AT91855B - Einrichtung zur Phasenkompensation von Induktionsmaschinen durch sekundär angeschlossene Reihenschluß-Drehfelderregermaschinen. - Google Patents

Einrichtung zur Phasenkompensation von Induktionsmaschinen durch sekundär angeschlossene Reihenschluß-Drehfelderregermaschinen.

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AT91855B
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induction
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  Einrichtung zur Phasenkompensation von Induktionsmaschinen durch sekundär angeschlossene Beihenschluss-Drehfelderregermaschinen. 
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 sieren, dass man in ihre Sekundärstromkreise Maschinen einschaltet, die, vom   Sekundärstrom   durchflossen   und erregt, eine. EMK erzeugen,   die dem Sekundärstrom eine Voreilung gegenüber der EMK der Schlüpfung gibt und so indirekt die primäre Phasenverschiebung verringern. Solche Maschinen bestehen zumeist nur aus einem Anker mit Gleichstromwicklung, dem der Strom über einen   Kommutator     zugeführt   wird und einem   unbewickelten   Stator.

   Durch Rotation in dem vom Ankerstrom erzeugten Felde entsteht eine EMK, von der Frequenz dieses Stromes ; diese   EME.   eilt dem Strom um 90  vor, wenn das Ankerdrehfeld. vom Stator der   Maschine   betrachtet, im gfgengesetzten Sinne umläuft wie vom Rotor aus, und ist im gegenteiligen Falle um 90  nacheilend. 



   In Fig. 1 ist das   Vektordiagramm   einer   sojchen als Motor   laufenden   kompensierten   Induktions-   maschine   gezeichnet, es bezeichnen   J1   den   Stator- und J'2 den   auf die Statorwindungszahl reduzierten   Rotorstrom.     e1   die primäre Klemmenspannung, e2.s die   E11,     der Schlüpfung, #1 und #2   die Phasen- 
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 voreilen soll. 



   Das Diagramm ist hier für mittlere Belastung der   Induktionsmaschine gezeichnet,   wobei die Reak- 
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 dreiecks. Es gilt allgemein 
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 M   M   ist   die #synchrone Leistung" der Induktionsmaschine.   Gegen den Leerlauf wird   cos'f2 sehr   
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 ändert, letzteres infolge passend gewählter Veränderung der Tourenzahl der Erregermaschine nach Grösse und   Richtung.   Wird bei   übersynchronem   Betrieb die Tourenzahländerung nicht vorgenommen, so belastet die Erregermaschine den primären Stromkreis induktiv, was bei Maschinen, die betriebsmässig zwischen Motor- und Generatoreigenschaft wechseln, den Nutzen der ganzen Anordnung als fraglich erscheinen lasst. 



   Man kann nun die Verhältnisse der Erregermaschine gegen den Leerlauf zu günstiger gestalten. 
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 die gleiche wie in Fig. 1. Die Verkleinerung des Winkels    < p wird erzeugt,   indem man auf dem Ständer eine Dreiphasenwicklung anbringt, deren elektrische Achsen gegen die Achsen der Phasenwicklungen des Ankers verschoben sind und die   Ständerwicklung   in Serie mit dem Anker schaltet. Ee ist dann nicht mehr in Quadratur mit J2. Fig. 5 zeigt das Schema einer derartigen zweipoligen dreiphasigen Maschine und Fig. 10 eine Schaltungsskizze der Gesamtanordnung. In Fig. 10 bedeuten   1, 2, 3   die drei Phasen des Netzes ; 4 ist die zu kompensierende Induktionsmaschine, an deren Schleifringe 5 der Phasenkompensator 6 angeschlossen ist.

   Der Antriebsmotor   7 des Phasenkompensators   liegt am Netze 1,   2,-3.   



   Derartige Erregermaschinen mit   Ständerwicklung   sind bereits bekannt, sie ermöglichen die Phasenkompensation von Induktionsmotoren bis zu viel niedrigeren Belastungen herab, als Maschinen mit blosser Ankererregung ; aber sie wirken ebenfalls bei   übersynchronem   Betrieb phasenverschlechternd auf den   Primärkreis,   wenn man ihre Drehrichtung nicht umkehrt. 



   Als besonderer Nachteil solcher Aggregate galt jedoch ihre Neigung zur Selbsterregung, die unter kurzschlussartigen   Erscheinungen   gegen Leerlauf zu leicht eintrat, wenn man die Wattkomponente der Spannung Ee gegenüber dem Ohmschen Spannungsabfall J2   W2 des Sekundärkreises zu   gross machte. 



   In Fig. 8 a zeigt für die bisher bekannte Betriebsweise mit einer selbsterregten Drehfeldkollektormaschine mit Statorbewicklung die Kurve   &alpha;   des Ohmschen   Spannungsabfalles J2 Mg   und die   Kurve ss   der Wattkomponente der   Kollektorspannung Ee cos #E in Abhängigkeit   vom Sekundärstrom J2. Der Neigungswinkel der Kurve   17.   gegen die Abszissenachse ist hier grösser als der des gradlinigen Teiles der 
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   Das Diagramm Fig. 4, das für eine als Motor arbeitende   Induktionsmaschine   gilt, zeigt, dass in diesem Falle der Ohmsche Spannungsabfall gleich ist der Summe aus den Wattkomponenten der Kollektorspannung und der Schlupfspannung ; im Leerlauf verschwindet   die Wattkomponente der letzteren Spannun g   und die Anordnung mit den Kurven nach Fig. 8 a müsste daher im Leerlauf stromlos sein, da für jeden Wert von J2 der Ohmsche Spannungsabfall grösser bleibt als die Wattspannung der Kollektormasehine. 
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 leicht die Lage ss'der Wattspannungskurve und es wächst der Strom des   Sekundärkreises   bis zu dem Werte J2,k der Abszisse des Schnittpunktes A der Kurven   17.   und ss' ; es tritt also Selbsterregung mit der 
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 ist, dass   Re,o cos #E > w2   wird. 



