunden, wobei zwei Gelen-15 ke gebildet sind, welche nachstehend unter Bezugnahme auf die Fig. 6 und 7 beschrieben sind. In anderen Ausführungsformen kann die Abdeckung 80 für andere Bewegungen als eine Schwenkbewegung um eine horizontale Schwenkachse 190 der Abdeckung 80 (Fig. 6) gehalten sein. Beispielsweise kann die Abdeckung 80 gleitend in einer im oder am Holsterkörper 30 ausgebildeten Bahn gelagert und entlang einer geradlinigen oder krummlinigen Strecke zwi-20 sehen der offenen und geschlossenen Position beweglich sein. Die Abdeckung 80 kann auch um eine oder mehrere Achsen schwenkbar sein, die in einer anderen Lage oder Orientierung als die horizontale Schwenkachse 190 der Abdeckung 80 ausgerichtet sind.
Vorteilhaft kann die Abdeckung 80 so gestaltet und konfiguriert sein, dass sie ein (nicht darge-25 stelltes) Sichtgerät auf der Kurzwaffe 24, wie die Kimme einer Visiereinrichtung, abdeckt und schützt. Die Abdeckung 80 kann somit ein Sichtgerät vor einer Beschädigung oder einem Ausbrechen aus der Fluchtlinie aufgrund von Zusammenstößen mit fremden Gegenständen oder Strukturen schützen. Die Abdeckung 80 kann auch zum Schutz eines hinteren Teils der Kurzwaffe 24 gestaltet und konzipiert sein und Komponenten zur Verhinderung eines unbeabsichtig-30 ten Abfeuerns der Waffe 24 aufweisen, wenn sich diese im Holster 10 befindet. Zum Beispiel kann die Abdeckung 80 einen Blockierglied oder einen Blockierabschnitt aufweisen, das bzw. der eine Bewegung des Hammers und/oder des Zündstifts der Kurzwaffe hindert. Eine Ausführungsform der Abdeckung 80 enthält einen Blockierabschnitt, der zwischen dem Hammer und dem Zündstift oder Schlitten der Kurzwaffe 24 angeordnet ist, wenn die Abdeckung 80 in der 35 geschlossenen Position und der Hammer gespannt ist. Dieses fakultative Merkmal ist besonders wünschenswert, wenn die Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 bei derartigen Kurzwaffen verwendet wird, wie sie üblicherweise von Exekutivbeamten verwendet und normalerweise "gespannt und gesichert" getragen werden, wie z.B. 45-Kaliber-Pistolen, wie die COLT®-Pistolen der Serie 1911 der Firma Colt's Manufacturing Company, Inc., Hartford, Connecticut, 40 USA. Der Blockierabschnitt der Abdeckung 80 unterbricht den Weg des Hammers zur Verhinderung eines unbeabsichtigten Abfeuerns der Waffe 24 für den Fall, dass die Sicherung der Kurzwaffe 24 aus Versehen unbetätigt geblieben ist oder der Hammer irgendwie zufällig freigegeben wird, während sich die Kurzwaffe 24 im Holster 10 befindet. 45 Fig. 3 ist eine schaubildliche Draufsicht auf das Holster 10 mit der Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 in der geschlossenen Position. Gemäß Fig. 3 enthält die Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 einen Verriegelungsmechanismus 140, der lösbar in Eingriff kommt, wenn sich die Abdeckung 80 in der geschlossenen Position befindet, um zu verhindern, dass die Abdeckung 80 durch direkte Manipulation an der Abdeckung 80 oder anderweitig aus Versehen geöffnet wird. Der so Verriegelungsmechanismus 140 kann jede Art von Anschlägen, Ansätzen, Arretierungen und anderen Einrichtungen zur Fixierung der Abdeckung 80 am Holsterkörper 30 aufweisen, wenn sich die Abdeckung 80 in der geschlossenen Position befindet, doch vorzugsweise enthält er einen ersten Verriegelungsteil 144 am Hebel 100, der mit einem zweiten Verriegelungsteil 146 an der Abdeckung 80 zusammenwirkt. Der erste Verriegelungsteil 144 erstreckt sich vorzugs-55 weise von einem Daumenfeld 150 am Hebel 100 nach außen, und der zweite Verriegelungsteil 9 AT 008 359 U1 146 erstreckt sich vorzugsweise von der Abdeckung 80 nach innen zum Hebel 100. Der erste und der zweite Verriegelungsteil 144, 146 fluchten miteinander in der geschlossenen Position der Sicherheitsabdeckeinrichtung 20, um miteinander im Eingriff zu stehen und sich einer Bewegung des Hebels 100 nach hinten und einer Bewegung der Abdeckung 80 nach vorne ent-5 gegen zu stellen. Zum Lösen des Verriegelungsmechanismus 140 greift der Benutzer den Hebel 100 über das Daumenfeld 150 an und bewegt zumindest einen Teil des Hebels 100 in eine erste Richtung 154 in Bezug auf den Holsterkörper 30, gefolgt von einer Bewegung des Hebels 100 in eine zweite, von der ersten Richtung 154 unterschiedliche Richtung 156. In einer bevorzugten Ausführungsform wird bei der ersten Richtung 154 der Hebel 100 gebogen, um io das Daumenfeld 150 und den ersten Verriegelungsteil 144 nach innen zu bringen, und die zweite Richtung 156 erfordert ein Verdrehen des Hebels 100 nach hinten. In anderen Ausführungsformen könnte die Bewegung eines Teils des Hebels 100 in die erste Richtung jedoch auch die Bewegung eines Teils des Hebels 100 oder des Verriegelungsmechanismus 140 in eine andere erste Richtung, wie nach unten, nach innen, nach außen oder nach vorne, vor der 15 Bewegung des Hebels 100 in die zweite Richtung beinhalten. Auch kann die zweite Richtung eine Bewegung in eine andere Richtung als nach hinten, wie nach innen, nach außen, nach vorne oder nach unten, beinhalten. In noch anderen Ausführungsformen (nicht dargestellt) kann der Hebel 100 an anderen Stellen am Holster 10, längs der äußeren Seitenwand 48 des Holsterkörpers 30, angeordnet sein. Bei einer Anordnung längs der äußeren Seitenwand 48 20 wird der Hebel 100 durch den Zeigefinger des Benutzers für eine Schwenk- oder Gleitbewegung des Hebels 100 in eine Richtung einwärts, abwärts oder rückwärts aktiviert. Unabhängig von der Abfolge der zum Lösen des Verriegelungsmechanismus 140 erforderlichen Bewegungen sollte es vorzugsweise für den Benutzer möglich sein, mit seiner Handfläche 26 am Griff 114 der Kurzwaffe 24 zu bleiben, während er den Verriegelungsmechanismus 140 löst und die 25 Abdeckung 80 öffnet. In manchen Ausführungsformen kann die Bewegung des Hebels 100 in die erste bzw. zweite Richtung bei Betätigen des Verriegelungsmechanismus 140 und/oder der Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 jedoch ein Heben der Hand 26 vom Griff 114 erfordern. Für ein verbessertes Greifen kann das Daumenfeld 150 eine griffige oder strukturierte Oberfläche aufweisen, die auf der Oberfläche desselben gebildet oder geformt wurde, oder es kann ein 30 Material mit hoher Reibung, wie Gummi, enthalten, welches in das Daumenfeld 150 eingearbeitet, eingebettet oder eingeformt oder irgendwie anders aufgebracht wurde.
