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Fernsteuerung für gezogene oder vorauseilende-Fahrzeuge.
Die Erfindung bezieht sich auf Fernsteuerungen für'Fahrzeuge, die mit einem anderen Fahrzeuge durch Zugorgane verbunden sind und diesem vorauseilen oder von diesem gezogen werden. Bei Fernsteuerungen dieser Art, die insbesondere bei sogenannten Sicherungsbooten Anwendung finden, werden durch'die Abweichungen des Zugorganes von der Längssymmetrieebene des Hauptfahrzeuges Ströme geschlossen, welche die Steuervorrichtung der Nebenfahrzeuge betätigen. Hierbei sind zur Betätigung jedes Steuerruders zwei Elektromotoren nötig.
Die Erfindung hat'eine Vereinfachung und Verbesserung der bekannten Konstruktion zum Gegenstand, durch welche es möglich wird, mit'einem einzigen Steuermotor das Auslangen zu finden. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass die Verbindung des Zug-
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bildet oder einen solchen derart betätigt, dass er durch seine nach Backbord und Steuerbord erfolgenden Schwingungen mit Hilfe besonderer, im Zugorgane angeordneten Leitungen dem Steuermotor des vorauseilenden oder gezogenen Fahrzeuges Ströme entgegengesetzter Richtungen zusendet.
In der Zeichnung'sind drei Ausführungsbeispiele der den Erfindungsgegenstand bildenden Fernsteuerung schematisch dargestellt, und zwar zeigt Fig, i die Fernsteuerung in ihrer Anwendung auf ein. dem Hauptfahrzeuge vorauseilendes Avisobot,-Fig. 2 für ein vom Hauptfahrzeuge gezogenes Boot, Fig. 3 für einen Lastwagenzug.
Das in Fig. i gezeigte Ausführungsbeispiel bezieht sich auf ein sogenanntes Avisoboot t, welches dem Hauptschiffe m um die Länge des stets im Spannung erhaltenen Kabels a vorauseilt, welches die Stromzuführung-zu dem im Avisoboote eingebauten Betriebsmotor enthält ; die Spannung des Kabels a wird dadurch bewirkt, dass die dem Motor des Avisobootes t zugeführte Energiemenge einer Geschwindigkeit entspricht, die grösser als jene des Hauptbootes ist.
Die Verbindung des Kabels a mit dem auf dem Hauptschiffe m liegenden Angriffspunkte o erfolgt unter Zwischenschaltung eines um diesen Punkt schwingbaren Armes n, welcher selbst einen Stromwender bildet öder einen solchen derart betätigt, dass durch die Backbord und Steuerbord erfolgenden Schwingungen des Armes n mit Hilfe besonderer, im Kabel a angeordneter Leitungen dem Steuermotor des Bootes t Ströme entgegengesetzter Richtungen zugesandt werden.
Ein Kommutator einfachster Art kann, wie'in Fig. i beispielsweise gezeigt, dadurch gebildet werden, dass zu jeder Seite des Armes n je ein + und ein - Kontakt 1, 2 jedoch in verkehrter Reihenfolge angeordnet werden, so dass die im Arme m liegenden Enden der beiden zum Steuermotor des'Bootes t führenden Leitungen entgegengesetzte Kontakte berühren, wenn der Arm n infolge einer nach Backbord oder Steuerbord erfolgenden Wendung des Schiffes m im Sinne des Pfeiles h oder s ausschwingt.
Die Einrichtung kam auch, wie in Fig. 2 gezeigt, in gleicher Weise für geschleppte Boote p Verwendung finden, in welchem Falle die Verbindung des, Schleppseiles b mit dem
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wird sodann das Steuer des geschleppten Bootes p in der früher beschriebenen Weise sinngemäss betätigt.
Die beschriebene Einrichtung kann in gleicher Weise auch dazu benutzt werden, um die einzelnen Wagen eines Trakteurzuges vom Motorwagen aus zu steuern. Die Verbindung des Anhängewagens u mit dem Motorwagen w erfolgt hierbei abermals durch einen, um einen Punkt o schwingbaren'Arm n, an dessen Ende das Zugorgan b angreift und welcher bei Richtungsänderungen des Motorwagens w in der früher beschriebenen Weise Ströme schliesst, welche auf die Steuervorrichtung des Anhängewagens u wirken ; die Welle des Steuerrades der Steuervorrichtung des Anhängewagens wird sodann von der Welle des steuernden Motors betätigt. Bei den beiden letzterwähnten Anwendungsarten der Fernsteuerung kann der kontaktgebende, einen Teil des Zugorganes bildende Arm n auch in das gezogene Fahrzeug verlegt werden.