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Verfahren und Einrichtung zum maschinellen Bearbeiten von Filmbändern in einem stück.
Zum Entwickeln von belichteten Filmbändern hat man bereits Einrichtungen vorgeschlagen, die aus einer Serie von hintereinander angeordneten Entwicklungs-, Fixier-, Wässer-und eventuell Farbbädern bestehen, durch welche die zu einem langen Bande vereinigten, über verstellbare Rollen laufenden Filmstücke hindurchgeführt und hieran anschliessend in einen Trockenraum geleitet werden. Es ist auch nicht mehr neu, solche Entwicklungseinrichtungen mit einer Kinokopiereinrichtung zu vereinigen und zur bandweisen Herstellung von Positivfilmbändern zu benutzen.
Diese werden dabei gemeinsam mit dem abzukopierenden Negativfilm durch die Kinokopiervorrichtung geleitet und hinter dieser allein durch die nachgeschalteten Bäder geführt, um nach vorherigem Durchlaufen einer Trockenvorrichtung aufgespult zu werden.
Die Art der Bearbeitung und verwendeten Einrichtungen lässt nun in beiden Fällen eine genügende Beobachtung sowie Verfolgung des Entwicklungsvorganges und dessen je nach Erfordernis durch zeitweise Einstellung oder Fortsetzung zu regelnde Beeinflussung nicht zu.
Daraus ergibt sich, dass mit beiden Einrichtungen die bandweise Bearbeitung und Herstellung von brauchbaren, langen Filmbändern nur dann möglich ist, wenn einerseits bei der Erzeugung von Negativen alle von verschiedenen Einzelaufnahmen herrührenden Filmstücke, aus welchem das Filmband besteht, möglichst unter gleichen Voraussetzungen, insbesondere Belichtungsverhältnissen, aufgenommen sind, und andrerseits bei der Herstellung von Positiven solche Negativfilmbänder Verwendung finden, die entweder im vorgenannten Sinne bandweise erzeugt oder aus einzelnen Negativstücken zusammengesetzt sind, die möglichst gleiche Entwicklung und Tontiefe besitzen, so dass in beiden Fällen die belichteten und zu entwickelnden Filmbänder ihrer ganzen Länge nach nahezu übereinstimmende Entwicklungszeiten beanspruchen.
Vorführungsfertige Filmbänder, bei welchen die unter verschiedenen Verhältnissen aufgenommenen verschieden belichteten und exponierten Szenen der Handlung entsprechend einander nachfolgen, konnten nach den bekannten Verfahren in einem Stück nicht erzeugt. sondern mussten unter Einfügung der Titel und Schriften erst aus den in der beschriebenen Weise erzeugten Filmbändern der Handlung entsprechend stückweise zusammengesetzt werden.
Dies ist nach dem neuen, der Erfindung zugrunde liegenden Verfahren mit Einrichtung nicht mehr erforderlich, vielmehr werden durch dasselbe vollkommen einwandfreie und der fortlaufenden Handlung entsprechende vorführungsfertige Filmbänder ohne weitere Zwischenarbeit erzielt.
Diese szenenweise gesondert aufgenommenen und daher verschieden belichteten und entwickelnden Filmstücke des Negativs werden dabei ohne Rücksicht auf lichtere oder dunklere Tontiefe der Handlung entsprechend fortlaufend zu einem Bande vereinigt und von diesem das Positivfilmband unter gleichzeitiger Einkopierung der zwischen den Bildern erforderlichen Titel und Schriften in einem für wechselnde, zweiseitige Belichtung eingerichteten Kopierapparat abkopiert und die sich anschliessende Weiterbehandlung in gegen über dem durchlaufenden Filmbande-oder umgekehrt-einstellbaren Bädern ausgeführt, deren kürzere oder längere Einwirkung auf den Film je nach Erfordnis derart beeinflusst
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werden kann, dass die zusammenhängende Herstellung eines der Handlung entsprechenden vorführungsfertigen Films möglich ist.
Durch Einschaltung einer von dem Filmbande durchlaufenen Reinigung-und Poliervorrichtung zwischen das letzte Bad und den Trockenraum wird dabei gleichzeitig ein Abpolieren des Filmbandes erzielt.
Unter Ausschaltung der Kopiereinrichtung kann in der gleichen Weise auch die Entwicklung von belichteten Negativfilmen erfolgen, die ebenfalls der Handlung entsprechend fortlaufend zu einem Bande vereinigt werden, ohne dass die je nach den Belichtungsverhältnissen veränderte kürzere oder längere Entwicklungsdauer der einzelnen aneinandergesetzten Filmstücke Berücksichtigung finden braucht.