Die Betätigung des Verriegelungsmechanismus 140 kann auch die Freigabe, Blockierung, Öffnung, Schließung, Überführung in eine Standby-Stellung oder Einstellung in einen höheren 35 Sicherheitsmodus einer inneren Halteeinrichtung oder anderen zusätzlichen Sicherheitseinrichtungen bewirken. Zu diesem Zweck kann der Verriegelungsmechanismus 140 mit einem elektronischen Schalter in Wirkverbindung stehen oder einen Teil eines elektronischen Schalters bilden, der als Reaktion auf eine Bewegung des Hebels 100 geöffnet oder geschlossen wird. 40 Fig. 4 ist eine andere schaubildliche Draufsicht auf das Holster 10, welche die Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 in der offenen Position, nach Lösen des Verriegelungsmechanismus 140 und Rückwärtsbewegen des Hebels 100, zeigt, wie oben unter Bezugnahme auf Fig. 3 beschrieben. Aus dieser offenen Position kann die innere Halteeinrichtung 112 durch eine Manipulation an der Kurzwaffe 24 oder, in alternativen Ausführungsformen, durch irgendeine andere 45 Einwirkung, wie beispielsweise eine Manipulation an einer weiteren Waffen-Halteeinrichtung oder z.B. durch Identifikation mittels Fingerabdruck, gelöst werden. Um die Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 zurück in die geschlossene Position zu bringen, kann der Benutzer die Abdeckung 80 nach hinten ziehen. Eine Kraftübertragungskupplung 160 (Fig. 5-7) zwischen der Abdeckung 80 und dem Hebel 100, die zusammen mit letzterem einen Antriebsmechanismus so (100, 160) bildet, bewirkt eine Bewegung des Hebels 100 in die vollständig aufrechte, geschlossene Position der Fig. 3, wenn die Abdeckung 80 in die Schließstellung gezogen wurde. Alternativ kann der Benutzer die Abdeckung 80 schließen, indem er auf den Hebel 100 nach vorne drückt, wodurch die Abdeckung 80 über die Kupplung 160 nach hinten in die geschlossene Position getrieben wird. Eine vordere Fläche 162 des ersten Verriegelungsteils 144 kann schräg 55 verlaufen, um eine Führung für ein problemloses Wiedereinrasten des Verriegelungsmechanis- 10 AT 008 359 U1 mus 140 bereitzustellen. Der zweite Verriegelungsteil 146 kann ebenfalls eine Rampe oder andere Führung zur Erleichterung eines problemlosen Schließens und Wiedereinrastens des Verriegelungsmechanismus 140 aufweisen. Es ist zu erkennen, dass Verriegelungsmechanismen anderer Bauweisen andere Merkmale als eine geneigte Vorderfläche 162 zum Vorsehen 5 eines problemlosen Wiedereinrastens des Verriegelungsmechanismus 140 aufweisen können.
Die Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 kann weiters einen Anschlag 170 aufweisen, der verhindert, dass sich die Abdeckung 80 von der geschlossenen Position in Bezug auf den Holsterkörper 30 nach hinten bewegt. In der gezeigten Ausführungsform erstreckt sich der Anschlag 170 io von einer hinteren Kante 174 des Hebels 100 (Fig. 5) nach außen zwecks Blockierens einer vertikalen Innenwand 178 der Abdeckung 80 (Fig. 6). Der Anschlag 170 verhindert vorzugsweise auch die Vorwärtsschwenkung des Hebels 100 aus der geschlossenen Position. In einer alternativen Ausführungsform kann der Anschlag 170 mit einem anderen Teil des Holsters 10, wie der Rückenplatte 66 oder dem Holsterkörper 30, verbunden sein und die Rückwärts-15 Schwenkung der Abdeckung 80 unabhängig von der Bewegung des Hebels 100 begrenzen. In noch einer anderen Ausführungsform (nicht dargestellt) kann der Anschlag 170 mit der Rückenplatte 66 oder dem Holsterkörper 30 verbunden sein, um sowohl die Rückwärtsbewegung der Abdeckung 80 als auch die Vorwärtsbewegung des Hebels 100 aus der geschlossenen Position zu begrenzen. Der Anschlag 170 kann jedes andere Mittel bzw. jede andere Einrich-20 tung zur Verhinderung einer Bewegung der Abdeckung 80 aus der geschlossenen Position nach hinten aufweisen und in manchen Ausführungsformen eine Bewegung des Hebels 100 in eine Richtung entgegengesetzt zur Richtung, in die sich der Hebel 100 zwecks Öffnens der Abdeckung 80 bewegt, verhindern. 25 Fig. 5 ist eine innere Seitenansicht des Holsters 10, wobei ein Teil der Gürtelschlaufe 70 weggebrochen ist, um Details der Kupplung 160 und der Aufbringung der Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 am Holsterkörper 30 zu zeigen. Fig. 6 ist ein Querschnitt gemäß der Linie 6-6 in Fig. 5. Gemäß Fig. 5 und 6 ist die Abdeckung 80 über den inneren Gelenkzapfen 126 und den äußeren Gelenkzapfen 128 um eine horizontale Schwenkachse 190 schwenkbar mit dem Holster-30 körper 30 verbunden. Der innere und äußere Gelenkzapfen 126 bzw. 128 weisen vorzugsweise Flachkopf- oder Flachrundkopf-Metallschrauben auf, die durch die vertikale Innen- und Außenwand 178 bzw. 184 der Abdeckung 80 gehen und mit dünnen Muttern 192 gesichert sind. Die Gelenkzapfen 126, 128 enthalten vorzugsweise glatte Schäfte 196 bzw. 198, die so dimensioniert sind, dass sie eine glatte Lagerfläche für die Verschwenkung der Abdeckung 80 bilden. In 35 anderen Ausführungsformen können die Gelenkzapfen 126, 128 Nieten oder andere Arten von Befestigungsmitteln mit einem im Allgemeinen zylindrischen Schaft aufweisen, um den die Abdeckung 80 verschwenkbar ist. Auch können die Gelenkzapfen 126,128 integral als Teil des Holsterkörpers 30 und/oder der Abdeckung 80 ausgebildet oder geformt sein, so dass keine separaten Befestigungsmittel erforderlich sind und ein gegenseitiges Einschnappen möglich ist. 40 Der innere Gelenkzapfen 126 verläuft gewünschtenfalls durch die Rückenplatte 66 und einen Teil des Plastikrahmens 52 zwecks Bildung einer robusten Lagerung für die Abdeckung 80. Der äußere Gelenkzapfen 128 sichert vorzugsweise die vertikale Außenwand 184 der Abdeckung 80 an einem äußeren Teil des Plastikrahmens 52. Gebogene Unterlegscheiben 202 können zum Schutz der Muttern 192 vor Reibung gegen die innere und äußere Seitenwand 46 und 48 45 des Holsterkörpers 30 vorgesehen sein. Der innere Gelenkzapfen 126 erstreckt sich vorzugsweise durch einen im Hebel 100 vorgesehenen Steuerschlitz 210 in Form eines umgekehrten L, wie nachstehend genauer beschrieben wird.
