AT9180U1 - Ziergegenstand aus glas - Google Patents

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AT9180U1
AT9180U1 AT0048606U AT4862006U AT9180U1 AT 9180 U1 AT9180 U1 AT 9180U1 AT 0048606 U AT0048606 U AT 0048606U AT 4862006 U AT4862006 U AT 4862006U AT 9180 U1 AT9180 U1 AT 9180U1
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Swarovski & Co
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  • Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)
  • Surface Treatment Of Glass (AREA)

Abstract

Ziergegenstand aus Glas, mit einer geschliffene Facetten aufweisenden Oberfläche, welche eine Naturform, insbesondere die Form von Tieren oder Pflanzen approximiert, wobei zumindest einige Facetten zumindest bereichsweise konvex gekrümmt sind.

Description

2 AT 009 180 U1
Die Erfindung bezieht sich auf einen Ziergegenstand aus Glas, mit einer geschliffene Facetten aufweisenden Oberfläche, welche eine Naturform, insbesondere die Form von Tieren oder Pflanzen approximiert.
Ziergegenstände aus Glas, durch welche natürliche Formen nachgebildet werden sollen, werden derzeit nach zwei grundsätzlich verschiedenen Systemen hergestellt. Entweder man versucht der natürlichen Gestalt möglichst nahe zu kommen oder aber man erzeugt unregelmäßige Polyeder, also Körper mit ebenen Facetten. Letzteres bedeutet einen weitgehenden Verzicht auf Naturtreue, bringt aber andererseits durch die sprunghafte Änderung der Normalenrichtung an den die Facetten begrenzenden Kanten interessante optische Effekte. Durch Verkleben mehrerer Komponenten kann man beide Darstellungsarten vereinen, indem beispielsweise der aus mehreren geschliffenen Steinen zusammengesetzte Körper eines Schwans mit einem aus gepressten Glas hergestellten Schwanenhals von naturnaher Form verklebt wird.
An sich hat die heute durchgehend übliche ebene Ausbildung facettierter Flächen an Ziergegenständen den Vorteil einer einfachen Herstellung. Das Abtragen von Glas bei der Herstellung facettierter Flächen erfolgt durch einen Schleifvorgang, wobei man auf eine möglichst großflächige Berührung von Werkzeug und Substrat Wert legt. Im Allgemeinen bringt man das Material mit der Stirnseite der Schleifwalzen in Kontakt. Auch die Umfangsfläche von Schleifwalzen kann zu Herstellung facettierter Glasstücke verwendet werden. Diese erscheinen dann als Ebene, wenn die Erstreckung der Facettenflächen in der Querschnittsebene der Walzen um ein Vielfaches kleiner ist, als jene der Walzen selbst.
Erfindungsgemäß ist demgegenüber eine Annäherung an eine realistische Formgebung bei weitgehender Erhaltung der optischen Kristallwirkung erzielbar, indem vorgesehen wird dass zumindest einige Facetten zumindest bereichsweise konvex gekrümmt sind. Zusätzlich zur Krümmung des Körpers an den zwischen den Facetten auftretenden Kanten sind also die Facetten selbst gekrümmt, wobei der Krümmungsradius wesentlich größer ist als jener auch stark abgerundeter Kanten.
In Kauf genommen wird hierbei ein weniger einfaches Herstellungsverfahren, da die Schleifwalze, welche die Facette erzeugt, in variablem Abstand zum Zentrum des herzustellenden Ziergegenstandes zu führen ist, während sie entlang des Gegenstandes normal zur Walzenachse bewegt wird. Beim Kopierfräsen, beispielsweise von Holz, sind solche Verfahren jedoch an sich bekannt. Aus DE 38 04 133 A1 ergibt sich, dass gegenüber deren Übertragung auf Glas kein grundsätzliches Vorurteil besteht. Üblicherweise wird man die erfindungsgemäßen Facetten als Teil einer Mantelfläche eines geraden Zylinders mit einer Leitkurve variabler Krümmung ausbilden, die Schleifwalze beim Herstellungsvorgang relativ zum herzustellenden Gegenstand, also auf und ab und vor und zurück bewegen. Anschließend wird gezeigt werden, dass man diesen beiden Bewegungen auch eine Drehung der Schleifwalze und damit dazugehörigen Facette überlagern kann.
In der Zeichnung stellt
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung in Vorderansicht, Seitenansicht sowie schaubildlich dar,
Fig. 2 die schaubildliche Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels und Fig. 3 erläutert die Drehung erzeugenden Geraden bei der Herstellung einer Facette.
Als Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt Fig. 1 eine Maus, Fig. 2 eine Birne. Wie gut ersichtlich ist, sind beide Ziergegenstände mit streifenförmigen Facetten 1 versehen, welche jeweils als Teil der Mantelflächen von verallgemeinerten geraden Zylindern darstellen. Die konvexe bzw, konkave Gestalt des Zylinders ist jeweils die Folge der Entfernung bzw. Annäherung des Umfanges einer Schleifwalze an den Rohling, wenn sich die Schleifwalze beim Herstellungs-