In der Zeichnung ist die Erfindung in den Fig. i bis 23 in einem Ausführungsbeispiele dargestellt.
Es zeigen :
Fig. i bis 7 in schematischer Darstellung das Arbeitsverfahren samt den dazu erforderlichen Einrichtungen,
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nach Fig. i, Fi : ;. n bis 13 in vergrössertem Massstabe mit Einzelheiten die Entwicklungsvorrichtung gemäss Fig. 2, Fig. 14 bis 17 in vergrössertem Massstabe mit Einzelheiten die Fixiervorrichtung nach Fig. 3,
Fig. 18 bis 23 in vergrössertem Massstabe mit Einzelheiten die Färbevorrichtung gemäss Fig. 5.
Das Negativfilmband 1 wird ohne Rücksicht auf die gesondert aufgenommenen und daher verschieden belichteten und entwickelten Abschnitte der Handlung entsprechend sinn- gemäss zu einem Bande zusammengesetzt und mit dem unbelichteten Positivfilmbande 2 gemeinsam in die Kopiereinrichtung gemäss Fig. i und 8 bis 10 gebracht.
Die Schaltung der beiden Filmstreifen erfolgt bild-und ruckweise vermittelst der Rollen 3. 4 in bekannter Weise durch Malteserkreuzantrieb oder de Brie-Greifer.
Die zwangläufige Übertragung der Bewegung von der Walze 4 als Triebwalze auf die Walze 3 erfolgt durch ein axial verschiebbares Zahnrad 23.
Die von den Spulen kommenden bei den Filmbänder 1 und 2 durchlaufen die Kopierfenster a, 6, die sich zweckmässig durch Federdruck gegeneinander andrücken und während des Weiterschalten der Filmbänder durch einen im Lager 19 sitzenden doppelarmigen Hebel 20, welcher an der oberen Kopierfensterhälfte 6 angreift, von der Triebtrommel 4 aus gelüftet werden.
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Bewegung gesetzt werden.
Durch die Lichtquelle 7 erfolgt das Kopieren der Bilder von unten, während oben eine weitere Lichtquelle 8 angeordnet ist, die zum gleichzeitigen Einkopieren der Titel und Schriften mittels Projektion an den entsprechenden Stellen zwischen den Bildern von oben dient. Die Titelnegative 17 ruhen in einem Rahmen 16, der in dem oberen Lampengehäuse mit untergebracht ist.
Während des Kopierens der Bilder von unten durch die Lichtquelle 7 ist die obere Titellichtquelle 8 durch einen besonderen Schieber 15'abgedeckt (Fig. 8), während die untere Lichtquelle 7 durch den Schieber 15 freigegeben ist. Beide Schieber sind zwangläufig gekuppelt und an einem doppelarmigen Hebel 14 angelenkt, der seinerseit um die Achse 13 schwingbar ist.
Der Hebel 14 steht mit dem Anker eines Relais 12 in Verbindung, welches seinerseits an Kontaktwalze 9 angeschlossen ist, durch welche der Negativfilm 1 vor seinem Eintritt in das Kopierfenster 5, 6 läuft.
Soll das Kopieren der Bilder zum Einsetzen eines Titels oder von Schriften unterbrochen werden, so tritt eine bei Vorbereitung des Negativfilms bereits eingearbeitete Marke 21 (Fig. 9) in Tätigkeit, die es ermöglicht, dass die Kontaktwalzen 9 beim Durchlaufen der markierten Stelle 21 Strom schliessen, wodurch der Relaisanker angezogen und dadurch der Schwinghebel 14 umgesteuert wird.
Die untere Lichtquelle 7 wird nunmehr vom Schieber 15 abgedeckt, während die
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Gleichzeitig mit der Umschaltung der beiden Abdeckschieber erfolgt auch eine Auskupplung des Zahnrades 23, welches den Antrieb der Filmbandwalze 3 vermittelt, durch den Winkelhebel 22, der vermittelst des Gestänges 18 ebenfalls mit dem Schwinghebel 14 bzw. mit dem Relaisanker 1'1 gekuppelt ist.
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Daraus ergibt sich, dass beim Umstellen der Abdeckschieber 15 15'die Stillsetzung des Negativfilmbandes 1 erfolgt, so dass nur noch das Positivfilmband 2 bild-und ruckweise weitertransportiert wird, wobei von oben durch die Lichtquelle 8 die Titel bzw. Schriften einkopiert werden.
