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Gegenstromverfahren zur abgestuften Auslösung von Fett oder Öl aus Rohstoffen.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren, bei welchem Fett oder Öl aus Rohstoffen, z. B. Getreidekeimen, Harze aus Pflanzenstoffen, Montanwachs aus Braunkohle oder andere Stoffe aus Rohstoffen nach und nach ausgelöst und das Lösungsmittel zu diesem Zweck durch das auszuziehende Gut im Gegenstrom hindurchgeführt wird. Bei den bekannten Verfahren wird das Rohgut in einer geschlossenen Kam'mer einer einmaligen Behandlung mit dem Lösungsmittel unterworfen oder das Lösungsmittel wird mit Hilfe von Rohrleitungen durch freistehende, in sich abgeschlossene Behälter, welche das Rohgut enthalten, der Reihe nach hindurchgeführt. Bei Verfahren zum fraktionierten Ausschwitzen schmelzender Stoffe mit Hilfe von erhitzter Luft ist auch bereits vorgeschlagen worden, das Rohgut in einem abgeschlossenen Raum in offenen Behältern dem Luftstrom entgegenzuführen.
Demgegenüber besteht die vorliegende Erfindung darin, dass, zwecks abgestufter Auslösung von Fett oder Öl aus Rohstoffen im Gegenstromverfahren, das Rohgut in Behältern, welche mit Siebböden versehen und oben offen sind, in einer allseitig geschlossenen Kammer vorwärts bewegt wird, während das Lösungsmittel in entgegengesetzter Richtung in freiem Fall der Reihe nach durch alle Behälter hindurchgeführt wird, wobei der Fettgehalt des Lösungsmittels fortschreitend gesteigert wird. Dies hat den Vorteil, dass einerseits Verluste an Lösungsmittel besser vermieden werden, weil das Durchleiten desselben durch das auszuziehende Gut innerhalb einer geschlossenen Kammer geschieht, aus welcher die auftretenden Lösungsmitteldämpfe abgesogen und nach dem Kondensieren wieder nutzbar gemacht werden können.
Andrerseits wird die bei dem Verfahren zur Anwendung kommende Wärme besser ausgenutzt, weil sie innerhalb der geschlossenen Kammer, in welcher sich das ganze Verfahren-vollzieht, auf die gesamte in der Kammer befindliche Anlage zur Wirkung kommt. Weiter lässt sich das Verfahren in der Weise, ausführen, dass das in den Behältern befindliche Rohgut mit diesen in der Kammer nicht vorwärts, sondern zunächst abwärts und alsdann aufwärts bewegt wird, während das Lösungsmittel nur durch das Gut der aufwärts bewegten Behälter in entgegengesetzter Richtung, durch das Gut der abwärts bewegten Behälter dagegen in gleicher Richtung hindurchbefördert wird. Auf dieee Weise wird gleichfalls eine abgestufte Auslösung des Fettes aus dem Rohgut erreicht und der Fettgehalt des Lösungsmittels von Behälter zu Behälter gesteigert.
Das Verfahren hat aber den Vorteil, dass die zu seiner Ausführung dienende Einrichtung viel weniger Flächenraum beansprucht, dass das Lösungsmittel nur einmai gepumpt werden braucht und zur Ausführung des Verfahrens viel geringere Mengen des Lösungsmittels erforderlich sind. Ferner brauchen die Behälter nach ihrer Entleerung nicht aus der Kammer entfernt, zu werden, um in dem Arbeitsgang wieder eingeführt zu werden.
In Fig. I der Zeichnung ist eine zur Ausführung des Verfahrens dienende Einrichtung dargestellt, welche in einer geschlossenen Kammer zur Anwendung kommt. Die das auszuziehende Gut aufnehmenden oben offenen Behälter 4, 5, 6,7, 8 und 9, deren Anzahl beliebig gewählt werden kann, sind mit Siebböden versehen und mit Rollen in Laufschienen geführt. Sie werden durch die Schiebetür 1 in die Kammer eingeführt, aus dem mit einem beweglichen Boden 3 versehenen, das Rohgut enthaltenden Trichter 2 gefüllt und dann in
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den Arbeitsgang eingeführt.
