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Vorrichtung zur Bestimmung der Benutzungsdauer eines Sitzes.
Für viele Zwecke ist eine selbsttätige Kontrollvorrichtung wünschenswert, die die Benutzungs- dauer eines Sitzes angibt. Durch eine solche Vorrichtung kann nicht nur die Anzahl der Gäste bei einem Friseur u. dgl., sondern auch die Zeit bestimmt werden, die die vorgenommenen Arbeiten bei jedem Gast ei fordert haben und aus der Zeit ist es leicht möglich, die Art der Arbeiten fest- zustellen, so dass eine wirksame Kontrolle, insbesondere bei grossen Betrieben möglich ist.
Die Erfindung betrifft eine solche Vorrichtung, die bei jedem Sitz leicht anwendbar ist und am besten in den Sitzpolster eingesetzt wird. Zu diesem Zwecke ist der Anzeiger einer Registriervorrichtung mit einem Druckluftbehälter oder Kolbenzylinder verbunden, in den bei Belastung des Sitzes ständig Luft eingepresst wird, welche die Ausdehnung des Behälters bzw. die Verschiebung des Kolbens verursacht, durch die die Bewegung des Anzeigers der Registriervorrichtung bewirkt wird. Mit diesem die Registriervorrichtung betätigenden Druckluftbehälter oder Kolbenzylinder ist ein zusammendrückbarer Luftbehälter oder ein Kompressor verbunden, der bei Benutzung des Sitzes zusammengepresst bzw. betätigt wird und Luft in den mit der Registriervorrichtung verbundenen Luftbehälter drückt.
Die Verbindung der beiden Luftbehälter erfolgt durch eine enge Leitung, die das Überströmen der Druckluft nur sehr langsam zulässt, so dass eine Benutzung des Sitzes von sehr kurzer Zeitdauer die Vorrichtung nicht betätigt.
Die Zeichnung veranschaulicht die Vorrichtung nach der Erfindung in beispielsweiser Ausführung in Fig. i in einem Höhenschnitt und in Fig. 2 bei abgenommenem Deckel in Draufsicht.
Die Vorrichtung ist in einem Behälter a untergebracht, dessen Deckel b bei unbenutzter Vorrichtung soweit aufwärts geschoben ist, dass sein unterer Rand nur den Behälterrand umschliesst. Die unter dem Sitz oder im Sitzpolster untergebrachte Vorrichtung gelangt bei Benutzung des Sitzes infolge der Belastung zur Wirkung. Der Deckel wird bei Belastung der Vorrichtung abwärts geschoben, so dass sein unterer Rand bis zum Boden des Behälters a gelangt. Der Deckel b stützt sich gegen zwei bogenförmig gekrümmte Flachfedern c, auf deren Bugteil er aufliegt.
Das eine Ende d der Federn ist am Behälterboden befestigt, das andere Ende ist frei und verschiebt
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Deckel und Behälterboden liegt ein zusammendrückbarer Luftbehälter, ein Ballon f, ein Kompressor o. dgl., der durch ein dünnes Röhrchen h mit einem länglichen Luftbehälter g in Verbindung steht, der derart ausgebildet oder geführt ist, dass er sich nur in der Längsrichtung dehnen kann, wenn Druckluft eingepresst wird. Der Luftbehälter g trägt an seinem freien Ende ein Messer t, dessen Schneide von der Spitze gegen die Befestigungsstelle ansteigt (Fig. i). Vor dem Messer ist die Registriervorrichtung angeordnet.
Der Registrierstreifen j ist auf einer Spule k aufgewickelt, von der er auf eine zweite Spule l mittels eines auf ihr sitzenden Schaltrades m und Schaltklinke 11 gewickelt werden kann. Die Schaltklinke n sitzt auf einem an dem Ende einer Feder c befestigten Tragarm 0 und bewirkt also bei Bewegung des freien Endes der Feder eine Schaltung des Schaltrades 111 und somit des Registrierstreifens j. Mit den freien Enden der Federn c
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das durch einen Schlitz der Schiene reicht. Die Schiene r liegt an einem Ansatz s des Messers i an und verriegelt dieses in der unwirksamen Stellung.
Der Registrierstreifen ist mit einer Teilung aus parallelen quer zur Bewegung des Messers' !'
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und der Abstand je zweier Linien entspricht beispeilsweise fünf Minuten. Je weiter das Messer i gegen den Registrierstreifen j vorgeschoben wird, desto tiefer schneidet es infolge seiner ¯zu- nehmenden Breite in den Streifen ein ; je breiter der Messereinschnitt ist, ein um so grösserer Zeitabschnitt wird auf dem Registrierstreifen angezeigt.