Beim in den Fig. 1 bis 7 gezeigten Holster 10 ist der Hebel 100 schwenkbar am Holsterkörper so 30 längs der inneren Seitenwand 46 angebracht. Genauer gesagt sichert ein Hebelgelenkzapfen 214 einen unteren Teil 216 des Hebels 100 schwenkbar an der Rückenplatte 66 für eine Verschwenkung um eine im Allgemeinen horizontale Hebelschwenkachse 220. Die Hebelschwenkachse 220 verläuft im Wesentlichen parallel zur Schwenkachse 190 der Abdeckung 80 und fluchtet vorzugsweise vertikal mit der Schwenkachse 190 der Abdeckung 80, wie darge-55 stellt. Die Hebelschwenkachse 220 kann jedoch auch vor, hinter oder oberhalb der Schwenk- 11 AT 008 359 U1 achse 190 der Abdeckung 80 angeordnet sein. Im Prinzip brauchen die Schwenkachse 190 der Abdeckung 80 und die Schwenkachse 220 des Hebels 100 nicht parallel sein. Die Schwenkachse 220 des Hebels 100 kann auch mit der Schwenkachse 190 der Abdeckung 80 zusammenfallen. Auch ist es möglich, dass der Hebel 100 gleitend am Holsterkörper 30 gelagert oder 5 elastisch mit der Abdeckung 80 gekuppelt ist, um eine geradlinige Bewegung oder eine andere Art der Bewegung zuzulassen. Die Lagerung der Abdeckung 80 und des Hebels 100 am Holster 10 und die Relativpositionen der Schwenkachse 190 der Abdeckung 80 und der Schwenkachse 220 oder Gleitbahn des Hebels 100 haben Einfluss auf die Konfiguration und Struktur, mit welcher der Hebel 100 mit der Abdeckung 80 gekuppelt ist. 10
In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Hebel 100 mit der Abdeckung 80 über eine Kraftübertragungskupplung 160 mit einem Zapfen-Schlitz-Nockenmechanismus 226 (Fig. 5) gekuppelt. Der Nockenmechanismus 226 enthält den bereits erwähnten Steuerschlitz 210 in Form eines umgekehrten L im Hebel 100 und einen Steuervorsprung 230 an der Abdeckung 80, der 15 sich zwecks Eingreifens in den Steuerschlitz 210 von der vertikalen Innenwand 178 der Abdeckung 80 weg erstreckt. Der Steuervorsprung 230 enthält vorzugsweise einen integral mit der Abdeckung 80 geformten Zapfen. In anderen Ausführungsformen weist der Steuervorsprung 230 jedoch einen separaten Teil auf, der an der vertikalen Innenwand 178 oder einem anderen Teil der Abdeckung 80 angebracht ist. Der Steuervorsprung 230 ist so dimensioniert, dass er 20 innerhalb eines im Allgemeinen vertikalen ersten Segments 236 (Fig. 10) des Steuerschlitzes 210 in Reaktion auf eine Bewegung des Hebels 100 zwecks Übertragung von Kraft vom Hebel 100 auf die Abdeckung 80 und umgekehrt gleitet. Ein im Allgemeinen horizontales zweites Segment 238 (Fig. 10) des Steuerschlitzes 210, das sich quer zum ersten Segment 236 erstreckt, schafft Freiraum für den inneren Gelenkzapfen 126 (der in Fig. 10 weggelassen wurde, 25 um Details des Nockenmechanismus 226 zu verdeutlichen) und fungiert eigentlich nicht als Steuerbahn. Da der Steuervorsprung 230 von der Schwenkachse 190 der Abdeckung 80 versetzt angeordnet ist, treibt die Bewegung des Hebels 100 die Abdeckung 80 nach vorne, wie oben unter Bezugnahme auf die Fig. 2 und 3 beschrieben ist. 30 Fig. 7 ist eine Seitenansicht des Holsters 10 und zeigt eine modifizierte Form der in die offene Position gedrehten Abdeckung 80' und des nach hinten gedrehten Hebels 100. Die Abdeckung 80' unterscheidet sich von der Abdeckung 80 der Fig. 1 bis 6 insofern, als die Abdeckung 80' ein Fenster 232 anstelle des zweiten Verriegelungsteils 146 aufweist. Das Fenster 232 ist so dimensioniert, dass es (ähnlich der Ausführung mit dem ersten und zweiten Verriegelungsteil 35 144 und 146 der Fig. 1 bis 5) mit dem ersten Verriegelungsteil 144 des Hebels 100 in Eingriff kommt, wenn sich der Hebel 100 und die Abdeckung 80’ in der geschlossenen Position befinden.
In Fig. 7 sind die Abdeckung 80' und der Hebel 100 in der offenen Position gezeigt, um die 40 Betätigung des Nockenmechanismus 226 zu veranschaulichen. Wie in Fig. 7 gezeigt, gleitet der Steuervorsprung 230 beim Rückwärtsschwenken des Hebels 100 entlang des ersten Segments 236 des Steuerschlitzes 210 nach oben und hinter die Schwenkachse 190 der Abdeckung 80' (Fig. 6), wodurch die Abdeckung 80' gegenüber dem Holsterkörper 30 nach vorne verdreht wird. 45 Es können auch andere Antriebsmechanismen als der Zapfen-Schlitz-Nockenmechanismus 226 in der Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 verwendet werden, um die Wirkverbindung zwischen dem Hebel 100 und der Abdeckung 80 herzustellen, so dass die Abdeckung 80 als Reaktion auf eine manuelle Bewegung des Hebels 100 nach vorne bewegt wird. Beispielsweise kann die Kupplung 160 zwischen dem Hebel 100 und der Abdeckung 80 eine andere Art von Nockenan-50 triebsmechanismus oder einen Getriebemechanismus 250, wie in den Fig. 8 und 9 gezeigt, aufweisen. Bevorzugt hat der Nocken- oder Getriebemechanismus auch eine Bewegung der Abdeckung 80 aus der offenen Position in die geschlossene Position als Reaktion auf die Rückkehr des Hebels 100 in die geschlossene Position zur Folge. Wie nachstehend anhand der Fig. 21, 22, 27 und 28 beschrieben wird, ist es auch möglich, dass der Hebel 100 lösbar die 55 Abdeckung 80 in der geschlossenen Position blockiert, aber die Abdeckung 80 nicht mitnimmt. 12 AT 008 359 U1
Bei diesen Ausbildungen enthält die Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 vorzugsweise eine vom Hebel 100 getrennte Einrichtung zum Drücken der Abdeckung 80 nach vorne als Reaktion auf eine Bewegung des Hebels 100, wie die nachstehend unter Bezugnahme auf die Fig. 10 bis 14, 27 und 28 beschriebenen Vorspannmechanismen. 5
Bei den Holstern 10 gemäß den Fig. 8 bis 28 ist der Holsterkörper 30' zur Bildung einer harten Struktur aus einem thermoplastischen Kunststoff geformt. Zu geeigneten Kunststoffen gehören Nylon 6 (mit oder ohne Glasverstärkungs-Füllung); Nylon der Marke CAPRON® der BASF Corporation, Mount Olive, New Jersey, USA; und die Acryl/PVC-Legierung der Marke KYDEX® von io Kleerdex Company aus Aiken, South Carolina, USA. Die Seiten des Holsterkörpers 30' sind vorzugsweise so gestaltet, dass die Kurzwaffe 24 knapp zwischen sie passt und sie den Abzugbügel umgreifen oder festklemmen, um eine zusätzliche Kurzwaffen-Haltekomponente 244 zu schaffen (wie am besten in den Fig. 17 und 19 zu sehen ist). Bei der Ausgestaltung des Holsterkörpers 30' können die gebogenen Unterlegscheiben 202 der Fig. 6 entfallen und Bos-15 sen zur Aufnahme und zum Schutz der Muttern 192 (Fig. 6) oder Nietköpfe entlang einer Innenfläche des Holsterkörpers 30' vorgesehen sein. Auch können Anschläge in oder an der Außenfläche der inneren und äußeren Seitenwände 46 und 48 des Holsterkörpers 30' neben der Schwenkachse 190 der Abdeckung 80 geformt oder ausgebildet sein, um ein Überdrehen der Abdeckung 80 zu verhindern oder die Notwendigkeit des Anschlags 170 der Fig. 1 bis 7 zu 20 eliminieren. Zum Beispiel zeigen die Fig. 13, 14, 21, 22 und 23 unter anderem eine J-förmige Anschlaglippe, die im Holsterkörper 30’ rund um das Gelenkloch der Abdeckung 80 an den Enden der nach unten reichenden Seitenwände der Abdeckung 80 ausgebildet ist. Die J-förmige Anschlaglippe stellt Vorwärts- und Rückwärtsbegrenzungen für die Verschwenkung der Abdeckung 80 dar. 25
Fig. 8 ist eine innere Seitenansicht des Holsters 10 und der Sicherheitsabdeckeinrichtung 20a gemäß einer Ausführungsform mit einem Zahnrad-Getriebemechanismus 250 zur Wirkverbindung des Hebels 100 mit der Abdeckung 80. Der Getriebemechanismus 250 enthält eine Zahnstange 254, die entlang einem gebogenen unteren Rand eines Schlitzes 258 im Hebel 100 30 ausgebildet ist. Ein Ritzel 260 des Getriebemechanismus 250 ist an der Schwenkachse der Abdeckung 80 zentriert und kämmt mit der Zahnstange 254, so dass das Ritzel 260 in Reaktion auf eine Rückwärtsbewegung des Hebels 100 in Drehung versetzt wird. Ein Gelenkzapfen der Abdeckung 80, welcher in Fig. 8 zwecks Klarheit weggelassen wurde, erstreckt sich durch ein Loch 264 in der Abdeckung 80, koaxial zum Ritzel 260. In Fig. 8 ist die Abdeckung 80 in der 35 geschlossenen Position gezeigt. Weitere Details der Sicherheitsabdeckeinrichtung 20a, wie z.B. der Verriegelungsmechanismus, können ähnlich der Ausführungsform der Fig. 1 bis 6 sein.
