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Diese Verbesserungen bestehen in der Verwendung der Bettkohle oder der Charge oder beider in Form von Briketts.
Es ist nun weiters festgestellt worden, dass bedeutende Verbesserungen in der Leistungsfähigkeit
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aus einer mehr oder weniger ausgeglühten Masse, enthaltend die Asche von verbrauchtem Brennstoff. unverbrannten Brennstoff und die von den flüchtigen Anteilen befreiten metallhaltigen Materialien.
Diese verschiedenen Bestandteile sind mehr oder weniger miteinander vermengt und gerade dieser vermischte Zustand beeinträchtigt wesentlich die nachfolgende Behandlung der Rückstände für die Abtrennung und Gewinnung soleher wertvoller Materialien, welche darin noch enthalten sind.
Wenn auch die bisher übliche Arbeitsweise durch Aufbringen der Arbeitschargenmisehung in Form von Briketts ver-
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des Gesamtbrennstoffes in Form von Briketts in den Bettbrennstoff und durch Verarbeitung der Arbeitscharge mit entsprechend reduziertem Inhalt an Brennstoff und Reduktionsmittel in Form von Briketts ist man imstande, die Menge des mit dem metallhaltigen'Material der Arbeitscharge vereinigten Brenn- stoffmaterials erheblich zu verringern und hiebei zum-grössten Teil den Arbeitschargenbriketts ihre ur- sprüngliche Form und Grösse zu erhalten.
wobei die entgasten Erz- oder metallbaltigen Briketts leicht von den verschlackten Rückständen der Bettkohlenbriketts getrennt werden können.-Ferner ist hiebei die mit den entgasten Erzbriketts verbundene Asche nur in einer solchen kleinen Menge vorhanden, dass daraus ohne Schwierigkeit die noch enthaltenen Metalle gewonnen werden können.
Bei der gewöhnlichen praktischen Durchführung der Wetherillprozesses ist das gesamte kohlenstoffhaltige Material in der ganzen Charge (Bettbrennstoff und Arbeitschargenmischung) bedeutend grösser als die theoretisch erforderliche Menge für die Reduktion der Verbindungen der vergasbaren
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te, rials der Gesamtcharge in die Arbeitschargenmisehung zu verlegen. So z. B., wenn mit dem bekannten Franklinofen Zinkoxyderze behandelt werden sollen, pflegt man ungefähr 15 bis 25% von dem gesamten kohlenstoffhaltigen Material der Gesamteharge in den Bettbrennstoff einzubringen. während die übrigen
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85 bis 75% des gesamten kohlenstoffhaltigen Materials mit dem Erz für die Arbeitscharge gemischt werden.
Die Lage vonBettbrennstoff besitzt dabei eine Tiefe oder Dicke von ungefähr 2r'w. während die Mischung der Arbeitscharge auf die Bettkohle in einer Höhe von ungefähr 12 bis 18 r/ ; < aufgebracht wird.
Es ist festgestellt worden. dass ein sehr beträchtlicher Teil des kohlenstoffhaltigen oder anderen
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Einbringen des letzteren auf den Ofenherd in Form von Briketts erzielt worden. Die verbleibenden 25 bis ') 5% des gesamten kohlenstoffhaltigen Materials werden mit dem Erz zur Bildung der Arbeitscharge vermischt. Vorteilhafterweise wird die Arbeitscharge gleichfalls gepresst und auf den entzündeten Bett- brennstoffbriketts ausgebreitet.
Bei der Ausführung gemäss der Erfindung werden die Bettbrennstoffbrikett-in irgend einer ge- eigneten Weise auf den Ofenherd gebracht, entzündet und hierauf durch Einführung eines die Verbren- nung fördernden Gasstromes, wie z. B. Luft, in dieser Lage zu einer gut entwickelten Verbrennung ge- bracht. Sodann wird die Arbeitscharge auf die brennenden Bettkohlenbriketts aufgetragen und die entstehenden MetaUdämpfe werden aus dem Ofen abgezogen und kondensiert. Bei Behandlung von Zink-
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Weise entfernt werden. Diese Restcharge besteht aus einer verhältnismässig dünnen Schicht von auf den entgasten Erzbriketts aufliegender Schlacke.
Während des Prozesses erfahren die Bettbrennstoffbriketts eine nahezu vollständige Verbrennung und werden als ausgeglühte Asche entfernt. Andererseits ist die physische Form der Arbeitschargenbriketts nicht wesentlich geändert und die rntgl1sten Erzbrikett behalten zum grössten Teil ihre ursprüngliche Form mit unbedeutender Verschmelzung.
Obgleich die aus einer Mischung des metallhaltigen Materials mit dem Reduktionsnlttel bestehend''
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es vorzuziehen, die Charge gleichfalls in Form von Briketts zu bringen, da hiedurch wesentliche Vorteile erzielt werden. Selbstredend könnte das metallhaltige Material oder das Reduktionsmittel für sich gepresst werden oder beide, aber jedes Material für sich. Am vorteilhaftesten ist es jedoch. Briketts aus einer Mischung von metallhaltigem Material mit dem Reduktionsmittel herzustellen.
