AT91784B - Verfahren zur Herstellung von Azeton und Butylalkohol durch Gärung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Azeton und Butylalkohol durch Gärung.

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  Verfahren zur Herstellung von Azeton und Butylalkohol durch Gärung. 



   Bei der Herstellung von Azeton und Butylalkohol nach einem früheren Verfahren wird der Ausgangsstoff unter Druck gekocht, auf die passende Konzentration verdünnt, sterilisiert und aseptisch abgekühlt. Die so erhaltene Maische wird entweder mit einer Reinkultur oder mit einer gewissen Menge gärender Maische, die aseptisch aus einem früheren Bottichinhalt entnommen wird, in Gärung versetzt. 



   Hiebei ist die Menge der in Gärung zu versetzenden Maische immer sehr gross im Verhältnis zu der zur Anstellung benutzten. 



   Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass bei einer Umkehrung der Mengenverhältnisse, d. h. wenn man eine grosse Menge gärender Maische nimmt und ihr eine sehr kleine Menge zu vergärender Maische zufügt, die letztere nicht nur schnell gärt, sondern dass die Gärung auch dann rein bleibt, wenn die zugefügte Maische nicht aseptisch ist. 



   Wen man z. B. 450 hl aseptisch zubereiteter gärender Maische 30 hl septischer Maische zufügt, gerät diese sehr schnell in Gärung, und man findet, dass nach ungefähr einer Stunde die Gesamtmenge von 480 hl denselben Gärungsgrad erreicht hat, den die gärende Maische vor der Mischung hatte. Wenn man   30 A ! der Maische,   deren Gärung sich von selbst in einem anderen Behälter innerhalb einiger Stunden vollendet, entnimmt, so hat man am Ende eine Maische von 450 hl, die identisch mit der anfänglichen ist. 



   Wenn man   vonneuem 30 hl septischer Maische   dieser zufügt, ist man nach einer Stunde an demselben Punkt der Gärung angelangt wie vor der Mischung, und wenn man wie vorher 30 hl Maische entnimmt, ist man wiederum bei einer Menge von 450 hl, die identisch mit der anfänglichen ist, angelangt. 



   So kann man hintereinander fünfzig bis sechzig Zufügungen von 30   M machen,   ohne dass die Reinheit und die Energie der Gärung davon berührt werden, derart, dass die anfängliche gärende Maische von 450 hl die Gärung von   1500-1800     hl   septischer Maische herbeigeführt hat. Mit anderen Worten, eine aseptische Maische dient zur Vergärung ihrer drei-oder vierfachen Menge septischer Maische, wenn man diese allmählich zufügt und eine gleichbleibende Menge innheralb 18-20 Stunden vergärt. 



   Nach den obenerwähnten früheren Verfahren, wird eine Menge von 450 hl Maische in 24-26 Stunden von dem Zeitpunkt ab vergärt, an welchem sie mit einer aus einem vorhergehenden Bottich entnommenen Maische angestellt wird. Man gewinnt also mit dem oben beschriebenen Verfahren ungefähr 25% der Zeit. Die so beschleunigte Gärung bringt eine grosse Sicherheit der Herstellung und eine erhebliche Vermehrung derselben mit sich. 



   Weiter wird nach dem früheren Verfahren die Frucht bei einer Konzentration von   15-16%   gekocht und bei dem Ausstoss aus dem Kocher mit Wasser verdünnt, welches ohne besondere Kosten erhitzt wird, um am Ende der Mischung eine Maische von Sterilisiertemperatur zu erhalten. Wenn man, um Dampf zu sparen, die Frucht bei grösserer Konzentration kochen wollte, würde man kein   günstiges   Ergebnis erhalten, denn dann müsste man mit einer grossen Wassermenge verdünnen, um die Schlusskonzentration von 8% zu erhalten, und infolgedessen würde man nach Vollendung der Mischung nicht mehr die Sterilisiertemperatur haben, so dass die scheinbare Dampfersparnis dadurch verloren ginge, da zusätzlicher Dampf für eine   Schlusssterilisierung   verbraucht werden müsste.

