AT859U1 - Vorgefertigtes fassaden-scheinfugenprofil - Google Patents

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AT859U1
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Description

AT 000 859 Ul
Die Erfindung betrifft ein vorgefertigtes Fassaden-Schein-fugenprofil zur architektonischen Gliederung einer Gebäudefassade.
Aus Gründen der Energieeinsparung werden Neubauten seit längerem mit einer isolierenden Fassade versehen, ln zunehmendem Maße werden auch Altbauten im Zuge von Sanierungsmaßnahmen nachträglich mit einer isolierenden Fassade ausgestattet. Aus architektonischer Sicht wird einer gegliederten bzw. strukturierten Fassade der Vör-zug gegenüber einer glatten Fassade gegeben, wodurch sich jedoch der Arbeits- und Kostenaufwand erhöht, insbesondere da zusätzliche Maurerarbeiten für die Herstellung der zur Gliederung dienenden Scheinfugen notwendig sind, wobei hierfür überdies eine exakte Ausführung erforderlich ist.
Die DE-24 18 284 A beschreibt Betonfertigwände mit eingegossenen Ankerteilen, in denen zum Abdichten der senkrecht verlaufenden Stoßfugen zwischen den einzelnen Betonfertigwänden Abweiserleisten eingesetzt werden. Diese Konstruktion entspricht einer Nut-Feder-Verbindung zwischen Fertigte!lwänden und dient lediglich zur Abdichtung der Stoßfugen zwischen den Wänden. Eine optische Gliederung von Gebäudefassaden wird durch diese Abweiserleisten nicht angestrebt.
Bekannt ist es aus der Praxis, im Zuge von Altbausanierungen vorgesehene isolierende Fassaden mit eingeschnittenen oder eingefrästen Scheinfugen im Dämmaterial zu versehen und in diese Scheinfugen Gewebestreifen einzulegen, die mit einem aushärtenden Material getränkt wurden. Diese Technik ist aufwendig, wobei dennoch - aufgrund der Handarbeit - kaum exakt verlaufende Fugen, mit geradlinigen Fugenrändern, erzielbar sind.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Fassaden-Scheinfugen-profil zu schaffen, mit dessen Hilfe eine rasche, genaue und kostengünstige Fugenausführung zwecks Gliederung einer insbesondere mit einer Isolierung - die z.B. aus Dämmplatten, wie Polystyrol-, Kork- oder Mineralfaserplatten, besteht - versehenen Fassade ermöglicht wird.
Das erfindungsgemäße Fassaden-Scheinfugenprofil der eingangs erwähnten Art ist dadurch gekennzeichnet, daß das allgemein rinnenförmig ausgebildete, insbesondere aus PVC bestehende Profil Schenkel aufweist, die in seitlich nach außen vorstehende Flanschteile übergehen, die an jedem Längsrand des Profils eine im verlegten Zustand parallel zur bzw. in der Fassaden-Fläche verlau- 2 AT 000 859 Ul fende Halteleiste bilden. Durch die wirtschaftlichen Herstellungs-möglichkeiten des Profils als vorgefertigter Massenartikel können die Kosten des Profils sehr gering gehalten werden. Die einfache Verarbeitung des vorgefertigten Profils ermöglicht es, Bossenfas-saden zeitsparend, exakt und kostengünstig auszuführen. Die Halteleisten gewährleisten eine gute Verankerung des Profils, z.B. in den Dämmplatten der Fassadenwand oder allgemein auf jedem beliebigen Verputzuntergrund. Das Profil kann dabei auch problemlos scharfkantig, maßgenau und wasserdicht ausgeführt werden, und es kann als Untergrund für einen Verputz oder für einen Anstrich dienen.
Eine besonders gute Verankerung des Profils in der Fassadenwand wird erreicht, wenn jede Halteleiste im Abstand voneinander angeordnete Löcher auf weist. Durch diese Löcher kann eine auf dem Profil aufgebrachte Armierungsmasse zum Untergrund durchdringen, wodurch eine Art formschlüssige Fixierung der Profile erreicht wird.