Fig. 9 ist eine vergrößerte isometrische Ansicht der Abdeckung 80 der Fig. 8 und zeigt das Detail des Ritzels 260 und des Lochs 264. Das Ritzel 260 ist an der Abdeckung 80 an deren 40 vertikaler Innenwand 178 angebracht und kann einstückig mit der Abdeckung 80 oder deren vertikaler Innenwand 178 geformt sein.
In dieser zweiten Ausführungsform weist die Abdeckung 80 einen Hammerschutzabschnitt 268 auf, der sich vom Überbrückungsteil 92 der Abdeckung 80 nach hinten erstreckt und den Ham-45 mer überdeckt, wenn sich die Kurzwaffe 24 (Fig. 15) im Holster 10 in der gespannten und gesicherten Lage befindet. Der Hammerschutzabschnitt 268 ist vorzugsweise ebenfalls einstückig mit der Abdeckung 80 geformt. Der Hammerschutzabschnitt 268 schützt den Hammer der Kurzwaffe 24 vor Stößen und schafft auch einen geeigneten Bereich zur Formung eines Blockierabschnitts 272 (Fig. 12) in der Abdeckung 80, so dass der Hammer an einem unbeabsich-50 tigten Fallen aus der gespannten und gesicherten Position gehindert wird. In einer Form zur Herstellung einer Abdeckung 80 kann ein Formeinsatz entsprechend verändert werden, um die Gestalt und Position des Blockierabschnitts 272 zu ändern, damit sie zu einem bestimmten Modell einer Kurzwaffe 24 passt, ohne dass das äußere Erscheinungsbild des Hammerschutzabschnitts 268 verändert wird. Mit dem Hammerschutzabschnitt 268 kann somit die Verwen-55 düng einer einzigen Form zur Herstellung verschiedener, speziell an eine bestimmte Waffen- 13 AT 008 359 U1 und Hammergestalt angepasster Abdeckungen einfacher werden.
Der Blockierabschnitt 272 kann auch geneigt oder so gestaltet sein, dass die geholsterte Kurzwaffe 24, für den Fall, dass ihr Hammer unabsichtlich gegen die Wirkung des Blockierabschnitts 5 272 gelöst wird, ohne Abfeuern aus dem Holster 10 genommen werden kann. Der Blockierab schnitt 272 kann so gestaltet oder abgewinkelt sein, dass er eine Bahn bildet, entlang welcher der Hammer gleichmäßig gleitet, während die Abdeckung 80 langsam geöffnet wird, wodurch der Hammer sanft freigegeben und die Kraft des Hammers gegen den Zündstift verringert wird, um ein Abfeuern der Waffe zu verhindern. 10
Die Abdeckung 80 kann auch durch eine Feder, ein elastisches Band oder einen anderen Vorspannmechanismus als Antriebsmechanismus in Richtung offene Position vorgespannt werden, so dass sich die Abdeckung 80 automatisch öffnet, nachdem der Verriegelungsmechanismus 140 gelöst worden ist. In anderen Ausführungen öffnet ein ähnlicher Vorspannmechanismus 15 nicht automatisch die Abdeckung 80, sondern unterstützt vielmehr das manuelle Hebelkontrollierte Öffnen oder Schließen der Abdeckung 80 durch den Benützer oder hält die Abdeckung 80 einfach unter Vorspannung, um zu verhindern, dass die Abdeckung 80 hin und her schwingt oder versehentlich geschlossen wird, sobald sie einmal entriegelt und offen ist. Ein derartiger Vorspannmechanismus ist vorzugsweise zwischen der Abdeckung 80 und dem 20 Holsterkörper 30 angeordnet und steht mit diesen Komponenten in Wirkverbindung, kann aber auch in Wirkverbindung mit dem Hebel 100 und nicht mit der Abdeckung 80 oder dem Holsterkörper 30 stehen. Die Fig. 11, 12 und 14 zeigen beispielsweise einen Vorspannmechanismus für eine Sicherheitsabdeckeinrichtung 20b mit einer Blattfeder 282, die integral in einem vorderen Teil einer Stützsäule 284 des Holsterkörpers 30 ausgebildet ist. Die Blattfeder 282 erstreckt 25 sich von der Stützsäule 284 nach vorne, um die Abdeckung 80 nach vorne in die offene Position zu drücken, wie in den Fig. 11 und 12 gezeigt ist. Die Fig. 13 und 14 zeigen eine weitere Ausführungsform eines Vorspannmechanismus für eine Sicherheitsabdeckeinrichtung 20c mit einer Schraubenfeder 290 zum Vorwärtsdrücken der Abdeckung 80 in die gezeigte, offene Position. Ein erstes Ende 294 (Fig. 14) der Schraubenfeder 290 ist im Holsterkörper 30' aufge-30 nommen. Die Schraubenfeder 290 steht unter Vorspannung, so dass ein zweites Ende 296 derselben gegen eine Hinterkante 298 der vertikalen Innenwand 178 der Abdeckung 80 drückt, um die Abdeckung 80 nach vorne in die offene Position zu drücken. Andere Vorspannmechanismen können zwischen der Abdeckung 80 und dem Hebel 100 oder zwischen anderen Teilen des Holsters 10 angeordnet sein, wie zum Beispiel zwischen der Abdeckung 80 und einer 35 Holster-Montageplatte 66 oder -Gürtelschlaufe 70.
Die Richtung der Vorspannkraft kann auch umgekehrt sein, so dass eine Feder oder ein anderer Vorspannmechanismus entgegen die Bewegung der Abdeckung 80 in die offene Position wirkt und die Schließung der Abdeckung 80 unterstützt oder veranlasst. Weiters kann die Vor-40 Spannkraft für eine oder mehrere Wegstrecken der Abdeckung 80 zur Wirkung gelangen.
Die Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 (bzw. 20a, 20b, 20c, etc.) kann Lappen, Grate, Arretierungen, Federelemente oder andere Teile enthalten, die in der Abdeckung 80 und/oder im Holsterkörper 30 ausgebildet oder an diesen angebracht sind und so wirken, dass sie bei bestimmten 45 Abschnitten des Weges (Hubs) der Abdeckung 80 in Eingriff gelangen, wenn sich diese zwischen der offenen und der geschlossenen Position bewegt. Beispielsweise sind ein oder mehr Lappen oder Klinken an einer Innenfläche oder gebogenen Unterkante der vertikalen Innenwand 178 und/oder vertikalen Außenwand 184 der Abdeckung 80 ausgebildet. Eine oder mehr Ausnehmungen oder Nuten sind an einer Außenfläche des Holsterkörpers 30 ausgebildet und so zum Eingriff mit dem Lappen oder der Klinke während eines bestimmten Abschnitts der Drehbewegung der Abdeckung 80 angeordnet. Zum Beispiel können ein Lappen und eine Ausnehmung an der Abdeckung 80 bzw. an dem Holsterkörper 30 angeordnet sein, so dass die Bewegung der Abdeckung 80 von der vertikalen, vollkommen geschlossenen Position in eine halboffene Position nicht gestört wird, es aber nach Erreichen der halboffenen Position der Abde-55 ckung 80 allmählich zu einem Eingriff kommt, wodurch die Abdeckung 80 aus der halboffenen 14 AT 008 359 U1
Stellung in die ganz offene Position getrieben wird. Alternativ können ein Lappen oder eine Klinke und eine zugehörige Ausnehmung oder Nut vorgesehen sein, um eine Vorspannkraft aufzubringen, wenn sich die Abdeckung 80 bei einer Verschwenkung aus der offenen Position nach hinten der geschlossenen Position nähert, wodurch ein formschlüssiger Eingriff des Ver-5 riegelungsmechanismus 140 bewirkt wird, ohne dass eine manuelle Kraft auf den Hebel 100 ausgeübt werden muss, wenn sich dieser der vertikalen Position nähert.