Das durch die Rohrleitung 10 zugeführte Lösungsmittel, welches mittels einer Heizvorrichtung erwärmt wird, rieselt, durch die Vorrichtung 12 verteilt, als feiner Regen auf das in dem Behälter 7 befindliche Gut und wird nach dem Ansammeln in dem darunter befindlichen Behälter 13 durch die Rohrleitungen. M mittels der Pumpe 21 in gleicher Weise auf das in den Behältern 6 und 5 befindliche Gut befördert. Nachdem das vom Behälter zu Behälter mit Fett angereicherte Lösungsmittel den zuletzt mit dem Rohgut beschickten und in den Arbeitsgang eingeführten Behälter durchlaufen hat, wird es abgeleitet, durch Abdestillieren von dem Fett befreit und alsdann von neuem in den Arbeitsgang eingeführt. Die in der Kammer angesammelten Lösungsmitteldämpfe können durch die Rohrleitungen 20 abgesogen werden.
Der Behälter 8, dessen Inhalt an letzter Stelle mit dem frisch eingeführten Lösungsmittel ausgelaugt ist, wird durch eine Platte 15 dicht verschlossen, worauf mittels der Pumpe 17 durch die Rohrleitung 16 Luft eingepresst wird, um die dem ausgezogenen Gut noch anhaftenden Reste des Lösungsmittels möglichst zu entfernen. Der Behälter 9, welcher den Arbeitsgang ganz durchlaufen hat, wird durch Kippen mittels einer Drehscheibe in den Schacht 18 entleert und darauf durch die Schiebetür 19 aus der Kammer entfernt. Alsdann werden die übrigen Behälter mit dem auszuziehenden bzw. mehr oder weniger bereits ausgezogenen Gut mittels Schubstange von aussen weitergeschoben und ein leerer Behälter in die Kammer wieder eingeführt.
Auf diese Weise wird das Rohgut in den fahrbaren Behältern dem Lösungsmittel derart entgegen-
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zuerst durchläuft, welches damit erschöpft wird und aus der Behandlung mit dem Lösungsmittel ausscheidet, während der Fettgehalt des Lösungsmittels bei der Weiterleitung desselben von Behälter zu Behälter entsprechend dem Fettgehalt des in dem letzteren befindlichen Rohgutes fortschreitend angereichert wird, bis das Lösungsmittel nach dem Durchlaufen des zuletzt mit frischem Rohgut eingeführten Behälters abgeleitet wird.
Fig. 2 der Zeichnung veranschaulicht eine zur Ausführung des Verfahrens dienende Einrichtung, bei welcher das in den Behältern befindliche Rohgut zunächst nach abwärts und alsdann aufwärts bewegt wird. In der Kammer 22 befinden sich die Behälter 231-23six, welche in der durch die Pfeile angedeuteten Richtung im Kreislauf in der Kammer bewegt werden. Das Lösungsmittel, welches durch die Leitung 24 zugeführt wird, gelangt in den Verteiler 25 und durchrieselt alsdann das Gut in den Behältern S3-% < 3x. Der hierbei erhaltene Auszug wird in dem Sammelbecken 26 aufgefangen und mittels Pumpe 28 durch die Rohrleitungen 27 und 29 in den Verteiler 30 gepumpt.
Von hier durchrieselt die Flüssigkeit das Gut der Behälter 23xix-23xi, wird in dem Sammelbecken 31 aufgefangen und durch die Leitung 32 abgeführt. Der zuerst in den Arbeitsgang eingeführte Behälter 231 wird über den Schacht 3d gebracht, in diesen entleert, alsdann aus der Füllkammer 33 wieder gefüllt, über dem Behälter ; 83s : geschoben und damit aufs neue in den Arbeitsgang
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PATENT-ANSPRÜCHE : I. Gegenstromverfahren zur abgestuften Auslösung von Fett oder Öl aus Rohstoffen, z. B. aus Getreidekeimen, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohgut in einer Anzahl von mit Siebböden versehenen, oben offenen Behältern in einer von allen Seiten geschlossenen Kammer vorwärtsbewegt und in entgegengesetzter Richtung das Lösungsmittel der Reihe nach durch das Gut aller Behälter in freiem Falle hindurchbefördert sowie sein Fett-oder Ölgehalt von Behälter zu Behälter gesteigert wird.
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Countercurrent process for the gradual release of fat or oil from raw materials.
The invention relates to a method in which fat or oil from raw materials, e.g. B. grain germs, resins from plant matter, montan wax from lignite or other substances from raw materials gradually triggered and the solvent for this purpose is passed through the material to be extracted in countercurrent. In the known methods, the raw material is subjected to a single treatment with the solvent in a closed chamber or the solvent is passed through in sequence with the help of pipes through free-standing, self-contained containers which contain the raw material. In the case of processes for the fractional exudation of melting substances with the aid of heated air, it has also already been proposed that the raw material be fed to the air flow in an enclosed space in open containers.
