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Elektromagnetische Membrankupplung.
Bei den sogenannten elektromagnetischen Membrankupplungen ist der Anker des Elektromagneten ringförmig ausgebildet und an einer biegsamen Stahlplatte, der sogenannten Membrane, befestigt, die ihrerseits mit ihrer Nabe unverschiebbar gegen den Elektromagneten gelagert ist, so dass die Bewegung des Ankers gegen den Magneten durch Durchbiegung der Stahlplatte ermöglicht wird. Für die Übertragung grosser Drehmomente muss man starke, daher wenig elastische Scheiben verwenden, wodurch nur kleine Bewegungen der Membran ermöglicht werden. Infolgedessen ist ein häufiges Nachstellen solcher Kupplungen infolge Abnutzung der Reibklötze erforderlich.
Andrerseits hat die Verwendung starker Membrane den Nachteil des verringerten Nutzeffektes, weil ja der Anpressungsdruck bei dicken Membranen durch deren Eigenfederkraft stark verringert wird.
Durch die Erfindung wird die Verwendung dünner Membrane selbst bei Übertragung grosser Drehmomente ermöglicht. Zu diesem Zwecke ist eine Entlastungsvorrichtung der Membrane z. B. in Form einer Scheibe, eines Ringes usw. vorgesehen, welche mit der die Membran tragenden, auf der getriebenen Welle befestigten Nabe fest verbunden ist. Eine solche Scheibe kann mit einer Anzahl Mitnehmerbolzen versehen sein, die sich im Ankerring leicht beweglich führen, und zwar so, dass sie die kleine Bewegung des Ankerringes in axialer Richtung nicht behindern, dagegen die Membrane beim Auftreten eines Drehmomentes völlig entlasten.
Bei doppelseitigen Kupplungen kann der Ankerring selbst als Entlastungsring aus-
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Spielraum seitlich umfasst.
Der Gegenstand der Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt Fig. I einen senkrechten Schnitt durch eine einseitige Kupplung mit Entlastungsscheibe, Fig. 2 einen senkrechten Schnitt durch eine zweiseitige Kupplung mit Entlastungsring.
In Fig. i bedeutet 1 die ringförmige Erregerspule, unter deren Wirkung der Magnetkörper 2 erregt wird und seinen Anker 3 anzieht. Beim Ausschalten wird durch die federnde Wirkung der Membran 4 der Anker 3 zurückgezogen, wodurch eine Entkupplung der beiden Wellen 6 und 7 erfolgt. Die Entlastungsscheibe 8 trägt eine Anzahl Mitnehmerbolzen 9, die sich im Ankerring 3 leicht beweglich in Bohrungen 10 bewegen, und zwar so, dass sie die kleine Bewegung des Ankerringes 3 in axialer Richtung nicht behindern und grössere Drehmomente unter Entlastung der Membran auf die Entlastungsscheibe 8 übertragen.
Bei der Ausführungsform der Erfindung für zweiseitige Kupplungen (Fig. 2) trägt der den beiden Magnetkörpern 19, 20 gemeinsame Ankerkörper 21 die Membrane 22, die an dem Nabenteil 23 befestigt ist. Der Ankerring 21 ist nun zweiteilig ausgeführt ; er besteht aus zwei Stücken 24, 25, die unter Zwischenlage der Membrane durch Schrauben oder Nieten 26 miteinander starr verbunden sind. Die Membrane 22 ist durch Schrauben mit der Nabe 23 fest verbunden. Zwischen den bei den Ankerkörperri 24, 25 ist ein enger, in der Zeichnung übertrieben gross dargestellter Luftraum 27, der so klein gemacht wird, dass er nur die axialen Durchbiegungen des Ankerkörpers zulässt, dagegen die bei Belastungsstössen auftretenden seitlichen Durchbiegungen der Membran verhindert.
So kann der Ankerring 21 von den Magneten 19, 20 nach rechts und links angezogen werden, wobei die federnde
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plötzlichen Belastungen vorkommt, nicht seitlich durchbiegen oder verdrehen ; davor schützt sie der sie mit den Seitenteilen 24, 25 umgreifende Ankerring 21.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Elektromagnetische Membrankupplung, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zur Entlastung oder Versteifung der Membran in Form einer Scheibe (8), eines Ringes o, dgl., die mit der die Membrane tragenden, auf der getriebenen Welle befestigten Nabe. verbunden ist.
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