Die Fig. 10 bis 14 zeigen ein Holster 10 mit einer Sicherheitsabdeckeinrichtung 20b bzw. 20c, mit einem Feder-Nocken 310, der entlang der hinteren Kante 298 der Abdeckung 80 in eine io Kerbe 314 wandert, wenn sich die Abdeckung 80 in der offenen Position befindet, um dadurch dem Schließen der Abdeckung 80 entgegen zu wirken. Aus Gründen der Klarheit wurden der innere Gelenkzapfen 126 für die Abdeckung 80 in den Fig. 10 bis 14 und der Hebel 100 sowie der äußere Gelenkzapfen 128 in den Fig. 13 und 14 weggelassen. Unter Bezugnahme auf die Fig. 10 bis 14 enthält der Nocken 310 vorzugsweise einen halbkugelförmigen Knopf (am besten 15 ersichtlich aus Fig. 11) am Ende eines Federarms 318 (Fig. 12), der integral im Holsterkörper 30' ausgebildet ist. Der Federarm 318 ist vorzugsweise durch Formen oder Schneiden eines U-förmigen Schlitzes 322 (Fig. 12) in der inneren Seitenwand 46 des Holsterkörpers 30' ausgebildet. Der U-förmige Schlitz 322 sieht einen Freiraum rund um den Umfang des Federarms 318 vor, damit sich der Federarm 318 nach innen biegen kann, wenn die Abdeckung 80 geschlos-20 sen wird. Beim Holster 10 gemäß Fig. 10 bis 14 können weitere Details der Sicherheitsabdeckeinrichtung 20b bzw. 20c, wie beispielsweise der Verriegelungsmechanismus, ähnlich wie in der Ausführungsform der Fig. 1 bis 6 gestaltet sein.
Die Fig. 15 und 16 sind Ansichten der Innenseiten des Holsters 10 mit einer Sicherheitsabdeck-25 einrichtung 20d, wobei die Sicherheitsabdeckeinrichtung 20d einen elektromagnetischen Antriebsmechanismus 330 enthält, der in Wirkverbindung mit der Abdeckung 80 steht, um die Abdeckung 80 in die offene Position zu bringen. Der Antriebsmechanismus 330 weist einen Solenoidmagnet 334 mit einem Stößel 336 auf, der gegen eine Antriebszunge 340 (Fig. 16) getrieben wird, welche von der vertikalen Innenwand 178 der Abdeckung 80 unterhalb von ihrer 30 Schwenkachse 190 (Fig. 6, 13 und 14) absteht. Das Solenoid 334 kann durch eine elektronische Einrichtung 346 (Fig. 16) aktiviert werden, die im Holsterkörper 30' untergebracht oder sonst wie mit dem Holster 10 verbunden ist. Beispielsweise kann die Sicherheitsabdeckeinrichtung 20d in Wirkverbindung mit einem Schalter stehen, der die elektronische Einrichtung 346 aktiviert, wenn der Hebel 100 zwecks Lösens der Sicherheitsabdeckeinrichtung 20d oder Öff-35 nens der Abdeckung 80 bewegt wird. In einer Ausführungsform kann ein erster elektrischer Kontakt an einer zum Holsterkörper 30' gewandten Innenfläche des Hebels 100 gebildet und so angeordnet sein, dass er gegen einen zweiten elektrischen Kontakt 344 (oder Schalter) wischt, der an der inneren Seitenfläche des Holsterkörpers 30 neben dem Gelenkzapfen 214 des Hebels 100 angeordnet ist (Fig. 15). Der erste und zweite elektrische Kontakt können in Reaktion 40 auf eine Bewegung des Hebels 100 einen Schaltkreis oder Schalter öffnen oder schließen, wodurch die elektronische Einrichtung 346 zur Betätigung des Antriebsmechanismus 330 aktiviert wird. In anderen Ausführungsformen kann ein der Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 (bzw. 20a, 20b, 20c, etc.) zugehöriger Schalter zur Aktivierung einer anderen Art von elektronischer Einrichtung, wie beispielsweise von elektronischen Schaltungen eines geholsterten Dienstge-45 räts oder einer im Holster 10 integrierten computergesteuerten Einrichtung, verwendet werden.
Gemäß Fig. 16 kann die elektronische Einrichtung 346 eine im Holsterkörper 30' untergebrachte Signaleinrichtung enthalten, die als Reaktion auf eine Betätigung der Sicherheitsabdeckeinrichtung 20d und des Schalters 344 einen hörbaren Alarm abgibt oder eine zentrale Stelle über so einen Funksignalgeber und eine Antenne 348 alarmiert. Die elektronische Einrichtung 346 kann auch an anderer Stelle am Holster 10 oder separat, aber in Verbindung mit dem Holster 10, vorgesehen sein und beispielsweise von einem Benutzer am Dienstgürtel 74 (Fig. 1) getragen werden. Die Abdeckung 80 kann auch einen oder mehr elektronische Kontakte enthalten, die mit Metallstiften oder -flächen an einem geholsterten Dienstgerät in Kontakt gelangen, um einen 55 Schaltkreis im Dienstgerät zu schließen, wenn sich die Abdeckung 80 in der geschlossenen 15 AT 008 359 U1
Position befindet. Auf diese Weise kann ein Dienstgerät automatisch nur bei Bedarf, beim Öffnen der Abdeckung 80, angesteuert und Batteriestrom gespart werden, wenn das Dienstgerät im Holster 10 untergebracht ist. Beim Öffnen der Abdeckung 80 kann beispielsweise ein ge-holstertes Dienstgerät, wie ein Funkgerät, eine Betäubungspistole oder ein taktischer lllumina-5 tor, auf Standby-Modus geschaltet werden. Alternativ können ein oder mehrere erste elektrische Kontakte an der Abdeckung 80 oder am Hebel 100 und ein oder mehrere zweite elektrische Kontakte am Holsterkörper 30 oder an einem anderen Teil des Holsters 10 vorgesehen sein. Die ersten und zweiten elektrischen Kontakte können so positioniert sein, dass sie an einem oder mehreren ausgewählten Abschnitten des von der Abdeckung 80 zurückgelegten io Wegs (z.B. in jeder Position außer der geschlossenen) eine elektronische Einrichtung, wie ein Alarmgerät, einen Hochfrequenzmelder, ein biometrisches Authentifizierungsgerät oder andere Schaltungen des Holsters 10 oder eines geholsterten Dienstgeräts, aktivieren.
Es ist möglich, dass ein Schalter oder elektrische Kontakte, die mit der Sicherheitsabdeckein-15 richtung 20 in Verbindung stehen, eine elektronische Einrichtung 346 triggern, um einen integrierten GPS-Empfänger einzuschalten, um GPS-Satellitensignale (z.B. über die Antenne 348) zu erhalten. Die von der Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 betätigten Schalter oder Kontakte können auch ein mit dem GPS-Empfänger in Verbindung stehendes, integriertes Mobiltelefon oder Funkgerät triggern, um auf einen Standby-Modus zur Signalgebung an eine Abfertigungs-20 zentrale oder eine taktische Operationskommunikationsanlage zu schalten. Ein zweiter Schalter kann zur Aktivierung einer zweiten Funktion der elektronischen Einrichtung 346 bei Ziehen einer Kurzwaffe 24 oder eines anderen Dienstgeräts aus dem Holster 10 vorgesehen sein. Die zweite Funktion kann beispielsweise das Erfassen oder Übermitteln von Positionsdaten, Zeitdaten und Beamten-ID-Informationen umfassen. So können durch die Betätigung der Sicherheitsabdeck-25 einrichtung 20 ein GPS-Empfänger und ein Mobiltelefon in einen Standby-Modus geschaltet werden, um Verzögerungen in der Erfassung von Fernmelde-Signalen zu verhindern, die ziir Erfassung und Übertragung von Positionsdaten, Zeitdaten, Beamten-Identifikationsinfor-mationen und anderen Daten an die Abfertigungszentrale oder taktische Operationskommunikationsanlage erforderlich sind, wenn die Kurzwaffe oder ein anderes Dienstgerät anschließend 30 aus dem Holster 10 gezogen wird.