   Die vorliegende Erfindung sucht nun gerade diese Selbsterregung für den Betrieb nutzbar zu machen. 



  Der   Sekundärkreis   soll bei Belastung wie bei Leerlauf des zu kompensierenden   Induktionsmotors   derart betrieben werden, dass die Kurve des Ohmschen Spannungsabfalles und die der Wattspannung Ee cos   #E   einander ausser im Ursprung des Koordinatensystems noch ein zweites Mal schneiden, wie es in Fig. 8   b@   dargestellt ist.

   Es sollen die Reaktanz Re der Kollektormaschine, der Phasenwinkel   #E   und der Ohmsche Widerstand w2 des   Sekundärkreises   so gewählt werden, dass   Re, o cos > M   ist, und dass der selbsterregte Sekundärstrom bei Leerlauf J2 von der Grössenordnung der gewöhnlich in dem Rotor des Induktionsmotors fliessenden Ströme wird. 
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 für den jeweiligen Belastungsfall möglichst günstige   Verhältnisse   zu erreichen. 



   Um die Reaktanz Re zu   verändern, werden erfindungsgemäss folgende   an sich   bekannte littel   verwendet :
Zu-und Abschaltung von Windungen der Statorwicklung ;
Veränderung der magnetischen Sättigung durch Hinzufügung oder Entfernung von Eisenstücken im Kraftlinienpfade des Stators ; Änderung der   Tourenzahl   der Kollektormaschine. 



   Der   Phasenwinkel     Tu   wird durch   Bürstenversehiebung beeinflusst.   



   In Fig. 11, in der die   Ziffern 1-7   die gleiche Bedeutung haben wie in Fig. 10, ist schematisch dargestellt, wie der Widerstand des Sekundärkreises durch die regelbaren Widerstände   8,   die Tourenzahl des Phasenkompensators durch den   Schlüpfungswiderstand   9 von Motor 7 und die Statorwicklung   M   durch Zu-und Abschalten von Windungen geändert werden   kann.   

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   Wird die Induktionsmaschine als untersynchron laufender Motor mit einem Diagramm der Sekundärspannungen nach Fig. 4 betrieben, so liegen die dem Ohmschen Abfall und der Kollektormaschinen- 
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   Im Leerlauf entspricht Punkt A dem Zustande des   Sekundärkreises   ; das   zugehörige   Spannungsdiagramm zeigt Fig. 7. Im Leerlauf sind die   Strom- und Spannungsverhältnisse   stabil und können sich bei kleinen Änderungen der Ohmschen induktiven Widerstände nicht sprunghaft ändern. Es ist eine bestimmte, im Falle der Fig. 7 positive Schlüpfung s vorhanden, die durch die Grösse der Blindspannung E. sin WE gegeben und dieser proportional ist. 



   Bei einer derartigen Anordnung ist auch ein   sicherer tbelgal1g   vom Motor-zum Generatorbetrieb   möglich.   Fig. 6 zeigt das sekundäre Spannungsdiagramm für generatorische Belastung der Induktions- 
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 neten Falle. 



   Es ist ersichtlich, dass man auch zwei Erregermaschinen statt eine in den Sekundärkreis der Induktionsmaschine in Serie schalten und in der einen, die dann   keine Ständerwicklung braucht,   bloss wattlose Spannung   (o/E = 900),   in der andern dagegen, die auf dem Ständer eine zweite Wicklung zur Kompensation des Ankerfeldes erhält, reine Wattspannung   (o/E = 0)   erzeugen könnte. Für diese Anordnung, die leichtere Regulierbarkeit zur Folge hätte, zeigt Fig. 9 das Schaltungsschema ; darin bezeichnen 
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 drei Phasenwicklungen des Rotors der Induktionsmaschine. Bei dieser Anordnung erweist es sich als zweckmässig, beide   Erregermaschinen   durch den gleichen Hilfsmotor anzutreiben. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Phasenkompensation von Induktionsmaschinen durch sekundär angeschlossene Reihenschluss-Drehfelderregermaschinen mit gegen die Bürstenachsen verschobenen   Ständerwicklungen,   
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 der Reaktanz und des Phasenwinkels der Erregermaschine und des Ohmschen Widerstandes des Sekundärkreises im Betriebe regelbar sind.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktanz der Drehfelderregermaschine durch Zu-und Abschaltung von Statorwindungen, Hinzufügen bzw. Entfernen von Eisenstüeken im Kraftlinienpfade der Stators und Änderung der Ankerdrehzahl regelbar ist.
    3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Sekundärkreis der In- duktionsmaschine zwei Drehfelderregermaschinen in Serie liegen, von denen die eine keine Ständerwicklung hat und wattlose Spannung erzeugt, und die andere auf dem Ständer ausser der Feldwicklung eine Kompensationswicklung trägt und reine Wattspannung liefert.
AT91855D 1917-01-24 1918-02-05 Einrichtung zur Phasenkompensation von Induktionsmaschinen durch sekundär angeschlossene Reihenschluß-Drehfelderregermaschinen. AT91855B (de)

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AT91855D AT91855B (de) 1917-01-24 1918-02-05 Einrichtung zur Phasenkompensation von Induktionsmaschinen durch sekundär angeschlossene Reihenschluß-Drehfelderregermaschinen.

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