Wenn das metallhaltige Material der Arbeitscharge auf den Ofenherd in Form von Briketts gebracht wird, so enthält der Rückstand die entgasten Erzbriketts in der Hauptsache in ihrer ursprünglichen physischen Form. Einige der Arbeitschargenbriketts werden selbstredent unvermeidlicherweise bei der vorausgehenden Handhabung zerbrochen oder zertrümmert werden, doch der grössere Teil dieser Briketts Wird seine ursprüngliche physische Form beibehalten. Infolge der Vorgänge im Ofen werden diese Briketts ungemein hart und in bezug auf ihre physischen Eigenschaften beinahe koksähnlich, so dass sie leicht von der verschlackten Kohlenasche der Brennstoffbriketts abgesondert werden können.
Die Fähigkeit des leichten Absondems der entgasten metallhaltigen oder Erzbriketts von der Asche der Brennstoffbriketts ist namentlich dann von besonderem Vorteil, wenn die ersteren einer weiteren Behandlung zur Gewinnung der durch das Wetherillverfahren nicht vergasten Metalle unterworfen werden sollen. Bei der Durchführung des Wetherillverfahrens gemäss vorliegender Erfindung wird dieser Vorteil noch durch den Umstand erhöht, dass die entgasten Chargenbriketts nur einen sehr geringen Gehalt an Asche aufweisen. Wenn die Arbeitschargenbriketts aus einer Mischung von metallhaltigem Material und kohlenstoffhaltigem Reduktionsmittel bestehen, werden die entgasten Briketts ausser dem metallhaltigen Rückstand die Asche des verbrauchten kohlenstoffhaltigen Reduktionsmittels wie auch den unverbrauchten Teil des Reduktionsmittel'enthalten.
Die Asche besteht hauptsächlich aus Silizium und Aluminium ; ihre Anwesenheit ist bei der nachfolgenden Behandlung der entgasten metallhaltigen Briketts im höchsten Grade unerwünscht. So ist z. B. in jenen Fällen, in welchen die eptgasten metallhaltigen Briketts in einem Sehachtofen für die Erzeugung von Spiegeleisen geselmolzen werden, eine gewisse Menge. von Flussmitteln für das Verschlacken der in diesen Briketts enthaltenen Asche erforderlich ; falls der Gehalt an Asche verhältnismässig hoch ist, so ist auch eine unerwünscht grosse Menge dieses Flussmittels notwendig, wodurch überdies das erhaltene Produkt einen unvorteilhaften Gehalt an Schlacke aufweist. Bei der Durchführung des Verfahrens gemäss der Erfindung ist der Hauptteil, z.
B. ungefähl
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durch den Abbrand der Brennstoffbriketts gebildet wird, und die entgasten metallhaltigen Briketts sind daher nur mit einem geringen Gehalt von Asche verunreinigt. Infolgedessen sind sie für eine weitere Verarbeitung im Schachtofen hervorragend geeignet. Ferner weisen diese Briketts noch die Eigenschaft auf. dass sie von porösem Charakter sind, eine Folge der Entfernung der vergasten Metalle. was bei der nachfolgenden Behandlung von wesentlichem Vorteil ist.
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Obgleich die Durchführung gemäss der Erfindung bisher immer in bezug auf die Gewinnung von Zinkoxydpl1 und Bleizinkoxyden beschrieben wurde, sei erwähnt, dass die Erfindung fir die Erzeugung
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oder Bleisublimat.
Als Ausgangsmaterial kann hiezu ein hochwertiges natürliches Bleisulfid genommen werden, das entsprechend zerkleinert und gereinigt werden muss. oder es können Bleisulfidkonzentrate. wie Schmelzkonzentrate, oder auch anderes bleihÅaltiges Material zur. Anwendung gelangen unter richtig bemessenem Zusatz von Schwefel in der Form von Schwefelkies. Bleiglanz. Schwefelstein oder anderer schwefelhaltiger Stoffe, falls in der Charge ein Mangel an Schwefel besteht, um den Metalldämpfen den erforderlichen Gehalt an Schwefel zu geben.
Durch geeignete Regelung der Menge des in die Brennstoffiage eingeführten, die Verbrennung
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bei seinem Durchgang durch diese Lage erzielt und das über die letztere aufgetragene metallhaltige Material kann der Einwirkung einer stark wirkenden Reduktionsatmosphäre unterworfen werden.
Diese reduzierende Atmosphäre kann so geregelt werden, dass die Menge des Reduktionsmittels in der
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keine Notwendigkeit besteht, irgend welches reduzierendes Material der metallhaltigen Arbeitscharge beizumischen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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