Sind für eine entsprechende Zeitspanne die Titelkopierungen erfolgt, so wird durch
Betätigung eines nicht weiter gezeichneten Schalters der Relaisstrom unterbrochen und dadurch die Umsteuerung in die Anfangstellung gemäss Fig. 8 wieder eingeleitet. Die Schaltung der beiden Filmbänder 1, 2 erfolgt von diesem Zeitpunkte ab wieder gemeinsam und das
Einkopieren der Bilder von unten nimmt seinen Fortgang, während die Titelkopiereinrichtung abgedeckt ist.
Das Andrücken der oberen Bildfensterhälfte 6 gegen die untere Bildfensterhälfte 5 und das damit verbundene Zusammendrücken der beiden Filmstreifen während des Kopier- vorganges sichert scharfe Bildkopien.
Unmittelbar nach Beendigung der Kopierarbeit wird der Negativfilm 1 zu einer Auf- spultrommel geleitet, während der Positivfilm 2 allein weiterläuft und in die Entwicklungs- vorrichtung gemäss Fig. 2 und Fig. i bis 13 eingeführt wird.
Der Film 2 läuft hier über eine Anzahl sich gegenüberliegender Rollensätze 26,26'.
Die Rollen 26 sind lediglich Laufrollen, während die Rollen 26'von den Achsen 27 Antrieb erhalten und die Fortschaltung des Filmbandes bewerkstelligen.
Die Führung des Filmbandes über die Rollensätze erfolgt derart, dass die Schichtseite stets oben bzw. an der äusseren Seite läuft und ist aus der schematischen Fig. 13 zu entnehmen.
Die Träger 28 der Rollensätze 26,26'sind sowohl senkrecht verstell-als auch nach oben herausnehmbar und besitzen an den äusseren Schenkeln Zahnung, in welche beiderseits Zahnräder 29 eingreifen, die an gemeinsamen, mit Kurbel 31 verbundenen Drehachsen 30 sitzen.
Durch Betätigung der Kurbel 31 kann demnach eine Höher-und Tieferstellung des über die Rollensätze laufenden Filmbandteiles erfolgen, wodurch sich gegenüber den benachbarten tiefer oder höher liegenden Rollensätzen auch gleichzeitig ein Ausgleich der sich infolge der Flüssigkeitseinwirkung ergebenden Filmstreckung erzielen lässt.
Unter den Rollensätzen sind gesonderte und unabhängig voneinander heb-und senkbare Kasten 25 angeordnet, welche die Entwicklerflüssigkeit aufnehmen. Die Kasten 25 sind in dem vorliegenden Falle an zwei Kniehebel 24 angelenkt, die ihrerseits durch eine gemeinsame Schubstange 24'gestreckt oder eingeschwungen werden können, so dass in dem ersteren Falle der Kasten hochgestellt ist und das über demselben laufende Filmstück in die Entwicklerflüssigkeit eintaucht, während er im letzteren Falle gesenkt ist und dadurch-das Filmband der Entwicklereinwirkung entzieht.
In den vorderen Kasten, die zunächst des Filmbandeinlaufes liegen, wird man älteren und schwächeren Entwickler eingeben, während man die weiterfolgenden Kasten stufenweise mit stärkerem Entwickler versieht.
Das Filmband 2 ist während seines Laufes durch die hochgestellten Entwicklerkasten und damit während des Entwicklungsvorganges überall beobachtbar, so dass es möglich ist, die Entwicklung gegebenenfalls stellenweise durch Senken der Kasten einzustellen und zu unterbrechen, während sie an anderen Stellen durch Einrücken bzw. Heben weiterer Kasten länger ausgedehnt werden kann.
Um die sich durch diese Flüssigkeitseinwirkung ergebende Filmstreckung auszugleichen und den geregelten Weitertransport des Filmbandes sicherzustellen, kann ausser der vorher bereits angegebenen Verstellungsmöglichkeit auch eine gestaffelte Anordnung der auf einer Seite befindlichen Rollensätze Platz greifen oder Verstellbarkeit der Rollensätze gegeneinander angewendet werden. Der gleiche Zweck ist auch noch dadurch zu erreichen, dass man den Antriebsrollen 26 der jeweils nachfolgenden Rollensätze eine etwas gesteigerte Umdrehungszahl gibt. Zwischen die Kasten 25 kann man in die Bahn des Filmbandes in der Zeichnung nicht besonders dargestellte Eisessigbäder einschalten, welche nach Bedarf auf das Filmband einwirken gelassen werden können, zum Zwecke, ausnahmsweise hoch überexponierte Filmstrecken zurückzuhalten.
Sofort nach dem Vedassen der Entwicklungsvorrichtung wird das Filmband weiter zur Fixiervorrichtung (Fig. 3 und Fig. 14 bis 16) geführt.