Die nachfolgend angeführten Ausführungsformen der Querschnittsform des Profils stellen jeweils vorteilhafte Lösungen sowohl in baulicher als auch in architektonischer Hinsicht dar.
Eine erste Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß das Profil mit einer im Querschnitt allgemein U-förmigen Vertiefung ausgebildet ist.
Eine andere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß das Profil mit einer im Querschnitt allgemein halbkreisförmigen Vertiefung ausgebildet ist.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht hier darin, daß die Schenkel des Profils nach außen divergieren, und/oder daß der Übergang zwischen den Schenkeln und einem Boden der Profilvertiefung gerundet ist, oder daß der Übergang zwischen den Schenkeln und einem Boden der Profilvertiefung schräg verläuft. Hierdurch wird z.B. erreicht, daß Regen- oder Schmelzwasser leichter abfließen kann.
Noch eine andere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß das Profil mit einer im Querschnitt V-förmigen Vertiefung ausgebildet ist.
Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die Oberfläche des Profils mit in Längsrichtung des Profils verlaufenden Rillen versehen ist; dadurch wird einerseits eine verbesserte 3 AT 000 859 Ul
Klebeverbindung der Profiloberfläche mit dem Untergrund, z.B. Dämmplatten, und andererseits eine verbesserte Haftung von Putzgrundierungen, Beschichtungen oder Endbeschichtungen, z.B. Putz, erzielt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen noch weiter erläutert. Es zeigen: Fig.l eine perspektivische Querschnittsansicht eines Teils einer Fassade; Fig.2 eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäBen Fassadenbauteiles; Fig.3 einen vergrößerten Ausschnitt der strukturierten Oberfläche des Fassadenbauteiles; und die Fig.4 bis 8 weitere Ausführungsformen des Fassadenbauteiles.
In Fig.l bezeichnet 1 allgemein eine Fassade, die z.B. mit Dämmplatten 2, beispielsweise aus Hartschäum, Styropor, Kork, Mineralfasern (Steinwolle) oder dergl., aufgebaut ist. In vorherbestimmten horizontalen Reihen (und gegebenenfalls vertikalen Spalten) sind in den entsprechenden Dämmplatten 2 an ihrer Außenseite 3 eingefräste Nuten 4 zur Fassadengliederung vorgesehen, und in diese Nuten 4 werden vorgefertigte Profile 5 aus PVC eingesetzt, welche als Scheinfugenprofile an die Form und Größe der Nuten 4 angepaßt sind und exakte Nutränder und -flächen sicherstellen.
Bei der in Fig.l und 2 dargestellten Ausführungsform ist das Profil 5 U-förmig ausgebildet, wobei die Schenkel 6 an ihren Enden nach außen vorstehende Flanschteile 7 aufweisen, um parallel zur Ebene (Fläche) der Fassade 1 verlaufende Halteleisten 8 zu bilden. Die Halteleisten 8 weisen im Abstand angeordnete Löcher„ 9 auf, die ein Durchtreten von Armierungsmasse ermöglichen, wie später erläutert wird. Wie insbesondere aus Fig.2 ersichtlich ist, verlaufen die Schenkel 6 des Profils 5 unter einem Winkel « zur Lotrechten (d.h. zu einer senkrecht auf die Ebene der Halteleisten 8 stehenden Ebene), wobei der Winkel « z.B. 2° bis 10° beträgt, wodurch der Einbau des Profils 5 in die Nut 4 erleichtert wird. Außerdem wird durch diese leicht schräge Anordnung der Schenkel 6 das Abfließen von Regen- oder Schmelzwasser begünstigt.
Wie das vergrößerte Detail A aus Fig.2 in Fig.3 zeigt, ist die gesamte Oberfläche des Profils 5 mit Rillen 10 versehen, welche sich in Längsrichtung des Profils 5 erstrecken, wodurch die Haftfähigkeit für aufzutragende Materialien, wie Kleber, Armierungs- Λ 4 AT 000 859 Ul masse, Decklacke, Putz usw., erhöht wird.