Der das Messer t der Registriervorrichtung betätigende Luftbehälter g ist mit dem Ballon. f ausser durch das Röhrchen h, noch durch ein Ventil t verbunden, das nur das Rückströmen der Druckluft aus dem Behälter g in den Behälter/, nicht aber das Zuströmen ermöglicht.
Bei Benutzung des mit der Vorrichtung nach der Erfindung versehenen Sitzes, wird der Deckel b abwärts gedrückt und die ihn stützenden Bogenfedem c flachgedrückt. Die vorderen freien Enden bewegen sich in der Richtung der Pfeile in Fig. 2, wodurch mittels der Schaltklinke n und des Schaltrades m eine Schaltung des Registrierstreifens j bewirkt wird. Ein Stück des Streifens wird auf der Spule l aufgewickelt, so dass ein unbenutztes Streifenstück dem Messer i gegenüber zu liegen kommt. Bei der Vorwärtsbewegung der vorderen Enden der Bogenfedern c wird auch die Verriegelungsschiene r gegen die Spitze des Messers i bewegt, so dass es an der Vorwärtsbewegung nicht mehr gehindert ist.
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Durch die Belastung des Sitzes und das Abwärtsdrücken des Deckels b, wird der Ballon. f zusammengedrückt. Druckluft strömt aus dem Bailon r durch das Verhinderungsröhrchen h in den Behälter g. Da das Röhrchen h sehr eng ist, gelangt die Luft so langsam in den Behälter g, dass eine Benutzung des Sitzes von sehr kurzer Zeit keine Wirkung auf die Vorrichtung ausübt. Durch das ständige Überströmen der Druckluft aus dem Luftbehälter, f in den Behälter g wird dessen Dehnung in der Längsrichtung bewirkt, da eine Dehnung in der Querrichtung verhindert ist.
Je länger der Sitz benutzt und der Luftbehälter zusammengedrückt wird, desto mehr Luft gelangt in den Behälter g, dessen Messer i sich immer weiter vorschiebt und je nach der Zeitdauer der Benutzung mehr oder weniger tief in den Registrierstreifen einschneidet. Wird der Sitz freigegeben, dann schnellt der Deckel b infolge der Wirkung der Federn c in seine obere Stellung. Die Luft strömt aus dem Behälter g durch das Ventil t rasch in den Behälterf zurück, der Behälter g zieht sich zusammen und nimmt das Messer in seine unwirksame Stellung mit, während gleichzeitig auch die Schiene von den Federn c in die in Fig. i gezeigte Lage zurückgebracht wird und das Messer wieder in der unwirksamen Stellung verriegelt. Die Vorrichtung ist jetzt zur nächsten Benutzung bereit.
Aus der Zahl der Einschnitte im Registrierstreifen j kann die Anzahl der äste bestimmt werden, die den Sitz benutzt haben und aus der Tiefe der Einschnitte bzw. aus der Zeitdauer der Benutzung des Sitzes auf die Art der vorgenommenen Arbeiten geschlossen werden.
Die Registriervorrichtung könnte auch anders'ausgebildet sein. Beispielsweise könnte die infolge der Dehnung des Behälters g eintretende Bewegung des Behälterende dazu benutzt werden, durch Zwischenmittel die Bewegung eines Stiftes auf dem Registrierstreifen zu bewirken und die gezogene Linie ein Mass für die Zeitdauer der Benutzung des Sitzes abgeben.
An Stelle des dehnbaren Luftbehälters g könnte auch ein Zylinder mit verschiebbarem, den Anzeiger der Registriervorrichtung tragenden Kolben verwendet werden. Die Registriervorrichtung kann durch eine Öffnung im Behälter a aus diesem leicht ausgenommen werden
PATENT-ANSPRÜCHE : I. Vorrichtung zur Bestimmung der Benutzungszeit eines Sitzes, dadurch gekennzeichnet, dass der Anzeiger (i) einer Registriervorrichtung (k, j, I) mit einem Druckluftbehälter (g) odei Kolbenzylinder verbunden ist, in den bei Belastung des Sitzes ständig Luft eingepresst wird, welche die Ausdehnung des Behälters bzw. die Verschiebung des Kolbens verursacht, durch die die Bewegung des Anzeigers (i) der Registriervorrichtung bewirkt wird.