Das Fixierbad befindet sich in Behältern 32, 32', die in senkrechter Richtung verstellbar sind und vermittelst Schraubenspindeln durch das Getriebe 34 bewegt werden können.
Der von der Entwicklung kommende Film 2 läuft zunächst über den mit Führungsrollen 35 und Triebrollen 35'besetzten Rahmen 33, um dann auf den Rahmen 33'überzugehen, auf welchen der Austritt des Films aus der Fixiervorrichtung erfolgt. Durch die Triebwelle 36
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den Fig. 16 und 17 zu entnehmen. Dasselbe läuft zunächst bei a ein, umspannt die Vorderseite des Rahmens 33 und geht bei b auf dessen Rückseite über, um dieselbe bei c zu verlassen und gleichzeitig auf die Rückseite des zweiten Rahmens 33'überzulaufen, die das Band bei il verlässt, um noch auf die Vorderseite des Rahmens überzugehen und denselben bei e zu verlassen.
Durch Hochschrauben der Behälter 32 kann die Eintauchtiefe des die Rahmen überlaufenden Filmbandes geregelt und dadurch die unmittelbare Fixierdauer eingestellt werden.
Nach dem Verlassen der Fixiervorrichtung wird der Film in eine Wasch-und Spülvorrichtung gemäss Fig. 4 übergeleitet. Diese Waschvorrichtung besteht aus mehreren hintereinanderliegenden seitlichen Rahmen, an welchen Rollen sätze 40 angeordnet sind, die der Film umläuft. Unter den Rollensätzen ist ein mit schrägen Boden ausgestatteter Wasserbehälter 37 angeordnet, der durch Gewindespindeln vermittelst des Triebwerkes 39 heb-und senkbar ist und der weiterhin in hochgehobenem Zustand durch eine Saughebevorrichtung 38 von den sich in dem Behälter absetzenden Chemikalienresten befreit wird.
Die Rollensätze mit dem darüberlaufenden Film tauchen in das Wasserbad 37 ein und durchlaufen dasselbe. Zur Vervollständigung der Reinigung sind noch über den obersten Filmbandzügen gelochte, als Brausen wirkende Spülrohre 41 vorgesehen, die den im unteren Teile im Wasserbade laufenden Filmstreifen von oben abtuschen und somit völlig gereinigt in die nun nachfolgende Färbevorrichtung übertreten zu lassen.
Die Färbevorrichtung gemäss Fig. 5 und Fig. 18 bis 23, durch die der Film in Schleifen
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sind und in seitlichen Führungsschienen 43 laufen. Die Kasten nehmen die verschiedenen benötigten Farben in flüssiger Form auf und sind jeweils unter einer Filmbandschleife angeordnet. Jede Filmbandschleife läuft über obere Trieb-und Leitrollen 46', 46 und eine untere Laufrolle 44, welch letztere in senkrechter Richtung verstellbar in einem Arm 45 sitzt, der durch die Stellkurbel 46'gehoben oder gesenkt werden kann. Der Antrieb der Triebrollen 46'erfolgt von einer Welle 47 aus.
Das jeweilige Heben und Senken der Farb- kasten zum Zwecke des Eintauchenlassens und Färbens des Filmbandstreifens an den gewünschen Stellen erfolgt durch eine von Hand oder selbsttätig einzurückende Vorrichtung.
Bei dem Ausführungsbeispiele ist eine Handeinrückvorrichtung dargestellt. Dieselbe besteht im wesentlichen aus einer Achse 63, auf welcher frei drehbar und ortsfest eine Trommel 52 sitzt, die zu beiden Seiten kupplungsartig ausgebildet ist. Gegen diese Trommel 52 seitlich anschiebbar sind zwei Antriebsscheiben 54, 55, die von einer Welle 60 aus im entgegengesetzten Sinne angetrieben werden und die Gegenhälften zu den Kupplungsteilen der Trommel 52 tragen.
Durch einen mit Feststellvorrichtung 57 ausgestatteten Stellhebel 56 sind die beiden Antriebsscheiben 54, 56 seitlich verschiebbar und können derart betätigt werden, dass ent- weder die Scheibe 54 oder 55 in die Kupplung eingreift und das durch den jeweiligen mittels Seile 51, 51'an die Aufwickeltrommel 52 angeschlossenen Farbkasten hochzieht bzw. sinken lässt, oder dass beide Kupplungshälften ausser Eingriff sind, in welchem Falle sich der Farbbehälter in seiner unteren Ruhestellung befindet,
Das Heben und Senken des Farbbehälters erfolgt in demselben Geschwindigkeitsverhältnis, in welchem das Filmband weiterbewegt wird.