Zur Gliederung der Fassade gemäß Fig.l wird das Profil 5 in die vorgefräste Nut 4 eingesetzt bzw. eingeklebt, worauf z.B. -zwecks Vermeidung etwaiger Haarrisse - zumindest in den Stoß-bereichen .der Profile ein bis zum Rand des Profils 5 reichendes Glasfasergewebe 11 auf die Dämmplatte 2 sowie die Halteleiste 8 aufgelegt und mit einer Schicht 12 aus Armierungsmasse befestigt wird. Die Armierungsmasse dringt dabei durch das Glasfasergewebe 11 und die Löcher 9 bis zur Dämmplatte 2 ein, wodurch die Fixierung des Profils 5 am Untergrund (Dämmplatten 2) zusätzlich verbessert wird. Auf die Armierungsmasse wird dann z.B. eine Putzschicht 13 aufgetragen.
Die Profile 5 werden bevorzugt durch Strangpressen mit einer Dicke von ca. 1 mm hergestellt, und sie werden in geeigneten Längen geschnitten. Die Löcher 9 haben einen Durchmesser von 8 mm, und der Lochabstand beträgt 20 mm.
Die Fig.4 bis 8 zeigen weitere Ausführungsformen des Profils, die mit 5a, 5b, 5c, 5d und 5e bezeichnet sind, wobei das Profil 5a nach Fig.4 V-förmig; das Profil 5b nach Fig.5 halbrundförmig; das Profil 5c nach Fig.6 U-förmig mit abgerundetem Übergang zwischen den Schenkeln 6 und dem Boden 14; das Profil 5d nach Fig.7 U-förmig mit schrägem Übergang zwischen den Schenkeln 6 und dem Boden 14; und das Profil 5e nach Fig.8 U-förmig mit ausgeprägt schräg verlaufenden Schenkeln 6 ausgebildet ist, wobei die Winkel « und ß der Schenkel 6 z.B. gleich große oder unterschiedliche Werte in einem Winkelbereich zwischen 10® und 45® zur Lotrechten aufweisen. 5

Claims (9)

  1. AT 000 859 Ul Ansprüche: 1. Vorgefertigtes Fassaden-Scheinfugenprofil zur architektonischen Gliederung einer Gebäudefassade, dadurch gekennzeichnet, daß das allgemein rinnenförmig ausgebildete, insbesondere aus PVC bestehende Profil (5; 5a; 5b; 5c; 5d; 5e) Schenkel (6) aufweist, die in seitlich nach außen vorstehende Flanschteile (7) übergehen, die an jedem Längsrand des Profils eine im verlegten Zustand parallel zur bzw. in der Fassaden-Fläche verlaufende Halteleiste (8) bilden.
  2. 2. Fassadenbauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Halteleiste (8) im Abstand voneinander angeordnete Löcher (9) aufweist.
  3. 3. Fassadenbauteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil (5) mit einer im Querschnitt allgemein U-förmigen Vertiefung ausgebildet ist.
  4. 4. Fassadenbauteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil (5b) mit einer im Querschnitt allgemein halbkreisförmigen Vertiefung ausgebildet ist (Fig. 5).
  5. 5. Fassadenbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (6) des Profils nach außen divergieren.
  6. 6. Fassadenbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang zwischen den Schenkeln (6) und einem Boden (14) der Profilvertiefung gerundet ist (Fig. 6).
  7. 7. Fassadenbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet, daß der Übergang zwischen den Schenkeln (6) und einem Boden (14) der Profilvertiefung schräg verläuft (Fig. 7).
  8. 8. Fassadenbauteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil (5a) mit einer im Querschnitt V-förmigen Vertiefung ausgebildet ist (Fig. 4).
  9. 9. Fassadenbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Profils (5; 5a; 5b; 5c; 5d; 5e) mit in Längsrichtung des Profils verlaufenden Rillen (10) versehen ist. 6
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