AT91711B - Einrichtung zum Spannen und Lösen von Schraubenverbindungen. - Google Patents

Einrichtung zum Spannen und Lösen von Schraubenverbindungen.

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  Einrichtung zum Spannen und   Lösen   von   Schrimbenverbindungen.   



   Soll eine festgespannte Schraubenverbindung gelöst werden, so ist dies zumeist mit einem ruhig drehenden Angriff des zu lösenden Teiles nicht möglich, und es wird ein ruckweises Drehen dieses Teiles nötig, weil die dabei ausgeübten einzelnen   Stösse   mit einer grösseren Wucht ausgeführt werden können und die Lockerung der Schraubenverbindung beschleunigen. Hat man es beispielsweise mit einer Mutter von gewöhnlichen Abmessungen zu tun, die mit einem Schraubenschlüssel angefasst werden kann, so wird man in der Regel den Arm des Schraubenschlüssels ruck-oder stossweise in dem gewünschten Sinne zu drehen suchen.

   Mituntei widersteht aber die durch festes Anspannen der Mutter erzeugte Reibung derartigen Versuchen, und in einem solchen Fall ist es üblich, auf den Arm des   Schraubenschlüssels   mit Hammerschläge einzuwirken, um die Lösung herbeizuführen. Gewöhnlich bringt dieser Vorgang auch keine schwerwiegenden Nachteile, höchstens dass einmal dabei der   Schraubenschlüssel   zugrunde geht. In manchen Fällen kann es allerdings auch vorkommen, dass die Schraube oder die Mutter bricht,   nämlich   dann, wenn die Mutter besonders fest sitzt und der Arbeiter anstatt durch beharrlich schwächere Hammerschläge durch einzelne starke Hammerschläge rascher zum Ziele kommen will.

   Handelt es sich um Schraubenverbindungen, bei denen die Anwendung eines   gewöhnlichen   Schraubenschlüssels nicht in Betracht kommt, so bediente man sich eines Dornes, der in Ausnehmungen des zu lösenden Teiles der Verbindung eingesteckt wird, um eine längere Handhabe zur Erzeugung des Drehmomentes zu erhalten, war aber dabei auch oft genötigt, auf den eingesteckten Dorn   Hammerschläge   auszuführen. Derartige Schraubenverbindungen kommen aber beispielsweise bei Spannfuttern od. dgl. vor, die im Interesse der Aufrechterhaltung der Ganauigkeit vor derartigen Misshandlungen bewahrt werden sollten, was bisher in der Regel nicht möglich war, da die Verbindung mitunter eben   nur durch Hammerschläge   gelöst werden konnte.

   Das gleiche gilt auch für das Anziehen der Schraubenverbindung, wenn dieses eine möglichst starre Einspannung erzeugen sollte. 



   Die Einrichtung gemäss der Erfindung hat nun den Zweck, das Lösen und Spannen einer Schraubenverbindung mittels eines Hilfsorganes auszuführen, das einen absatzweisen schlagartigen Antrieb des zu lösenden oder spannenden Teiles der Schraubenverbindung ermöglicht, ohne dass dabei eine Misst handlung und Gefährdung des betreffenden Mechanismus zu   befürchten   ist. 



   Eine Ausführungsform einer solchen Einrichtung ist in der Zeichnung in einem Querschnitt veranschaulich. 



   Der anzuziehende oder zu lösende Teil ist hier die Schraubenmutter a, die auf einem in der Zeichnung nicht dargestellten mit Schraubengewinde versehenen Teil sitzt. Die Aussenfläche dieses Mutterringes a trägt eine Anzahl parallel zur Achse liegender Leisten b, zwischen die Anschläge c eines über den Mutterring a geschobenen Ringes cl hineinragen, der eine Reihe von Handgriffen e besitzt. Die Anschläge c des Ringes   d sind sehmäler   als die   Zwischenräume   zwischen den Leisten b des Mutterringes, so dass der Ring d   für   eine Relativdrehung gegenüber dem Mutterring a ein gewisses Spiel hat. 



   Soll der Mutterring a beispielsweise im Sinne des Uhrzeigers unter Überwindung eines grossen Widerstandes gedreht werden, so wird der Ring   d,   mit einer Hand oder mit beiden Händen an einem bzw. zwei der Handgriffe e angefasst und zunächst im entgegengesetzten Sinne des Urzeigers so weit gedreht, als dies die Anschläge zulassen. Dann wird der Ring   d   mit einem kräftigen Ruck im Sinne des Uhrzeigers gedreht, so dass seine Anschläge   c   stossartig auf die zugehörigen Leisten b des Mutterringes treffen und sich die während des Leerganges des Ringes d angesammelte Wucht auf dem Mutterring a äussert.   Hiedurch wird der Muterring ein kurzes Stück im Sinne des Uhrzeigers gedreht.

   Ist der Bewegungs-   

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 widerstand immer noch gross, so wird der Ring d abermals leicht   zurückgedreht   und wuchtig vorwärtsgedreht usw.,   wodurch der Mutterring ruckweise   entgegen dem Bewegungswiderstand angetrieben wird. 



  Es ist klar, dass man auf diese Weise den Mutterring aus seiner festen Spannung lösen oder umgekehrt ihn in eine solche hineindrehen kann. Dabei werden die Schläge auf die Leisten b des   Mutterringes   durch den an ihm konzentrisch   geführten     Ring/ ? genau   im Drehungssinn ausgeführt, und man kommt in der Regel ohne Zuhilfenahme irgendeines anderen Sehlagwerkzeuges aus. 



   Das Wesen der geschilderten Konstruktion besteht also darin, dass wenigstens einer der beiden mit Schrauben-bzw. Muttergewinde versehenen Teile mit einem Hilfsorgan, durch   Anschläge   begrenzt, drehbar verbunden ist, welches Handhaben oder Angriffsflächen besitzt, mittels deren es zur Erlangung einer Wucht bis zum Zusammenstossen der Begrenzungsanschläge lose gedreht werden kann, um je nach dem Drehungssinne die Spannung der Schraubenverbindung zu erhöhen oder zu vermindern. Das bei der beschriebenen Ausführungsform als mit Anschlägen versehener Ring ausgebildete Hilfsorgan kann selbstverständlich konstruktiv auch anders ausgeführt werden und muss auch nicht notwendig mit dem zu 
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 mit einer derartigen Einrichtung auszustatten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : l. Einrichtung zum Spannen und Lösen von Schraubenverbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der beiden'mit Schrauben-bzw. Muttergewinde versehenen Teile mit einem mit Handhaben oder anderen   Angriffsflächen   ausgestatteten Hilfsorgan zwecks Ausübung eines ruckartigen Antriebes drehbar, in dieser Drehbeweglichkeit durch Anschläge begrenzt, verbunden ist, so dass das Hilfsorgan zur Erlangung einer Wucht bis zum Zusammenstossen der   Begrenzungsansehläge   lose gedreht werden kann.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfsorgan als an dem zu bewegenden Teil angeordneter Ring oder als ebensolche Muffe mit Klauen ausgebildet ist, die mit Spielraum zwischen Klauen des zu bewegenden Teiles liegen. EMI2.2
AT91711D 1919-10-20 1919-10-20 Einrichtung zum Spannen und Lösen von Schraubenverbindungen. AT91711B (de)

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