AT8930U1 - Metallrohre für kamine - Google Patents

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AT8930U1
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Abstract

Ein Metallrohr (1, 1') für Kamine umfasst einen langen Hauptabschnitt (2, 2'), einen muffenförmigen Abschnitt (3) und einen gegenständigen zapfenförmigen Endabschnitt (4), der dazu dient, in das muffenförmige Ende eines angrenzenden, gleichartigen Rohres eingesetzt zu werden. Das muffenförmige Ende (3) besitzt eine erste Reihe von schrägen Rippen (5), die ein Gewinde bilden, das dazu dient, mit einer zweiten Reihe von entsprechenden schrägen Rippen (6) zusammenzuwirken, die am zapfenförmigen Ende (4) eines angrenzenden Rohres herausgebildet sind. Das muffenförmige Ende (3) bildet eine umlaufende Rippe (7), die radial aus der Innenfläche des Rohres hervorsteht und sich durchgehend entlang des gesamten Umfangs des Rohres erstreckt, den ringförmigen Endrand (8) des angrenzenden Rohres durchgehend zu berühren.

Description

2 AT 008 930 U1
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Metallrohre für Kamine mit natürlichem Zug, beispielsweise zur Abführung von Rauchgasen aus Heizkesseln oder Öfen. Die Erfindung ist dazu bestimmt, insbesondere, aber nicht ausschließlich, in Rohren aus porzellan-emailliertem Stahl, d.h. in Stahlrohren angewendet zu werden, die innen und außen mit einer dünnen Porzellan-Emailschicht überzogen sind, wie in UNI-Norm 8762 vorgeschrieben ist.
Derzeit sind Kamine bekannt, die aus einer Vielzahl von Rohren bestehen, die hintereinander angebracht und auf verschiedene Weise miteinander verbunden sind, wobei ihre Endstücke ineinandergesteckt sind.
Aus dem europäischen Patent EP 0 823 032 B1 sind Rohre für Kamine bekannt, die an einem ihrer Enden eine Reihe von schrägen Rippen besitzen, die ein Gewinde bilden, das dazu dient, mit den radialen Ausbuchtungen zusammenzuwirken, die am Ende eines angrenzenden Rohres ausgebildet sind. Die Steigung der Rippen kann so gewählt werden, dass die beiden aneinandergrenzenden Rohre miteinander verbunden werden können, indem sie einen Bruchteil einer Umdrehung reziprok zueinander gedreht werden.
Zur Vermeidung des Ausströmens von Rauchgasen aus dem zwischen den beiden aneinandergrenzenden Rohren liegenden Zwischenraum im Verbindungsbereich sind viele der genannten Rohre innen mit einer ringförmigen Dichtung aus elastischem Material versehen. Es wurde festgestellt, dass diese Dichtungen, obgleich sie aus einer sehr hitzebeständigen Mischung bestehen, nicht in der Lage sind, langfristig eine wirksame Rauchgasabdichtung zu gewährleisten.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, ein Rohr für Kamine zu realisieren, welches keine der herkömmlichen Dichtungen besitzt und deshalb in der Lage ist, die oben beschriebenen Nachteile zu beseitigen und die Kosten für Produktion und Montage dieser Dichtungen einzusparen.
Dieser und weitere Zwecke und Vorteile, welche im Laufe der weiteren Beschreibung besser verständlich werden, werden entsprechend der vorliegenden Erfindung mit einem Rohr für Kamine erreicht, welches die Merkmale besitzt, die in den beiliegenden Ansprüchen beschrieben sind.
Die Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der detaillierten Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen, die ausschließlich als Beispiel angeführt werden und keinerlei einschränkende Wirkung besitzen. Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Teilansicht von zwei erfindungsgemäßen Rohren in entkoppeltem
Zustand; und
Figur 2 eine partielle Axialschnittdarstellung der beiden Rohre aus Figur 1 in gekoppeltem Zustand.
Unter Bezugnahme auf die Figuren sind die beiden erfindungsgemäßen Rohre für Kamine mit den Ziffern 1 und T bezeichnet. In der ganzen Beschreibung und in den Ansprüchen beziehen sich die Ausdrücke zur Bezeichnung von Positionen und Ausrichtungen, wie beispielsweise „axial“ und „radial“, auf die mittlere Längsachse x der dargestellten Rohre. In gleicher Weise bezeichnet der Ausdruck „innen“ die zur mittleren Rohrachse gerichtete Seite, während die Bezeichnung „außen“ die Seite bezeichnet, die auf das Äußere des Kamins gerichtet ist. Obgleich sich die Beschreibung und die Abbildungen auf ein Ausführungsbeispiel mit geraden, zylinderförmigen Rohren beziehen, kann die Erfindung gleichermaßen auch auf gebogene Rohre und auf rohrförmige Verbindungselemente jedweder Form angewendet werden. 3 AT 008 930 U1