Die Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 (bzw. 20a, 20b, 20c, etc.) kann in Verbindung mit einem Hochfrequenz-Tastengerät oder einem biometrischen Authentifizierungsgerät ähnlich jenem, wie es unter der Bezeichnung PRO-4™ von der Michaels of Oregon Company vertrieben wird 35 und in der US 6 641 009 A beschrieben ist, die durch Bezugnahme hierin inkorporiert ist. Wird eine biometrische Authentifizierungseinrichtung verwendet, kann die Abdeckung 80 durch eine Blockiereinrichtung blockiert und entriegelt werden, welche durch einen Antrieb betätigt wird, der auf elektronische Signale anspricht, die von der biometrischen Authentifizierungseinrichtung nach Überprüfung eines eindeutigen biometrischen Merkmals des Benutzers, wie beispielswei-40 se eines Fingerabdrucks, erzeugt werden. Die Identifikation eines autorisierten Benutzers über eine biometrische Authentifizierungseinrichtung kann auch eine eingebaute Kurzwaffen-Halteeinrichtung ansteuern, um eine geholsterte Kurzwaffe oder Diensteinrichtung freizugeben, wie in US 6 641 009 A beschrieben. Der Einsatz eines Hochfrequenz-Tastengeräts zusammen mit der Sicherheitsabdeckeinrichtung 20 gestattet die Fernsteuerung der biometrischen Authen-45 tifizierungseinrichtung zur Änderung von Benutzergenehmigungen, operativen Konfigurationen und dgl. als Reaktion auf den Empfang von von einer Fernsteuerung kommenden Hochfrequenzsignalen am Holster 10. Fig. 17 zeigt eine Außenansicht einer Ausführungsform der Sicherheitsabdeckeinrichtung 20e mit einem Fingerprint-Scanner 350 gemäß US 6 641 009 A. Wie in Fig. 17 gezeigt, kann die Sicherheitsabdeckeinrichtung 20e ähnlich wie die Sicherheits-50 abdeckeinrichtung 20d der Fig. 15 und 16 ausgebildet sein, braucht aber keinen Hebel 100 aufweisen und zur Aktivierung des Antriebsmechanismus 330 (Fig. 15 und 16) zwecks Lösens und Antreibens der Abdeckung 80 in die offene Position nur auf der biometrischen Authentifizie-rung über den Fingerprint-Scanner 350 basieren. Alternativ kann das Holster 10 mit zwei unabhängigen Sicherheitseinrichtungen ausgebildet sein: (1) einem mit einer inneren Halteeinrich-55 tung gekoppelten Fingerprint-Scanner 350 und (2) einer einen Hebel 100 und einen Verriege- 16 AT 008 359 U1 lungsmechanismus 140 zur manuellen Betätigung der Abdeckung 80 aufweisenenden Sicher-heitsabdeckeinrichtung 20e.
Fig. 18 ist eine Innenansicht einer Sicherheitsabdeckeinrichtung 20f mit einem alternativen 5 Verriegelungsmechanismus 140f. Dieser Verriegelungsmechanismus 140f enthält einen ersten Verriegelungsteil (ähnlich dem ersten Verriegelungsteil 144 der Fig. 1 bis 7), der an einer Außenseite des Hebels 10Of ausgebildet ist. Der Verriegelungsmechanismus 140f enthält weiters einen zweiten Verriegelungsteil 146, der an der Abdeckung 80 angeformt ist und mit dem ersten Verriegelungsteil in Eingriff steht, wenn der Hebel 100f und die Abdeckung 80 in der geschlos-io senen Position sind, um die Abdeckung 80 lösbar zu verriegeln. Der Verriegelungsmechanismus 140f wird über eine im Hebel 100f ausgebildete dynamische Feder 356 gelöst, die sich in Reaktion auf eine nach unten auf das Daumenfeld 150 des Hebels 10Of wirkende Kraft biegt und bewirkt, dass der erste Verriegelungsteil aus der mit dem zweiten Verriegelungsteil 146 fluchtenden Position gelangt. Danach kann der Hebel 10Of nach hinten geschwenkt werden, um 15 die Abdeckung 80 zu öffnen. Bei dieser Sicherheitsabdeckeinrichtung 20f kann die zur Lösung des Verriegelungsmechanismus 140 der Ausführungsformen der Fig. 1 bis 12 erforderliche Bewegung des Hebels 100f geringer ausfallen oder überhaupt wegfallen. Ein weicher Einsatz 358 aus einem Elastomer oder einem anderen nachgiebigen, zusammendrückbaren Material kann zum Ausfüllen einer oder mehrerer Öffnungen in der Feder 356 eingesetzt werden. Der 20 weiche Einsatz 358 kann während eines zweiten Formungsvorgangs oder während der Formung des Hebels 100f eingesetzt oder darüber geformt werden. Der weiche Einsatz 358 kann eine Härte aufweisen, die so gewählt ist, dass sie die Federkraft der dynamischen Feder 356 dahingehend ändert, dass sie den Anforderungen eines Benutzers entspricht, ohne eine Umbildung der dynamischen Feder 356 zu erfordern. Der weiche Einsatz 358 kann auch eine Farbe 25 haben, die sich von der Farbe des Hebels 100f abhebt, so dass die Funktion der dynamischen Feder 356 und des weichen Einsatzes 358 sichtbar angezeigt wird.
Die Fig. 19 und 20 zeigen eine perspektivische Ansicht bzw. eine Draufsicht des Holsters 10 mit wieder einer anderen Sicherheitsabdeckeinrichtung 20g. Unter Bezugnahme auf die Fig. 19 und 30 20 enthält die Sicherheitsabdeckeinrichtung 20g eine Abdeckung 80g mit einem starren Bügel in Form eines umgekehrten U, der zwischen dem inneren und dem äußeren Gelenk 88 der Schwenkachse 190 der Abdeckung 80g gespannt ist (Fig. 20). Die Abdeckung 80g ist in der offenen Position gezeigt. In der (nicht dargestellten) geschlossenen Position ist die Abdeckung 80g im Allgemeinen so ausgerichtet, dass sie mit dem Holsterkörper 30' fluchtet, um die obere 35 Öffnung 36 des Aufnahmeraums 34 zu überspannen. Die Abdeckung 80g enthält einen Überbrückungsteil 92, aber keinen vorderen Schürzenteil 96, wie in den Ausführungsformen der Fig. 1 bis 18. In einer alternativen (nicht dargestellten) Ausführungsform kann anstelle der Abdeckung 80g eine andere Abdeckung vorgesehen sein, die ähnliche Vorteile bietet wie beispielsweise die Abdeckungen der Fig. 1 bis 7 oder 8 bis 18. Ein Hebel 100g der Sicherheitsab-40 deckeinrichtung 20g ist am Holsterkörper 30' um eine Schwenkachse 220g schwenkbar befestigt, welche in einem horizontalen Abstand von der Schwenkachse 190 der Abdeckung 80g vorliegt. Der Hebel 100g enthält ein Daumenfeld 150g, das hinter der Schwenkachse 220g des Hebels 100g angeordnet ist. Um die Abdeckung 80g zu öffnen, drückt ein Benutzer nach unten auf das Daumenfeld 150g, um die Abdeckung 80g über den Antriebsmechanismus 160g in 45 Bewegung zu versetzen, welcher einen Nocken-Stift 362 zum Kuppeln der Abdeckung 80g an einen Schlitz 364 im Ende des Hebels 100g gegenüber dem Daumenfeld 150g aufweist. Bei einem Verschwenken des Hebels 100g auf eine Weise ähnlich dem Nockenmechanismus 226 der Fig. 1 bis 7 und 10 bis 12 gleitet der Stift 362 entlang des Schlitzes 364. Ein Verriegelungsmechanismus zum lösbaren Halten der Abdeckung 80g in der geschlossenen Position enthält so einen Arretierhöcker 366 (Fig. 20), der an einer dem Holsterkörper 30' zugewandten Oberfläche des Hebels 100g ausgebildet ist, und eine Arretierausnehmung 368 (Fig. 19), die an einer Außenfläche der Abdeckung 80g vorgesehen ist. Der Arretierhöcker 366 ruht in der Arretierausnehmung 368, wenn sich die Abdeckung 80g in der geschlossene Position befindet. Es können aber auch andere Verriegelungsmechanismen mit der Sicherheitsabdeckeinrichtung 20g ver-55 wendet werden. 17 AT 008 359 U1