In contrast, the present invention consists in the fact that, for the purpose of gradual release of fat or oil from raw materials in the countercurrent process, the raw material is moved forward in containers which are provided with sieve bottoms and are open at the top in a chamber closed on all sides, while the solvent is moved in the opposite direction in free fall is passed sequentially through all containers, the fat content of the solvent being progressively increased. This has the advantage that, on the one hand, solvent losses are better avoided because the same is passed through the material to be extracted within a closed chamber from which the solvent vapors that occur can be extracted and made usable again after condensation.
On the other hand, the heat used in the process is better utilized because it has an effect on the entire system in the chamber within the closed chamber in which the entire process is carried out. Furthermore, the method can be carried out in such a way that the raw material in the containers with these in the chamber is not moved forwards, but first downwards and then upwards, while the solvent is only moved through the material of the containers moved upwards in the opposite direction, is conveyed through the goods of the downward moving container, however, in the same direction. In this way, a gradual release of the fat from the raw material is also achieved and the fat content of the solvent is increased from container to container.
The method has the advantage, however, that the device used for its execution takes up much less surface space, that the solvent only needs to be pumped once, and that much smaller quantities of the solvent are required to execute the method. Furthermore, once the containers have been emptied, they do not need to be removed from the chamber in order to be reinserted in the operation.
In Fig. I of the drawing, a device serving to carry out the method is shown, which is used in a closed chamber. The open-topped containers 4, 5, 6, 7, 8 and 9, the number of which can be selected as required, are provided with sieve bottoms and are guided with rollers in running rails. They are introduced into the chamber through the sliding door 1, filled from the hopper 2, which is provided with a movable bottom 3 and containing the raw material, and then into
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introduced the operation.
The solvent supplied through the pipeline 10, which is heated by means of a heating device, trickles, distributed by the device 12, as fine rain on the material located in the container 7 and, after collecting in the container 13 located below, is through the pipelines. M conveyed by means of the pump 21 in the same way to the material in the containers 6 and 5. After the solvent enriched with fat from container to container has passed through the container that was last loaded with the raw material and introduced into the process, it is diverted, freed from the fat by distillation and then reintroduced into the process. The solvent vapors collected in the chamber can be sucked off through the pipes 20.
The container 8, the last of the contents of which is leached out with the freshly introduced solvent, is tightly closed by a plate 15, whereupon air is pressed in by means of the pump 17 through the pipe 16 in order to remove the solvent residues still adhering to the extracted material as much as possible remove. The container 9, which has passed through the entire operation, is emptied into the shaft 18 by tilting by means of a turntable and then removed from the chamber through the sliding door 19. Then the remaining containers with the goods to be pulled out or more or less already pulled out are pushed on from the outside by means of a push rod and an empty container is reinserted into the chamber.
In this way, the raw material in the mobile containers is counteracted to the solvent
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first runs through, which is thus exhausted and is eliminated from the treatment with the solvent, while the fat content of the solvent is progressively enriched as it is passed on from container to container according to the fat content of the raw material in the latter, until the solvent has passed through the last is derived with fresh raw material imported container.
Fig. 2 of the drawing illustrates a device used to carry out the method, in which the raw material located in the containers is first moved downwards and then upwards. In the chamber 22 are the containers 231-23six, which are moved in the direction indicated by the arrows in the circuit in the chamber. The solvent, which is supplied through the line 24, reaches the distributor 25 and then trickles through the material in the containers S3-% <3x. The extract obtained in this way is collected in the collecting basin 26 and pumped by means of the pump 28 through the pipes 27 and 29 into the distributor 30.
From here the liquid trickles through the material of the containers 23xix-23xi, is collected in the collecting basin 31 and discharged through the line 32. The container 231 first introduced into the operation is brought over the shaft 3d, emptied into it, then filled again from the filling chamber 33, above the container; 83s: pushed and thus back into the work aisle
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PATENT CLAIMS: I. Countercurrent process for the gradual release of fat or oil from raw materials, e.g. B. from grain germs, characterized in that the raw material in a number of provided with sieve bottoms, open-topped containers in a chamber closed on all sides is moved forward and in the opposite direction the solvent is conveyed sequentially through the material of all containers in free fall and be The fat or oil content is increased from container to container.