Claims (6)

  1. 3 AT 009 180 U1 Vorgang entlang einer Leitkurve 2 bewegt. Wenn die Facetten 1 Teile der Mantelflächen von geraden Zylindern sind, sind die Leitkurven 2, welche aneinandergrenzende Facetten 1 trennen, ebene Kurven. 5 Am Beispiel eines geometrischen Körpers (Sanduhr) ist in Fig. 3 dargestellt, dass die erzeugende Gerade 3 einer Facette 1 während ihrer Bewegung längs einer Leitkurve 2 sich um die Achse 4 des Rohlings drehen kann. Dadurch entsteht eine gewundene Fläche, welche eine weitere Annäherung an natürliche Formen erlaubt. 10 Ansprüche: 1. Ziergegenstand aus Glas, mit einer geschliffene Facetten aufweisenden Oberfläche, welche eine Naturform, insbesondere die Form von Tieren oder Pflanzen approximiert, wobei 15 zumindest einige Facetten zumindest bereichsweise konvex gekrümmt sind, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne Facetten (1) konvexe und konkave Bereiche aufweisen.
  2. 2. Ziergegenstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Facetten (1) Teil einer Fläche sind, die durch Parallelverschiebung einer geraden Erzeugenden (3) längs ei- 20 ner Leitkurve (2) mit variabler Krümmung entsteht.
  3. 3. Ziergegenstand nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitkurve (2) in einer Ebene verläuft (Fig. 1, 2).
  4. 4. Ziergegenstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Facetten (1) Teil einer Fläche sind, die durch Verschiebung einer geraden Erzeugenden (3) längs einer Leitkurve (2) unter gleichzeitiger Drehung der Erzeugenden (3) um eine Achse (4) entsteht, welche etwa in Richtung der Leitkurve (2) verläuft.
  5. 5. Ziergegenstand aus Glas, mit einer geschliffene Facetten aufweisenden Oberfläche, wel che eine Naturform, insbesondere die Form von Tieren oder Pflanzen approximiert, wobei zumindest einige Facetten zumindest bereichsweise konvex gekrümmt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Facetten (1) Teil einer Fläche sind, die durch Verschiebung einer geraden Erzeugenden (3) längs einer Leitkurve (2) unter gleichzeitiger Drehung der Erzeu- 35 genden (3) um eine Achse (4) entsteht, welche etwa in Richtung der Leitkurve (2) verläuft.
  6. 6. Ziergegenstand nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne Facetten (1) konvexe und konkave Bereiche aufweisen. 40 Hiezu 1 Blatt Zeichnungen 45 50 55
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AT316906B (de) * 1970-08-18 1974-08-12 Swarovski & Co Facetten aufweisender Schmuckstein
US5044123A (en) * 1990-03-22 1991-09-03 Douglas Hoffman Concave-convex faceting method and apparatus

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