Die Fig. 21 und 22 zeigen Außenansichten des Holsters 10 mit einer Sicherheitsabdeckeinrich-tung 20h, bei der ein Hebel 100h an einer Außenwand 48 des Holsterkörpers 30’ zur manuellen Betätigung durch den Zeigefinger des Benutzers montiert ist. Der Hebel 100h ist an einer Gleitbahn 374 zur Gleitbewegung in die mit den Pfeilen 378 angedeutete Richtung zwecks Lösens 5 eines Verriegelungsmechanismus 140h gelagert. Der Verriegelungsmechanismus 140h enthält eine Klinkenverlängerung 382 des Hebels 100h, die in (jeweils) eine Kerbe 386 in einer vertikalen Außenwand 184 der Abdeckung 80 eingreift. Die Sicherheitsabdeckeinrichtung 20h kann die Blattfeder 282 und/oder Schraubenfeder 290 der Fig. 10 bis 13 zum Antreiben der Abdeckung 80 aus der geschlossenen Position (Fig. 21) in die offene Position (Fig. 22) als Reaktion io auf eine Gleitbewegung des Hebels 100h nach unten zwecks Freigabe des Verriegelungsmechanismus 140h aufweisen. Andererseits kann die Abdeckung 80 auch motorisch betrieben werden, wie beispielsweise in den Ausführungsformen gemäß Fig. 15 und 16. Eine Feder oder andere Vorspanneinrichtung (nicht dargestellt) kann vorgesehen sein, um den Hebel 100h nach oben zu drücken, damit der Hebel 100h wieder in die Verriegelungsposition zurückkehrt. 15
In Fig. 23 und 24 sind eine Außenansicht bzw. eine Vorderansicht einer alternativen Sicherheitsabdeckeinrichtung 20i gezeigt, die ähnlich der Ausführungsform der Fig. 21 und 22 ist, die aber weiters als Teil des Antriebsmechanismus ein Antriebsgestänge 392 aufweist, das eine Antriebskraft vom Hebel 10Oi auf die Abdeckung 80 überträgt, um die Abdeckung 80 als Reak-20 tion auf eine Abwärts-Gleitbewegung des Hebels 10Oi aus der (nicht dargestellten) geschlossenen Position in die gezeigte offene Position zu bringen. Der Hebel 10Oi enthält eine sich horizontal erstreckende Kurbelstange 396 am distalen Ende des flexiblen Antriebsgestänges 392, welche sich durch ein Loch im vorderen Teil der Abdeckung 80 vor der Schwenkachse 88 erstreckt. Die Abwärts-Gleitbewegung des Hebels 100i entlang der Gleitbahn 374 löst gleichzeitig 25 den Verriegelungsmechanismus 140h und zieht am vorderen Teil der Abdeckung 80 über das Antriebsgestänge 392 und die Kurbelstange 396 nach unten, um die Abdeckung 80 in die offene Position zu verschwenken.
Die Fig. 25 und 26 zeigen eine perspektivische Vorder- bzw. Rückansicht einer auf einer Mon-30 tageplattform 410 abgestützten Sicherheitsabdeckeinrichtung 20j, wobei die Montageplattform 410 eine gemeinsame Basis zur Befestigung der Abdeckung 80, des Hebels 100 und eines (aus Gründen der Klarheit in der Darstellung weggelassenen) Holsterkörpers bildet. Die Montageplattform 410 enthält eine erste Gruppe von Löchern 412 (Fig. 26) zur Aufnahme von (nicht dargestellten) Gelenkzapfen für die Schwenkbefestigung der Abdeckung 80 und des Hebels 35 100 um die jeweilige Schwenkachse 190 bzw. 220 der Abdeckung 80 bzw. des Hebels 100.
Eine zweite Gruppe von Löchern 416 ist zur Befestigung des Holsterkörpers an der Montageplattform 410 vorgesehen, und eine dritte Gruppe von Löchern 418 dient zur Anbringung der Montageplattform 410 an einer Gürtelschlaufe 70 (Fig. 1) oder an einer anderen Tragstruktur. Die Montageplattform 410 erleichtert die modulare Konstruktion und den einstellbaren, umkon-40 figurierbaren Aufbau von Holstern zwecks Anpassung an verschiedene Kurzwaffen unterschiedlicher Hersteller. Beispielsweise kann eine Baugruppe 420 mit der Montageplattform 410 und der Sicherheitsabdeckeinrichtung 20j (enthaltend die Abdeckung 80, den Hebel 100 und die Gelenkzapfen) als Standard für ein breites Spektrum von Kurzwaffen dienen, während der Holsterkörper selektiv und kundenspezifisch passend zu einem bestimmten Waffenmodell 45 installiert werden kann. Befestigungslöcher im Holsterkörper (nicht dargestellt) können Schlitze zum Einstellen der Position des Holsterkörpers in Bezug auf die Montageplattform 410 enthalten. Umgekehrt können die Befestigungs-Löcher 416 in der Montageplattform 410 für Adjustiermöglichkeiten länglich gestaltet sein. In einer alternativen Ausführungsform, die nicht dargestellt ist, enthält die Montageplattform 410 einen vorderen Rahmenteil, der eine vordere Stützet) säule des Holsterkörpers umgibt und die vertikale Außenwand 184 (Fig. 6) der Abdeckung 80 schwenkbar abstützt, so dass kein Teil der Abdeckung 80 direkt mit dem Holsterkörper verbunden ist. Eine Abstützung der Abdeckung 80 zur Gänze auf der Montageplattform 410 kann den Einbau, Reparaturen sowie Adjustierungen des Holsterkörpers in Bezug auf die Sicherheitsabdeckeinrichtung 20j und deren Abdeckung 80 vereinfachen. 55

Claims (22)

18 AT 008 359 U1 In Fig. 27 und 28 sind eine perspektivische Vorder- und Rückansicht eines einstückigen Holsters 10k mit einer Sicherheitsabdeckeinrichtung 20k gemäß noch einer anderen Ausführungsform gezeigt, wobei das Holster 10k alle notwendigen Komponenten der Sicherheitsabdeckeinrichtung 20k integral in einer einstückigen Konstruktion mit dem Holsterkörper 30k 5 enthält. Der Holsterkörper 30k, der Hebel 100k und die Abdeckung 80k werden vorzugsweise aus Kunstharz in einem einzigen Formungsschritt geformt. Anschließend kann der Holsterkörper 30k mit einer inneren Halteeinrichtung und einem (nicht dargestellten) Zugreguliereinsatz ausgestattet werden. Der Holsterkörper 30k enthält Befestigungslöcher 430 (Fig. 27) zur Befestigung des Holsters 10k an einer (nicht dargestellten) Montageplattform oder Gürtelschlaufe, io Der Hebel 100k enthält einen ersten Verriegelungsteil 144k in Gestalt eines Ansatzes oder einer Klinke an der Seite des Hebels 100k in der Nähe der Abdeckung 80k und einen integralen Federabschnitt 436. Die - starre - Abdeckung 80k ist über ein nachgiebiges Halsstück 440 am Holsterkörper 30k angebracht und in den Fig. 27 und 28 in ihrer neutralen, offenen Position dargestellt. Das Halsstück 440 erstreckt sich von der Stützsäule 284k des Holsterkörpers 30k 15 nach oben und ist kurvenförmig gestaltet, um eine Federkraft vorzusehen, wie nachstehend erläutert. Die Abdeckung 80k enthält weiters einen zweiten Verriegelungsteil 146k an ihrer Innenseite neben dem Hebel 100k. Wird die Abdeckung 80k in die geschlossene Position bewegt (nicht dargestellt), wird das Halsstück 440 so lange gebogen, bis der erste Verriegelungsteil 144k mit dem zweiten Verriegelungsteil 146k in Eingriff gelangt. Auf die Verriegelungsteile 20 144k und 146k wirkt eine Federkraft, welche durch die Biegung des Halsstücks 440 und des Federabschnitts 436 aufgebracht wird, wodurch die Abdeckung 80k in der geschlossenen Position gehalten wird. Die Verriegelungsteile 144k und 146k können geringfügig hinterschnitten sein, so dass die Federkraft des Federabschnitts 436 und des Halsstücks 440 die Verriegelungsteile 144k und 146k für eine starke, aber lösbare Blockierung noch enger in Eingriff drü-25 cken. Anschließend löst ein Druck nach innen und unten auf das Daumenfeld 150k des Hebels 100k die Verriegelung und ermöglicht die Bewegung der Abdeckung 80k in die offene Position durch die Federkraft des Halsstücks 440, wobei das federnde Halsstück 440 als Antriebsmechanismus fungiert. Somit enthält das Holster 17k eine integrale Thumbbreak-Sicherheitshülle, die aufgrund der Sicherheits- und Sicherungskomponenten und der