Jedes Rohr 1,1' umfasst einen langen Hauptabschnitt 2, 2' mit dem Außendurchmesser D2, einen muffenförmigen Endabschnitt 3 und einen zapfenförmigen Endabschnitt 4, der dazu dient, in den muffenförmigen Endabschnitt eines gleichartigen, angrenzenden Rohres eingesteckt zu werden. Der muffenförmige Abschnitt 3 hat denselben Außendurchmesser wie der Hauptab-5 schnitt 2, während der zapfenförmige Abschnitt ein Endstück oder Randstück 41 mit einem Durchmesser D41 besitzt, der kleiner als der Durchmesser D2 ist und einen Zwischenabschnitt 42, dessen Durchmesser D42 zwischen dem Durchmesser D2 und dem Durchmesser D42 liegt.
Im muffenförmigen Teil 3 ist eine Reihe von schrägen Rippen 5 ausgebildet, die radial ins Inne-io re des Rohres hineinragen und ein Gewinde bilden, das dazu dient, mit den entsprechenden schrägen Rippen 6 zusammenzuwirken, die im Endabschnitt 41 des angrenzenden Rohres 1 ausgebildet sind und radial nach außen herausragen. Die Steigung der Rippen 5, 6 ist so gewählt, dass die beiden aneinandergrenzenden Rohre miteinander verbunden werden können, indem sie reziprok um den Bruchteil einer Umdrehung gedreht werden. 15
Die Rippen einer jeder schrägen Rippenreihe 5, 6 sind in gleichmäßigem Abstand voneinander rund um das Rohr verteilt, so dass sie sich beim Einführen der Rohre nicht gegenseitig stören.
Ein wichtiges Merkmal der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, dass der muffenförmige 20 Abschnitt 3 eine umlaufende Rippe 7 bildet, die radial aus der Innenfläche des Rohres hervorsteht und sich durchgehend entlang des gesamten Umfangs des Rohres erstreckt.
Die erfindungsgemäßen Rohre werden auf die nachfolgend beschriebene Weise miteinander gekoppelt. 25
Zunächst werden die beiden Rohre 1, T axial gefluchtet und im Winkel so zueinander ausgerichtet, dass die Rippen 6 des zapfenförmigen Abschnitts eines der beiden Rohre winkelversetzt zu den Rippen 5 des muffenförmigen Abschnitts des angrenzenden Rohres angeordnet sind, wie in Figur 1 dargestellt ist. 30
Anschließend wird der zapfenförmige Abschnitt 4 des Rohres 1 in den muffenförmigen Abschnitt 3 des angrenzenden Rohres T eingeführt, bis es zum axialen Kopfstoß eines umlaufenden Endrandes 8 des zapfenförmigen Abschnitts des Rohres 1 gegen die umlaufende innere Rippe 7 des angrenzenden Rohres T kommt. Zum leichteren Einführen ist die Außenfläche des 35 Rohres leicht bauchig oder konvex im Verbindungsbereich 43 zwischen dem Zwischenabschnitt 42 und dem Endabschnitt 41. Der Zwischenabschnitt 42 dient darüber hinaus als Auflagefläche, indem er mit der Innenfläche des ihm gegenüberliegenden, muffenförmigen Abschnitts zusammenwirkt, um eine unerwünschte Achsverschiebung oder ein Verkanten der beiden aneinandergrenzenden Rohre zu vermeiden. 40
Die beiden Rohre 1, T werden folglich um den Bruchteil einer Drehung reziprok gedreht, bis die Rippen 5 in die Rippen 6 eingreifen, wie in Figur 2 dargestellt ist.
Aufgrund des Kontakts zwischen den umlaufenden Rippen 7 und dem Rand 8 werden die durch 45 den Kamin strömenden Rauchgase vollständig von einem Rohr in das angrenzende Rohr geleitet, wodurch ein Ausströmen des Rauches durch den zwischen den beiden angrenzenden Rohren im Verbindungsbereich bestehenden Zwischenraum 9 vermieden wird. Dank dieser Ausführung wird eine Rauchabdichtung ohne Verwendung von Dichtungen des eingangs erläuterten Typs erzielt. 50
Zur Erzielung einer größeren Stabilität im Verbindungsbereich sind die Rippen 6 des zapfenförmigen Abschnitts vorzugsweise so bemessen, dass sie nach Herstellung der Verbindung die zylinderförmige Innenfläche des muffenförmigen Anteils 3 berühren. 55 Es versteht sich, dass die Erfindung sich nicht auf die hier beschriebene und illustrierte Realisie-

