AT88393B - Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen. 



   Nach den für die Darstellung von Chinonen üblichen Methoden lassen sich aus Oxynaphtocarbazolen Carbazolchinone herstellen. Sie haben voraussichtlich folgende Formeln : 
 EMI1.1 
 und stellen rotbraune Pulver dar, die in den gewöhnlichen Lösungsmitteln schwer löslich sind ; 
 EMI1.2 
 naphtochinone noch ähnliche Kondensationsfähigkeit aufweisen, wie die einfachen Chinone. Sie ergeben mit den üblichen reaktionsfähige Wasserstoffatome enthaltenden Verbindungen wertvolle Küpenfarbstoffe von brauner bis schwarzer Nuance. Zur Kondensation sind z.   B.   Amine, Sulfinsäuren, Oxythionaphten oder Indoxyl oder deren Derivate sowie überhaupt alle reaktionsfähige Methylengruppen enthaltenden Körper geeignet.

   Die Kondensation verläuft anscheinend in der für Naphtochinone üblichen Weise, indem das die austauschbaren Wasserstoffatome 
 EMI1.3 
 verbindungen entstehen, die entweder durch die Einwirkung des Luftsauerstoffes oder durch die Anwendung anderer Oxydationsmittel in Küpenfarbstoffe übergehen bzw.   übergeführt   werden können. 



   Aus der deutschen Patentschrift Nr. 236074 ist es bekannt, dass die aus   Benzo-oder     K-Naphtochinon   und aromatischen Aminen entstehenden Verbindungen Küpenfarbstoffe sind, die sowohl Wolle als Baumwolle anfärben. Das vorliegende Verfahren bildet-auch insoweit es die Darstellung von Produkten aus den Carbazolnaphtochinonen und Aminen betrifft-kein Analogieverfahren zur Gewinnung der in der genannten Patentschrift beschriebenen Küpenfarbstoffe.

   Die Carbazolnaphtochinone, die nach dem vorliegenden Verfahren verarbeitet werden, sind nämlich bisher noch niemals mit austauschbaren Wasserstoffatome enthaltenden Verbindungen kondensiert worden, und es war daher vollständig neu, Farbstoffe auf dieser Grundlage aufzubauen und überraschend, dass man mit diesen Körpern, die selbst schon Küpenfarbstoffe sind, überhaupt noch Kondensationsprodukte, und zwar in glatter Weise erhalten kann. Die Carbazolnaphtochinone nehmen, da sie neben der Chinongruppe noch eine Iminogruppe enthalten, gegenüber den einfachen Benzo-und Naphtochinonen eine Sonderstellung ein.

   Infolge der vorhandenen Iminogruppe war es beispielsweise sehr wohl möglich, dass die Carbazolnaphtochinone mit sich selbst hätten in Reaktion treten können, insbesondere in Gegenwart der zur Anwendung kommenden Lösungsmittel, wie Eisessig u. dgl. Übrigens sei darauf hingewiesen, dass die nach vorliegendem Verfahren erhältlichen Farbstoffe auch die in der deutschen Patentschrift Nr. 236074 beschriebenen in ihren färberischen Eigenschaften übertreffen. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 



     24'7   Teile des aus dem 1. 2-Pheno-5-Oxynaphtocarbazol darstellbaren Chinons werden in etwa   250   Teilen Wasser suspendiert und   in 6   Teile Toluolsulfonsäure zugegeben. Nach dem Ansäuern mit etwas Salzsäure wird einige Stunden unter Rühren auf dem Wasserbade erwärmt. 



  Die Masse wird alsdann alkalisch gemacht und bis zur Oxydation des Farbstoffes Luft durchgeleitet. Der braune   Xiederschlag wird   alsdann abgesaugt und mit Wasser gewaschen. 



   Der Farbstoff gibt mit alkalischem Hydrosulfit   eine gelbe Küpe,   aus der Wolle in braunen, echten Tönen angefärbt wird. 



