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Seilbahn mit verstellbaren Stationsverbindungsstücken.
Bei Seilbahnen, deren End-oder Anfangsstück leicht schwenkbar gemacht sein soll, ist es bereits bekannt, diese Aufgabe dadurch zu lösen, dass zwischen die feste Bahnstrecke und das bewegliche Stück ein Glied eingeschaltet wird, welches aus einzelnen Segmenten besteht, die Kurvenrollen und Schienenstücke tragen, von denen die letzteren untereinander verbunden werden können.
Derartige Einrichtungen gestatten jedoch nur eine Verlegung des beweglichen Bahnstreckengliedes innerhalb eines Quadranten und erfordern ein Umlegen jedes einzelnen Teiles der Kurvenstation mitsamt seinen Rollen und Fahrschienenstücken sowie die entsprechende Lösung und neuerliche Verbindung der letzteren.
Gegenstand der Erfindung ist eine dem gleichen Zwecke dienende Einrichtung, die jedoch bei weit grösserer Einfachheit in bezug auf Anordnung und Handhabung das Ausschwenken des beweglichen Bahnstreckengliedes um einen Winkel bis zu 1800, also aus der Geraden in die rückläufige Richtung ermöglicht.
Diese Einrichtung besteht im wesentlichen aus einer als Ganzes auf der gegebenenfalls fahrbaren Station mitzuführenden Schienenbrücke. Eine solche Schienenbrücke kann entweder direkt zwischen die beiden, einen beliebigen Winkel innerhalb der angegebenen Grenzen einschliessenden Endstationen eingelegt werden, oder aber es können zwei solche Schienenbrücken unter Zwischenschaltung eines Schienenkreises zur Verwendung kommen.
Die Zeichnung veranschaulicht Beispiele der Verbindung zweier unter verschiedenen Winkeln zueinander verlegten Endstationen (Fig. i bis 4). Fig. 5,6 zeigt eine hierbei verwendete Schienenbrücke für sich. Die Fig. 7 und 8 zeigen Anwendungsbeispiele bei ge- änderter Ausbildung der Endstationen und Fig, 9 stellt eine Einrichtung zum Hochheben der Schienenbrücke dar.
Die Schienenbrücke c besteht aus Trag-und Versteifungsbalken und aus seitlichen Schienen, welch letztere sich mit ausgehöhlten, zugespitzten Zungen auf die Schienen der Endstationen a, al auflegen, während die Versteifungsbalken beispielsweise mit hakenförmigen Gebilden d versehen sind, die sich über die Schienenlage der Stationen legen, so dass mittels der Brücke die Stationen zusammengehalten sind.
Die beiden Endstationen a und al können durch eine solche Schienenbrücke c in gerader Richtung (Fig. i) verbunden werden oder bei halbkreisförmiger Schienenführung in jedem beliebigen Winkel (Fig. 2) bis zu einem Quadranten (Fig. 3) ohne jede Änderung einer Station verlegt werden. Bei Verwendung zweier Brücken c, Cl und unter Zwischenschaltung eines Schienenkreises b (Fig. 4), der ebenfalls als Ganzes mitgeführt werden kann und auf den die Brücken aufgreifen, kann die Winkelstellung der Stationen über den Quadranten hinaus bis in rückläufige Richtung der Seilbahn ausgeführt werden.
Es kann auch ohne den Schienenkreis b die Umführung der Bahnlinie bis in die rückläufige Richtung herbeigeführt werden, wenn, wie Fig. 7 zeigt, die Schienenlage statt im Halbkreis nahezu im Vollkreis ausgeführt wird. Alsdann kann, wie ersichtlich, mit einer Brücke jeder beliebige Winkel nach jeder beliebigen Richtung gebildet werden.
Für den Fall, dass Abzweigungen von einer Zentralstation a aus stattfinden sollen (Fig. 8), können diese ebenfalls mittels der Schienenbrücken c hergestellt werden.
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Soll beispielsweise von dem einen Schienenstrang der Station a abwechselnd auf die Stränge al und a, gefördert werden, so kann man in der Schienenbrücke c Kreuzungen oder Weichen vorsehen oder, wie in Fig. 8 in Verbindung mit Fig. 9 veranschaulicht ist, die Schienenbrücke hochhebbar oder ausschwingbar machen, um auf diese Weise die Ladungen zunächst nach a, und darauf bei eingelegter Brücke nach al zu bringen und umgekehrt.
Hierbei kann ein Gerüst e benutzt werden, das in leichter Eisenkonstruktion ausgebaut, mit der Bahn mitgeführt werden und als Führung für die Schienenbrücke c dienen kann, die zu diesem Zwecke mit einem Rahmen i an den Gerüstständern gleiten kann.
Das Anheben der Schienenbrücke kann beispielsweise mit Hilfe von Rollen g und der durch ein Gegengewicht k beschwerten, losen Rolle h erfolgen, wobei an der Brücke z. B. ein durch einen Handhebel zu bedienendes Parallelkniehebelwerk f angreift. Das Gerüst e kann auf Balken l aufgeschraubt werden, die in entsprechender Höhenlage in den Bogen eingelegt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : I. Seilbahn mit verstellbaren Stationsverbindungsstücken für zu einer längeren Linie und unter beliebigen Winkeln von der geraden bis zur rückläufigen Richtung zusammenzusetzende, mit gleichartigen Stationen ausgerüstete Strecken, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsstück aus einer als Ganzes mitzuführenden Schienenbrücke besteht, die aus Trag-und Versteifungsbalken und aus seitlichen Schienenstücken zusammengesetzt ist, welch letztere mittels Zungen auf die Schienen der Endstationen aufgelegt werden, während die Versteifungsbalken mit hakenförmigen Teilen über die Schienenlage der Stationen greifen,
wobei diese Schienenlage im Halbkreis oder nahezu im Vollkreis ausgeführt sein kann und im Falle bei Verlegung der anzuschliessenden Strecke in einem 900 übersteigenden Winkel zur feststehenden Strecke ein als Ganzes mitführbarer Schienenkreis zwischen zwei derartige Schienenbrücken eingeschaltet wird.