Claims (8)

  1. 4 AT 008 930 U1 rungsform beschränkt, welche nur als ein Ausführungsbeispiel zu betrachten ist, sondern vielmehr Änderungen bezüglich der Form, Größe und Anordnung der Teile, Konstruktionsdetails und verwendeten Materialien erfahren kann. Ansprüche: 1. Metallrohr (1,1') für Kamine, welches folgendes umfasst: - einen langen Hauptabschnitt (2, 2'), io - einen im wesentlichen zylinderförmigen, muffenförmigen Endabschnitt (3); - einen gegenständigen, im wesentlichen zylinderförmigen, zapfenförmigen Endabschnitt (4), der dazu dient, in ein angrenzendes, gleichartiges Rohr eingesetzt zu werden, wobei der zapfenförmige Abschnitt (4) einen umlaufenden Endrand (8) besitzt; - eine erste Reihe von schrägen Rippen (5), die vom muffenförmigen Abschnitt (3) gebil- 15 det werden und ein Gewinde bilden, das dazu dient, mit einer zweiten Reihe von ent sprechenden schrägen Rippen (6) zusammenzuwirken, die im zapfenförmigen Abschnitt (4) eines angrenzenden Rohres herausgebildet sind; dadurch gekennzeichnet, dass - der muffenförmige Abschnitt (3) eine umlaufende Rippe (7) bildet, welche radial aus der 20 Innenfläche des Rohres hervorsteht und sich durchgehend entlang des gesamten Um fangs des Rohres erstreckt, um den ringförmigen Endrand (8) des angrenzenden Rohres durchgehend zu berühren; - der Außendurchmesser des muffenförmige Abschnitts (3) dem Außendurchmesser (D2) des Hauptabschnitts (2) entspricht; und 25 - der zapfenförmige Abschnitt (4) - einen Endabschnitt oder einen Randabschnitt (41) besitzt, dessen Durchmesser (D41) kleiner als der Durchmesser (D2) des Hauptabschnitts (2) ist, sowie - einen Zwischenabschnitt (42) besitzt, dessen zwischen den Durchmessern D2 und D42 liegender Durchmesser (D42) dem Innendurchmesser des muffenförmigen Ab- 30 Schnitts (3) entspricht.
  2. 2. Metallrohr gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rippen der ersten Rippenreihe (5), die aus dem muffenförmigen Abschnitt (3) herausgebildet sind, radial nach innen hervorstehen, während die Rippen der zweiten Rippenreihe (6), die aus dem zapfen- 35 förmigen Abschnitt (4) herausgebildet sind, radial nach außen hervorstehen.
  3. 3. Metallrohr gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rippen einer jeden Reihe schräger Rippen (5, 6), gleichmäßig um das Rohr herum verteilt sind.
  4. 4. Metallrohr gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen den Rippen einer jeder schrägen Rippenreihe (5, 6) rundherum größer als die Länge der Rippen der anderen Rippenreihe ist.
  5. 5. Metallrohr gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen den 45 Rippen einer jeden Reihe von schrägen Rippen (5, 6) rundherum gleich ist.
  6. 6. Metallrohr gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steigung der Rippen (5, 6) so gewählt wurde, dass die beiden angrenzenden Rohre (1, 1') durch reziprokes Drehen um den Bruchteil einer Drehung miteinander verbunden werden können. 50
  7. 7. Metallrohr gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die aus dem zapfenförmigen Abschnitt (4) herausgebildeten Rippen (6) so bemessen sind, dass die zylindrische Innenfläche des muffenförmigen Abschnitts (3) eines angrenzenden Rohres berührt wird.
  8. 8. Metallrohr gemäß einem beliebigen der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich- 5 AT 008 930 U1 net, dass es sich um ein Stahlrohr handelt, welches innen und außen mit einer Porzellan-Emailschicht verkleidet ist. 5 Hiezu 2 Blatt Zeichnungen 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55
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