AT88817B - Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels aus Stroh (z. B. von Getreide, Hülsenfrüchten u. dergl.) oder ähnlichen durch ihren Rohfasergehalt charakterisierten Stoffen, wie Spreu, Mais, Waldgras usw., durch Aufschließung desselben mit Lauge. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels aus Stroh (z. B. von Getreide, Hülsenfrüchten u. dergl.) oder ähnlichen durch ihren Rohfasergehalt charakterisierten Stoffen, wie Spreu, Mais, Waldgras usw., durch Aufschließung desselben mit Lauge.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels aus Stroh (z. B. von Getreide, Hülsenfrüchte u. dergl.) oder ähnlichen durch ihren Rohfasergehalt charakterisierten Stoffen, wie Spreu, Mais, Wald- gras usw., durch Aufschliessung desselben mit Lauge. Gegenstand des Stammpatentes ist ein Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels aus Stroh (z. B. von Getreide, Hülsenfrüchten u. dgl.) durch Aufschliessung desselben in zerkleinertem Zustande mit Alkalilauge, an deren Stelle auch andere Laugen wie Kalklauge in Form von Kalkmilch oder Kalkwasser, Alkalisulfide u. dgl. oder ähnlich wirkenden Stoffen, wie Soda, Ammoniak, Pottasche usw. treten können, bei welchen man die Lauge anstatt bei höherer Temperatur oder unter Dampfdruck bei gewöhnlicher Temperatur, also ohne äussere Wärmezufuhr, je nach der Konzentration der Lauge mehr oder weniger lange auf das Stroh einwirken lässt. Ein grosser Vorteil dieses Verfahrens gegenüber den bekannten Kochverfahren ist unter anderen darin gesehen worden, das keine so umständliche Apparatur erforderlich ist und man auch kein Heizmaterial braucht. Neuerdings ausgeführte Versuche haben nun gezeigt, dass man in denjenigen Fällen, in denen Kochanlagen zum Zwecke des Aufschliessens bereits vorhanden sind, diese auch für das neue Verfahren ausnutzen kann, indem man das Stroh unter Erwärmung aufschliesst, die Erwärmung aber nicht so weit treibt, dass die Lauge kocht. Durch die Erwärmung der zum Aufschliessen verwandten Lauge wird eine Beschleunigung des Aufschlusses herbeigeführt, so dass man schon mit einer kurzen Aufschliessungszeit auskommen kann. Es wird infolgedessen in jedem Fall abzuwägen sein, ob die Ersparnis an Aufschliessungszeit den nötigen Aufwand an Heizmaterial zur Erwärmung der Lauge ausgleicht. Da man auch ohne Erwärmung schon in verhältnismässig kurzer Zeit, nämlich 3 bis 12 Stunden, ein zur Verfütterung einwandfreies Material erhält, dürfte sich die Erwärmung der Lauge nur in solchen Fällen lohnen, wo es darauf ankommt, mit einer kleinen vorhandenen Anlage durch angestrengten Betrieb sehr grosse Mengen aufzuschliessen und wo gleichzeitig das Heizmaterial bequem und billig zu haben ist. Wesentlich für die vorliegende Erfindung ist, dass man die Lauge nicht bis zum Kochen erhitzt. Beim Kochen wird nämlich das Stroh faserig und teilweise beim Auswaschen fortgeschwemmt ; ausserdem ballt sich das Kochstroh zusammen, so dass es von dem Vieh nicht so gern genommen wird wie ungekochte Stroh und schliesslich behält letzteres auch nach dem Aufschliessen im wesentlichen, wenn auch eine gewisse Verfärbung eintritt, sein früheres Aussehen und angenehmes Aroma, so dass es das Vieh auch aus diesem Grunde gern frisst. Das Verfahren wird demnach in der Weise ausgeführt, dass man das Stroh in der vorgeschlagenen Weise mit Lauge behandelt und diese Lauge künstlich erhitzt, jedoch höchstens bis zu einem solchen Grade, dass die Siedetemperatur noch nicht erreicht wird. Man hört am zweckmässigsten mit dem Aufschluss auf, sobald der Verbrauch an Alkali und die Lösung von Strohstoffen nicht mehr wesentlich zunimmt, dann erfolgt das Auswaschen. Man erhält so ein Produkt, welches ähnlich dem ohne Wärmezufuhr hergestellten ist. <Desc/Clms Page number 2> Hervorzuheben ist noch, dass gegenüber dem Kochstroh das Verfahren eine grössere Ausbeute ergibt.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels aus Stroh (z. B. von Getreide, Hülsenfrüchten u. dgl.) durch Aufschliessung desselben in zerkleinertem Zustande mit Lauge (Alkali- EMI2.1 Ammoniak usw. nach Patent Nr. 80876, dadurch gekennzeichnet, dass die Lauge künstlich erwärmt wird, jedoch höchstens so weit, dass noch kein Sieden eintritt.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE80876X | 1917-04-25 | ||
| DE336017T | 1918-08-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT88817B true AT88817B (de) | 1922-06-26 |
Family
ID=25749783
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT88817D AT88817B (de) | 1917-04-25 | 1919-04-17 | Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels aus Stroh (z. B. von Getreide, Hülsenfrüchten u. dergl.) oder ähnlichen durch ihren Rohfasergehalt charakterisierten Stoffen, wie Spreu, Mais, Waldgras usw., durch Aufschließung desselben mit Lauge. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT88817B (de) |
-
1919
- 1919-04-17 AT AT88817D patent/AT88817B/de active
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