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Kolbenmaschine.
Im Stammpatente Nr. 88765 ist ein insbesondere für Mehrzylinderkolbenmaschinen verwendbares Kurbelgetriebe beschrieben, welches daduich gekennzeichnet ist, dass die Kräfte der symmetrisch um eine gemeinsame mathematische Achse und parallel zu derselben geführten Kolben auf eine in dieser Achse liegende Welle dadurch übertragen werden, dass die Kolbenstangen an radial geführten Punkten einer Scheibe angreifen, welche auf einem gegen die Welle geneigten Kurbelzapfen drehbar gelagert ist.
Bei dem im Stammpatente gezeigten Ausführungsbeispiele ist die Anordnung derart getroffen, dass jeder der radial geführten Punkte der auf dem schiefen Kurbelzapfen sitzenden Scheibe von der gemeinsamen Kolbenstange zweier, zu beiden Seiten der Scheibe angeordneten Kolbenzylinder ergriffen wird ; bei dieser Anordnung bewegen sich demnach die an einer Seite einer ideellen, in ständiger Umdrehung gedachten Symmetrieebene befindlichen Kolben in entgegengesetzter Richtung zu den an der anderen Seite dieser Symmetrieebene liegenden Kolben, wodurch Massenmomente entstehen, welche auf eine kreispendelartige Schwingung des ganzen Systems hinwirken, die insbesondere bei den für derartige Motoren ins Auge gefassten hohen Umlaufzahlen zu starken Vibrationen Anlass geben würden.
Um diese störenden Kräfte aufzuheben, werden der Erfindung gemäss zwei im Sinne des Stammpatentes angeordnete Motorgruppen in der Weise vereint, dass sie an einer gemeinsamen, mit zwei gegeneinander geneigten Kröpfungen versehenen Welle angreifen ; durch diese gegenseitige Anordnung der beiden Motorgruppen werden die Phasen der Kreispendelbewegung, auf welche die Massenmomente der einen Gruppe hinarbeiten, gegen die Phasen der Pendelbewegung, auf welche die zweite Gruppe hinarbeitet, um 1800 verschoben und heben sich infolge der starren Verbindung du beiden Systemgruppen vollkommen auf.
In Fig. i der Zeichnung ist eine der Erfindung gemäss gebaute Motorgruppe in schematischer Darstellung im Vertikalschnitt, in Fig. 2 in einem ideellen schematischen Schnitt nach A-A
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Fig. 2 analogen schematischen Darstellung.
Wie aus diesen Darstellungen ersichtlich, ist die durchlaufende Hauptwelle a mit zwei gegeneinander geneigten Kröpfungen b versehen, auf denen je eine Kurbelscheibe c gelagert ist, in welcher die von den Kolbenstangen n der Zylinder m der beiden Zylindergruppen I und II ergriffenen Schieber p radial geführt sind.
Aus der gegeneinander geneigten Lage der Kröpfungen b und der durch diese bedingten geneigten Lage der Kurbelscheiben c ergibt sich, dass die in den beiden Zylindergruppen I und 11 gleichachsig gelegenen Kolbenpaare o, o stets gegenläufige Bewegungen ausführen und hier durch ihre Massenmomente gegenseitig aufheben.
Bei dem in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiel ist angenommen, dass auf die gemeinsame Kurbelwelle a zwei Gruppen I, II von je acht Zylinderpaaren m wirken, welche in steter Zündfolge arbeiten, so dass die Summe der Antriebsmomente in allen Kurbelstellungen annähernd gleich bleibt. Eine noch grössere Stetigkeit der Summe der Antriebsmomente wird erzielt, wenn, wie in Fig. g schematisch angedeutet, die Zylinderpaare der auf die eine Kurbelscheibe wirkenden Gruppe I gegen jene der punktiert angedeuteten Gruppe II um die Hälfte des Winkelabstandes der Zylinderpaare in einer Gruppe gegeneinander versetzt werden.
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Diese Anordnung bietet überdies noch den Vorteil, dass die sich gegenläufig bewegenden Kolbenstangen n beider Zylindergruppen in Führungen t einer in der vertikalen Symmetrieebene des Systemes liegenden Scheibe h (in Fig. i punktiert angedeutet) geführt werden können, ohne dass die Baulänge des ganzen Systems hiedurch vergrössert werden müsste.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kolbenmaschine nach Patent Nr. 88765, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurbelwelle mit zwei gegeneinander geneigten, je eine drehbare Schiefscheibe tragenden Kröpfungen versehen ist und jede Schiefscheibe mit den Kolbenstangen je einer besonderen Zylindergruppe in Verbindung steht, so dass die Phasen der Kreispendelbewegung, auf welche die Massenmomente der einen Gruppe hinarbeiten, gegen die Phasen der Pendelbewegung, auf welche die zweite Gruppe hinarbeitet, um I80 verschoben sind und sich infolge der starren Verbindung der beiden Zylindergruppen vollkommen aufheben.