   Beispiel 2. 



     5 Teile des Xaphtochinoncarhazols nach Beispiel I werden   in 150 G.-T. Eisessig gelöst, 
 EMI2.2 
 verdünnt, abgesaugt, in verdünnter Natronlauge heiss suspendiert und die entstandene Leukoverbindung durch Einblasen von Luft zum Farbstoff oxydiert. Hierauf säuert man an, saugt ab, und wäscht mit etwas Alkohol. 



   Der Farbstoff bildet ein braunes Pulver und färbt Wolle und Baumwolle aus der gelbbraunen Küpe in echten braunen Tönen an. 



   Beispiel 3. 



     35   Teile des Xaphtochinoncarbazols nach Beispiel I werden in 1000 R.-T. Eisessig heiss   gelöst. Man fügt   alsdann   io'6   Teile Oxythionaphten und 10 Teile konzentrierter Salzsäure zu. 



  Darauf erhitzt man kurze Zeit zum Sieden und saugt alsdann nach einigem Abkühlen ab. Der Rückstand wird mit etwas Eisessig und dann mit Alkohol gewaschen. 



   Der entstandene Farbstoff bildet ein schwarzes Pulver. das sich in konzentrierter Schwefelsäure   grünblau löst. Mit alkalischem Hydrosulfit   bildet er eine gelbe Küpe, aus der Wolle in   violettschwarzen   Tönen angefärbt wird. Durch kochendes Säuern wird die Färbung etwas röter. 



   Beispiel 4. 
 EMI2.3 
 
 EMI2.4 
 werden mit 800 Teilen Wasser angeschlemmt. Hierzu gibt man etwa   600     cm3   einer Lösung bzw. Suspension von   Oxythionaphtencarbonsäure,   die einem Gehalt von 30 Teilen Oxythionaphten   entspricht. 11an kocht einige   Zeit, saugt ab, und wäscht mit Wasser. Der Rückstand wird in   etwa j00   Teilen heissem Wasser suspendiert und nach dem Alkalischmachen mit wenig Natronlauge so lange mit Luft behandelt, bis keine Leukoverbindung des Farbstoffes mehr nachweisbar ist. Der Farbstoff ist dem nach Beispiel 3 erhältlichen in seinen Eigenschaften ähnlich. 



   Das Naphtochinontolucarbazol kann durch Oxydation von Tolu-s-oxynaphto-i-carbazol mit Xatriumbichromat in verdünnter Schwefelsäure gewonnen werden. Es ist ein brauner, in den gebräuchlichen organischen Lösungsmitteln ziemlich schwer löslicher Körper, der aus Alkohol in derben prismatischen Kristallen vom Fp.   2550   erhalten werden kann. Wolle wird in alkalischer   Hydrosuintlösung   rotbraun gefärbt. Lösung in Schwefelsäure grün. 



   Beispiel 5. 



   63 G.-T. einer   steigen   Indoxylschmelze werden unter Kühlung in 300 R.-T. Eisessig eingetragen. Dann gibt man 26-2   G.-T. Xaphtochinontolucarbazol (s.   Beispiel 4) zu und erwärmt unter Rühren zum   Kochen. Nach i   Stunden Kochen saugt man vom ausgeschiedenen schwarzen Farbstoff ab und wäscht ihn mit Alkohol und heissem Wasser aus. 



   Er löst sich mit olivgrüner Farbe in konzentrierter Schwefelsäure. Mit alkalischem Hydrosulfit gibt er eine gelbe Küpe, aus der Wolle in schwarzen Tönen angefärbt wird.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man Carbazolnaphtochinone einschliesslich ihrer Derivate mit kondensationsfähigen, austauschbare Wasserstoffatome enthaltenden Verbindungen kondensiert und die erhaltenen Produkte EMI2.5
AT88393D 1916-09-28 1916-09-28 Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen. AT88393B (de)

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