anderen oben in Zusam-30 menhang mit der vorliegenden und anderen Ausführungsformen der Sicherheitsabdeckeinrichtung beschriebenen Vorteile gegenüber dem herkömmlichen Thumbbreak-Sicherungsriemen verbessert ist. Selbstverständlich können viele Änderungen an den Details der oben beschriebenen Ausfüh-35 rungsformen vorgenommen werden, ohne von den Grundprinzipien der Erfindung abzuweichen. Ansprüche: 1. Holster für ein Dienstgerät, mit einem Holsterkörper, der einen Aufnahmeraum sowie eine Öffnung definiert, die so dimensioniert ist, dass zumindest ein Teil des Dienstgeräts in den Aufnahmeraum einschiebbar ist, und mit einer Abdeckung, die zur Bewegung zwischen einer geschlossenen Position, in der sich die Abdeckung zur Verhinderung eines Entfernen des Dienstgeräts aus dem Holster zumindest über einen Teil der Öffnung erstreckt, und 45 einer offenen Position gehalten ist, in der die Abdeckung zur Ermöglichung eines Entfer- nens des Dienstgeräts aus dem Holster in Bezug auf den Holsterkörper nach vorne bewegt ist, wobei der Holsterkörper einen zwingenden Ziehweg für das Dienstgerät festlegt, und die Abdeckung aus einem starren Material gebildet ist und sich in der geschlossenen Position zumindest über einen Teil des zwingenden Ziehwegs erstreckt, wogegen die Abde-50 ckung in der offenen Position von dem zwingenden Ziehweg wegbewegt ist, dadurch ge kennzeichnet, dass die Abdeckung (80) einen sich in ihrer geschlossenen Position über das geholsterte Dienstgerät erstreckenden Überbrückungsteil (92) und einen vom Überbrückungsteil (92) nach unten reichenden vorderen Schürzenteil (96) aufweist (Fig. 9,12).
2. Holster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (80; 80'; 80g; 80k) 19 AT 008 359 U1 aus Harz geformt ist.
3. Holster nach Anspruch 1 oder 2, für ein Dienstgerät in Form einer gespannten Kurzwaffe (24) mit einem Hammer und einem Zündstift, dadurch gekennzeichnet, dass die Abde- 5 ckung (80) einen Blockierabschnitt (272) aufweist, der in der geschlossenen Position der Abdeckung (80) den Hammer gegen ein unbeabsichtigtes Fallen gegen den Zündstift blockiert.
4. Holster nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung io (80; 80’) um eine Schwenkachse (190) relativ zum Holsterkörper (30) schwenkbar ange ordnet ist.
5. Holster nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen mit der Abdeckung (80; 80'; 80g) in Wirkverbindung stehenden beweglichen Hebel (100; 100f; 100g; 10Oi) zum 15 Antreiben der Abdeckung (80; 80'; 80g) aus der geschlossenen Position in die offene Posi tion.
6. Holster nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (100) mit der Abdeckung (80) über einen Getriebemechanismus (250) gekuppelt ist (Fig. 8, 9). 20
7. Holster nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (100; 100g) mittels eines Nockenmechanismus (226; 362, 364) mit der Abdeckung (80; 80g) gekuppelt ist (Fig. 1-7; 19, 20).
8. Holster nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch einen Anschlag (170) zur Verhinderung einer Bewegung der Abdeckung (80) aus der geschlossenen Position nach hinten (Fig. 3, 4, 5, 7).
9. Holster nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch eine innere Halteeinrich-30 tung (112), die sich zwecks lösbaren Sicherns des Dienstgeräts im Holsterkörper (30) in den Aufnahmeraum (34) erstreckt (Fig. 3, 6).
10. Holster nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch eine auf eine Bewegung der Abdeckung (80) ansprechende elektronische Einrichtung (346) (Fig. 16). 35
11. Holster nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zwingende Ziehweg (118) linear verläuft.
12. Holster nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der zwingende 40 Ziehweg (118) in der Gebrauchslage des Holsters (10) vertikal verläuft.
13. Sicherheitsabdeckeinrichtung für ein Holster mit einem Holsterkörper, der einen Aufnahmeraum sowie eine Öffnung definiert, die so dimensioniert ist, dass zumindest ein Teil des Dienstgeräts in den Aufnahmeraum einschiebbar ist, mit einer Abdeckung für eine relativ 45 zum Holsterkörper bewegliche Anbringung, wobei sich die Abdeckung in einer geschlossenen Position über zumindest einen Teil der Öffnung erstreckt und in einer offenen Position zum Ermöglichen eines Entfernens des Dienstgeräts aus dem Holster in Bezug auf den Holsterkörper nach vorne bewegt ist, wobei die Abdeckung aus einem starren Material gebildet ist und sich in der geschlossenen Position zumindest über einen Teil eines vom so Holsterkörper festgelegten zwingenden Ziehwegs für das Dienstgerät erstreckt, wogegen sie in der offenen Position von dem zwingenden Ziehweg wegbewegt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (80) einen sich in ihrer geschlossenen Position über das ge-holsterte Dienstgerät erstreckenden Überbrückungsteil (92) und einen vom Überbrückungsteil (92) nach unten reichenden vorderen Schürzenteil (96) aufweist (Fig. 9, 12). 55 20 AT 008 359 U1
14. Sicherheitsabdeckeinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (80; 80'; 80g; 80k) aus Harz geformt ist.
15. Sicherheitsabdeckeinrichtung nach Anspruch 13 oder 14, für ein Dienstgerät in Form einer 5 gespannten Kurzwaffe (24) mit einem Hammer und einem Zündstift, dadurch gekennzeich net, dass die Abdeckung (80) einen Blockierabschnitt (272) aufweist, der in der geschlossenen Position der Abdeckung (80) den Hammer gegen ein unbeabsichtigtes Fallen gegen den Zündstift blockiert. io 16. Sicherheitsabdeckeinrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (80; 80') um eine Schwenkachse (190) schwenkbar ist.
17. Sicherheitsabdeckeinrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 16, gekennzeichnet durch einen mit der Abdeckung (80; 80’; 80g) in Wirkverbindung stehenden beweglichen Hebel 15 (100; 100f; 100g; 100i) zum Antreiben der Abdeckung (80; 80’; 80g) aus der geschlosse nen Position in die offene Position.
18. Sicherheitsabdeckeinrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (100) mit der Abdeckung (80) über einen Getriebemechanismus (250) gekuppelt ist 20 (Fig. 8, 9).
19. Sicherheitsabdeckeinrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (100; 100g) mittels eines Nockenmechanismus (226; 362, 364) mit der Abdeckung (80; 80g) gekuppelt ist (Fig. 1-7; 19, 20). 25
20. Sicherheitsabdeckeinrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 19, gekennzeichnet durch einen Anschlag (170) zur Verhinderung einer Bewegung der Abdeckung (80) aus der geschlossenen Position nach hinten (Fig. 3, 4, 5, 7).
21. Sicherheitsabdeckeinrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 20, gekennzeichnet durch eine auf eine Bewegung der Abdeckung (80) ansprechende elektronische Einrichtung (346) (Fig. 16).
22. Sicherheitsabdeckeinrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 21, dadurch gekennzeich- 35 net, dass der zwingende Ziehweg (118) linear verläuft.
23. Sicherheitsabdeckeinrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der zwingende Ziehweg (118) in der Gebrauchslage des Holsters (10) vertikal verläuft. 40 Hiezu 17 Blatt Zeichnungen 45 50 55
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