Das Zeichen zum Einrücken des einen oder anderen Farbkastens 42 gibt eine Alarmvorrichtung 49, die von dem durchlaufenden Filmbande 2 selbst in Tätigkeit gesetzt wird.
Das Filmband ist zu diesem Zwecke an entsprechend zur Färbestelle liegendem Punkte mit einer Marke 5S versehen, die beim Übergleiten des zur Alarmvorrichtung 49 gehörigen Kontaktes den Stromschluss desselben zulässt, wodurch beispielsweise ein Klingelzeichen ausgelöst oder, wie in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel, angenommen eine elektrische Lampe von der gleichen Farbe wie die einzuschaltende Farbe zum Aufleuchten gebracht wird, die für den Arbeiter das Einrückezeichen gibt.
In der gleichen Weise regelt eine Alarmvorrichtung 48, deren Marke an anderer Stelle des Films liegt, das Signal zum Umstellung der Kupplung und damit zum Wiedersenken des Farbbehälter. Statt die Alarmvorrichtung nur als Ein-und Ausrückzeichen zu benutzen, kann man dieselbe auch selbst unmittelbar zum selbsttätigen Einrücken der Kupplung bzw. des Farbbehälters ausbilden. Je nachdem die eine oder andere Farbe gebraucht wird und hochgezogen werden soll, treten beim Film andere Markierungen auf, welche auf besondere, die entsprechenden Kasten auslösende Kontakte wirken.
Die Färbevorrichtung kann auch gleichzeitig zum Verstärken oder Verschwächen des entwickelten Filmbandes Benutzung finden, wenn die ersten Behälter mit entsprechender Chemikalienlösung statt Farbe aufgefüllt werden.
Zum Reinigen des Filmbandes von überschüssigen Farbresten wird dasselbe nach Verlassen der Färbevorrichtung in eine Reinigungs-und Poliervorrichtung gemäss Fig. 6
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überführt. Diese Reinigungsvorrichtung besteht aus einem Wasserbehälter 59, in welchem umlaufbar Putzscheibenpaare 60 (aus Wildleder o. dgl. hergestellt). angeordnet sind, die teilweise in dans Wasser eintauchen und zweckmässig entgegen der Bewegungsrichtung des Filmbandes umlaufen. Über den Filmbandstreifen sind Brausen 62 angeordnet, die von oben abtuschen, während kurz vor Austritt des Films aus dem Behälter 59 elastische Quetschwalzen 61 eingebaut sind, die das auf dem Filmbande befindliche Wasser abstreifen.
Das Filmband verlässt ziemlich befreit vom Wasser die Reinigungsvorrichtung und wird anschliessend in eine Trockenvorrichtung eingeführt. Diese Trockenvorrichtung gemäss Fig. 7 besteht aus einem geschlossenen Kasten 63, dessen Vorder-und Rückwand durch Türen 66,66'verschlossen werden können. Ein Rohranschluss 64 dient zur Einführung der Trockenluft, die zweckmässig mittels Gebläse eingeführt wird. Das Filmband läuft in dem Kasten über eine Anzahl Rollen 65,65'und durchsetzt auf denselben spiralförmig laufend den Kasten, an dessen rückwandigem Ende das Filmband trocken. und. gebrauchsfertig aus- tritt und aufgespult werden kann.
Infolge des geschlossenen Trockenkastens, in welchem Rollen 65'für die Weiterbewegung des Filmbandes Sorge tragen, werden die beim Trocknungsprozess sich nachteilig bemerkbar machenden Staubteilchen abgehalten und dadurch neben rascher Trocknung ein einwandfreies Enderzeugnis erhalten.
Ohne den Grundgedanken der vorliegenden Erfindung zu verlassen, kann man natürlich die heb-und senkbaren Kasten gemäss Fig. 2, 3, 4 und 5 auch fest anordnen und statt derselben das Filmband mit seinen Trägern versenk-bzw. in die Behälter eintauchbar ausbilden.
Das Verfahren als auch die Vorrichtungen kann man sinngemäss zur bandweisen Herstellung bzw. Entwicklung von Negativfilmen verwenden, so dass die einzelnen Filmaufnahmen nicht mehr getrennt nach Belichtungszeiten behandelt zu werden brauchen.
Die Bearbeitung der zusammengesetzten Einzelaufnahmen beginnt in diesem Fall unter Ausschaltung der Kopiereinrichtung.
PATENT-ANSPRÜCHE : I. Verfahren zum maschinellen Bearbeiten langer Filmbandstreifen in einem Stück, bei welchem die Filmbänder unter fortlaufender Schaltung durch eine Kopiervorrichtung
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