   Hiebei ist also ein gewisser unverminderbarer Dampfverbrauch nicht zu vermeiden. 



   Nach diesem Verfahren, welches gestattet, eine drei-bis vierfache Menge der septischen Maische   gegenüber   der aseptischen zu vergären, kann man die septische Maische herstellen, indem man die Frucht 

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 bei einer Konzentration von   30%   kocht und dann mit kaltem Wasser auf die geeignete Konzentration von 8% verdünnt. Das bedeutet eine Kohlenersparnis von 40-50% für diese Stufe des Verfahrens. 



  Die Ersparnis ist im Verhältnis zu andern Verfahren der   Azeton- und Butylalkoholherstellung durch   Gärung noch viel grösser, weil man bei diesen die Frucht unmittelbar bei einer Konzentration von 5-7% kocht. 



   Endlich ist es dann, wenn man statt Frucht oder allgemein eines   stärkehaltigen Körpers zucker-   haltige Flüssigkeiten verwendet, nicht mehr zweckmässig unter Druck zu kochen. 



   Die Kochung der stärkehaltigen Körper dient ja dazu, die aneinander hängenden   Stärkezellen   voneinander zu lösen, indem man sie bis auf das äusserste zerteilt, damit sie alle der Berührung mit der Diastase ausgesetzt werden, die sie umformen soll. Bei Maischen mit   Zuckerlösung hat   die Kochungkeine Berechtigung mehr. 



   Eine Kochung ist also nicht notwendig, wenn die septisch zu vergärende   maische   aus Zuckerrübenoder Zuckerrohrsaft besteht, oder aus Melasse oder aus anderen Säften der Zuekerfabrikation, die   Saccha-   rose und Glukose enthalten, oder aus Milchserum, welches Laktose enthält (wobei unter dem Serum die Restflüssigkeit nach Entziehung des Fett-und Kaseingehaltes der Milch zu verstehen ist), oder aus zuckerhaltiger Maische, die Glukose enthält und aus der Verzuckerung der Zellulose entsteht. Diese verschiedenen   Maischen oder Zuekersäf e werden   so wie sie sind verwendet, ohne Erhitzung unter Verdünnung mit kaltem Wasser auf eine Konzentration von 8%. So wird bei dieser Stufe des Verfahrens eine Wärmeersparnis von 100% erreicht. 



   Der günstigste Augenblick, um die aseptisch hergestellte Maische als   Gärungserreger   für die septische Maische zu verwenden, ist der, welcher einem Vergärungsgrad von   70-80% der Kohlenhydrate   zu Butylalkohol entspricht. 



   Das Verfahren ist im Anschluss an das genannte frühere Verfahren dargestellt, welches den   Bazillus   Butylicus B. F. verwendet. Es ist jedoch auch geradeso gut bei allen andern Verfahren der Butyl-Azetongärung zu verwenden, die andere Bakterien benutzen. 



   PATENT-ANSPRUCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Azeton und Butylalkohol durch Gärung, dadurch gekennzeichnet, 
 EMI2.1 
   Mengen septischer frischer Maische zugefügt werden   und dadurch die Gärung beschleunigt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die septische Maische durch Kochen der stärkehaltigen Stoffe bei erhöhter Konzentration z. B. 30% hergestellt und durch Verdiinnen mit nicht sterilisiertem kaltem Wasser auf die zur Vergärung geeignete Verdünnung gebracht und so eine Ersparnis an Heizdampf erzielt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 mit Verwendung septischer zuckerhaltiger Maisehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Maische vor ihrer Zufügung ohne vorherige Kochung mit kaltem Wasser verdünnt und so die zur Herstellung der Asepsie nötige Wärme erspart wird.
AT91784D 1921-02-28 1921-05-28 Verfahren zur Herstellung von Azeton und Butylalkohol durch Gärung. AT91784B (de)

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