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Vorrichtung zum Wickeln von Papier, insbesondere für Nundstücke von Zigaretten- hülsen.
Gegenstand der Stammanmeldung bildet eine Vorrichtung zum Wickeln von Papier, insbesondere für Mundstücke von Zigarettenhülsen mit einer aus Klemmhülse und Klemmdom bestehenden Klemmvorrichtung, bei welcher die Klemmhülse unbeweglich ist und der Klemmdorn die zum Klemmen erforderliche Schaltbewegung erhält, während das Aufwickeln durch eine umlaufende Wickelhülse besorgt wird.
Bei Verwendung verschieden starken Papiers hat eine Klemmvorrichtung dieser Art den Übelstand,
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setzungsverhältnisses zwischen Triebwelle und Wickelhülse die Periode des Auswerfens der gewickelten Mundstücke relativ klein ist.
Um diese Übelstände zu beheben, wird gemäss der Erfindung der aus Klemmhülse und Klemmdorn bestehenden Klemmvorrichtung als Einheit eine Zusatzbewegung gegenüber der Wickelhülse erteilt.
Diese Zusatzbewegung gibt ein Mittel, um die Dauer der Wickelperiode zu verändern und daduieh die Herstellung von Hülsen aus verschieden starkem Papier Naht auf Naht zu ermöglichen. Wird der Klemmvorrichtung eine Zusatzbewegung, zweckmässig eine rotierende Bewegung in entgegengesetzter Richtung zur Drehbewegung der Wickelhülse erteilt, so wird der Vorteil erzielt, dass die Wickelperiode verkürzt wird.
Zweckmässig ist ein Antrieb mit veränderlicher Winkelgeschwindigkeit für die Klemmvorrichtung, wodurch der Wickelweg der Mundstückspirale leicht verändert werden kann und dadurch die Herstellung der Hülsen Naht auf Naht bei gleicher Papierlänge und verschiedener Papierstärke erleichtert ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung gemäss der Erfindung veranschaulicht, u. zw. in Fig. 1 im Grundriss, während die Fig. 2-6 Einzeleinrichtungen zeigen.
Durch einen Zufuhrapparat irgendwelcher Art wird das Papier 1 (Fig. 2) durch den Ausschnitt 2 der WickelhÜlse 5 in den Schlitz 4 der Klemmhülse 3 eingeführt welche eine drehende Bewegung mit veränderlicher Winkelgeschwindigkeit im entgegengesetzten Sinne zur Wiekelhülse erhält, während dem Klemmdom 6 zu einem geeigneten Zeitpunkte eine Relativdrehung in bezug auf die Klemmhülse erteilt wird, durch welche das Papier geklemmt und freigegeben wird. Diese Bewegungen werden z.
B. dadurch hervorgerufen, dass durch ein von der Hauptmaschinenwelle (nicht gezeichnet) angetriebenes Zahnrad 7 einer Vorgelegewelle 8 ein Zahnradgetriebe 9, 10 angetrieben wird, dessen Übersetzung bzw. dessen Zähnezahlen so gewählt sind, dass das Übersetzungsverhältnis zwischen der Hauptmaschinen- welle und der Wickelhülse 5 ganzzahlig ist, damit nach Ablauf einer Umdrehung der Hauptmaschinen- welle der Schlitz 4 immer an die gleiche Stelle gelangt. Mit dem Rad 10 ist zur Hervorrufung veränder- licher Winkelgeschwindigkeiten ein Ellipsenrad 11 verbunden (z.
B. durch Sehrauben od. dgl. ), das mit einem zweiten Ellipsenrad 12 in Eingriff steht, welches die Spindel 13 bzw. 13a antreibt, wobei die beiden Spindelteil 13, 13 a ineinandergeschraubt und durch Gegenmutter 14 od. dgl. gegeneinander festgestellt sind. In die Spindel 13 und 13 a ist die KlemmhÜlse 3 eingeschraubt, welche in einem verjÜngten Teile den Schlitz 4 (Fig. 2) besitzt, in welchen das Papier eingeführt wird. In der Spindel 13 und 13a ist der drehbare Klemmdorn 6 durch Konus 16 und Spurring 17 gegen axiale Verschiebung gesichert gelagert.
Der Klemmdom 6 ist mit einer schraubenförmigen Ausnehmung 18 versehen (Fig. 3), in die
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ein Stift 19 (Fig. 1) eingreift, der in einem Langloch 20 der Spindel ?-3 seine Führung hat, wodurch der Klemmdom dieselbe Drehbewegung wie die Klemmhülse ausführt.
Das Öffnen und Schliessen des Klemmolgans 3, 6, also die Relativdrehung des Domes 6 in bezug auf die Klemmhülse 3, wird unter Vermittlung eines Kurvenstückes 24 (Fig. 1) herbeigeführt, welches mit einer Mutter 23 verbunden ist, die in einer Haube 21 mit Gewinde 22 geführt und durch Gegenmutter festgestellt ist. Durch das Kurvenstück 24, dessen Abwicklung Fig. 4 zeigt. wird ein längsverschiebliches Führungsstück 25 hin-und herbewegt, welches in dem Schlitz 20 der Spindel 18 durch den Stift 19
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Dornes 6 herbeigeführt und das Festhalten des Papieis ermöglicht wild.
Der Antrieb und die Befestigung der Wickelhülse 5 geschieht in der Art, wie sie im Stammpatent Nr. 89446 beschrieben ist. Das Wickeln des geklemmten Papieres erfolgt durch die Wickelhülse 5 (Fig. 5) dadurch, dass durch den inneren Rand 27 der Wickelhülse 5 das Papier auf das Klemmorgan aufgewickelt wird, wobei eine Feder 28, die das Papier an den Klemmdorn andrückt, das Aufwickeln insbesondere bei kurzem Mundstückpapier erleichtert.
Durch die Drehung des Klemmorgans 3,6 im entgegengesetzten Sinne zur Wickelhülse 5 gemäss der Erfindung (Pfeilrichtung 30) wird das Ende des Papiers vorgedreht, u. zw. so weit, dass das Ende 29 des Mundstückpapiers in die Nähe der engsten Stelle zwischen Klemmhülse. 3 und Wickelhülse 5 zu liegen kommt, wodurch die Wicklungsperiode verkürzt wird. Das so vorgewickelte Papier 35 wird nun in den Ausnehmer 31 eingeführt, wodurch der Einfluss der Wickelhülse 5 auf die Wicklung des Papiers aufgehoben ist. (Fig. 6. ) Die weitere Drehung des Mundstückes im Ausnehmer in die Auswurfstellung, wodurch der Forderung Naht auf Naht nachgekommen wird, erfolgt durch die Drehung des Klemmorgans 3,6.
Die auftretenden Wicklungsverhältnisse können am besten mit Hilfe von Diagrammen überblickt werden.
Fig. 7 zeigt sowohl für den im Stammpatent Nr. 89446 beschriebenen Wieklungsvorgang als auch für den Wicklungsvorgang gemäss der vorliegenden Erfindung das Wickeldiagramm der Wickelhülse auf die Maschinenhauptwelle reduziert. Es entsprechen dem Winkel 0. die Periode des Wickelns und dem Winkel ss die Periode des Klemmens und Entnehmens des feitiggewickelten Mundstückes. Bei gleicher Wieklungszahl der Mundstückspiralen wird zufolge der Zusatzdrehung, die dem Klemmorgan gemäss der vorliegenden Erfindung erteilt wird, ein kleinerer Wickelwinkel 0\ bei gleicher Tourenzahl des Wickelorgans zur Wicklung benötigt.
Für das Entnehmen bleibt somit ein grösserer Winkel übrig, was zur Folge hat, dass die Beschleunigungsverhältnisse des Triebes zum Entnehmen der fertiggewiekelten Mundstückspiralen günstigere werden und dadurch die Leistungsfähigkeit der Maschine erhöht werden kann.
Fig. 8 zeigt, wie für verschieden starkes Papier die Forderung der Herstellung der Hülsen Naht auf Naht erfüllt wird.
Der gleichförmigen Geschwindigkeit des Wickelorgans bei der im Stammpatent üblichen Anord- nung mit den charakteristischen Winkeln 0. und ss entsprechend ist die Linie 32 parallel zur Abzissenachse dargestellt. Die Zusatzdrehung des Klemmorgans mit periodisch veränderlicher Geschwindigkeit ist im Diagramm durch den gebrochenen Linienzug 83 dargestellt. Da der gesamte Drehweg sich bei
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Grösse der Summenfläehen, welche durch die Wahl des Punktes : 34 bestimmt ist, frei wählbar sind. Die Grösse der Differenz des Übersetzungsverhältnisses der Ellipsenräder bestimmt anderseits die Grösse der Zusatzdrehung.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Wickeln von Papier, insbesondere für Mundstücke von Zigarettenhülsen gemäss Stammpatent Nr. 89446, dadurch gekennzeichnet, dass die aus Klemmhülse (3) und Klemmdorn (6) bestehende Klemmvorrichtung als Einheit eine Zusatzbewegung gegenüber der Wickelhülse erhält, zum Zwecke, die Wickelperiode zu verändern.